Schmuck-Themen allgemein
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Leichtbauweise, ein Alptraum

 
tatze-1
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tatze-1

 ·  #1
Goldpreissteigerung hin und her, aber muß der Schmuck heute allgemein so hohl gearbeitet werden? Reparaturen am Werktisch machen inzwischen echt keinen Spaß mehr, wenn auch 0,9mm Collierkettchen hohle Kettenglieder haben und selbst silberne Collierkettchen mit Hohlösen gefertigt werden. Was will man denn haben? Beständigkeit oder Edelschrott, der nach einem Monat ausschaut, als wäre er 50 Jahre getragen worden? Für Freunde des sich selbst umgestaltenden Schmucks auf jeden Fall ein Muß.

Kürzlich wieder ein Paradebeispiel auf dem Tisch gehabt (Ringschiene löten) einer derartigen Leichtbauweise. Optisch irreparabel, ohne den Ring total zu zerlegen - was den Wert deutlich übersteigen würde.
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Tilo
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Tilo

 ·  #2
wobei die Ringe in Türkei usw. auch schon zu niedrigeren goldpreisen so dünn gefertigt waren
oft durch kitt stabilisiert

aus dem bulgarischen raum bekomme ich neuerdings immer mal sauber ausgeflossene extrem filigrane Güsse zu sehen: voluminöse Ringe und Armreife, die sehr leicht sind
dfa machte das von mir unten in die Ringschiene gesetzte Stück ein beträchtlichen teil des Gesamtgewichts aus ;-)
skippolino
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skippolino

 ·  #3
Ich frage mich da: was mag wohl den Träger dazu bewegen, sich sowas zuzulegen? Da würde ich jeden nach meinem Geschmack gestalteten Modeschmuck bevorzugen, aber das ist nur meine Meinung.
skippolino
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skippolino

 ·  #4
Gut ist vor allem, wenn die Reparaturkosten sich dem Gesamtwert nähern ;._)
skippolino
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skippolino

 ·  #5
Noch eins: kann man bei derlei Anliegen nicht auch nein sagen? Was tut es, außer Stress zu machen? Spaß? Viel Geld bringen? ^^
Tilo
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Tilo

 ·  #6
tatze ist als Angestellte nicht in der Position, nein zu sagen zu diversem Quatsch, der ihr vorgelegt wird

eins der Highlights bei mir im Altgold: eine hohle Flachkönigskette als Fingerring natürlich noch verbeulter als sowas schon als Armband passiert
kannstedirnichausdenken
Sparkle
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Sparkle

 ·  #7
Tilo hat leider recht. Das Personal bei der Annahme müsste in die Ahnung und Position versetzt werden, sowas als totalen unwirtschaftlichen Schaden einzustufen und zur Reparatur ablehnen zu können und dem Kunden erklären, daß sowas nur noch für die Schmelze taugt.
Zumindest spätestens dann, wenn Tatzes fachliche Meinung feststeht.
Traurig, daß solcher Mist produziert wird und dafür wertvolle Rohstoffe "verschwendet" werden. Kann man sich nur fremdschämen dafür....
tatze-1
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tatze-1

 ·  #8
Im Fall dieses Rings hätte ich sogar was sagen können. Nur hier toppte die Chefmeinung die Ankemeinung ;) Und die Kundin war selber der Meinung, daß ihr Mann nicht mit Schmuck umgehen kann und ihne eigentlich gar nicht verdient. Immerhin. Deswegen war man einverstanden, daß man die Ruine wieder irgendwie tragbar macht, auch wenn das Design etwas moderner als das Original bleibt.

Zitat
tatze ist als Angestellte nicht in der Position, nein zu sagen zu diversem Quatsch, der ihr vorgelegt wird

manchmal schon. Wenn die Reparaturen sich gar nicht mehr lohnen (333-Kettchen) beispielsweise. Bei Silberschmuck sind der Chef und ich uns meistens uneinig, weil er meint, daß der Arbeitsaufwand höher ist als der Wert - ignorierend, daß die Leut eigentlich ihren Schmuck weiter tragen möchten.
Sparkle
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Sparkle

 ·  #9
Zitat geschrieben von tatze-1

Im Fall dieses Rings hätte ich sogar was sagen können. Nur hier toppte die Chefmeinung die Ankemeinung ;)


Habbich mir schon gedacht ;-)

Zitat geschrieben von tatze-1

Und die Kundin war selber der Meinung, daß ihr Mann nicht mit Schmuck umgehen kann und ihne eigentlich gar nicht verdient. Immerhin. Deswegen war man einverstanden, daß man die Ruine wieder irgendwie tragbar macht, auch wenn das Design etwas moderner als das Original bleibt.

Kammamachenix. Aber sowas hat niemand verdient und auch ein vorsichtigerer Träger dürfte so ein "Machwerk" relativ schnell verbeulen.
Das Thema hatten wir ja schon. Auch ich bin mal fast reingefallen und erlebte die Überraschung von dünnsten, hohlen Ösen und Gliedern obwohl mich das nicht vorhandene Gewicht schon stutzig machte.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #10
Zitat geschrieben von skippolino

Ich frage mich da: was mag wohl den Träger dazu bewegen, sich sowas zuzulegen?

