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Á-jour sägen und Kader/Gader

 
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Mario Sarto
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Mario Sarto

 ·  #16
Bei manchem CAD Programm ist das á-jour als "Honeycomp" enthalten. Nicht ohne Grund - finden es doch viele Menschen schön (mich eingeschlossen). Als Lehrling habe ich mich gefragt, ob man die relativ rauen Flächen nicht schöner hinbekommen kann. Heute schneide ich die mit dem Stichel (wo es geht) hochglänzend. Wenn man es von Hand macht, kann sich der Zeitaufwand bei manchen Stücken verdoppeln, bei einigen sogar verdreifachen.

Ursprünglicher Sinn des ganzen? Da kann ich ebenfalls nur raten. Von Materialeinsparung bis hin zu Lichtausbeute (bei alten Schliffen?) ist wohl alles denkbar.


Eine Verkaderung kann technisch durchaus sinnvoll sein. Als Beispiel sei hier der klassische Anhänger an einer Kette genannt. Meinetwegen eine Gravurplatte, 1 mm stark, welche (wenn billig gemacht) an einer feststehenden Öse hängt. Das kippelt dann. Baut man einen Kader darunter, ist es machbar, mit Öse und Schlaufe zu arbeiten, wo dann nix mehr kippelt. Ist außerdem (auch von der Optik her) wertiger. Auch bei manchen Broschen/Nadeln bietet sich die Verkaderung an, um einen besseren Sitz auf der Kleidung zu gewährleisten.

Ich mag beides sehr (wenn es gut gemacht ist) und biete es auch meinen Kunden fortwährend an.
Kornelia Sch
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Kornelia Sch

 ·  #17
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #18
Mario Sarto
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Mario Sarto

 ·  #19
Grün markiert - Verkaderung
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Á-jour sägen und Kader/Gader
Á-jour sägen und Kader/Gader
Frangipani
 
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Frangipani

 ·  #20
Das mit den Durchbrüchen heißt auch Luftkader. Das gibt es dann auch ohne Durchbrüche und erweckt den Eindruck von massiverem Material. Bessere 3D Optik.
Kornelia Sch
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Kornelia Sch

 ·  #21
Mario Sarto
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Mario Sarto

 ·  #22
Heute eher selten - die Anlehnung an die Architektur und den Zeitgeist. Eine Verkaderung ist ein häufig genutztes Stilelement. Kann den floralen oder filigranen Charakter eines Stückes unterstreichen und auch den Ausdruck des Glaubens darstellen (z. B. durch gotische Elemente).
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #23
1968 an der Hanauer Zeichenakademie "quälte" man uns
im 3. oder 4. Semester mit Kader-Übungen.
Es galt Schleifenbroschen aus dünnen Blechstreifen
herzustellen - ähnlich wie diese hier:
https://www.hofer-antikschmuck…5/a-610860
-
https://till-weber.de/schleife…e1003.html
Die gebogenen Blechstreifen mußten dann links & rechts und am
Ende zargenartig verkadert werden. An den Schleifenenden
wurde á-jour gesägt und in die Mitte kam ein kleines "Sträußchen"
von Fassungen, an denen man vorher das Chaton-Feilen geübt
hatte.....Gruuuuselig :ninja:
Aber die Frau Mama hat'se echt stolz lebenslänglich getragen.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #24
Das üben mag gruselig sein. Wenn es aber mit Können und Liebe zu Detail gemacht ist, kann es fantastisch aussehen. Da trennt sich auch die Spreu (Imitationen, Fälschungen und lieblose Serienproduktion) vom Weizen (Goldschmiedearbeiten von echten Künstlern ihres Fachs).
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