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Feingold auf Silber aufschweißen - ohne Lot

 
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Rauschgold
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Rauschgold

 ·  #1
Hallo,

ich hoffe sehr, dass mir hier jemand helfen kann.

Ich habe bereits einige Versuche hinter mir, Feingold auf Silber aufzuschweißen. Nach vielen Versuchen ist es mir auch gelungen eine Verbindung herzustellen. Ich habe das Silber mit Flussmittel (Brazetec) bestrichen, ein sehr dünn gewalztes Stück Feingold aufgelegt und das ganze mit einem Lötrohr mit Mundstück mit viiiiiiiel Luft erhitzt. Es hat diverse Male gedauert, bis das Gold wirklich fest anhaftete. Anschließend mit Struktur gewalzt und fertig.

Ich war davon ausgegangen, dass ich so lange gebraucht habe, da ich mit dem Mundstück vielleicht nicht die erforderliche Temperatur erreicht habe. Jetzt habe ich es mit einem anderen Brenner mit höherer Temperatur versucht, allerdings lässt der Erfolg auf sich warten :-(.

Was mache ich falsch ??? Es ist schwierig, hierzu Informationen zu bekommen. Ich würde mich riesig freuen, hier mehr zu erfahren.

HG
Stine
RWeigel
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RWeigel

 ·  #2
Hallo,

ich habe es nie selbst probiert, aber reibt man nicht bei niedriger Temperatur (habe in einem Video eine Kochplatte dafür gesehen) das Gold mit einem Polierachat auf dem Silber ein? Diffusionsschweißung oder so ähnlich?

Viele Grüße

Ralf
Rauschgold
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Rauschgold

 ·  #3
Danke für die Antwort. Das habe ich auch schon gemacht. Das nennt sich Keum-Boo. Eine feingoldfolie (etwas stärker als Blattgold) wird auf die Feinsilberschicht aufgerieben. Sieht schön aus, jedoch ist die Oberfläche empfindlich gegen Abrieb, da die Gold Schicht extrem dünn ist.
Für Anhänger sicher gut geeignet aber leider nicht für Ringe.
RWeigel
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RWeigel

 ·  #4
Danke für die Info, dann brauche ich es für Ringe nicht zu probieren.

Ich habe schon mal für einen Ring eine Feingoldkante auf Silber aufgelötet, mit ganz normalem Silberlot. Ging ohne Probleme. Hat sich danach auch verdrehen und zu Ringen biegen lassen.


Viele Grüße

Ralf
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #5
Ich bin kein Fachmann!
Aber ich kann mir Folgendes vorstellen: Silber und Gold haben eine recht unterschiedlich hohe Schmelztemperatur. Beim Schweißen werden die beiden Metalle ja im flüssigen Zustand miteinander verbunden - im Gegensatz zum Löten, wo nur das Lot flüssig wird. Beide Teile müssen also am Berührungspunkt flüssig werden und dieser Bereich darf nicht zu groß werden, sonst fällt alles auseinander. Silber hat nun aber eine sehr hohe Wärmeleitfähigkeit, daher wird der geschmolzene Bereich relativ groß sein. Man braucht also eine Einrichtung, mit der man große Hitze in kurzer Zeit auf kleinem Punkt erzeugen kann. ( Wenn es überhaupt geht). Ein Mundlötrohr reicht da nicht aus.
Rauschgold
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Rauschgold

 ·  #6
Danke fürs Feedback. Ich werde weiter experimentieren und teile keine Ergebnisse gerne mit.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #7
Das Flußmittel sollte stark verdünnt sein, da es sonst zu stark aufschäumt. Für's Granulieren verwende ich Fluoron mit Wasser verdünnt im Verhältnis etwa 1:10. Das schäumt nicht mehr auf und tut trotzdem seinen Dienst. Dann erst von unten warm machen, Flamme nach oben ziehen und genau beobachten, bis die Silberoberfläche das glänzen beginnt, dann sofort die Flamme wegnehmen.