Nach viel ausschauender Herrenring, der optisch was hermacht, zu kleinem Preis (bei unseren Verkäuferinnen läuft sowas unter der Überschrift Siegelring). Diese Modelle gibts ja auch als Onixringe, Lapisringe etc. Hatte ich btw. auch schon in Silber. Der Kitt scheint schon zu teuer zu sein und die Finger zu klein, denn dieser Art Ringe darf ich in letzter Zeit grundsätzlich an die 10 Nummern verkleinern. Die Argumentation, daß das bläht oder sich einknickt wie ein Strohhalm geht bei den Verkäuferinnen zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus.
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Sparkle
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Sparkle

 ·  #11
Zitat geschrieben von tatze-1

Bei Silberschmuck sind der Chef und ich uns meistens uneinig, weil er meint, daß der Arbeitsaufwand höher ist als der Wert - ignorierend, daß die Leut eigentlich ihren Schmuck weiter tragen möchten.


Schon seltsam. Verstehe ich zwar. Aber diese Entscheidung fällt der Kunde wenn ein adäquater Preis für die Reparatur genannt wird. Entweder ist es der Kundschaft den Aufwand wert oder nicht. Kann aber verstehen, solche Diskussionen gerne zu vermeiden damit man nicht als überteuert oder raffgierig dasteht. Ist ne Frage, wie man das kommuniziert aber auch, wie die andere Seite das dann bewertet.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #12
Tscha
Sparkle
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Sparkle

 ·  #13
Zitat geschrieben von tatze-1

Zitat geschrieben von skippolino

Ich frage mich da: was mag wohl den Träger dazu bewegen, sich sowas zuzulegen?

Nach viel ausschauender Herrenring, der optisch was hermacht, zu kleinem Preis (bei unseren Verkäuferinnen läuft sowas unter der Überschrift Siegelring). Diese Modelle gibts ja auch als Onixringe, Lapisringe etc. Hatte ich btw. auch schon in Silber. Der Kitt scheint schon zu teuer zu sein und die Finger zu klein, denn dieser Art Ringe darf ich in letzter Zeit grundsätzlich an die 10 Nummern verkleinern. Die Argumentation, daß das bläht oder sich einknickt wie ein Strohhalm geht bei den Verkäuferinnen zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus.

Dann sollten die Verkäuferinnen mal ein Praktikum in der Werkstatt absolvieren oder zumindest diese Katastrophen mal live sehen bevor(!) sie halbwegs wieder gerichtet sind. Naja, ist ja nur meine persönliche Ansicht und das Sagen hat nunmal Chef.
Du hast das Dingen ja erstaunlich gut wieder hingekriegt und das bestätigt die Verkäuferinnen ja: Geht ja doch! Was an sich ja gut ist, man sollte schon retten, was noch zu retten ist. Prinzipiell. Wo da die Grenzen gezogen werden, ist halt die Frage und je nach Werkstatt unterschiedlich. Mein Mitgefühl sei Dir versichert.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #14
Zitat geschrieben von Sparkle

Dann sollten die Verkäuferinnen mal ein Praktikum in der Werkstatt absolvieren oder zumindest diese Katastrophen mal live sehen bevor(!) sie halbwegs wieder gerichtet sind.

Ein Tag in unserem Werkstattladen arbeiten langt normalerweise - so daß die Mädels wieder froh sind, sich in ihre Läden zurückzuretten. Aber das ist meine und die meiner Kollegin Meinung auch, daß die Azubis erst mal ne Weile bei uns sein sollten, bevor sie auf die Kunden in den Läden losgelassen werden.
Sparkle
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Sparkle

 ·  #15
Zitat geschrieben von tatze-1

Zitat geschrieben von Sparkle

Dann sollten die Verkäuferinnen mal ein Praktikum in der Werkstatt absolvieren oder zumindest diese Katastrophen mal live sehen bevor(!) sie halbwegs wieder gerichtet sind.

Ein Tag in unserem Werkstattladen arbeiten langt normalerweise - so daß die Mädels wieder froh sind, sich in ihre Läden zurückzuretten. Aber das ist meine und die meiner Kollegin Meinung auch, daß die Azubis erst mal ne Weile bei uns sein sollten, bevor sie auf die Kunden in den Läden losgelassen werden.


Dem schließe ich mich voll an. Hmmm, Chef könnte sich überlegen, daß es insgesamt sein Vorteil, eigentlich für alle wäre - auch für die Kunden, wenn seine Mädels am Tresen die Sachen besser einschätzen können weil sie etwas Praxis mitbekommen. Dann wissen sie zwar immernoch wenig vom Handwerk, könnten dann aber besser abschätzen: was aufwendig ist, was eher nicht lohnt oder wann sie im Zweifel besser erst nachfragen. Ist ja Chefsache. Als Verkäuferinnenazubi wäre ich froh über nen Tag oder (mehrere davon) als Abwechslung vom Lerninhalt - aber da iss ja jeder Jeck anders....

:sick: Ich befürchte, bei den rekordverdächtigen Kursteigerungen der letzten Monate und besonders Tage, wird immer mehr solches Zeug den Markt fluten.
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