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Familie Makovka oder ein Alptraum für Goldschmiede

 
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 ·  #1
Hallo zusammen,

anbei meine ersten Versuche einen Makovka von Anton Vasilyev zu schleifen.
Der erste ist etwas aus der Form gelaufen war ich froh das er sich dennoch halbwegs zusammenfühgte.

Der zweite ist technisch sauber geschlifen leider ist er viel zu dunkel geworden, vermutlich habe ich eine Birne synt. Alexandrit dafür "gebrutzelt".

@ Frage dazu: ich habe die Birne von unten nach oben geschlifen, kann es sein das das die falsche Richtung war? Müssen Syntesen Quer zu ihrer Wuchsrichtung geschlifen werden?

Der Dritte ist ein Bergkristall und eine Weiterentwicklung des Ursprünglichen Schliffs, ich habe ihn neu gezeichnet, die Winkel auf Quarz angepasst sowie zur Tafelverkleinerung eine Weitere Reihe in der Krone dazugefühgt.

Wie gefällt er euch?

grüße Kenmare
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 ·  #2
Der blaue sieht sehr schön ist. Tolle Farbe. Wenn du preiswerte Schmelzbirnen (Spinell, Korund, Alexandrit) brauchst dann kannst du dich gerne per PN bei mir melden.
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 ·  #3
darf man eine kritische Frage stellen?
was ist der Vorteil von dem Schliff?
mir sieht es nach viel Arbeit aus und man hat große Bereiche, wo man einfach durchschaut.
auf dem obersten Bild bei allen 3 Steinen zu sehen
(von dem Problem beim Fassung-bauen noch abgesehn: 8eckig trifft auf extrem steilen Bereich unter Rondiste)
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 ·  #4
Hallo Tilo,

Klar darfst du.
Schmucktechnisch macht dieser Schliff überhaupt keinen Sinn. Übrigens gibt es keine Rondiste. Es ist meines Erachtens nach einfach nur ein schöner Schliff ( selbst das ist Geschmackssache) und im richtigen Material und der entsprechenden Grösse ein schöner Handschmeichler. Stelle ihn dir als 100ct Blue topaz oder Aqua vor.


Grüße kenmare
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 ·  #5
Zitat geschrieben von Kenmare

Übrigens gibt es keine Rondiste.

Ich sehe diese grade Linie zwischen Ober- und Unterteil durchaus als Rondiste.
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Guestuser

 ·  #6
Interessantes Design. Sieht für mich so aus, als wären die Winkel nicht auf das Material angepasst worden, wodurch die Steine leider massive Fenster haben.
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 ·  #7
Ich habe dieses und ähnliche Designs auch geschliffen. Sie sind eine technische Herausforderung und Kenmare hat diese mit Bravour gelöst. Die Winkel hat er vermutlich optimiert, aber je mehr Reihen auf der Unterseite, desto schlechter wird es mit der Lichtausbeute( wenn man nicht ganz flache Winkeldifferenzen nimmt). Große Fenster - schlechte Lichtausbeute. Sieht man sehr häufig bei Steinen, die auf Gewicht geschliffen sind.
uhu
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 ·  #8
Lieben Dank für das lob lieber Uhu,
der Anfang hat etwas Nerven gekostest, bis ich verstanden habe wo meine Triggerpunkte waren.
Wie man am ersten (dem blauen) sieht, dort ist die Tafel verschoben.

Und ja die Winkel wurden angepasst von Ursprünglich 32.8 auf 37.1 (auch noch etwas knapp) im niedrigsten Winkel im Pavillon.

Das Phänomen "Fischauge" ist mir auch gleich aufgefallen, daher der Entschluss des Neuentwurfes.
Wieland bat mich, mich unternderem mit diesem Schliff etwas näher auseinanderzusetzen und einige Steine für alte Bekannte, als "Eyecatcher" zu machen.

Der Orginal Schliff und dann in der Richtigen Farbe und Größe ist schon was.
ABER DANN ALS FISCHAUGE. eigendlich NEE
Daher die Idee einfach die Tafel zu verkleinern, hab ihr eine bessere?

Das nächste Ziel ist es zwei hochwertige 190 ct Ametyste und einen sehr großen Topaz in diese Form zu bringen. Bei diesen Größen werden sie eh in der Vitrine landen, da sollten sie dann aber der Hammer sein.

