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Silber: Feingehalt prüfen?

 
Guestuser
 
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04.05.2007 - 12:49 Uhr

 ·  #1
Hallo,

gibt es eine einfache Möglichkeit auch als Laie den Feingehalt von Silber zu testen?
Funktionieren diese Stifte die angeboten werden?
Gibt es da irgendeinen elektronischen Apparat?

Danke für eure Tips!

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04.05.2007 - 14:15 Uhr

 ·  #2
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04.05.2007 - 14:24 Uhr

 ·  #3
hallo silverart und herzlich willkommen in dieser schmuck-community :)

das wär mir auch neu :kratz:

haben will! erzähl mal bitte bisschen mehr über diese stifte...

danke und lg
martin
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04.05.2007 - 18:31 Uhr

 ·  #4
hallo silverart,

so weit ich weiß, wird so etwas bei einem bekannten auktionshaus angeboten. also stifte die angeblich den feingehalt von gold und silber prüfen können.
ich selbst kann es nicht beurteilen, aber ich kenne jemand der sich so einen stift mal gekauft hat und ihn danach direkt in die tonne geworfen hat :roll:

soweit ich weiß kann man nur mit säure prüfen und bei silber eigentlich nicht direkt den feingehalt, allerdings je röter der abstrich wird, desto höher wohl der feingehalt (wobei bei silberschmuck meiner meinung nach der genaue silbergehalt eigentlich nur interessant ist, wenn man ihn einschmelzen lassen will....und dann wiederum wird das in der scheideanstalt schon ermittelt).

lg
stella
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05.05.2007 - 17:02 Uhr

 ·  #5
Ja genau, ich meinte die Stifte die bei eBay angeboten werden.

Der Feingehalt ist für mich wichtig da wir Silberschmuck importieren und ich das für die verschiedenen Lieferanten kontrollieren muss.
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05.05.2007 - 19:16 Uhr

 ·  #6
Hallo Silverart,
ich weiß zwar nicht wie das mit dem Stift funktioniert, sollte es wirklich möglich sein wirst Du immer nur die Obefläche testen können. Wenn aber ein Versilberung aufgebracht wurde was dann???? Dann hilft Dir der Stift auch nicht weiter.
Silber ist für einen Laien nur sehr schwer zu prüfen und noch viel schwerer oder unmöglich ist es den Feingehalt zu bestimmen.
Ein schönes Wochenende
Oswald
PS: Bitte mal einen Link zu diesen Stiften
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06.05.2007 - 00:39 Uhr

 ·  #7
hallo oswald,

artikelnummer 270115808666


lg
stella
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06.05.2007 - 09:16 Uhr

 ·  #8
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06.05.2007 - 09:50 Uhr

 ·  #9
vorschlag:

die knapp 40 euro lasse ich einmal springen für den, der den stift selbst einmal auf herz und nieren testen möchte und uns dann einen ordentlichen, bebilderten sowie neutral und unbefangenen "testbericht" für das goettgen schmuckjournal anliefert, welcher dann auch hier im forum weiter besprochen werden kann :idea:
der tester sollte natürlich die möglichkeiten haben alle materialtests durchzuführen.
der tester kann den stift selbstverständlich behalten.

wer will? 8)

lg
martin
Guestuser
 
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07.05.2007 - 11:39 Uhr

 ·  #10
das wäre toll wenn das jemand mal richtig ausprobieren könnte!
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10.05.2007 - 08:14 Uhr

 ·  #11
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10.05.2007 - 09:56 Uhr

 ·  #12
hallo oswald :)

das ist super :super:
würde mich über einen kleinen testbeitrag sehr freuen.
hab dir noch ne PN geschickt...

lg
martin
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10.05.2007 - 22:47 Uhr

 ·  #13
Hallo silverart,

nein, es gibt keinen einfachen Silberfeingehaltstest!

Mein Erkenntnisstand stammt zwar aus der Zeit vor der Erfindung der wundersamen Ebay-Teststäben, die ich nicht kenne, von denen ich aber auch keine revolutionierenden Neuerungen erwarte.

Es wurde in den vorliegenden Beiträgen bereits auf die Möglichkeit einer galvanischen Silberbeschichtung hingewiesen, deshalb muss an einer möglichst unauffälligen Stelle freigeschabt werden.

