Goldschmiedeforum
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Eigenes Werkzeug

 
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Guestuser

 ·  #1
Hallo,

seit kurzem habe ich eine Anstellung in einer süddeutschen Schmuckfirma. Hier wird von mir verlangt, dass ich mein eigenes Werkzeug mitbringe. Das bedeutet, dass ich mit meinem mäßigen Lohn auch meine eigenen Arbeitsmittel finanzieren muss. Ist das in der Branche so üblich????

Jojo
mienchen
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mienchen

 ·  #2
Hallo,

ob das üblich ist kann ich dir leider nicht genau sagen, denke aber eher nicht! Aber ich hätte mir bei einer Goldschmiedin mal eine eigene Werkbank und Werkzeug zu hause zulegen müssen. Da die einen Tag in der Woche geschlossen hat und ich dann den Tag zu hause arbeiten könnte. Die Vorstellung war auch sehr witzig, bei einer 1-Zimmer Wohnung!

Gruß Sabrina
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 ·  #3
Hallo,

und danke für die erste Antwort. Vielleicht findet sich noch jemand, der schon länger in der Schmuckbranche tätig ist und mir weiterhelfen kann, die teilweise seltsamen Methoden in diesem Gewerbe zu verstehen.
Goldie
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Goldie

 ·  #4
hallo und herzlich willkommen jojo :)

also wir stellen unseren goldschmieden das arbeitsmaterial und ich denke mal das ist auch eher üblich.

selbst bei der goldschmiedeausbildung ist der lohn ja sehr gering mit der begründung, dass die ausbildung für den ausbilder zeitintensiv ist und die werkzeuge, verbrauchsmaterialien teuer sind.
wenn du also einen sehr geringen lohn bekommst und noch alles selber besorgen musst finde ich das nicht ganz so fair.

in diskotheken sind die DJs das teuerst bezahlte personal, weil sie neben ihren qualitäten auch noch ihr ganzes equipment bzw. die eigenen (meist wertvollen) scheiben mitbringen 😉

lg
martin
stefan
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stefan

 ·  #5
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Guestuser

 ·  #6
Hallo

nein, ich bin Geselle und gleichzeitig staatl. geprüfter Designer und nicht mehr ganz"grün" in dem Job. Aber soetwas habe ich noch nirgends erlebt.

Jojo
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #7
stefan
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stefan

 ·  #8
hallo,
dann müsste dein gehalt ja höher sein als sonst üblich. es sei denn, du bist als freischafend auf honorarbasis beschäftigt. normal ist das nicht. ... aber ein interessantes geschäftsmodel?! wie hat das dein arbeitgeber begründet?
stefan
Kathrin
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Kathrin

 ·  #9
Guten Morgen,

also ich hatte bis jetzt auch nur einmal den Fall, dass ich mein komplettes Brettwerkzeug hätte mitbringen sollen, inklusive Gasflasche. Der Grund war, dass der Meister meinte ich hätte mich schon an mein Werkzeug gewöhnt. Stimmt im gewissen Sinn schon.

LG Kathrin
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 ·  #10
Hallo,

ich habe von meinem Arbeitgeber dafür keine Begründung erhalten. Kollegen erklärten mir nur, das "sei halt in diesem Betrieb so". Und von wegen freischaffend ist auch nicht. Der Job läuft auf Stundenlohn mit Stempelkarte ( .. und das in einem Betrieb mit maximal zehn Mitarbeitern!).

Jojo
Goldie
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Goldie

 ·  #11
:shock:

dann drücke ich dir mal die daumen, dass mit der zeit nicht noch mehr überraschungen kommen.

ich denke mal wir hören noch öfter von dir :)

normal ist das nicht...

lg
martin
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #12
Also jetzt ausnahmsweise mal ganz ernsthaft:

Es war früher IMMER UND ÜBERALL so, dass Gesellen ihr eigenes Werkzeug hatten. Das könnt Ihr überall nachlesen. Der Grund wurde hier zur Hälfte bereits genannt: Man arbeitet halt besser mit seinen eigenen Spezialinstrumenten. Der andere Grund ist, dass dauf das eigene Werkzeug viel besser aufgepasst wird und es pfleglicher behandelt wird. Wenn eine Feile zu stumpf, eine Zange möglicherweise abgebrochen, ein Stichel zu kurz wird, dann wurde/wird er vom Arbeitgeber ersetzt.

Dabei macht der Arbeitgeber nicht selten ein schlechtes Geschäft. Ich erinnere mich, dass einmal ein Mitarbeiter eine Frequenz an Werkzeug hatte, die alles Vorstellbare in den Schatten stellte. Seither machen wir Inventur, wenn einer/eine mit eigenem Werkzeug arbeiten will, denn nicht selten nehmen die Herrschaften nicht nur wesentlich besseres, sondern auch noch erheblich mehr Werkzeug mit nach Hause, als sie mitbrachten.

Aus letztgenanntem Grund sind die Meister auch gar nicht so erpicht darauf, dass ein Mitarbeiter mit eigenem Werkzeug arbeitet. So, das war nun nicht grade ein Kompliment an die Werktätigen, aber dafür ganz bestimmt die Wahrheit! :-D
Goldie
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Goldie

 ·  #13
nojoooo schwarze schafe gibt es überall, kann man natürlich nicht verallgemeinern.

für mich bleibt das resumé klar - wenn eigenes werkzeug, dann auch angemessene bezahlung 8)

lg
martin
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #14
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