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Die "Lötfugen" unserer Eheringe gehen kaputt

 
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 ·  #1
Guten Morgen,

bevor ich mein Problem schildere und um eure fachliche Meinung bitte, möchte ich mich für dieses Forum bedanken. Vor unserer Hochzeit habe ich wirklich alle Threads (und das sind wirklich viele :lol: ) zum Thema Ringe und deren Materialien, Formen etc. gelesen. So gab es schöne, schlichte Exemplare, recht breit und hoch, angenehm bombiert und ohne Fugen, Steine oder Sonstiges. Es war sehr interessant und hilfreich, an dieser Stelle vielen Dank!

Auch wenn das hier bei den meisten nicht das favorisierte Edelmetall ist, haben wir uns bewußt und nach Absprache mit der Goldschmiede (Feedback war, das sei das bevorzugte Material, nicht Palladium und nicht minder haltbar) auf diese Aussage verlassen und für Silber entschieden. Dagegen bin ich definitiv nicht allergisch, ein für mich nicht unwichtiger Grund, zudem gefällt es uns einfach sehr gut und die Ringe wurden handgeschmiedet, ein für uns sehr wichtiger Punkt.

Leider ist genau dies jetzt wohl die Ursache für unser Problem :?
Als ich unsere Ringe kürzlich mal genauer betrachtete, fiel mir auf, dass sie sich verändert haben - und das nach nicht mal einem Jahr. Der meines Mannes hat eine stark nachgedunkelte Lötfuge, die jetzt auch auf etwas Entfernung deutlich sichtbar ist, bei meinem Ring allerdings nicht. Bei beiden jedoch lösen sich kleine Teile aus diesem Bereich, das Füllmaterial bröckelt sozusagen heraus, wenn ihr wißt, was ich meine.

Aus Gründen fehlender technischer Ausstattung kann ich leider keine Bilder einstellen, ich hoffe, meine Beschreibung der Ringe ist gut genug, ansonsten bitte nachfragen.

Unsere Trauringe sollen so bleiben, wie sie sind, aus rein emotionalen Gründen, wir suchen uns daher neue aus und lassen die jetzigen dann in die Schatulle wandern.

Ich schildere dies, um einfach in Erfahrung zu bringen, ob gelötete Ringe grundsätzlich nach kurzer Zeit bereits so aussehen, weil die Technik dies mit sich bringt, oder ob wir einfach ziemlich Pech hatten. Vielleicht liegen auch andere Gründe vor, die wir als Laien gar nicht bedacht haben :keinplan:

Dieses Wissen sollte dann in die Wahl neuer Eheringe einfließen, da wir nicht zu jedem Hochzeitstag neue anfertigen lassen wollen. Wäre zwar gut für die Goldschmiede, aber wir hätten gern was "Haltbares". Bislang gab es mit meinem Silberschmuck nie Probleme, aber wir sind offen für andere Edelmetalle, falls es bei nicht rhodiniertem Silber grundsätzlich zu Problemen kommt.

Es wäre schön, wenn ihr uns helfen könntet, die vorliegende Situation richtig zu beurteilen, damit die nächsten Ringe für den Rest der Ehe halten, im besten Falle - auch wenn sie nicht aus Platin-Iridium sein werden, fürchte ich :lol:

Viele Grüße,

die Hessin
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 ·  #2
gelötete Ringe sind einfach nicht "Stand der Technik"
auch wenns gerne mit "handgeschmiedet" bejubelt wird

es ist aus fachmännischer Sicht nicht einzusehn, daß ein geschmiedeter (?????) Ring mit Lötfuge irgendwie besser sein soll, als mit fugenloser Herstellungsweise
die Fragezeichen, weil normalerweise zweckmäßigerweise weniger geschmiedet, als eher gewalzt wird
für die Haltbarkeit ähnlich wirksam, klingt aber nicht so romantisch ;-)

ok, es sollte eben so sein
und es ist leider kaum zu verhindern, daß sich eine Lötfuge je nach hautchemie farblich vom (in dem Fall) Silber abhebt
aber: es sollte eigentlich nichts rausbröckeln

für weitere Beurteilungen sind Fotos notwendig!

PS: einige wenige Goldschmiede können direkt aus euren originalen Ringen l fugenlose Ringe machen, die auch "geschmiedet"(also: gewalzt!) sind
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 ·  #3
Hallo Tilo,

vielen Dank für Deine rasche und informative Antwort!

Mir ist klar, dass ohne Fotos detaillierte Beurteilungen nicht möglich sind, allerdings ist Deine Antwort ja schon sehr deutlich, was diese Technik angeht.

Wir wußten es schlichtweg nicht und wurden eines Besseren belehrt. Ob gewalzt oder geschmiedet, ist mir nicht bekannt, wurden handgefertigt, aber wie genau :keinplan:

Dein Posting spricht ja ganz klar gegen gelötete Ringe. Romantik hin oder her - alltagstauglich und robust soll es sein - jetzt machen wir es besser :lol:
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 ·  #4
Letzteres kann Tilo auch wenn er es nicht erwähnen mag. :-)

Wenn die Lötfuge bröselt kann das auch daran liegen das sie stark belastet wurde durch tägliche Biegebelastungen und das Lost ist immer etwas härter als das Grundmaterial und damit auch spröder.

