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Steigende Preise für Diamanten?

 
dreukling
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dreukling

 ·  #31
Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

Einkaufs- und Verkaufspreis klaffen bei jedem Produkt auseinander. Egal, ob Schuhe, Diamanten oder Autos. Klar ist nur dann man auch bei prozentual ähnlicher Differenz, absolut weniger verlieren kann je billiger das Produkt ist. :-)


Jetzt haben Sie mich aber mit der nachträglichen Bearbeitung Ihres Kommentars dranbekommen! :)
Wenn die Prozentuelle Differenz ähnlich ist, stimmt das natürlich. Allerdings muss man bedenken, dass natürliche Diamanten viel, viel mehr kosten als synthetische Diamanten. Das führt dazu, dass die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis von natürlichen Diamanten, oft den kompletten Preis des synthetischen Steins wiederspiegelt. Fällt der Wiederverkaufswert der Synthetik auf theoretisch 0€, ist der Verlust immernoch gleich hoch für den Endkunden.

[quote=tatze-1]Denn der persönliche Wert ist nicht immer gleich des gesellschaftlichen Werts. [/quote]
der ideelle Wert kann nie beziffert werden. Auf dem Wiederverkaufsmarkt herrscht dann doch das zählbare Geld.
[/quote]
Mir ging es eher um den persönlichen Wert beim Kauf. Ist es dem Käufer wichtig, ob das Produkt synthetisch oder natürlich ist. Wie ich im ersten Teil dieses Kommentars schon meinte, sollte sich der Verlust in etwa die Wage halten und wäre für mich deswegen kein Entscheidungsmerkmal.
dreukling
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dreukling

 ·  #32
Zitat geschrieben von tatze-1

Zitat geschrieben von dreukling

Die Art und Form der Einschlüsse unterscheiden sich meines Wissens nach nicht. Die Unterscheidung zwischen synthetisch und natürlich erfolgt soweit ich weiß im Labor anhand der spezifischen UV-Lichtbrechung.

Doch. Ist in dem Link beschrieben, den ich schon gepostet hatte hier in diesem Thread. Der geht auch auf die Reinheitsgrade etc. ein.

Gerne nochmal - ich wiederhole mich ja so gerne:

https://www.fancydiamond.de/natuerlich-versus-synthetisch/


Stimmt. Hatte den Punkt mit dem Magnetismus und den Metalleinschlüssen schon wieder komplett vergessen. Und sorry, dass ich nicht jeden Link gelesen habe - ich verdiene mit meinem Diamantenwissen aber auch kein Geld ;)
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #33
In dem einen Punkt der vorigen Seiten hat allerdings Dreukling absolut recht und Diamantenimport absolut unrecht: Es sind eben keine Imitate sondern Synthesen. Klugscheißermodus aus.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #34
Zitat geschrieben von dreukling

Und sorry, dass ich nicht jeden Link gelesen habe

alles gut, warst jetzt nicht direkt angesprochen, sondern quasi "Kollateralschaden". Andere Mitschreibende hätten diesen Link auch lesen können, darin wären schon einige Fragen beantwortet gewesen.

Zitat
- ich verdiene mit meinem Diamantenwissen aber auch kein Geld ;)

ich hab ein einigermaßen gutes Wissen, verdiene damit aber trotzdem kein Geld, weil die meisten Kunden der Meinung sind, mir die Steine anschleppen zu müssen, anstatt bei mir zu kaufen.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #35
Zitat geschrieben von Silberfrau

In dem einen Punkt der vorigen Seiten hat allerdings Dreukling absolut recht und Diamantenimport absolut unrecht: Es sind eben keine Imitate sondern Synthesen. Klugscheißermodus aus.

Da hat jemand die CIBJO internalisiert :D
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #36
Bin nicht unbedingt Fan von, aber hier war es eindeutig. ;)
diamantenimport
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diamantenimport

 ·  #37
Zitat geschrieben von Silberfrau

In dem einen Punkt der vorigen Seiten hat allerdings Dreukling absolut recht und Diamantenimport absolut unrecht: Es sind eben keine Imitate sondern Synthesen. Klugscheißermodus aus.


Von Prinzip her liegst Du nicht falsch. Ich habe mich, wenn man es streng nimmt, fachlich nicht ganz korrekt ausgedrückt.

