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Wie bewerten Schmuckexperten die großen Namen der Industrie?

 
GustavoZ
 
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GustavoZ

 ·  #1
Hallo,

ich bin ganz neu im Thema Schmuck, daher komplett ungebildet. Nun will ich mich gerade schlau machen, wo ich mir mal hochwertigen Schmuck zulegen könnte. Da fallen einem dann natürlich sofort die großen Namen wie Cartier und Tiffany+Co ein.
Aber wie bewerteten Expert solchen Schmuck? Stehen diese Firmen in der Schmuckwelt für hohe Qualität und Exklusivität - oder doch eigentlich nur für hohe Preise und gutes Marketing?
Sind die bekannten Marken also gute Anlaufstellen oder schauen Kenner eher bei ganz anderen Namen, die vlt nur nicht so bekannt sind in der Populärkultur?
Ich suche übrigens nach Herrrenschmuck aus Gold.

Vielen Dank
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 ·  #2
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 ·  #3
Ist halt immer budgetabhängig, wo man einkauft. Bei bekannten Marken muß man sich dessen bewußt sein, daß man auch einen ordentlichen Batzen für die Marke hinlegt.

Ich sag halt immer, diese Firmen kochen auch nur mit Wasser und deren Goldschmiede haben die selben Dreckspfoten bei der Arbeit wie der kleine Goldschmied umme Ecke. Nur daß der kleine Goldschmied halt keinen so klangvollen Namen wie Cartier, Chopard, Van Cleef & Arpels, Piaget, Harry Winston etc. hat.
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 ·  #4
Und die Auswahl an originellem Herrenschmuck ist
in diesen Häusern eher bescheiden.
Da würdest Du bei einem Goldschmied ein individuelles
und persönliches Schmuckstück angefertigt bekommen,
daß seinen Wert durch edles Material und Handarbeit
bekommt, und Du mußt nicht schon die Hälfte Deiner
"Mäuse" für einen Namen hinblättern.
GustavoZ
 
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GustavoZ

 ·  #5
Hallo,

vielen Dank für die Antworten.

@ Moderation: Ich wollte hier definitiv kein Markenbashing oder ähnliches starten. Sorry

Ich finde es einfach extrem schwierig, Qualitätskriterien für Schmuck anzulegen. Als Laie kann ich kaum beurteilen, warum ein Goldarmband einmal 1000 und einmal 4000 Euro kostet, obwohl es optisch sehr änlich ist. Da ist dann halt die Frage, ob es außer einem berühmten Namen noch weitere Kriterien gibt, die es zu beachten gibt.

Namen sind mir ziemlich egal. Ich habe natürlich erkannt, dass es bei den großen Herstellern gewissen Designklassiker gibt, die nur sie anbieten. Bei vielen Modellen wirkt es aber auch recht generisch und rein äußerlich ist für mich außer dem bekannten Namen eben kaum ein Unterschied zu sehen. Vielleicht gibt es die ja aber trotzdem?

Ist es eigentlich üblich, sich Schmuck persönlich anfertigen zu lassen? Wenn ich so typische TV-Shows gucke wie Bares geben Rares wird oft davon gesprochen, dass Schmuck angefertigt wurde.

Ist das heute noch üblich bzw. war das früher häufiger der Fall als heute, da es damals eher den kleinen Handwerker gab und heute eher die großen Ketten? Oder waren diese alten Stücke auch damals schon sehr selten und ggbf. Ausdruck großen Reichtums?

Grüße
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 ·  #6
Es stimmt schon alles. Bei einem Wiederverkauf bringt der Name schon mehr als der no-Name.
Wenn du ein Stück nach deinen Vorstellungen möchtest, kannst du es dir anfertigen lassen, wenn du mit "Stangenware" auch glücklich wirst, ist diese wohl billiger, bei vergleichbarem Gewicht und Feingehalt (nicht high end Name). Im Gegensatz zu früher sind Arbeitslöhne in der Relation teurer, bei Fertigung im Inland. Anfertigung im Billiglohnland ist für den Laien nicht unbedingt ein Schnäppchen, da solltest du Vorwissen besitzen.
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 ·  #7
Zitat geschrieben von Guestuser

Ich finde es einfach extrem schwierig, Qualitätskriterien für Schmuck anzulegen. Als Laie kann ich kaum beurteilen, warum ein Goldarmband einmal 1000 und einmal 4000 Euro kostet, obwohl es optisch sehr änlich ist. Da ist dann halt die Frage, ob es außer einem berühmten Namen noch weitere Kriterien gibt, die es zu beachten gibt.

