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Umgang mit dem Kunden

 
Redaktion
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 ·  #1
Dass Leute oft eine Hemmschwelle haben, beim Gang zum Juwelier oder Goldschmied/Uhrmacher, das haben wir schon öfter mal diskutiert. Viele gehen ja lieber ins Kaufhaus oder bestellen in diversen Online-Shops, weil sie meinen, dort wäre es günstiger und die Qualität aber trotzdem ok.

Wir hier im Forum und auf dem Portal versuchen, den Leuten die Hemmschwelle vor einem Gang zum Profi zu nehmen.

was ich aber mal gerne wissen möchte, gibt es tatsächlich den Fall, dass Ihr Kunden aus dem Laden geschickt habt, zurück ins Kaufhaus oder ins Internet oder zu einem anderen Fachmann/Händler?

Ich meine jetzt nicht den Fall, dass jemand z.B. Altgold verkaufen will, aber in einem Laden ist, der keins ankauft. Oder wenn jemand z.B. eine Uhr repariert haben möchte, im betreffenden Laden aber das entsprechende Fachwissen für diese spezielle Uhr nicht gegeben ist.

Für unser Leser könnte das vielleicht ganz interessant sein, weil sie so vielleicht einen weiteren Blick hinter die Kulissen werfen können.

freu mich auf/über Antworten
Schmuck & Uhren kaufen
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 ·  #2
Hallo,
ab und an schicke ich einen Kunden zum nächsten Basar, nachdem er gefragt hat ob er eine Uhr auch zum halben Preis bekommen kann.
Gruß Holger
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 ·  #3
Also direkt geschickt, weil sie einem auf die Nerven gingen, nicht wirklich. Zu uns kamen viele Kunden, die haben sich für Uhren interessiert und wollten den Preis drücken, indem sie sagten, daß sie beim Kaufhof 30% Rabatt bekämen (den sie eh nicht bekommen haben). Solche haben wir dann dorthin verwiesen, denn wir hätten sonst von unserem Händler die ärgsten Schwierigkeiten im Garantiefall bekommen. So ist es nun mal, der UVP darf überboten, aber nicht unterboten werden.

Viel interessanter und unverschämter fand ich die Klientel, die sich bei uns hochwertige Uhren angeguckt haben und die Funktionen erklären ließen, um dann zu sagen, sie kaufen sich die Uhr im Internet irgendwo in Canada, weil sie dort günstiger ist. Da konnten wir nur noch darauf hinweisen, daß sie sich wegen der Uhr bei Garantiefällen oder Reklamationen nicht bei uns blicken lassen brauchen, sondern sich nach Canada wenden müssen. Und wieder ne halbe Stunde fürn Popo.
Guestuser
 
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Guestuser

 ·  #4
Ich verweise Kunden schonmal an ebayuhrmacher wenn ihnen alles zu teuer ist.
Sag aber dabei, dass sie nachher gerne wiederkommen duerfen, und das es dann vermutlich noch teurer wird. :-)

Ich weiss, ich bin gemein.... :-)

Karlo
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 ·  #5
Mitunter kommt es schon vor, dass sich Kunden darauf berufen, dass sie dies oder das woanders billiger bekommen können.

In einem solchen Fallfackele ich nicht lange herum, frage allenfalls noch danach, warum sie dann bei mir sind, wo doch alles angeblich gleich, nur billiger ist. Darauf gibt es nur eine vernünftige Antwort, nämlich weil sie es noch billiger haben wollen.

Und dann geht mein Finger in die Höhe (nein, nicht was du denkst, das denke ich dann zwar auch), deutet auf das schöne Dreiecjk, welches bei mir eingerahmt im Büro hängt. Ihr wisst schon: Billig, schnell gut. Zwei zusammen schließen immer das Dritte aus.

Und das war es dann auch schon. Man kann nicht alles haben wollen!
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 ·  #6
Zitat geschrieben von Ulrich Wehpke
Und dann geht mein Finger in die Höhe (nein, nicht was du denkst, das denke ich dann zwar auch), deutet auf das schöne Dreiecjk, welches bei mir eingerahmt im Büro hängt. Ihr wisst schon: Billig, schnell gut. Zwei zusammen schließen immer das Dritte aus.


Dieses Schild werde ich mir auch "basteln" - das trifft ja nicht nur auf diese Branche zu...

Genial einfach - aber völlig wahr in der Aussage!

Gruß Dragoner
Adrian Weber
 
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Adrian Weber

 ·  #7
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 ·  #8
Zitat geschrieben von dicey


Ich bin einmal aus einem Edeljuwelier gebeten worden, dies geschah zwar recht nett "Man glaube nicht, dass ich hier richtig sei", aber war dennoch nicht gerade freundlich. Hätte ich einen größeren Geldbeutel gehabt, wäre dies wohl kein Problem gewesen. Gut angezogen war ich eigentlich, gesagt hatte ich eigentlich auch noch nichts.
Erinnert mich irgendwie an pretty woman und die shopping tour


Dieses Verhalten des Juweliers ist extrem dumm. Es gibt sehr viele wirklich reiche Menschen, die das Understatement pflegen und nur in Jeans und T-Shirt unterwegs sind.
Begegnen mir jeden Tag, sind wirklich nicht selten. Und das sind eigentlich die angenehmsten Kunden.

Gruß
Kathrin
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 ·  #9
Ich hatte eine super Kundin, die kam mit Arztpantoffeln und einem Kittel rein. Die hat im Laufe eines viertel Jahres mehrere teure Schmuckstücke gekauft.
Sie pflegte Ihre Mutter und hatte keine Zeit und Lust sich um zu ziehen.
Ihr gehörten mehrere Mietshäuser in Schwabing.

Nach dem äusseren kann man nicht gehen. Wobei man schon einen Blick dafür bekommt wer zu dem Sortiment passt und wer nicht.

Der Juwelier hat schon das Recht sich seine Kunden aus zu suchen.
Adrian Weber
 
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Adrian Weber

 ·  #10
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 ·  #11
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 ·  #12
Ich hatte letztens im Raum München mal wieder zwei ältere Leute bei mir am Stand, ein recht schrulliges Pärchen. Er in abgewetzten Jeans, beide sehr einfach gekleidet und vor allen Dingen: sie trugen keinerlei Schmuck. Sie ließen sich ein paar hochwertige Schmuckstücke mit Farbedelsteinen zeigen und während des Beratungsgespräches zeigte sich schon, dass sie wirklich Ahnung von der Materie hatten. Tatsächlich kam es zu einem Abschluss, das Schmuckstück sollte jedoch noch umgearbeitet werden und dann zugesendet. Geld für eine Anzahlung hatten sie nicht mit, ich sollte auf Rechnung schicken und sie würden dann gleich überweisen.
Kurzum: in meiner Laufbahn bin ich noch nie von "einfach aussehenden" Leuten betrogen worden. Es gibt halt recht konservative Kundschaft die sich keinesfalls auf Vorkasse oder Nachnahme einlassen. Das Geld von "solchen Leuten" ist immer am schnellsten auf meinem Konto gewesen und es wurde dadurch eine solide Vertrauensbasis geschaffen. Betrügerische Absichten oder ins Leere laufende Beratungsgespräche kamen, wenn überhaupt, von aufgetakelter Klientel welche sich dann besonders hochwertig ausgibt.

Grüße,
Frank
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