Jedoch habe ich dies auf mein Beispiel aus dem gleichen Satz bezogen, nämlich dem fälschen/imitieren von alten Meistern. Hinzu kommt noch, dass ich der Meinung bin, dass damit ja auch tatsächlich versucht wird, die Natur nachzuahmen, also zu imitieren. Und zu guter letzt, darf man durch meine Betitelung "Imitation" ruhig auch erkennen, dass ich kein Freund von Synthesen bin. ;)
tatze-1
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tatze-1

 ·  #38
Die CIBJO, die die Nomenklatur und die Definitionen vorgibt und an die man sich als Händler halten soll, unterscheidet explizit Synthese und Imitation. Da gibt's normal kein ja-eigentlich-weiß-ich-das-auch-Herumgeeiere. Wenn wir hier am Ladentisch oder in diesem Forum schon eine Art Bildungsauftrag verfolgen (sollen), dann sollten die Fachtermini - auch wenn man kein Fan von Synthesen ist wie so einige hier - wenigstens richtig gesetzt werden, damit der Kunde/Leser sich keine Fehler merkt.

Zitat
nämlich dem fälschen/imitieren von alten Meistern

auch hier ist ein Unterschied zu vermerken. Fälschungen geben vor, ein Original zu sein. Das Imitieren von alten Meistern sehe ich dann eher in der Aufgreifung des Arbeitsstils eines alten Meisters, ohne seine Bilder fälschen. Was weiß ich, wenn ich in eine Konservendose Löcher reinbohre, die Dose mit Farbe fülle und mit Hilfe dieser Dose ein Gemälde in Spritztechnik mache, dann sieht das vielleicht aus wie Jackson Pollock, ist aber kein Jackson Pollock.
diamantenimport
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diamantenimport

 ·  #39
Nun werde mal nicht gleich patzig/unfreundlich (Herumgeeiere). Auch wenn ich etwas anders bezeichne, als es nach gängigem Gebrauch gemacht wird und ich erkläre, warum, mit welcher Motivation ich es mache, sollte das damit erlaubt sein.

Die CIBJO ist durchaus eine anerkannte Organisation, welche jedoch keine allgemeingültigen Regeln, Handelvorschriften oder gar Gesetze erlassen kann. Man kann sich an die CIBJO-Regeln halten oder nicht...!
tatze-1
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tatze-1

 ·  #40
Die CIBJO ist ein Interessenverband verschiedenster internationaler Schmuck-, Edelstein- und Diamantorganisationen, der durch Festlegung der Nomenklatur etc. das Ziel hat, daß man weltweit in der Branche die gleiche Sprache spricht und keine Mißverständnisse aufkommen. Wie du weißt, sind die Graduierungsbezeichnungen von Diamanten dort auch festgehalten An die hältst du dich ja auch, vermute ich mal, und bist dankbar, wenn der Händler in Timbuktu, Shanghai oder Hintertupfing diesbezüglich mit dir die selbe Sprache spricht.
Mario Sarto
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Mario Sarto

 ·  #41
Zitat geschrieben von tatze-1
Mario, kannst du hier nachlesen. …

Habe ich getan. Allein der Glaube fehlt mir. Nach dem Motto „den Bock zum Gärtner machen“ – auf beiden Seiten (synthetische Gewinnung als auch Abbau natürlicher Vorkommen). Wenn die Berechnungen von unabhängigen Dritten gemacht würden, sähen die Zahlen anders aus – natürlich nur meine Meinung.

Die Herstellung von Diamant-Synthesen steckt noch in den Kinderschuhen. Da ist noch sehr viel mehr möglich. Wenn ein Mensch eine Synthese möchte (aus welchen Gründen auch immer), warum soll er sie nicht bekommen? Warum fragt man ständig nach den Gründen? Es wird suggeriert, nur der natürliche Diamant sei es Wert, auf dem Finger der Angebeteten zu landen. Was für ein Nonsens!

Schmuckliebhaber und sehr viele „Fachleute“ sind überhaupt nicht in der Lage, synthetische von natürlichen zu unterscheiden. Sei es, dass ihnen schlicht das Wissen oder die nötigen technischen Einrichtungen fehlen. „Fachmann“ – wenn ich das schon lese – es gibt auch „Fachfrauen“. Die Frage lautet jedoch, ob es reicht, nur „vom Fach“ zu sein oder ob man sich ständig fortbildet und auch technisch auf dem Stand der Zeit ist. Bei einigen hört es schon mit dem Moissanite-Tester auf.
Wie oft habe schon „Gutachten“ von „Fachleuten“ gesehen, in denen gefasste Diamanten nach Farbe, Reinheit und Schliff bewertet wurden – ohne weitere, erläuternde Erklärungen. Das ist unseriös!

