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Know How gesucht...

 
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 ·  #1
Ich soll ein Pärchen Briolettes in einem sehr teuren Material schleifen. Daher habe ich zwei Probeschliffe gemacht. Sie unterscheiden sich im Durchmesser um 0,1 mm und in der Länge um 0,5 mm. Das geforderte Maß ist 7x11 mm. Die gleiche Dicke werde ich wohl hinkriegen, wenn ich mir Mühe gebe. Aber die Länge ist abhängig von den Winkeln und die kann ich nur auf 0,1° genau einstellen. Geringe Abweichungen machen sich in der Länge dann gewaltig bemerkbar. Ich kann auch nicht 10 Steine schleifen und die beiden besten rausnehmen... Gibt es einen Trick, den ich nicht kenne - außer den längeren Stein noch mal aufkitten und die längere Seite nachschleifen. Das ist nämlich eine mühsame Sache, weil man es kaum schafft, den Stein in der gleichen Position aufzukitten. Und dann fängt die Arbeit mit den Feinstellern an, die nicht bezahlt wird.
Genervter uhu
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 ·  #2
Schleiftechnisch kann ich dazu nix sagen.

Wie sollen die denn gefasst werden? Krappen? Oder geschlossene Zargenfassung? Da lässt sich sowas, wenn händisch hergestellt, noch begrenzt ausgleichen. Bei Krappen einfacher als bei Zargen. Die Zarge wäre hier heikel wegen der seitlichen Ecken an den Rondisten (soweit ich erkennen kann).

Da wäre es wohl gut, mal mit demjenigen zu sprechen, der die Steine auch weiterverarbeiten/fassen soll(?). Das wäre vielleicht tolerabel wenn die genaue Exaktheit nicht im Budget berücksichtigt ist. Sehen würde man das nur mit sehr geübtem Auge. Schon gar nicht wenn, wie bei Ohrschmuck, ein ganzer Kopf dazwischen sitzt, wie wir Goldschmiede so schön sagen.

Ich habe (leider - aber auch verständlich bei Handarbeit) noch kein Pärchen mit genau, auf den Zehntel oder weniger Abweichung, exaktgleichen Maßen angetroffen.
Außer bei Rund, Carré und sonst. "einfachen" geometrischen Formen (selbst da sind genau gleiche Maße nicht garantiert wenn es noch preiswert ist).

Wäre natürlich toll, wenn Du das Problem doch noch in den Griff kriegt. Verständlich wenn Du das als eine Herausforderung siehst, die aber vielleicht gar nicht nötig für diesen Auftrag ist? Ich drücke auf jeden Fall die Daumen!
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 ·  #3
Ich habe eine Lösung gefunden. Hab jetzt aber keine Zeit zum Erklären...
uhu
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 ·  #4
Schön! Bin gespannt auf Bilder. Wenn Du später mal Zeit findest. Die Erklärung ist sicher besonders interessant für die Schleiferkollegen. Also ich habs nicht eilig :)
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 ·  #5
Nathalie, versteh ich dich richtig, du überlegst Brioletten;-)
- das iss ja ne Art hängende Pampel, rundum facettiert - in
Zarge oder Krappen zu fassen?
Ich kenne sie nur angebohrt und dann Öse oder "Tüte"
drüber oder quergebohrt und dann mit Draht vertüttelt.
Oder erkenn ich das Problem nich wirklich?
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 ·  #6
Neee, Marion, das überleg ich nicht.
Ich kenne die auch nur angebohrt als Pampel. Hab sogar bei einem Paar aus Prehnit nachgemessen, das ich da habe. Die sind ein gutes Zehntel unterschiedlich lang.

Da der Uhu hier welche mit intakten und ziemlich scharfen Spitzen gezeigt hat, ging ich eben nicht von einer Stiftbefestigung aus. Und einwrappen bei teurem Material ganz bestimmt auch nicht (sorry Reni ,-))
Ok, ne Brillenfassung mit Öse dran hab ich nicht bedacht. Gut, daß Du nochmal nachgefragt hast. Manchmal hat man (ich!) ein Brett vorm Kopf.
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 ·  #7
ohne Loch würde ich die gar nicht verarbeiten wollen. Das ist alles nix, außer irgendwo dazwschengeklemmt.
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 ·  #8
https://www.goldschmiedebedarf…ts_id=1908
Stift abknipsen und draufkleben
das Leben kann so einfach sein
sagt die Schmuckindustrie ;-)
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 ·  #9
:lol: och nööööööööööööööö
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 ·  #10
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 ·  #11
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 ·  #12
Hallo Sparkle,
die Sache ist relativ einfach. Unten siehst du einen Schleifplan für ein Briolette. Daraus kann man die Maße c und p für den vorgesehenen Stein berechnen. Zuerst wird ein Zylinder in der gewünschten Dicke geschliffen und mit 16 Längsfacetten versehen. Im Feinschliff muß der nun den gewünschten Durchmesser haben - das lässt sich relativ einfach verwirklichen. Nun wird die Länge C mit wasserfestem Edding auf dem Zylinder angezeichnet. Das ergibt die "Rondiste" und das obere Ende. Die erste Facettenreihe von C wird genau bis zur "Rondiste" geschliffen und auch die zweite und dritte Reihe angelegt. Mit der 4. Reihe geht es dann auf das Ende zu. Hier kann man den Winkel etwas variieren, damit die Sache passt. Die Länge am Ende muß man immer wieder nachzeichnen,da sie durch das Schleifen ja verschwindet. Nach dem Umkitten wird die erste Facettenreihe von P genau bis zur ersten Reihe von C herangeschliffen, sodass die "Rondiste" fast nicht mehr zu sehen ist. Sie verschwindet dann beim Polieren. Dabei ist darauf zu achten, dass keine Zickzacklinie entsteht. Der Rest der Unterseite P geht normal weiter. Ich muß noch abklären, ob der Kunde eine Bohrung wünscht und die Länge von C darauf abstimmen. Man könnte auch einen genau abgelängten Rohstein nehmen. Aber das kann brenzlig werden, wenn einem zwischendurch der Stein vom Dopp springt und neu gekittet werden muß. Jedenfalls muß man alle Arbeitsschritte mit Bedacht machen. Schon das korrekte Aufkitten ist sehr wichtig...
Bild wird nachgereicht. Muß erst die Datei umwandeln.
uhu
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 ·  #13
So, hier kommt auch das Schliffbild
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 ·  #14
Zitat geschrieben von pontikaki2310

T-I-L-O iss gut jetzt - Botschaft iss angekommen :P


Aber man muss ihm recht geben... fast alle Werke fallen in die "kann weg"-Kategorie
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 ·  #15
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