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Richte Temperatur

 
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SidEwigk
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SidEwigk

 ·  #1
Hi,
ich meine diese Frage schonmal gestellt zu haben, aber finde sie gerade nicht, auch mangels Motivation und großer Frustration.
Ich habe gestern meinen einen Armreif eingeschmolzen, da ich Ihn in der Breite verkleinern wollte, und in der Stärke dicker haben wollte.
Soweit, so gut. Hab eine Form für Blechguss genommen, das Silber eingeschmolzen und gegossen.
Teilweise war nicht genug Silber drin, oder falsch gegossen.
Aber 2 mal is mir das verfluchte Teil (sorry wie gesagt große Frustration) gebrochen (siehe Foto vom letzten Versuch).
Das ganze sind 110gramm Silber.
Das Stück selber sollte ca. 3,5mm-4,5mm stark, ca. 15mm Breit und ca. 18cm Lang werden.
Ich die Maße zu gießen ging eigentlich, da ich wußte das ich ja sowieso noch nen bischen kloppen muss (mangels Blechwalze die aber bald kommt).
Ich habe das Silber auch sehr lange erhitzt, selbst nachdem es "geschmolzen" war.
Die Gussform hab ich ebenso erhitzt (hab auch versuche ohne gemacht).
Ich weiß nicht warum das Teil jetzt nachdem gießen, beizen, 1x Hämmern, und 1x weichglühen, gebrochen ist.
Kann das Material wirklich schon so instabil werden nach 1x weichglühen?
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Richte Temperatur
Tilo
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Tilo

 ·  #2
zu heiß eingießen ist Mist
es soll nur grad so flüssig sein, dass es schafft, die Form auszufüllen ohne zuvor an falscher Stelle zu erstarren (beim legieren, wo eine gewisse Warmhaltezeit zur vollständigen vermischung notwendig ist und man dann nicht weiß, wie heiß die Plörre inzwischen ist, lasse ich im Tiegel kurz bis zum beginnenden Erstarren erkalten und mache dann eben nur wieder flüssig, nicht "überflüssig" ;-)

Form warm ist nach meinem verständnis auch nicht gut
sie muss nur so warm gemacht werden, dass eingelagertes Wasser vorm Eingießen verdunstet
SidEwigk
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SidEwigk

 ·  #3
Ok das mit dem erhitzen/gießen werd ich probieren...
Kann das Material deswegen so "brüchig" geworden sein?
Oder geht das auch durch nur 1x Weichglühen?
Tilo
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Tilo

 ·  #4
ja
und
ja, wenn das weichglühen vieele Minuten lang war
SidEwigk
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SidEwigk

 ·  #5
Habs eigentlich nur soweit erhitzt, bis es augenscheinlich leicht glühte, wie hier im Forum empfohlen, und dann gleich abgeschreckt.
Kann es auch passieren wenn man die Glühtemperatur noch nicht erreicht hat?
Sorry für die dofen fragen, ich habs ja schon ein paar mal hinbekommen (bei meinen Ringen).
Versteh nur nicht was ich da jetzt (wieder) falsch gemacht habe...
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #6
Mir fallen mehr als ein Dutzend Gründe für die Brüchigkeit ein. Aber das nützt Dir nichts. Du kannst es nur ausprobieren nach Tilos Anleitung, wenn es dann immer noch brüchig ist, könnte man eine Zugabe von Phosphorkupfer (da schwörte Ulrich drauf), Calzium, Zink oder Kristallkeimlingen probieren. Das und vieles mehr hat man aber normalerweise nicht in der Werkstatt. Und dann wäre ein gutes Ergebnis noch nicht garantiert, sondern nur ein Anfang.

Im schlimmsten Fall, neues Silber nehmen.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #7
Zitat geschrieben von SidEwigk

Habs eigentlich nur soweit erhitzt, bis es augenscheinlich leicht glühte, wie hier im Forum empfohlen, und dann gleich abgeschreckt.....

Um raus zu finden ob es am glühen oder schon am gegossenen Material liegt, würde ein Stück Guß stark verformen und beobachten ob es recht früh bricht.
SidEwigk
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SidEwigk

 ·  #8
Neues Silber wäre jetzt etwas früh, da das Stück aus dem ich die Armspange gemacht habe gekauft war, also noch recht "unverbraucht"^^
Aber ich versteh was Du meinst.
Letzten Tip werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Kurz hatte ich auch daran gedacht...
Wie gesagt, bin verwundert das ich damit jetzt solche Schwierigkeiten hatte, obwohl es vorher bei 3 Ringen fast Problemlos geklappt hat...
Auch wenn ich heute nicht mehr hämmern kann (mag) (zum Wohle des Nachbarfriedens^^) (PS: Bin froh wenn endlich die Walze da is^^), werd ich das mit dem Stück gießen und Verformen mal probieren...
Danke schonmal.

PS: Passier Euch sowas auch noch?
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #9
tatze-1
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tatze-1

 ·  #10
Manchmal hab ich den Verdacht, der Mond spielt dabei auch ne Rolle, ob das mit dem Gießen klappt oder nicht. Sei beruhigt, nicht nur du stehst gelegentlich beim Gießen da wie ein Depp und fragst dich, ob du zu blöd bist, nen gescheiten Guß hinzukriegen.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #11
tatze-1
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tatze-1

 ·  #12
hrhrhr :D
SidEwigk
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SidEwigk

 ·  #13
LOL
ich weiß warum ich hier so gerne in dem Forum bin^^
Und nur mal um das klar zu stellen:
Ich habe vor dem Gießen, JEDES MAL:
- einen entsprechenden Glückstanz aufgeführt
- mich 3x im Kreis gegen den Uhrzeigersind und 3x im Uhrzeigersinn gedreht
- Salz über die Schulter geworde
- und einen verbliebenen Cent liebevoll gestreichelt....
Also muss es an was anderem gelgen haben ;-)

PS:
Danke Anke, hab echt an mir gezweifelt
SidEwigk
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SidEwigk

 ·  #14
So, hier der "Versuch".
Scheint also nicht am Material zu liegen.
Evtl. doch zu heiß gegossen? (Sofern das überhaupt möglich ist)
(oder der Mond stand gerade gut, was allerdings bedeuten würde das er echt ne derbe Geschwindigkeit hat, wenns sich zu gestern so geändert hat^^)
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Richte Temperatur
SidEwigk
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SidEwigk

 ·  #15
Ich habe gerade mal ein bischen gegoogelt, gelesen und 1-2 Videos geschaut.
Unter anderem hab ich diesen Artikel gefunden:
https://www.goettgen.de/schmuck-foren/ftopic22177-2.html
Ich meine das mir das vorher schonmal gesagt wurde, aber ist es insoweit richtig das ich erst Glühen sollte, wenn das Werkstück ca. 50% verformt wurde?
bsp. 10cm langes Silberstück, auf ca. 15cm hämmern/walzen, bevor ich es glühe?
Bzw. soweit hämmern/walzen das eine Verformung nur noch schwer bzw. garnicht möglich ist?
Bei den Ringen weiß ich das ich es so gemacht habe, beim jetzigen Werkstück denke ich nicht das ich es so genau genommen habe.
Morgen werd ich nochmal den Baumarkt besuchen und mir einen Hammer zulegen der etwas mehr wums hat, was beim hämmern ja auch nicht von Nachteil ist.
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