Wenn – was ich noch lange nicht sehe – der Anteil synthetischer Diamanten steigt, drohen den etablierten Systemen Milliarden-Verluste. Da wird irgendwann jeder darüber nachdenken, ob er den einkarätigen D Stein als Synthese für 2.000,- oder doch lieber den natürlichen für 34.000,- kauft.
Dinge ändern sich. Schmuck hat heute einen anderen Stellenwert als vor hundert Jahren. Wer ihn heute noch als Wertanlage betrachtet, wird sich morgen umgucken. Wie viele unter den Lesern, die hier als Endkunden oder Hobbyisten mitlesen, haben schon mal versucht, mehrere 2, 3 und vier Karäter zu veräußern, weil man für etwas anderes Geld benötigt? So einfach, wie es häufig suggeriert wird, ist das nicht. Da kann man schon Nerven lassen.

Nein, ist kein Statement für oder gegen Synthesen. Wer seinen Kunden suggeriert, dass sie mit dem Kauf eines Schmuckstücks einen Wert im Sinne einer Anlage erwerben, handelt meiner Meinung nach fahrlässig. Schmuck sollte nur eines: der Trägerin oder dem Träger gefallen. Das allein zählt.

Zitat geschrieben von Heinrich Butschal
Ich finde es nur für mich, als Kaufmann, nicht gewinnbringend mit einem Produkt zu handeln, dessen Wert im Fallen ist.

Wie man in diesem thread sieht, hast Du doch fertige Ringe ohne Stein am Lager oder fertigst neue an. Du musst Dir doch keine Synthesen ans Lager legen, die irgendwann woanders günstiger zu haben sind – wo ist das Problem?

Das hier
Zitat geschrieben von diamantenimport
Die CIBJO ist durchaus eine anerkannte Organisation, welche jedoch keine allgemeingültigen Regeln, Handelvorschriften oder gar Gesetze erlassen kann. Man kann sich an die CIBJO-Regeln halten oder nicht...!

ist doch bezeichnend. Gleiches gilt für den Kimberley-Prozess, mit dem man seinen Kunden ein ruhiges Gewissen suggerieren kann. „Dieser Stein ist aus Indien.“ Na klar, woher denn sonst?
FabianKneipp
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FabianKneipp

 ·  #42
Zitat geschrieben von tatze-1

Die CIBJO, die die Nomenklatur und die Definitionen vorgibt und an die man sich als Händler halten soll, unterscheidet explizit Synthese und Imitation.


Na dann ist aber technisch gesehen ein synthetischer Spinell eine Imitation und keine Synthese, denn die Verneuil Synthesen unterscheiden sich chemisch geringfügig von natürlichen Spinellen.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #43
Imari
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Imari

 ·  #44
Man nehme eine Leinwand, Ölfarben mit natürlichen Pigmenten und pinsele darauf die perfekte Kopie einer Seerose von Monet. Hat man damit einen echten Monet? Klar hat man das damit: die gleichen Materialien, das gleiche Motiv, die gleiche Pinselführung. Lediglich mit der natürlichen Alterung des Materials hapert es ein wenig, aber darüber kann man ja großzügig hinweg sehen. Die Absurdität einer solchen Vorstellung muss man nicht weiter diskutieren.

Man nehme sich ein Krümelchen Kohlenstoff, eine gigantische Mikrowelle mit monströsem Energieverbrauch und ein paar Wochen Zeit. Hat man damit einen echten Diamanten? Klar hat man das, rein chemisch gesehen. Die Absurdität ist jedoch die gleiche, der gefakte Diamant ist nicht mehr wert als der gefakte Monet. Ja, beide sind gefakt indem sie vorgeben, mit dem Material des Originals völlig identisch zu sein, was zwar vordergründig stimmt, aber niemals die originäre, individuelle Entstehung wiedergeben kann.

Ein synthetischer Diamant ist in meinen Augen ein chemischer, unter obszönem Energievrevel hergestellter Klon, der unter falscher Flagge segelt um auch den umweltbesorgten Kunden noch das Geld aus der Tasche zu ziehen. Da ist mir jeder anständige Kieselstein lieber.
MaJa
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MaJa

 ·  #45
ich frag mich auch, warum man zu einem synthetischen Diamant greift und nicht zu einem Moissanit, der ist auch synthetisch, weiß, funkelt, den Unterschied zu einem natürlichen Diamant erkennt der Laie auch nicht und er ist nochmals um Längen günstiger. Der "Wert" nach dem Verkauf ist auch gleich Null, nur verliert man da nicht gleich EUR 2000,- sondern nur EUR 100,-. Die EUR 1900,- Differenz können dann in ein Verlobungsring/-armband für den Herrn und/oder in die Hochzeitsfeier investiert werden. Die Umweltbilanz dürfte auch besser sein und da der Moissanit auch synthetisch ist, wird kein Loch in unsere Erde gebuddelt.
Oder muss es unbedingt "Kohlenstoff" statt "Silicium" sein, damit die Ehe hält ?
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