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Test der wichtigsten Geräte zur Erkennung von synthetischen Diamanten erfolgt.

 
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 ·  #1
Die DPA (ein weltweiter Zusammenschluß der Diamantenproduzierenden Firmen) hat die gängisten Geräte zur Detektion von synthetischen Diamanten getestet.

Lest selbst: https://www.diamonds.net/news/…leID=63450

Da in den letzten Jahren immer mehr - undeklarierte - synthetische Diamanten auf den Markt kommen, eventuell auch für "normale Goldschmiede" ein wichtiges Thema?
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 ·  #2
Als Ergänzung:

Damit es nicht zu Mißverständnissen bzgl. Verwechselungen kommt; die Geräte, um die es hier geht, sind keine "normalen" Diamantentester, mit denen man mehr oder weniger gut und einfach, Diamanten von seinen Imitationen unterscheiden kann.

Sondern hier geht es nur um die Unterscheidung natürlicher zu synthetischer Diamanten.

Alles klar? ;)
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 ·  #3
Zitat geschrieben von diamantenimport

Alles klar? ;)


Na logisch. ;-)

Die Zusammenfassung des Links lautet:
DiamondView von De Beers
- Kostenpunkt 35.000 USDollar
- kann allerdings nur von Experten bedient werden
- Fehlerquote Null
- erzielt somit die volle Punktzahl

Yehudas Sherlock Holmes
- Kostenpunkt 6.495 USDollar
- kann allerdings nur von Experten bedient werden
- Fehlerquote 2,5 %

Synthetic Diamond Screener II von Presidium
- Kostenpunkt 599 USDollar
- kann auch von Laien bedient werden
- Fehlerquote 15,5%

Billig(er) kann also ganz schön teuer werden ....

Wenn man vom Budget abhängig ist, pendelt es sich wohl hier ein:
Kostenpunkt unter 10.000 USDollar: DIamondDect 3, DiamondDect 5, GIA iD100, Sherlock Holmes, Synthetic Diamond Screener II.
DiamondDect 5 von Taidiam Technology erkennt allerdings nur Hochdruck- und Hochtemperatur-Produkte (HPHT).

Wichtig: nicht alle Geräte funktionierten bei gefasstem Schmuck.

:ninja: Man sollte überlegen, was genau man möchte:
- wie sicher sollen die Tests ausfallen (Fehlerquote möglichst Null)
- welche Diamanten werden verwendet, bzw. welche sollen geprüft werden (Größe, Farbe, Form und lose / gefasst)
- geht es um Kleinmengen wie beispielsweise beim Juwelier / Goldschmied und/oder um Großmengen wie beim Diamanthandel
- Kompetenzniveau; einige Geräte erfordern keinerlei Erfahrung, während andere Geräte geschultes Personal erfordern
- soll das Gerät als Standgerät oder tragbares Gerät dienen
- Budget; Diamantüberprüfungsgeräte variieren aufgrund verschiedener Faktoren stark in den Kosten

Jetzt alles klar? ;-)

Hier die verschiedenen Möglichkeiten:
https://diamondproducers.com/a…nstrument/
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 ·  #4
Zitat geschrieben von steinfroilein


Jetzt alles klar? ;-)


Nein Ingrid, weil es nicht richtig ist!

Die Zusammenfassung des Berichts führt bei dem Presidium Gerät eine Fehlerquote von 15,5% auf (natürliche als synthetische erkannt), was jedoch gar nicht sein kann.

Das Gerät unterscheidet nämlich gar nicht, zwischen natürlich und synthetisch, sondern testet nur, ob ein Typ 2a Diamant vorliegt oder nicht. Kann ja dann nur bedeuten, dass diese Steine fälschlicherweise als Typ 2a detektiert wurden aber nicht sind. D.h., sie können ja immer noch natürlich sein.

Jetzt alles klar ;)
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 ·  #5
D.h., jedesmal auch die Gerätebeschreibungen noch dazu raussuchen?

Mannomann, geht das nicht einfacher?

Wer jetzt die Geräte nicht kennt und ein Gerät sucht, welches wäre dann Deiner Meinung nach anzuraten?
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 ·  #6
Zitat geschrieben von steinfroilein

D.h., jedesmal auch die Gerätebeschreibungen noch dazu raussuchen?


Das verstehe ich jetzt nicht so ganz. ;)

Zitat

Mannomann, geht das nicht einfacher?

Wer jetzt die Geräte nicht kennt und ein Gerät sucht, welches wäre dann Deiner Meinung nach anzuraten?


Klar, geht es auch einfach(er).

Für den "normalen Gebrauch" bspw. eines auch ankaufenden Goldschmiedes, der keine großen Mengen undeklarierter Mellees verarbeitet und - und das ist bei diesem Gerät ja auch einer der Vorteile - gefasste Ware hat, die man damit prüfen kann, wenn die Rückseite offen ist, ist das Presidium doch ein gutes, einfach zu bedienendes und preiswertes Gerät.

Man muss nur wissen, dass es auch natürliche Typ 2a Diamanten gibt, die das Gerät dann als solche auch zuverlässig anzeigt. D.h., bei diesen sehr seltenen Fällen, sollte eine weitere Prüfung erfolgen.
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 ·  #7
Man muss zw. dem Fehler 1. Art und 2. Art unterscheiden, d.h. 1. Art = synthetischer Diamant wird nicht erkannt bzw. als natürlicher Stein erkannt), 2. Art = natürlicher Diamant wird nicht als solcher erkannt.

