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Neue Fassung machen?

 
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tatze-1
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tatze-1

 ·  #1
Die Frau von einem guten Bekannten hatte zur Verlobung einen Diamantring mit einem symmetrischen fancy cut mit 8 Ecken bekommen (mal sowas mal freihändig vernünftig). Gefaßt wurde der Stein in 585 WG in einer 4er Krappenfassung mit V-förmigen Krappen (ca. 1,2mm stark) ohne Verbindungsstreben zwischen den Krappen auf 4 der Ecken vom Stein (schwarze dicke Punkte). Der Stein hat sich innerhalb eines Jahres schon mehrfach gelockert und wurde daher schon mehrfach von mir wieder nachgefaßt.

Die Frau hat verständlicherweise Angst, den Stein zu verlieren, weil sie den Ring gerne täglich trägt.

Ich hatte ihr jetzt vorgeschlagen, daß eine 8er-Krappenfassung (mit dünneren Krappen) wie ich sie pink eingezeichnet habe, sicherer und sinnvoller ist. Sie ist aber skeptisch, ob ihr das dann gefällt (sie ist etwas speziell). Sie meint, daß Verbindungsstreben um den Unterbau vom Stein herum gebaut, die aber nicht sichtbar sein sollen, vielleicht helfen könnten. Ich halte das für Murks, weil der Stein sowieso schon recht viel Platz in der Fassung einnimmt.

Was meint ihr? Ist meine Überlegung zu abwegig? Wie kann man sie überzeugen? Ich würde ja auch einen Modellring bauen, wenn ich wüßte, woher ich so nen Schliff herbekommen könnte.
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pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #2
Wär's nich einfacher - und genauso sicher - statt der 8 Krappen,
diese 4 Krappen an die Spitzen zu machen?
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Neue Fassung machen?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #3
Möglich. Ich gebe zu, ich bin kein Freund von auf-Spitze-fassen, weil an der Spitze direkt nie ein vernünftiger Halt garantiert werden kann. Und grad nen 1- oder etwas mehr-Karäter würde ich lieber sicher fassen. Ist dann doch schon mehr als 100€, die verloren werden können - grade bei so nem Sonderschliff.
Tilo
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Tilo

 ·  #4
auch ich bin kein Freund von Krappen an der Spitze
wenn überhaupt, dann Doppelkrappen bzw. deutliches V
und Verbindungen der Stege wären hilfreich, wenn die Stege zart sind, sind aber kaum unsichtbar zu machen

der Ring ist nicht von dir?
davon gehe ich jetzt mal aus.
manchen Leuten ist nicht zu helfen
hier der Fall: sie will optisch zarte Fassung mit der haltbarkeit einer optisch weniger zarten Fassung

tscha, wasch mich, aber mach mich nicht nass

hab zufällig gestern eine googlebewertung gelesen von einem Schmucklieferanten, an dem es offensichtlich viel zu kritisieren gibt bzgl. Lieferzeiten und Service nach dem Verkauf (logisch bei Firmensitz in England und Produktion in Indien)
aber diese Kritk war völlig gaga, denn die Krappen waren an seinem originalfoto sichtbar ordentlich gemacht, nämlich stabil, aber trotzdem den Stein optisch nicht nenneswert abdeckend, aber dem Kunden erschienen die Krappen viel(!) zu massiv.

so einen Fall hast du jetzt und du kannst bei der Sache nur verlieren. hast du schon, als du dich das erste mal dem Fall angenommen hast

der Ring ist von dir (deinem Arbeitgeber)nach Kundenwunsch so zart angefertigt oder verkauft? oje

du hast keinen Platz für unsichtbare Stege
statt komplettem Prototyp am vorhandenen Ring kleine Bögen ankleben
unsichtbarer als direkt am Stein gehts nicht
kristaller
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kristaller