Was du mit zwei Blechen machen möchtest, das ist dann eher im Mokume Gane-Bereich zu suchen. Schichtblecherstellung.

Ansonsten schon mal über Oberflächentauschierung nachgedacht? Man kann auch die Metalloberfläche kreuzweise aufrauhen mit einem passenden Werkzeug und dann die Alufoliendünne Goldfole dann drauf fixieren. Ein Kollege macht das, der macht auch Ringe mit dieser Technik.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #8
Das geht schon, keep on trying. Mit einem normalen Propan- Lötgerät geht das- es erfordert halt einfach Übung. Die Benutzung des Mündlötrohres, also warum muss man sich das Leben schwerer machen, als es ist, aber geübte Mundlöter schaffen wohl auch das. Dann: willst du ein Blech auf voller Breite aufdublieren? oder nur einzelne Elemente, letzteres ist einfacher. Früher habe ich das viel gemacht. @Ralf: stell es dir so ähnlich vor wie retikulieren, nur dass da noch Goldelemente drauf rum liegen. Und Ziel ist kein hoher Wellenschlag, sondern möglichst wenig. Und falls das Silber über das Gold schwappt, schmirgelt man es wieder frei.
Nochwas: nicht das Goldblech vorher mgl. dünn walzen sondern walzen hinterher, wenn du es verschweißt hast.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #9
Da bin ich ganz bei Reni. Ich mach fast alles "mit dem
Munde geblasen" - nur den Armreif unten - da hab ich
Sauerstoff dazugenommen. Die Kügelchen von dem
Anhänger hab ich ohne Flußmittel aufgeschmolzen und
dann gewalzt - sieht man gut an dem länglichen Profil der
"Goldbatzen".
Bei der Brosche hab ich nur gaaanz leicht gewalzt.

Zitat geschrieben von Rauschgold

Ich werde weiter experimentieren und teile keine Ergebnisse gerne mit.

Ooch - schade;-)
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Rauschgold
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Rauschgold

 ·  #10
Ihr seid super. Genau das ist mein Thema.

@Silberfrau - ich möchte nur einzelne Elemente mit dem Silber verbinden. Retikuliert habe ich schon, das werde ich heute abend sofort testen.

@pontikaki - tolle Fotos! Genau solche Ergebnisse möchte ich erzielen. Und Du hast gar kein Flußmittel verwendet? Probiere ich auf jeden Fall aus. Wie dick waren die Goldapplikationen denn beim Armreif?
Die zart gewalzten Kugeln finde ich superschön.

Übrigens.... Fotos meiner Ergebnisse stelle ich gerne ein ;-). (Da war der Fehlerteufel aktiv...)
Rauschgold
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Rauschgold

 ·  #11
Hier das Foto von meinem ersten (und bisher einzigen...) Ergebnis

LG
Stine
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Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #12
Sehr schönes Teil. Ich meine Flussmittel ist nicht verboten.
Ziselierhammer
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Ziselierhammer

 ·  #13
sieht alles wirklich schön aus.
@pontiaki, womit hast du den rechteckigen Anhänger gewalzt?
und @rauschgold, womit den Ring? Ist das Textil, Mullbinden?
Die Oberflächen gefallen mir
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #14
Zitat geschrieben von Ziselierhammer


@pontiaki, womit hast du den rechteckigen Anhänger gewalzt?



Mit ner ollen Gardine. Sollte aus Kunstfaser sein, die
bleibt schön hart.
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #15
Zitat geschrieben von Rauschgold

@pontikaki - Und Du hast gar kein Flußmittel verwendet? Wie dick waren die Goldapplikationen denn beim Armreif?


Wie Reni und Anke schon sagten: Geht mit & ohne oder verdünnt.
Hhm - die Dicke weiß ich nich mehr. Aber ich hatte es aus einer
Münze/Medaille selber gewalzt. War schon mehr als Alufolienstärke.
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