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Kettenanhänger - In der Erde beim Spielen gefunden

 
Kosmos
 
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Kosmos

 ·  #1
Liebe Experten!

Den Kettenanhänger mit den Initialen „BE“ fand meine Tochter im Hof in der Erde vergraben.

(Sie glaubt, dass etwas Wertvolles eingeschweißt ist.)

Hat das Teil bitte überhaupt einen Wert?

Sorry, leider ein Bild doppelt, schaff am Handy das Löschen nicht.

Dankeschön für Ihre Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen
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 ·  #2
Es handelt sich um ein Medaillon, welches ihr vorsichtig öffnen könnt. An der Seite sehr ihr ein Scharnier, an der gegenüberliegenden Seite müsste es sich öffnen lassen. Bitte keine Gewalt anwenden, besser bei einem Goldschmied vorbeigehen! Der weiss, wie das geht!

Das ist schon ein etwas älteres Stück, wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Material ist wahrscheinlich Silber oder versilbert, auch das kann der Goldschmied feststellen.

Wert: Medaillons aus dieser Zeit gibt es zwar noch oft, aber ganz wertlos ist es auch nicht. Je nachdem wie gut man es öffnen kann und wie es gereinigt werden kann bleibt der Silberwert (wenn man es kaputtmacht!) oder so ca. 50-100 Euro Ebay/Flohmarkt.

Eigentlich müsstet Ihr das Teil aufs Fundbüro bringen, aber wenn das da schon Jahrzehnte gelegen hat...macht Euch da kundig. Ihr könnt aber auf dem Fundbüro Bescheid geben, dann könnt ihr das nach einer gewissen Zeit abholen, wenn es der Besitzer nicht abholt (davon gehe ich aus!!!), und dann gehört es ganz legal Euch.

Eine schöne Geschichte- Töchterchen sollte sich das in die Erinnerungskiste legen, und erst als Erwachsene tragen, damit sie es nicht verliert...

Ach ja, im Inneren könnte sich ein/zwei Fotos und evtl. eine Haarlocke befinden.
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 ·  #3
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 ·  #4
...wenn es ein gemieteten Hof ist, könnte man über das Fundbüro gehen. Ansonsten "fällt dem Vermieter ein", dass er "genau diiiiiiieses Teil" dort verloren hat. ;-)

Trotzdem noch mein Kommentar dazu: Wenn das Teil wirklich IN der Erde vergraben war (und so sieht es aus!), dann liegt es dort nicht erst seit gestern. Es ist auch kein archäologisches Artefakt fürs Landesmuseum, und der ideale Wert wird für den Besitzer eher höher als der materielle Wert gewesen sein.

Vielleicht wurde es vor Jahrzehnten mit Absicht vergraben, verflossene Liebe oder so, oder in Kriegszeiten, damit es nicht verloren geht und der Besitzer ist verstorben bevor er es wieder ausbuddeln konnte... das sind für mich plausiblere Geschichte, als dass es jemand dort kürzlich verloren hat und es wie von Zauberhand irgendwie unter die Erde gewandert ist (egal ob gemieteter oder eigener Hof!).

Ich habe Euch dennoch den "offiziellen" Weg beschrieben, denn ich will ja keine "ungesetzlichen" Ratschläge geben. Meine Oma würde in diesem Fall allerdings sagen: "Wo kein Kläger, da kein Richter", und ganz ehrlich, ich neige dazu, ihr in diesem Fall zuzustimmen und dem Kind seine "Schatzsucherfreude" zu lassen (es aber dann auch wie einen Schatz zu hüten, denn das hübsche Teil ist wirklich alt und sollte nicht noch mal verlorengehen...).
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 ·  #5
Noch zur (eventuellen, für mich wahrscheinlichen) Geschichte: In Kriegs-und Krisenzeiten mussten Leute ihr Edelmetall abgeben, und eine "Nichtabgabe" wurde hoch bestraft. Es war daher nicht unüblich, kleinere Dinge, an denen man sehr hing, zu verstecken oder zu vergraben. Auch nach dem Krieg haben die Besatzungssoldaten gerne mal alles an Schmuck und Uhren eingesammelt, und waren nicht zimperlich wenn sie etwas nicht bekommen haben. Das wussten die Leute natürlich.

