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Was braucht der Azubi / Hobbygoldschmied an Werkzeug?

 
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 ·  #1
Eines haben die meisten Goldschmiede-Azubis und Hobby-Goldschmiede zu Anfang Ihrer/s Ausbildung / Hobbys gemeinsam: sie brauchen Werkzeug.
Noch heute ist es in vielen Goldschmieden Usus, das der neue Azubi sein eigenes Werkzeug bekommt oder gar selbst kaufen muss.
Der Hobby-Goldschmied muss dies sowieso.
Aus diesem Grund möchte ich mal einen Thread aufmachen, in dem das unbedingt benötigte bzw. sinnvolle Werkzeug zusammengetragen werden soll.

Wir haben schon vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der Innung Schleswig-Holstein (damals noch Lübeck, lang lang ist's her) ein Werkzeugpaket zusammengestellt, welches die wichtigsten Brettwerkzeuge enthält:

- Bretthammer
- Bretteisen
- Sägebogen
- diverse Zangen (Flach-, Flachspitz-, Rund- und Schienenbiegezange sowie Seitenschneider)
- Lötkreuzpinzette sowie einfache hieblose Pinzette
- Dreikant-Hohlschaber
- Anreißnadel mit Polierstahl
- Winkel ohne Anschlag
- Federzirkel
- Stahllineal
- Brettfeilen (Flachstumpf und Halbrund) mit Heft
- Nadelfeilen (Flachstumpf, Halbrund, Dreikant, Vierkant, Rund, Barett)
- Fasskloben

Welche Werkzeuge sollten für den Anfang noch dabei sein?
Oder ist dies bereits zu viel?
Ich würde mich über Eure Meinungen / Ergänzungen freuen!
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 ·  #2
Als ich vor drei Jahren meine "Erstausstattung" als Hobbyist zusammengestellt habe, war noch dabei:

Lötgerät (heute würde ich ein anderes nehmen z.B. Rotheberger, aber nicht das von Euch, Kai ... das is mir zu teuer :oops: *duck* )
Lötziegel und eine feuerfeste Unterlage
Ringmaß und Ringriegel
Feilnagel
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 ·  #3
Wir hatten noch im Gepäck eine Vogelzungen-Nadelfeile, Reibahlen in verschiedenen Größen incl. Halter, diverse Stichelrohlinge mit Kugelheft und Raumschale mit Brettpinsel. Mal abgesehen von einer Batterie an Sägeblättern, Spiralbohrern und Kugelfräsern. Aber das war Goldschmiedeschule. Da kam eh noch Werkzeug dazu, das hier zu speziell würde.

Und zum leichteren Transport des ganzen Krams, ein Werkzeugkoffer ;-)
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 ·  #4
Ah, sorry Mhorgaine, hatte vergessen zu erwähnen, dass ich das Themengebiet "Löten" hier ausdrücklich ausklammern und in einem eigenen Thread behandeln wollte. :-)

Also hier bitte nur Werkzeug ohne Lötgerätschaften rein!
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 ·  #5
Zitat geschrieben von tatze-1
Aber das war Goldschmiedeschule. Da kam eh noch Werkzeug dazu, das hier zu speziell würde.


Dafür habe ich diesen Thread ins Leben gerufen, also quasi alles, was "Level 2" ist. ;-)
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 ·  #6
Der Level 2, den Du im Auge hast, haben wir schon im 1. Lehrjahr dort gebraucht. Jetzt bin ich hin- und hergerissen ;-)
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 ·  #7
Interessant! Genau deshalb habe ich den Thread ja aufgemacht, denn so unterschiedlich sind die Ausbildungswege.
Aber es sollen ja auch Hobbisten zu Wort kommen, denn dort ist das Tempo bzw. die Reihenfolge nochmal eine andere.
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 ·  #8
Als Grundausstattung wäre noch Oma und Opa und/oder Tante und Onkel hilfreich. Die laufen nun zwar nicht unter der Kategorie "Werkzeug" aber unter der Kategorie "Grundausstattung". Bei so einem neuen Hobby oder einer Ausbildung freuen sich Verwandte, wenn Sie was zum Schenken finden. Mein Tipp für Hobbyisten und Azubis: legt immer einen Katalog eines Goldschmiedebedarfshändlers sichtbar hin, dann kann man sagen: schau mal, das hier fehlt mir noch...

