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Neue Schleifscheiben einschleifen?

 
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 ·  #16
Brezelfassung ist noch besser, hmmmmm.
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 ·  #17
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 ·  #18
Cap und Rufi:
Wenn ihr die Cabochons einkitten wollt: macht die Ränder senkrecht. Sonst ca 80°. Aber immer gleichmäßig hoch. Und zieht die scharfen Kanten ab...
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 ·  #19
Wenn Ihr die goldschmiedische Sicht mit einbeziehen wollt: Tatze hat völlig Recht. Hohe Cabochons mit sehr steiler (also fast senkrechter) Wölbung sind sehr ungeliebte Steine. Wie sie schon sagte, muß man dafür unnötig hohe Zargenwände bauen. So hoch, bis man genug Neigung am Stein abdeckt, um ihn sicher halten zu können.

Die Nachteile daran sind:
a) Man verdeckt gezwungenermaßen sehr viel vom Stein, optisch keine schöne Sache und schade um den Stein.
b.) höherer Materialverbrauch, was gerade bei Gold die Kosten für den Kunden hochschraubt.
c.) Unnötig hohes Risiko beim Fassen.

Und noch etwas:
Bei vielen Steinen wird aus gewichtsgründen die Unterseite auch noch gewölbt. Mit Pech auch noch ungleichmäßig. Wenn sowas auch noch mit unnötig steilen Winkeln an der Oberseite kumuliert, dann möchte der Goldschmied am Liebsten in den Tisch beißen.

Die oft unnötige Wölbung der Unterseite - ich meine, wenn das bei semiopaken oder ganz untransparenten Steinen oder ohne Einfluß auf die Farbtiefe trotzdem gemacht wird, erhöht auch das die Kosten beim Fassungsbau weil man eine extra angepasste, der Steinkante entsprechend auch gewölbte Steinauflage machen muß. Der Zeitaufwand ist damit gemeint. Bei günstigen Steinqualitäten steht das dann in sehr ungünstigem Verhältnis und verteuert eine Anfertigung.

Wenn es also geht und optisch der Wirkung keinen Abbruch tut: bitte flache, gerade Unterseite schleifen. Und der Uhu hat richtig angemerkt: Scharfe Kanten etwas abziehen, also ne kleine Fase ist immer gut. Das vermindert das Risiko von Abplatzern beim Fassen enorm. Sonst muß der Goldschmied auch noch an den Stein ran und da was wegschmirgeln (räusper)...
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 ·  #20
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 ·  #21
Etwas verstehe ich nicht: warum kauft der Goldschmied Steine, die so viel Ärger und Kosten machen? Macht doch Druck auf die Händler und Hersteller (nicht auf die Schleifer. Das sind angestellte kleine Würstchen, die das machen, was der Chef ihnen sagt). Von einem Schleifer aus I.O. habe ich gehört, dass sie sich umstellen müssen, weil die Amis die dickbauchigen Steine nicht mehr kaufen ( wo sie unnötiges Gewicht bezahlen sollen).
uhu
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 ·  #22
Weil das nicht der Goldschmied kauft, sondern der Kunde angeschleppt bringt.
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 ·  #23
Zitat geschrieben von Silberfrau

Weil das nicht der Goldschmied kauft, sondern der Kunde angeschleppt bringt.

so isses.

Wobei ich sagen muß, doppelt gemuggelt macht mir jetzt grad weniger aus.

Zitat
Von einem Schleifer aus I.O. habe ich gehört, dass sie sich umstellen müssen, weil die Amis die dickbauchigen Steine nicht mehr kaufen ( wo sie unnötiges Gewicht bezahlen sollen).

das läßt hoffen, daß diese unmöglichen Gurkenschliffe bei Rubin, Saphir und Smaragd endlich ein Ende finden.
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 ·  #24
Das ist wie beim Fleisch. Alle sind für artgerechte Haltung, Schlachtung und anständige Verarbeitung, aber wo wird gekauft...
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 ·  #25
:-) Beim Bio-Metzger nat-ürlich!

Ich mache wie Tatze auch einen Bogen um so doof geschliffene Cabochons. Weil die Ersparnis beim Steinpreis aufgefressen wird durch den Mehraufwand später beim Anfertigen. Da sind die etwas höheren Steinekosten durch den besseren Schliff nicht soooo relevant im Vergleich zum Mehraufwand beim Weiterverarbeiten eines billigeren Steins mit schlechtem Schliff. Das ist einfach so und deshalb schreib ich es hier auf. Weil manche ja denken, ein vermeintliches Schnäppchen zu machen wenn sie solche Steine selber kaufen (weil sie es nicht wissen) und dann zum Goldschmied anschleppen.
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 ·  #26
wenn man mal versucht, seine selbstgeschliffenen Cabochons in einer Zarge zufassen, kommt man schon drauf, was nicht so gut geht.
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 ·  #27
wieviele Schleifer goldschmieden nebenbei und verbauen ihre eigenen Erzeugnisse? Die würden einen dann nicht mehr anmachen, wenn man z.B. eckige Rundisten, zu steile Cabochons, zu steile Unterteile etc. bemäkelt. Und das Argument, daß die Goldschmiede in Amerika derartige Sachen nicht bemängeln, zieht nicht.
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 ·  #28
Dann ist doch jetzt der perfekte Zeitpunkt um meinen ersten Schleifversuch zu posten. Der ist nämlich genau so, wie er nicht sein soll. Viel zu hoch und zu steile Seiten. Macht mir aber nichts, da ich die "Regeln" zum Schleifen noch nicht kenne, probiere ich einfach erst mal aus. Übrigens fasse ich auch selber, da werde ich dann schnell merken, was gut geht und was nicht. :P
Kann mir einer sagen, was der braune Knubbel auf meinen Bildern ist? Der war in einer Restekiste Steine mit dabei und von beiden Seiten so rau. Eine Seite habe ich mal grob angeschliffen. Ein Foto meiner Schleifmaschine hab ich auch mal angehängt.


Zitat geschrieben von Sparkle

Bei vielen Steinen wird aus gewichtsgründen die Unterseite auch noch gewölbt.

Ist damit eine konvexe Unterseite gemeint, um den Stein schwere und damit teurer zu machen?
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 ·  #29
Zitat geschrieben von tatze-1

Wollt grad sagen, ein Abzug ist wichtig.


Ist damit eine Fase rundherum an der flachen Unterseite des Steines gemein?
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 ·  #30
Die Zuckerhut-Cabochons waren sogar mal in.

Was Sparkle schreibt ist schon richtig, alleine der Kunde weiß es halt nicht.
Hat er mir 1x sowas in den Kurs geschleppt, weiß er es.

Da wollte sich einmal eine Teilnehmerin nur ganz schnell ein Collier mit Eilat Steinen aus original Israel machen. Eigentlich hätte ihr der Göttergatte durchbohrte Kugeln mitbringen sollen. Hätte sich wohl gleich ein Strang angeboten. Bild wie es werden sollte war ja vorhanden.
Der hat halt irgendwas genommen, Cabochons unkalibriert. War vermutlich am billigsten.
Nach 2-3 Kursen und 1-2 Jahren hatte sie dann endlich ihr Collier, dabei gelernt runde Zargen zu machen, löten, Ring, und was es halt noch alles so als Beifang gab.
Ist zu einer meiner treuesten Teilnehmerinnen geworden...
Zahlen hätte sie den Aufwand aber sicher nicht wollen.
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