Geschichte

Als weltweit einziges Museum widmet sich das Schmuckmuseum Pforzheim ausschließlich der Schmuckkunst. Das Museum ist Teil des zwischen 1957 und 1961 errichteten, von Architekt Manfred Lehmbruck geplanten Reuchlinhauses. Im Oktober 1961 wurde das Museum von Oberbürgermeister Dr. Johann Peter Brandenburg eröffnet. Im Reuchlinhaus befand sich ursprünglich die Stadtbücherei, das Stadtarchiv, eine archäologische Ausstellung zur Frühgeschichte von Pforzheim, die Ausstellungshalle des Kunstvereins und eben auch das Schmuckmuseum.

 

Seit jeher hat Schmuck in den unterschiedlichsten Kulturen einen hohen Stellenwert. Das war im alten Rom nicht anders. Die römische Schmuckkunst ist geprägt von den verschiedensten Einflüssen. So fließen Elemente des orientalischen, etruskischen sowie griechischen Schmuckes zusammen. Durch die Eingliederung etruskischer Stadtstaaten wird deren kulturelles Erbe nach Rom gebracht. Somit wird Griechenland sozusagen zur römischen Provinz und der griechische Luxus ist maßgeblich für die künstlerische wie auch kulturelle Prägung Roms verantwortlich.

 

Wer hat nicht schon von El Dorado gehört, jenem sagenumwobenen Ort, an dem sich unvorstellbare Mengen an Gold befinden sollen, den Ort, der die spanischen Eroberer, die Conquistadores nach Südamerika und in einen irrwitzigen Goldrausch trieb. Dabei war El Dorado eigentlich nie ein Ort oder ein Land, sondern die Bezeichnung für ein Ritual rund um den Herrscher eines kolumbianischen Indianerstammes - die Muisca. Sie gelten gemeinhin als Begründer eines Goldkultes, der zusammen mit vielen anderen frühkolumbianischen Kulturen jene wundervollen goldenen Schmuckstücke, die "Precolombinos" hervorgebracht hat, deren Originale das kolumbianische Museo del Oro in Bogotà zieren. Hierzulande sind diese Schmuckstücke als originalgetreue Imitationen wieder zu finden.

 

Über ägyptischen Schmuck sind wir anhand der Art des Totenkultes, welcher eine äußerst sorgfältige Bestattung des Leichnams sowie ein Mindestmaß an Schmuckbeigaben vorschrieb, besonders gut informiert. Nicht nur der enorme Reichtum an kostbarsten Materialien, sondern auch die handwerklichen Fähigkeiten und Gewandtheit seiner Goldschmiedetechnik ist erstaunlich.

Hierbei unterliegt die Schmuckkunst strengen Gesetzen, welche sich zur Präzision strengster Geometrie entwickelt.

Kopf, Arme, Beine, Füße und Leib werden in Reliefkunst sowie in der Malerei stets im Profil gezeigt, Schultern, Augen, Hände und Schurz zeigen sich von vorne.

 

Er ist weder der größte noch wahrscheinlich der schönste - Schönheit liegt ja bekanntlich nicht nur bei Schmuck im Auge des Betrachters - , aber vielleicht der älteste und mit Sicherheit der sagenumwobenste Diamant der Welt. Die Rede ist vom Koh-I-Nor (Berg des Lichts), dem legendären Diamanten aus Indien, der nach einer langen, von blutigen Auseinandersetzungen geprägten Geschichte seinen momentanen Platz im Tower von London unter den britischen Kronjuwelen gefunden hat.

 

Im Tower von London, dort, wo die britischen Kronjuwelen aufbewahrt werden, sind wahrhaft königliche Schmuckstücke zu besichtigen: Die Cullinan-Diamanten, geschliffen aus dem bisher größten Rohdiamanten der Welt. Äußerlich unscheinbar, mit den rauen Ecken und Kanten mehr einem Eisberg als einem Diamanten ähnelnd, jedoch größer als eine Faust mit seinen 3.106 Karat (ca. 621,2 g) wurde der Cullinan 1905 in einer Goldmine in der Nähe von Pretoria (Südafrika) gefunden.

 

Christliche Vertreter führen den Valentinstag auf den heiligen Valentin zurück, der im dritten Jahrhundert nach Christi als Bischof in der italienischen Stadt Terni lebte. Entgegen dem damals geltenden kaiserlichen Verbot soll Valentin angeblich heimlich Liebespaare getraut haben, die aus Standesgründen nicht heiraten durften. Daraufhin ließ der Kaiser den romantischen Bischof am 14. Februar kurzerhand hinrichten. Andere Quellen nennen Juno, die Schutzherrin der Ehe und Familie als Ursprung dieses Brauches, die ihren Feiertag an Lupercalia, also dem 14. Februar, hat. Jedenfalls feierten schon die Römer diesen Tag, indem sie alle weiblichen Familienangehörigen mit Blumen beglückten.

 

Früher war der Siegelring oder auch Wappenring, eine Form der Beglaubigung von Urkunden oder Sicherstellung der Unversehrtheit von Gegenständen. Im Adel waren Siegelringe ein unverzichtbares Symbol und gleichzeitig Schmuck.

 

Jahrtausende alter Schmuck, wie er in jungsteinzeitlichen Gräbern gefunden wurde, ist ein Zeugnis dafür, dass die Menschen schon seit Urzeiten danach strebten, sich und auch ihre Umwelt zu schmücken. Damals bestand der persönliche Schmuck noch aus Tierzähnen, geformten Knochenteilen, Steinplättchen usw.

 

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