Meine diversen Zangen habe ich heute noch täglich im Gebrauch und möchte diese auf gar keinen Fall missen. Diese stünden bei mir an allererster Stelle.

Der neue Brepohl wäre auch eine Möglichkeit, sich diesen auf die Wunschliste zu setzen (Weihnachten steht vor der Tür).

Sind hier Hobbyisten oder Neu-Azubis (Schulbeginn hat ja eben erst wieder angefangen), die Fragen haben?

Meldet Euch, wir helfen gerne weiter. 😉
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 ·  #9
Ich stelle (bzw. habe gestellt, zur Zeit bilde ich nicht aus) meinen Azubis das Verschleißwerkzeug. D.h. Bohrer, Fräser, Sägeblätter, Lötunterlagen, Schmirgellatten und auch sämtliche Feilen.
Bretteisen, Anken, Zieheisen, Riegel, Punzen... gehören sowieso zum Betriebsinventar, sowas bringt kein Lehrling mit.
Der Lehrling braucht nur noch eigene Zangen, Pinzetten, Sägebogen, Messwerkzeuge ( dazu gehört ein Anschlagwinkel) Reißnadel, Hammer, Schaber, Zirkel.
Ausserdem können die Azubis natürlich auch in ihrer Freizeit die Werkstatt für privates Arbeiten nutzen, sodass man zu Hause nicht unbedingt eine komplett eingerichtete Werkelecke benötigt.
Man muss schon unterscheiden zwischen betrieblicher und schulischer Ausbildung, wo man meist das gesamte Vollsortiment braucht.
Allerdings stellen sowohl Betrieb als auch Schule den gängigen Maschinenpark wie Walze, Hängebohr-oder Mikromotor, Polier-und Schleifmaschen, Ziehbank, Beizgerät, Löteinrichtung...
Das sieht für Hobbyisten natürlich ganz anders aus.
Die müssen sich diese Maschinen selbst anschaffen oder improvisieren um überhaupt erst mal loslegen zu können. Das fängt ja schon beim Werkbrett an.
Also,man muss das wirklich trennen: schulische
Ausbildung, betriebliche Ausbildung oder Hobbyist.
Der Werkzeugbedarf ist jedesmal unterschiedlich.
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 ·  #10
Guter Einwand, Ziselierhammer. Allerdings gibt es eben auch viele andere Fälle, wo der Azubi sein Brettwerkezug (s.o.) selbst anschaffen muss.
Und die Ausstattung der Schulen ist teilweise auch eher bescheiden, gerade was Verschleißmaterial angeht.
Ich spende z.B. regelmäßig Verschleißmaterialien (Bohrer, Fräser, Sägeblätter, Schmirgelllatten, Schleifpapier, Beize, Wachsrohlinge, etc pp) an die Berufsschule in Hamburg (gemeinsamer Beschulungsort für Schleswig-Holstein, Hamburg und Nord-Niedersachsen!!), weil diese dermaßen unterfinanziert ist, dass oft nicht einmal die einfachsten Sachen dort verfügbar sind.
Dafür wird dann für teuer Geld ein PUK4 angeschafft, dass keiner benutzen kann, weil sich niemand damit auskennt (ICH hab das nicht verkauft... :evil: ). Aber ich schweife ab... :motz:
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 ·  #11
mir ist vorhin eingefallen, in Deinem Basispaket für egal welchen Berufsstarter fehlt ein Ankörner.
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 ·  #12
abgebrochnen Bohrer zuschleifen?
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 ·  #13
Stimmt, das geht genauso.
Denn ein selbstschlagender Ankörner ist recht teuer und ist auch ein eher selten gefragtes Teil.
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 ·  #14
Also, Kai, pack einen abgebrochenen Bohrer dazu.
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 ·  #15
Ich glaube, das kriegt jeder selbst ganz gut hin... ;-)
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