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Gravierstichel für GRS Handstücke

 
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11.01.2019 - 14:23 Uhr

 ·  #1
Hallo zusammen,

ich würde mich gerne neben dem Edelsteinfassen auch dem gravieren widmen.

Hat jemand Erfahrungen mit dem gravieren? Es wäre für mich sehr hilfreich etwas über den optimalen Schliff bzw. die optimale Geometrie eines Gravierstichels zu erfahren.

Ich arbeite mit einem GraverMach At, einem Magnum Handstück sowie mit Wolfram-carbid sticheln/C-max Sticheln.
Zum schärfen verwende ich die PowerHone mit 2 Winkel Schärfhilfe sowie die Grs Diamanträder für den Mikromotor. (Blau, gelb und grün).

Ich habe bei meinen Anfängen das Problem, dass ich in Bögen immer eine Art „rattermarken“ habe. Meiner Meinung nach total unschön. Vielleicht gibt es ja Tricks. Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße
Tim
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11.01.2019 - 14:41 Uhr

 ·  #2
Ein Gravierstichel hat immer eine hochgeschliffene Bahn.

Beim Handgravieren wird das Werkstück in den Kurven gedreht und der Stichel bleibt fix und sollte in der Drehbewegung auch nicht abgesetzt werden. Das gibt sonst Absätze, die man ganz schwer wieder weg bekommt.

Bevor du Schriften übst, übe erst mal Linien und Bögen und S-Kurven schneiden. Dann such dir ein lustiges Bildchen, das du schneidest (ich habe bei meiner Fortbildung einen lustigen Grisu-Drachen mit Lagerfeuer in Kupfer graviert, da waren incl. Schattierungen alle Linienarten dabei). Dann kannst du dich an Alphabete wagen.
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11.01.2019 - 15:03 Uhr

 ·  #3
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11.01.2019 - 15:12 Uhr

 ·  #4
Vielen Dank schon einmal für die Antworten!

Die DVD kenne ich, ich wollte es dennoch vorher erstmal ohne diese versuchen.
So schwer kann es ja eigentlich nicht sein den Stichel zu schleifen. :happy:

@tatze-1 hast du damals reines Kupfer ohne Zusätze verwendet? Davon habe ich noch einige
Profile aus der Elektrotechnik. Sie sind aus reinem Kupfer und ich könnte sie in Blechform bringen.
Für die Übungszwecke würden sie sich sicher super eignen.
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11.01.2019 - 15:23 Uhr

 ·  #5
Was weiß ich, was das für ein Kupferblech ist, das man im Goldschmiedehandel kaufen kann. Ich denke, daß da nicht so viel zulegiert ist, sonden daß das relativ fein ist.

Ich hab mal einen meiner Gravierstichel fotografiert, um das mit dem hochschleifen zu verdeutlichen. Doof zu fotografieren.
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11.01.2019 - 15:33 Uhr

 ·  #6
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11.01.2019 - 15:34 Uhr

 ·  #7
Nope, die Deko ist noch von Weihnachten, aber das Dekomaterial ist schon mal wech.
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11.01.2019 - 15:41 Uhr

 ·  #8
Zitat geschrieben von tatze-1

Nope, die Deko ist noch von Weihnachten, aber das Dekomaterial ist schon mal wech.


Ach klasse! Vielen dank für das Foto, genau so habe ich mir das ganze vorgestellt.
Ich hatte nämlich auch ständig das Gefühl ich ziehe das "Hinterteil" des Stichels hinterher und den Eindruck, dieses würde die
"Rattermarken" erzeugen.

Die Form des Stichels spielt an sich keine große Rolle oder? Sie ist nur für die Form des Schnittes relevant?
Welchen Winkel der Hauptschneide wähle ich denn am besten? Soll es z.B ein Keilstichel mit einer Spitze von 105° sein?
Gibt es da auch Richtlinien?
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11.01.2019 - 16:01 Uhr

 ·  #9
Ich habe Facettenstichel in Gr. 1 und 2

https://www.goldschmiedebedarf…ts_id=7943

Ob's Richtlinien gibt, weiß ich nicht. Man muß sich halt überlegen, was man machen will. Mit einem Bollstichel schneidet man quasi U-förmige Gruben aus, Messerstichel haben eine feinere grade Schneide, Spitzstichel sind seitlich etwas gebogen. Damals in meiner Fortbildung haben mir die Facettenstichel gelangt und die Male, die ich in den letzten Jahren graviert habe, haben sie immer noch gelangt. Wichtig ist halt das abgeflachte Heft, weil man, im Gegensatz zum Edelsteinfassen, flacher am Material arbeitet.

Ein Kurs ist nie verkehrt:

http://www.fbz-ahlen.de/index….minarID=29
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12.01.2019 - 17:49 Uhr

 ·  #10
Vielen Dank für die freundlichen Antworten!
Sollte ich Fortschritte machen werde ich berichten.

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