Dann die erste Frage: "Handelt es sich überhaupt um eine silberhaltige Legierung?"

Diese qualitative Probe ist ganz einfach: Ein Tropfen Silberprobiersäure auf die freigeschabte Stelle, das darin enthaltene Kaliumdichromat reagiert mit Silber unter Bildung von blutrotem Silberdichromat; wenn kein Silber vorhanden ist, wie etwa beim Neusilber (Cu,Ni,Zn), bleibt der Tropfen gelbrot.

Ihre Frage bezieht sich auf die anschliessende quantitative Probe, und dabei sind wir immer noch auf dem Stand des Mittelalters. Silber wird üblicherweise mit Cu legiert, mit steigendem Kupfergehalt wird das weisse Silber gelblich und immer gelblicher. Der Goldschmied hält einige Probestäbchen der wichtigsten Silberlegierungen bereit, etwa Ag 925; 900; 835; 800; 720, reibt davon etwas auf den schwarzen Probierstein, so dass ein etwa 3 mm breiter Streifen entsteht und streicht daneben einen ebensolchen Strich der unbekannten Legierung. Er vergleicht die Farbnuanchen der Striche und versucht so, die fragliche Legierung einer der Kontrolllegierungen zuzuordnen.

Das ist natürlich ein sehr ungenaues Verfahren und ergibt lediglich einen groben Anhalt der Feingehaltsbestimmung. Es ist also ganz unmöglich, beispielsweise die Qualität von importiertem Schmuck beweiskräftig zu ermitteln. Noch ungenauer ist die erwähnte Betrachtung der Rotfärbung der Probiersäure.

Es ist jedoch ein genaues Verfahrung zur Feingehaltsbestimmung auch schon seit dem Mittelalter üblich - aber das ist kein einfaches, sondern ein recht kompliziertes Testverfahren, nämlich die Feuerprobe, auch Kupellenprobe genannt.

Der von der Innung bestimmte "Beschaumeister" machte eine "Stichprobe" (daher kommt der Begriff!), indem er vom Werkstück des Meisters einige Späne mit dem Stichel abnahm, sammelte und nach festgelegter Zeit zusamenschmolz. Dieses Metall wurde dann in der "testa"(und daher kommt unser allgemein üblicher Begriff "Test"), einer kleinen Schmelzschale, die später "Kupelle" hiess, zusammen mit Blei erschmolzen, das Blei oxidierte das Kupfer, das reine Silber blieb übrig. Aus der Differenz der ursprünglichen Legierungsmasse und der verbliebenen Masse des Feinsilbers ergab sich der Feingehalt mit hinreichender Genauigkeit.

Ich hoffe, damit etwas zur Klärung dieser Frage beigetragen zu haben.
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22.05.2007 - 15:55 Uhr

 ·  #14
update in sachen teststift:

nach diesem sehr informativen beitrag von prof. dr. brepohl wollte ich euch jetzt nur kurz in sachen teststift informieren, dass oswald mir mittlerweile einige bilder und testergebnisse in stichpunkten geschickt hat.

ich werde morgen zusammen mit oswald daraus einen beitrag für das schmuckjournal verfassen, der sich mit dem problem feingehalts-test von edelmetallen auseinander setzt und auch auf diesen stift eingeht.

dieser topic kann dann weiterhin zur diskussion darüber verwendet werden...
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23.05.2007 - 13:08 Uhr

 ·  #15
Hallo Leute,
um kurz etwas zur Sicht eines Antiquitätenhändlers beizutragen. Ungepunzte Silberware gibt es so gut wie nicht. Bei Gold kommt es häufiger vor. In der Regel muss man davon ausgehen, das alles was nach Silber aussehen mag und nicht gestempelt ist, kein Silber ist. Daher, äusserste Vorsicht, sei die Beteuerung, es handle sich um Silber auch noch so glaubhaft. Darüberhinaus haben alle Silberstempel, wenn auch manchmal in etwas kryptischer Form, einen Hinweis auf den Feingehalt. Das soweit zu verarbeiteter Silberware. Zu privat eingeschmolzenem Silber kann ich nichts sagen.
Grüsse
pitbum
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