Nun ist ein Medaillon ein Zeichen der Liebe und Verbundenheit, hat also -mit Bildern und evtl. Haarlocke- einen sehr hohen emotionalen Wert. Und manchmal war es auch die letzte Erinnerung an den im Krieg gefallenen Ehemann oder verstorbene Kinder.

Daher liegt es nahe, dass gerade solche Stücke vergraben, in Ritzen gesteckt, unter Dielen genagelt etc. wurden, damit -wenn schon das Tafelsilber und die goldene Taschenuhr weg war- nicht noch DIESES persönlich wertvolle Stück genommen wurde.

Vielleicht helfen diese Gedanken, den eigentlichen und "historischen" Wert dieses Medaillons besser einzuschätzen. Die möglichen Geschichten interessieren die Behörden allerdings nicht.
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 ·  #6
Ach ja, und falls euer Hof gemietet ist, und das Anwesen seit Vorkriegszeiten in Familienbesitz ist und es somit wahrscheinlich ist, dass das Medaillon aus der Familie des Vermieters stammt (Initialen...), dann sähe die Sache natürlich anders aus.
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 ·  #7
Kleiner Hinweis, die Initialen sind "BF" oder "FB", wenn der Hof schon lange in Familienbesitz ist, hilft es vielleicht die ehemalige Besitzerin zu identifizieren.

Ich würde das Medaillon etwas jünger schätzen als Pinguin, 1880 - 1910; alt ist es in jedem Fall und ein kleiner Schatz ist es auch.
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 ·  #8
Zitat geschrieben von Pinguin

...wenn es ein gemieteten Hof ist, könnte man über das Fundbüro gehen. Ansonsten "fällt dem Vermieter ein", dass er "genau diiiiiiieses Teil" dort verloren hat. ;-)


Und auch wenn es so wäre: Das Medaillon gehört soweit ich weiß sowieso (so es keinen archäologischen Wert hat und das denke ich, aber dann ist es je nach Bundesland auch wieder unterschiedlich) dem Eigentümer des Hofs und zwar unabhängig davon, wie lange er bereits Eigentümer dieses Hofs ist.
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 ·  #9
Herzlichen Dank für Eure rasche Hilfe!

Wir wohnen in einem Mietshaus in der Großstadt. Das Haus und der Hof wurden vor zirka 18 Jahren neu gebaut bzw. der Hof neu gestaltet. Das Mietshaus von davor wurde abgerissen. Keine Ahnung wer hier früher wohnte. Werde versuchen das einmal herauszufinden.

Meine Tochter fand das Stück schon 2013 beim Herumgraben im Hof beim Spielen mit ihrer Cousine. Kleine Anekdote: Meine Tochter dachte, als sie kleiner war, dass es Unglück bringt, weil ihnen damals nach dem Fund beiden das Eis runtergefallen war. Sie wollte es deshalb auch nicht in ihrem Zimmer haben. Gestern grub sie es wieder aus und versuchte es mit Seife selber zu reinigen.

Man kann es nicht selber auf keinen Fall öffnen, weil es zu stark "verschweißt" ist.

LG
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 ·  #10
Wir werden unter dem Strauch vielleicht noch einmal graben, wer weiß vielleicht finden wir noch mehr Schätze.

Auf jeden Fall voll coole Sache. Hab das Stück nie sonderlich beachtet. Erst gestern als ich die Initialen in alter Schrift sah, dachte ich mir, dass es doch älter sein könnte.

LG
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 ·  #11
Wenn das Vorgängerhaus abgerissen und das jetzige Haus neu errichtet wurde, dann wurde auch der Hof neu angelegt und neu bepflanzt, sprich das Grundstück wurde mehr oder weniger komplett umgegraben, die Erde umgewühlt, ggf. wurde auch externe Erde neu aufgeschüttet. Da dürfte sich unter dem Busch (der dann auch neu angepflanzt wurde) nichts mehr finden.
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 ·  #12
Da es auch eine Tiefgarage gibt, wurde sicher ordentlich umgegraben ...

Herzlichen Dank noch einmal Ihnen allen!

LG
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