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Im Reich der Düfte

 
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 ·  #1
Hallo und guten Abend!

Unternehmen setzen zunehmend nicht nur auf Musikberieselung, sondern auch auf Düfte. Dem Produkt oder dem Image des Geschäftes angepasste Düfte sollen zum Verweilen und schließlich auch zum Kaufen anregen.
Duftexperten stehen den Unternehmen zur Seite, wenn es um den richtigen Duft geht. So wird in einem Lederwaren-Fachgeschäft eine Mischung aus Kardamon, Estragon, Grapfruit und schwarzem Pfeffer verwendet.

Ich selbst bin noch nie in den zweifelhaften Genuss dieser Düfte gekommen, obwohl laut Zeitungsbericht bereits einige Unternehmen damit arbeiten und in Wien sogar bei einer Straßenbahnstation Kaffee-Duft verströmt wird.

Ich liebe Musik und ich mag Düfte und jeder hat sicher schon erlebt, dass bestimmte Düfte uns an lang zurückliegende Ereignisse erinnern können.
Ich mag es jedoch nicht, wenn man Musik und Duft ungefragt ausgeliefert ist. Das löst bei mir eher Fluchtverhalten aus.

Aber vielleicht wäre es trotzdem interessant zu überlegen, was wohl der richtige Duft für Schmuck wäre.

Liebe Grüße Andreas

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 ·  #2
Hallo Andreas,

also, für manchen Schmuck hab ich die perfekte Lösung parat:

Ich habe eine Art Kaktus. Diese Pflanze produziuert braun.gelb getupfte Blüten, die einen an kleine Kothäufchen erinnern. Das beste kommt nun aber noch: SIE RIECHEN GENAU SO!

Gruß, Ulrich

Kann Dir gern einen Ableger schicken!
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 ·  #3
kaa
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 ·  #4
Mein Freund meint, er würde gern Schmuck bei Meeresduft einkaufen, weil es ein Gefühl von Freiheit und Sommer assoziiert.
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 ·  #5
klasse thema andi :super:

davon habe ich auch schon gehört. meeresduft wäre allerdings bei schmuck nicht unbedingt mein favorit, karin.
ich könnte mir da schon eher den duft von verschiedenen früchten auch exotischen früchten vorstellen und das dann mit der farben pracht der wundervoll glitzernden edelsteine assoziieren.

sicher habt ihr da aber noch weitere gute ideen...

lg
martin

PS: zum thema duft und schmuck war ich inspiriert im goldschmiedeforum ein thema zu eröffnen mit einer idee, die ihr ins kreuzfeuer nehmen könnt: http://www.goettgen.de/schmuck-foren/ftopic1686.html
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 ·  #6
Hallo Ulrich!

Kaktusblütenduft - manches Unternehmen fühlt sich vielleicht auch so - einsam wie in der Wüste. Ein Ableger wäre sicher nett!

Aber wie man sieht gehen die Wünsche in sehr unterschiedliche Richtungen - von Meeresbrise bis zu exotischen Früchten. Dieses Problem - vor allem nämlich verschiedenste Nationen unter einen Hut zu bringen - beschäftigt die Spezialisten am meisten.

Liebe Grüße Andreas
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 ·  #7
Also ich finde es schrecklich, wenn man irgendwo ist und es duftet nach irgendwas, was da nicht unbedingt passend ist!
Ich krieg dann immer Anfälle und gehe schnell weg, anstatt etwas zu kaufen..........
So z.B. wenn in Kaufhäusern wie wild mir irgendeinem neuen Duft gesprüht wird..........selbst wenn man dem Nebel entgeht, riecht es überall danach.
Ich empfinde das als Belästigung.
Und ich kann mir nicht vorstellen, wenn es in einem Geschäft nach irgendwas duftet, dass dann mehr gekauft wird.
Es sollte sauber riechen, nicht müffeln und bei entsprechender Temp ein Fenster geöffnet sein, damit Frischluft zugeführt wird.
Musikberieselung finde ich auch total daneben.............
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 ·  #8
Hallo Dagmar!

Ich bin da ganz deiner Meinung, aber anscheinend gehören wir da nicht zu der großen Masse. Denn Swarovski hat angeblich bis zu 15% mehr Umsatz gemacht, nachdem man in einem Geschäft diese neue Linie (in Verbindung mit Raumgestaltung und Musik) ausprobiert hat.

Einen schönen Abend noch, Andreas

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 ·  #9
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 ·  #10
... und trau nie einer Statistik, die Du nicht selbst ...

aber ich befürchte, dass Andreas in diesem Fall recht hat. Nach dem die Geruchswahrnehmungs-Forschung - die ganz ordentliche im Rahmen von Verhaltensbiologie, Biochemie und Psychologie - sich 20 Jahre mehr oder minder unbeachtet abgerackert und einige erstaunliche Dinge herausgefunden hat, ist seit kurzer Zeit auch die Vermarktungsindustrie über diese Erkenntnisse gestolpert. Die Möglichkeiten der Manipulation über Duftstoffe ist erschreckend beachtlich, gerade weil die Europäische Kultur den Geruchssinn nicht gerade besonders gepflegt und beachtet hat. Wir sind eher visuell orientiert.