So lange Ihr keine neuen Ringe bestellen wollt, könnte Abhilfe geschaffen werden wenn ein Goldschmied mit einem leistungsstarken PUK der neueren Generation oder mit einem LASER die Lötfugen zu schweisst.
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 ·  #5
wenn die Fuge einfach so am Bröckeln ist, könnte ein Nachbessern seitens des Herstellers infrage kommen
sage ich mal so allgemein wie möglich, ohne auf Rekla/Kulanz einzugehn
oder eben wie erwähnt Laser, was wegen des Preises des Geräts nur in wenigen Goldschmiedebetrieben zu finden ist
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 ·  #6
Hallo Heinrich,

auch Dir danke ich für Deine Antwort!

Zitat geschrieben von Heinrich Butschal
Letzteres kann Tilo auch wenn er es nicht erwähnen mag. :-)

Tut mir leid, dass ich nachfrage - was kann Tilo?

Deine Erklärung die Fugen betreffend finde ich sehr logisch und dass man die Ringe unbewußt oft mehr beansprucht, als man meint, ist auch klar. Aus Krankheitsgründen hat mein Ehering jedoch die meiste Zeit seines Daseins in der Schachtel verbracht und daher dürfte zumindest bei diesem die Belastung doch sehr gering gewesen sein.

Zitat geschrieben von Heinrich Butschal
So lange Ihr keine neuen Ringe bestellen wollt, könnte Abhilfe geschaffen werden wenn ein Goldschmied mit einem leistungsstarken PUK der neueren Generation oder mit einem LASER die Lötfugen zu schweisst.

Ich befürchte, dass in einer Werkstatt, in der noch nicht mal Gravuren gemacht werden können, solche tollen Geräte gar nicht erst vorhanden sind...

Zitat geschrieben von Tilo
wenn die Fuge einfach so am Bröckeln ist, könnte ein Nachbessern seitens des Herstellers infrage kommen
sage ich mal so allgemein wie möglich

Ja, das is natürlich völlig richtig. Nur ist über die eine Fuge drübergraviert worden - und genau genommen sind wir uns, mal ebenfalls allgemein formuliert, nicht so sicher, ob die Wahl der Goldschmiedewerkstatt wirklich so gut war :? Es geht mir jedoch nicht darum, die betreffende Person bloßzustellen, daher vermeide ich ganz bewußt jegliche Hinweise auf sie.

Ich habe leider keine Ahnung, woran man eine gute Goldschmiede erkennt, fürchte ich :oops:
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 ·  #7
(u.a.) ich kann fugenlose Ringe machen und so walzen, daß sie richtig stabil sind, nie eine Fuge aufgehn kann und trotzdem Weitenänderungen später problemlos machbar sind

logisch, daß bei der ursprünglichen Goldschmiede kein Laser vorhanden ist, davon ist hier niemand ausgegangen

Gravur im Bereich Fuge ist natürlich nicht gut, die wird beim Nacharbeiten beeinträchtigt und muß dann im Prinzip komplett neu
ein Servicebetrieb mit Laser hat ganz sicher auch Gravurmöglichkeiten

wie breit sind die Ringe denn eigentlich?
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 ·  #8
Sorry, ich bin etwas hitzegeschädigt und komme net immer so mit :oops: Aber nun is mir alles klar.

Deine Signatur weist ja auch auf Deine Spezialität hin, war mir schon aufgefallen. Und dass Deine gefertigten Ringe stabil und änderbar sind, davon ging ich schon vor Deiner Erklärung aus, lese wie gesagt ja schon länger mit :D

Das mit der Gravur hatte ich mir schon gedacht und Deine Aussage bestätigt mir jetzt von fachlicher Seite meine Vermutung. Da wir aber den "Originalzustand" der Ringe samt Gravur beibehalten wollen, ist eine Reparatur/Reklamation somit definitiv ausgeschlossen.

Vielen Dank Tilo, das verschafft mir doch Klarheit, dass wir uns neue Ringe zulegen und das Ausbessern eindeutig nicht in Frage kommt.

Ich sehe grad, Du hast noch etwas editiert, somit reiche ich die Infos noch nach:

Eine Goldschmiede, die alles bieten und den kompletten Bearbeitungsvorgang durchführen kann, wäre sicher nicht verkehrt.

Die Ringe haben die Maße Breite 5 und Höhe 2, Vierkant mit außen leicht abgerundeten Ecken und innen stark bombiert.
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 ·  #9
oder eben nur von außen mit Laser ausbessern/stabilisieren

die Gravur leidet beim Nachlöten bzw wenn auch innen gelasert wird
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 ·  #10
Wäre natürlich ne Idee - wenn das Bröckeln net auch u.a. innen wäre :?
Echt schade, dass mir keine Kamera zur Verfügung steht, um euch das im Detail zu zeigen, ihr könntet das dann natürlich viel besser beurteilen...