 ·  #5
@ tatze-1,
nach meinem Verständnis für Festigkeit braucht der Stein schon eine, - wie von Dir vorgeschlagene, 8- er Krappenfassung, um längerfristig Ruhe
zu bekommen.
Allerdings dürfen die Krappen auch nicht zu dünn ausfallen, sondern sollten eher etwas breiter sein, um nicht nur punktförmigen Kontakt zu haben.
Dann braucht man auch keine Verbindungsstreben.
Die Frage ist nun, ob eine derartige Konstruktion den Stein nicht in seiner Wirkung "untergehen " lässt.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #6
Tilo, der Ring ist nicht von mir, sondern ein vom Chef (nach fragwürdiger Empfehlung meines Ex-Kollegen) fertig gekauftes Modell, in das der Stein vom Kollegen nur noch reingefaßt wurde.

Zitat

Allerdings dürfen die Krappen auch nicht zu dünn ausfallen,

ich würde die Krappen ja auch nicht 0,6mm dünn machen. 1,2mm ist optisch bei ner 8er Fassung viel zu dick.

Zitat
Dann braucht man auch keine Verbindungsstreben.

diese Streben unterstützen die Stabilität eines Chatons. Diese Chatons ohne Streben verbiegen bzw. verschieben sich unheimlich gerne. Hab ich in letzter Zeit einige derartige Chatons wieder richten dürfen bzw. sogar mit neuem Stein bestücken dürfen.

Zitat
Die Frage ist nun, ob eine derartige Konstruktion den Stein nicht in seiner Wirkung "untergehen " lässt.

Das wäre auszuprobieren. Der Stein ist nicht klein. Hab ihn jetzt nicht gemessen, aber ich schätze mal, grobe 8x6 dürfte er schon haben.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #7
Der Stein hatte sich schon mehrfach gelockert und droht herauszufallen, ABER ein fachlicher vernünftiger Vorschlag wird nicht akzeptiert? Was soll man da sagen?
Wobei, Krappen an den Seiten lassen die empindlichen Spitzen nackig, was ich auch nicht so günstig finde, (für beide Seiten). Tilos Vorschlag mit gespaltenen Doppelkrappen an den Spitzen, wenn ich das richtig verstanden habe, ist pfiffig, aber wirkt wahrscheinlich auch in Echt nicht so zierlich.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #8
Mit den langen Krappen ist auch bei 1,2 mm Breite, der Hebel für die tägliche Benutzung zu hoch. Man könnte neue Krappen einsetzen, die unten mit 2 mm beginnen und dann oben mit 1 mm auslaufen, das wäre stabiler.

Rein von der Optik her finde ich, dass zu einem achteckigen Schliff 8 Krappen, jeweils an den Spitzen am besten passen.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #9
Gibt's eigentlich nen Namen für so einen Schliff?

2mm auf 1mm auslaufend, in welche Richtung meinst du das? Daß das V von unten nach oben dünner ausläuft? Oder daß die Fassung von außen eine unveränderte Optik hat, dafür innen von unten nach oben ausläuft?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #10
Zitat geschrieben von Silberfrau

ABER ein fachlicher vernünftiger Vorschlag wird nicht akzeptiert? Was soll man da sagen?

Story of our lifes. Man konsultiert den Fachmann und weiß trotzdem alles besser als ebendieser.
SidEwigk
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SidEwigk

 ·  #11
Gehört nicht zur Frage aber:
@Tilo
Ich feier Dich gerade für den Spruch :"tscha, wasch mich, aber mach mich nicht nass" ;-)
tatze-1
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tatze-1

 ·  #12
es gibt Trockenshampoo. Funktioniert also ohne naß werden ;)
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #13
Zitat geschrieben von tatze-1

Gibt's eigentlich nen Namen für so einen Schliff?

Oktagon?
Tilo
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Tilo

 ·  #14
scheint eher ein "ovales" Achteck zu sein und wohl ziemlich selten
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #15
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