Die Versuchsreihen mit Aromen, die natürliche Gerüche nachahmen - wie Weihnachtsgebäck, Gras- oder Meeresduft etc. - sind übrigens bedeutend erfolgreicher als die mit Parfums. Liegt ja auch nahe: Nur was wir bewusst als künstlich wahrnehmen, weckt unser Nachdenken darüber und das bedeutet im Verkaufskontext: unser Misstrauen und das Entdecken der Strategie. Man kann heute mit der richtigen Ausstattung und einem teuren Fachmann zum Beispiel einen Messestand durch Duftstoffe gezielt für Männer oder Frauen anziehend machen und das auch ohne ein entsprechend anziehendes Verkaufspersonal 😉 Und vorausgesetzt, dass nicht gerade alle Schnupfen haben natürlich, weil die Geruchswahrnehmung über den Mundraum nie so intensiv ist.

Manchmal - wenn auch seltener als behauptet - kann man Spezialisten kaum überschätzen, Ulrich. Und nach den Forschungsergebnissen, die ich kenne (und die aus der Grundlagenforschung stammen und nicht aus der angewandten Vermarktungsecke, also Anfragen zu Verkaufsstrategien zwecklos 8) ), gehören die Duftstoff-Manipulatoren eindeutig zu den ganz gefährlichen Spezialisten, die uns mehr an der Nase herumführen können, als unserem Glauben an die freie Selbstbestimmung lieb sein kann. Aber der Kampf um die Freiheit war ja nie leicht, schon gar nicht der um die eigene ...

Viele Grüße,
Jade
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 ·  #12
Zitat geschrieben von Ulrich Wehpke
Ich bleibe dabei [schild=11 fontcolor=000000 shadowcolor=C0C0C0 shieldshadow=1]fies[/schild]

Im Endeffekt wollen die alle nur die Kohle die noch nicht ausgegeben wurde.

Gruß, Ulrich


Das ist ja auch eine ausgezeichnete Definition für jede Manipulations-Absicht, egal ob die Verführung nun eine zum Geldausgeben oder zu anderen Streicheleinheiten ist. Wer will auch schon was abgegrabbeltes aus zweiter Hand ... - ganz abgesehen davon, dass Du sicher auch nicht mit dem Geld zufrieden bist, dass Deine Kunden schon ausgegeben haben. Wenn ja, dann sag Bescheid, und ich komme morgen mit einem Haufen Quittungen vorbei :lol:

Sieht so aus, als müsste da jemand das Fiessein noch üben :brav:

Jade
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 ·  #14
huch ... immer diese Tiefschläge vor 20 Uhr ...

[schild=13 fontcolor=0000FF shadowcolor=FFFFFF shieldshadow=0]!! weiße Fahne !![/schild]
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 ·  #15
Hallo und Guten Abend!

@ Ulrich

Ich behaupte ja nicht, dass ich immer alles glaube, was die Spezialisten so von sich und ihren Themen verbreiten.
Jedenfalls haben die Casinos Austria wieder Abstand von dem geplanten Duft-Projekt genommen, weil man keinen Duft gefunden hat, der auf 25 Nationen ( so viele verschiedene Nationen besuchen die Casinos) in ähnlicher Weise wirkt. Ziel wäre gewesen, die Konzentrationsfähigkeit der Spieler zu steigern.

@ Jade

Dieses Thema hat bei mir Erinnerungen wach gerufen, als ich vor ungefähr 20 Jahren eine Vorlesung auf der Uni besucht habe, die ein damals ziemlich alter Professor gehalten hat. Er war ein Zeitgenosse Freuds und hatte diesen noch persönlich gekannt. Die Vorlesungen waren so spannend, dass er es geschafft hat, dass am Samstag um 8.00 in der Früh ein großer Vorlesungssaal mehr als voll war. Jedenfalls hat uns damals schon der gute alte Professor darauf aufmerksam gemacht, dass unser Geruchssinn und Düfte mehr Einfluss auf unser Unterbewusstsein haben als wir wahr haben wollen. Doch damals war die Psychologie und vor allem die Werbepsychologie noch mehr auf die Wirkungsweise von Bildern und Sprache fixiert.

Ein Hotel in Kärnten will heuer erstmals die Gäste mit einem hauseigenen Duft "verwöhnen". Den Duft kann man auch mit nachhause nehmen. Ziel: Die Gäste sollen zum Wiederkommen verleitet werden.

Mir gefällt diese Art der Manipulation wie gesagt auch nicht und vielleicht reicht ja auch schon ein "Sich-Bewusstmachen", um sich dieser Manipulation teilweise zu entziehen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend, Andreas
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