Tatze das mit der Rondiste ist wohl eine Streitfrage, für mich ist es keine. Da keine 90° Grad Facette eingebunden wurde und die Pavillon und Kronenfacette ineinander Verschmelzen. Da natürlich der Übergang von Pavillon zu Krone zu sehen ist und diese für Dich als Rondiste gilt haben wir wohl beide Recht. ^_^

grüße Kenmare
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 ·  #9
Zitat geschrieben von Kenmare

Tatze das mit der Rondiste ist wohl eine Streitfrage, für mich ist es keine. Da keine 90° Grad Facette eingebunden wurde und die Pavillon und Kronenfacette ineinander Verschmelzen. Da natürlich der Übergang von Pavillon zu Krone zu sehen ist und diese für Dich als Rondiste gilt haben wir wohl beide Recht. ^_^

ich sehs halt aus der Goldschmiedeperspektive, für die so ein Stein echt ein Alptraum ist. Wenn ich des Wahnsinns wäre und eine Fassung dafür bauen müßte, wäre diese Linie der Punkt, an der sich die Fassung orientiert und oberhalb der die Zarge oder die Krappen umgelegt werden müßten.
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 ·  #10
Hallo Tatze,

Ich sage ja wir haben beide Recht, daher schon der Name des Thread's.🤣
Und als "normalen" Stein in einem Ring oder ähnlichem würde ich dieses Desgin auch nicht sehen. Einfach weil dann die Unterseite untergehen würde.

Solch ein Stein gehört für mich freitragend in einen Anhänger oder ähnliches.
Ich denke es wäre schwer hier etwas passendes zu finden. Und es wäre mit Sicherheit ein Albtraum so etwas zu machen.
Aber mit Sicherheit auch einzigartig. 😊
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 ·  #11
Wenn der Schleifer bewiesen hat, daß er was kann muß der Goldschmied das ebenso.
Hat mir ein Schleifer der alten Schule mal gesagt. Er sagte auch "Metall ist formbar Stein nicht"
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 ·  #12
Zitat geschrieben von Kenmare

Aber mit Sicherheit auch einzigartig. 😊

True

Zitat
Wenn der Schleifer bewiesen hat, daß er was kann muß der Goldschmied das ebenso.
Hat mir ein Schleifer der alten Schule mal gesagt. Er sagte auch "Metall ist formbar Stein nicht"

schon wahr, aber wieviele Schleifer haben schon für ihre Sonderprodukte mal eigenhändig eine Fassung gebaut und vor allen Dingen auch gefaßt? Ohne CAD-Unterstützung.

Ingrid hat ja schon mal die Kategorie "nicht zu fassen " vorgestellt. Bei einem ihrer Schliffe, dem Gipfelstürmer, habe ich das inzwischen schon mehrfach widerlegt. Ich habe aber noch zwei Steine von ihr aus dieser Kategorie liegen, bei denen ich ihr bis jetzt noch recht geben muß, denn ich habe bis jetzt noch keine Idee, wie man die vernünftig und vor allen Dingen auch noch gut aussehend fassen soll.
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 ·  #13
Erst mal eine Frage: Du hast tatsächlich einen synthetischen Alexandrit geschliffen oder doch eher einen synthetischen Korund alexandritfarben? Ist nämlich ein Unterschied!
quote="Kenmare"]
@ Frage dazu: ich habe die Birne von unten nach oben geschlifen, kann es sein das das die falsche Richtung war? Müssen Syntesen Quer zu ihrer Wuchsrichtung geschlifen werden?
[/quote]
Welche Farbnummer hast Du verwendet?

Je dicker der Stein, desto dunkler kommt die Farbe raus.
Von synthetisch Korund alexandrit gibt es 4 Farbnuancen in der Kristallzüchting. Als Schleifer nimmt man, je größer der Stein werden soll, die hellere Variante.

Bei manchen synthetisch Korunden sollte bedacht werden, daß die Farbe nur in der Außenhaut liegt. Deswegen schleift man diese so, daß die Farbe / Außenhaut im Unterteil liegt.
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 ·  #14
Hallo Steinfroilein,

ehrlich gesgt weiß ich nicht ob es ein synt Korund war, oder ein synt. Alexandrit.

Polieren lies er sich wie ein synt. Spinell, leuchtete super rot unter UV, habe leider kein Refraktometer.

Farbnummer ist auch unbekannt, das Material kam aus der "Erbkiste" viel unsortiertes Material.

unten mal ein Bild von der Birne.

Die Birne war meines erachtens nach voll durchgefärbt.

grüße Kenmare
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 ·  #15
Also wenn es eine Vollbirne ist und so sieht es auf dem Foto nun auch aus, dann ist es ein synthetischer Spinell nach dem Verneuilverfahren.

synthetisch Korund ist nur als Halbbirnen in Handel erhältlich.

Von synthetisch Alexandrit keine Spur, die werden nicht als Vollbirne im Verneuilverfahren gezüchtet.

Voll durchgefärbt stimmt nicht, die Dinger sind nicht gefärbt. Da kommen in die Kristallzüchtung (farbgebende) Metalloxide mit hinein und dann wachsen die Dinger automatisch in der Farbe. Korund blau bis alexandrit-Tönungen haben die Nebenwirkung, daß die Farbe nur in der Außenhaut liegt. Bin zu wenig Chemiker, als daß ich das besser erklären kann. Aber hier geht es um synthetisch Spinell. Dann stimmt auch Deine Farbbezeichnung alexandritfarben nicht. Wie kommst Du auf Alexandrit/ alexandritfarben?

Ich sehe nur einen synthetisch Spinell turmalinfarben....
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