Ein Grund für Preisunterschiede sind z.B. die Legierung und das Gewicht. Weiterhin die Verarbeitung bzw. die Aufwändigkeit der Verarbeitung, vereinfacht gesagt: ist ein Schmuckstück maschinell hergestellt oder in Handarbeit.
Einfach mal einen Termin machen und sich die Sachen zeigen lassen; der Godlschmied erklärt auch gerne den Unterschied.

Bei den großen Marken zahlt man für den Namen und das Marketing, der Anteil entfällt bei lokalen "normalen" Goldschmied.

Zitat geschrieben von Guestuser

Ist es eigentlich üblich, sich Schmuck persönlich anfertigen zu lassen? Wenn ich so typische TV-Shows gucke wie Bares geben Rares wird oft davon gesprochen, dass Schmuck angefertigt wurde.

Ist das heute noch üblich bzw. war das früher häufiger der Fall als heute, da es damals eher den kleinen Handwerker gab und heute eher die großen Ketten? Oder waren diese alten Stücke auch damals schon sehr selten und ggbf. Ausdruck großen Reichtums?


Ja, definitiv wird heute noch Schmuck persönlich angefertigt.
Es gab auch immer schon Massenschmuck, nur war der oft auch nicht aus Edelmetall und wurde weggeworfen, wenn er kaputt war. Ähnliches gilt für Massenschmuck aus Edelmetall, der wurde dann eingeschmolzen.
Aus der Zeit des Jugendstils gibt es auch (semi-)industriell hergestellten Massenschmuck, der teilweise nur in kleinen Auflagen, aber auch in der Massenfabrikation hergestellt wurde.
Oft wurden aber auch alte Schmuckstücke umgebaut bzw. wiederverwendet, so dass nicht viele alte Stücke bis heute überleben.
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 ·  #8
Zitat geschrieben von Guestuser
Ist es eigentlich üblich, sich Schmuck persönlich anfertigen zu lassen?

Klar. Goldschmiede sind nicht nur zum reparieren von Industrieschmuck da. Wir haben es auch gelernt, Schmuck anzufertigen. Das ist unser Job.

Zitat
Ist das heute noch üblich bzw. war das früher häufiger der Fall als heute, da es damals eher den kleinen Handwerker gab und heute eher die großen Ketten?

Die kleinen Handwerker gibt es heute noch. Problematik ist nur, daß der Kunde nicht unterscheidet zwischen Goldschmied (der Handwerker) und Juwelier (der Kaufmann). Daher fallen die Juwelierketten eher ins Auge. Allerdings kommen auch Juweliere nicht ohne Goldschmiede aus. Der Trend geht durchaus wieder zum individuell angefertigten Stück.

Zitat
Oder waren diese alten Stücke auch damals schon sehr selten und ggbf. Ausdruck großen Reichtums?

Kann man so pauschal nicht sagen. Im Lauf der Geschichte hatte Schmuck unterschiedliche Gewichtung und Auftraggeber. Erst war es der Monarch und der Klerus, für den die Goldschmiede arbeiteten, dann bekam das Bürgertum Zugang zum Schmuck. Das Arbeitervolk bekam erst viel später die Möglichkeit, Schmuck zu erwerben. Schmuck war Jahrhunderte bzw. Jahrtausende lang Statussymbol für irgendeine Schicht gewesen. Daß heute von jedem Schmuck getragen werden kann (Modeschmuck bis Juwelen), das ist vergleichsweise noch nicht so lange üblich.
GustavoZ
 
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GustavoZ

 ·  #9
Danke für eure Hilfe.

Grüße
Aus unserem Shop


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