Ich bin mir sicher, dass ein Goldschmied, der sein Handwerk versteht und über die entsprechende technische Ausstattung verfügt, da sicher noch was machen kann, keine Frage, wenn ihr das sagt. Und auch, dass selbst so jemand eine Veränderung der Gravur beim Reparieren ggf. nicht verhindern kann, so sorgfältig er auch vorgeht. Und das Risiko möchten wir nicht eingehen.

Zudem lassen wir uns von einer solchen Person lieber neue Ringe anfertigen, die wirklich gut gearbeitet sind und uns lange Freude bereiten. Das war ja auch der Grund, warum wir uns eine Goldschmiede ausgesucht haben und keinen Juwelier, um gleich die fachlich kompetente Stelle für die Schmuckherstellung zu haben, das habe ich bei euch gelernt 😉
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 ·  #11
:shock: Ich bin schockiert!
Seit 12 Jahren biete ich Workshops zu silbernen Freunschaftsringen an und wenn man auch noch "beschmückte" Silberringe dazu rechnet, geht es mittlerweile in die tausende, die in meinen Kursen bisher herhestellt wurden. Da meine Teilnehmer ihre selbstgemachten Ringe in der Regel lieben und stolz darauf sind, tragen sie diese auch meistens viel....(oft kommen sie ja in späteren Kuirsen wieder und zeigen mir stolz ihre vor x Jahren gemachten Ringe "Schau mal der ist von... ja, trag ich immer noch gerne")
Aber dass auch nur in irgendeinem eine Fuge herausgebröselt wäre ist mir in all der ganzen Zeit noch nicht vorgekommen. Und dürfte auch bei einem "stinknormal" gefertigten und auch gelöteten Silberring auf gar keinen Fall passieren. Die Lötfuge ist normalerweise auch nur "haarfein", also, dass sich eine breite dunklere Linie abzeichnet geht genauso gaaar nicht. Der schlimmste Fehler, der bei den von Laien zusammengefügten Ringen passiert ist, dass vielleicht mal in der Fuge eine kleine Pore auftritt.
Natürlich trifft es zu, dass es prinzipiell besser ist, fugenlose Ringe zu haben bezüglich der Änderung und der Positionierung der Gravur. Dennoch, die beschriebenen Zustände gehen einfach gar nicht. Silberring hin oder her.
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 ·  #12
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 ·  #13
Nä!
Meine meistverwendete Dicke ist 5,7 auf1,5, da arbeitet NIX.
Wenn die Fragesteller besonders ringbeanspruchende Berufe hätten, würden sie es wohl schreiben.

Zitat
das Füllmaterial bröckelt sozusagen heraus, wenn ihr wißt, was ich meine.
Nimms bitte nicht krumm, NEIN, wir wissen nicht, was du meinst!!! "Füllmaterial" hat hier sowas von ÜBERHAUPT nichts verloren, das sollte es gar nicht geben. Eine Fuge hat eine Breite von gegen Null, also so dicht wie möglich, ein halber Zehntel mm wenns hoch kommt. die beiden Enden pressen sich gegeneinander, da hats kein "Füllmaterial."
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 ·  #14
also ich weiß, was sie meint ;-)
mit Füllmaterial ist eben *irgendwas*gemeint
was aus der scheinbar zu breiten Lötfuge rausbröckelt

wie auch immer:
die Sache ist, wenn die Gravur nicht neugemacht werden darf, unreparierbar und Fuge an sich nicht sinnvoll
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 ·  #15
Zitat geschrieben von Tilo
also ich weiß, was sie meint ;-)
mit Füllmaterial ist eben *irgendwas*gemeint

Scherzkeks
Zitat geschrieben von Tilo
was aus der scheinbar zu breiten Lötfuge rausbröckelt

Damit kommt man der sache schon näher , anscheinend ist die Fuge mit - Lot -? - "vollgestopft", das wäre aber gröbster Pfusch.
Zitat geschrieben von Tilo

wie auch immer:
die Sache ist, wenn die Gravur nicht neugemacht werden darf, unreparierbar und Fuge an sich nicht sinnvoll

Zitat geschrieben von Hessin

Dieses Wissen sollte dann in die Wahl neuer Eheringe einfließen, da wir nicht zu jedem Hochzeitstag neue anfertigen lassen wollen. Wäre zwar gut für die Goldschmiede, aber wir hätten gern was "Haltbares".

Dann lasst das bei Tilo machen. Einen Goldschmied, der (preis) günstiger arbeitet als er werdet ihr ohnehin kaum finden. Für fugenlose handgefertigte Trauringe ist er sowieso der Spezialist und für Ringgravuren aller Art, auch für ganz "unmögliche" - im positiven Sinn - auch.
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