Ich glaube der Fehler 1. Art ist gravierender, denn er kommt teurer, da hier womöglich ein Käufer zuviel zahlt, da von einem echten Diamanten ausgegangen wird. Beim Fehler 2. Art kommt womöglich erst gar keine Transaktion zu stande bzw. der Verkäufer wird wohl eine weitergehende Untersuchung anstoßen, um zu beweisen, dass sein Stein doch echt ist.
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 ·  #8
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 ·  #9
Dann kann man also das günstige Gerät empfehlen und auf Synthesensuche damit gehen. Man muß nur beachten, das alles was angezeigt wird evtl. noch ein echter Typ 2a Diamant sein kann.

Bitte eine Frage noch wie sähe dann die Untersuchung für echter Diamant Typ 2a und Synthese aus ?
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 ·  #10
Sind die tatsächlich mit dem Polariskop zu unterscheiden?
Typ 2a Diamanten : Sich kreuzende schwarz weiß Linien (sog. Tatami- Muster)

CVD Synthesen: Zeigen ein stängeliges von Farbreflexen durchsetztes schwarz-weiß-Muster.
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 ·  #11
Ich habe den D-Screen seit Jahren in Gebrauch für ausgefasste Diamanten. Für gefasste und Pavee, habe ich auf der Inhorgenta den technischen Vorläufer und Prototyp des Sherlock angesehen und ausprobiert. Jetzt scheint er reif zu sein. Ich denke, bald ist er meins. :-) Aber ich warte noch ein wenig, vielleicht fallen die Preise noch etwas.
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 ·  #12
Zitat geschrieben von Raustland

Dann kann man also das günstige Gerät empfehlen und auf Synthesensuche damit gehen. Man muß nur beachten, das alles was angezeigt wird evtl. noch ein echter Typ 2a Diamant sein kann.


Genau so!

Zitat

Bitte eine Frage noch wie sähe dann die Untersuchung für echter Diamant Typ 2a und Synthese aus ?


Spektroskopie und Diamond View.

Zitat

Sind die tatsächlich mit dem Polariskop zu unterscheiden?
Typ 2a Diamanten : Sich kreuzende schwarz weiß Linien (sog. Tatami- Muster)

CVD Synthesen: Zeigen ein stängeliges von Farbreflexen durchsetztes schwarz-weiß-Muster.


Das wäre mir neu ;)

Ich kann es aber zur Zeit nicht prüfen, da wir nur HPHTs zum Testen hier haben.
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 ·  #13
Hier als Ergänzung zum v.g. noch drei Aufstellungen der Testergebnisse:


Diamond false-positive rate of 0%:
(the percentage of synthetic diamonds or simulants wrongly classified as natural)

AMS2 (manufactured by De Beers)
DiamondDect 3 (Taidiam Technology)
DiamondSure (De Beers)
DiamondView (De Beers)
GIA iD100 (GIA)
M-Screen+ (HRD Antwerp)
Sherlock Holmes (Yehuda)
SYNTHdetect (De Beers)
Synthetic Diamond Screener II (Presidium)

Diamond referral rate of 0%:
(the percentage of natural diamonds referred for further testing)

DiamondView (De Beers)

Diamond accuracy rate of 100%:
(the percentage of natural diamonds correctly categorized as natural)

DiamondView (De Beers)
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 ·  #14
Und hier noch auszugsweise ein (automatisch übersetzter) Text den man quasi als Zusammenfassung verstehen kann.

"...Die Datenschutzbehörde ist der Ansicht, dass der wichtigste Faktor die Fähigkeit ist, zu überprüfen, ob ein Diamant natürlich ist, anstatt sagen zu können, dass ein Stein definitiv synthetisch oder definitiv ein Simulanz ist. Es nennt diese Schlüsselkennzahl die "Diamant-Falsch-Positiv-Rate". Die gute Nachricht ist, dass alle Geräte außer zwei mit 0% bewertet wurden. Dies deutet darauf hin, dass sie keine künstlichen Steine ​​fälschlicherweise als natürlich bezeichnet haben. (Siehe die Liste am Ende dieses Artikels.)

"Es spiegelt die Fähigkeit des Instruments wider, sicherzustellen, dass nur natürliche Diamanten als natürliche Diamanten verifiziert werden", sagte Jean-Marc Lieberherr, CEO der DPA. "Aus Verbrauchersicht ist dies die Hauptfunktion eines Diamantverifikationsinstruments."

Die Verbraucher erwarten von den Händlern formelle Zusicherungen, dass ihre Produkte das sind, was sie sagen, und diese sind nur so zuverlässig wie die von Händlern oder Lieferanten eingesetzten Erkennungsmaschinen, erklärte Lieberherr. Er fügte hinzu, dass unter allen damit verbundenen Risiken fälschlicherweise ein synthetischer Diamant als natürlich verkauft werden sollte...."
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 ·  #15
Wenn man solche Geräte braucht um einen natürlichen von einem synthetischen Diamanten zu unterscheiden haben die Hersteller der synthetischen eine gute Arbeit gemacht.

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