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Muss Gold und Silber gestempelt sein?

 
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 ·  #1
Hallo in die Runde, ich weiß, die Frage klingt etwas überflüssig, da sie leicht zu beantworten ist, aber fragen kostet ja nichts. Ich war mir nie ganz sicher, ob es nicht auch Goldschmuck ohne Stempel gibt, aber soviel ich weiß, muss Gold und Silber nicht unbedingt gestempelt sein. Habe ich da Recht oder liege ich doch falsch? Kann doch eigentlich nicht sein. Wer kann mir diese kleine Frage beantworten? Lg Kristian
P. S. Vielen Dank für eure Hilfe.
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 ·  #2
Die Stempelung von Schmuck ist fakultativ, d.h. Schmuck muß nicht gestempelt werden.

Üblicherweise wird er aber gestempelt. Wie wichtig das ist, sieht man hier im Forum jeden Tag an den Fragen zu den Punzierungen und wie sich die Schmuckbesitzer an diesen kleinen Marken aufhängen und in deren Bedeutung verbeißen.
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 ·  #3
Ist es aber nicht so, daß in dem Moment wo er exportiert wird einen Stempel tragen muß?
Ich denke innerhalb der Landesgrenzen gibt es sicher Anfertigungen, die nicht immer gestempelt sein müssen.
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 ·  #4
Zitat geschrieben von Sonnblick

Ist es aber nicht so, daß in dem Moment wo er exportiert wird einen Stempel tragen muß?

ja, dem Stempelgesetz entsprechend, aber das war aus deiner Frage nicht ersichtlich. Ich weiß allerdings nicht genau, ob Schmuck, der von Touristen gekauft und dadurch exportiert wird, auch zwingend gestempelt sein muß. Ich denke, wenn er einen gewissen Exportwert übersteigt, dann schon.

Zitat
Ich denke innerhalb der Landesgrenzen gibt es sicher Anfertigungen, die nicht immer gestempelt sein müssen.

wie gesagt, was innerhalb Deutschlands angefertigt ist und verkauft wird, muß nicht zwingend gestempelt sein. Allerdings gibt es auch Fälle, die nicht gestempelt werden dürfen, weil man sonst gegen das Stempelgesetz verstößt. Alles in allem muß die Person, die den Feingehaltsstempel setzt, auch für dessen Richtigkeit geradestehen. Wenn man das nicht kann bzw. unsicher ist, dann läßt man besser dank der fakultativen Stempelung den Stempel weg - hier in Deutschland zumindest.
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 ·  #5
Zitat geschrieben von Sonnblick

Ist es aber nicht so, daß in dem Moment wo er exportiert wird einen Stempel tragen muß?
Ich denke innerhalb der Landesgrenzen gibt es sicher Anfertigungen, die nicht immer gestempelt sein müssen.
Der Begriff: wenn "exportiert wird" ist herrlich ungenau. Man vergisst, dass es über 180 Länder auf dieser Welt gibt und in den meisten unterschiedliche Gesetze für Einfuhr und Ausfuhr gelten. Für jedes dieser Länder können die Antworten für Export und Import daher unterschiedlich lauten.
Für ein großes und weltbeherrschendes Land wie die USA oder früher Großbritannien mit dem Commonwealth war das sprachlich einfacher. Da gibt es nur sich selbst und das eigene Land und die Bewohner ausserhalb heissen dann alle Aliens. Inclusive der Marsbewohner :alien: , darauf kommt es dann auch nicht mehr an. :D

In Altbayern gab es diese Sichtweise auch, wie in einem Sketch von Karl Valentin erzählt, in dem sich eine Marktfrau über einen Nichtbayern aufregt und ihn logischerweise als Saupreiss beschimpft (alle Nichtbayern sind Preussen) und weil er doch etwas anders aussieht zur Präzisierung noch nachschickt: Du damischer Saupreiss .......... japanischer.
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 ·  #6
Zitat geschrieben von tatze-1

Ich weiß allerdings nicht genau, ob Schmuck, der von Touristen gekauft und dadurch exportiert wird, auch zwingend gestempelt sein muß.


Wenn ein Tourist privat im Ausland ein landesüblich
gestempeltes oder ungestempeltes Schmuckstück
kauft und damit wieder nach Hause reist, dann muß
er das Schmuckstück nicht an der Grenze um-/nachstempeln
lassen.
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 ·  #7
Zitat geschrieben von pontikaki2310"]
[quote="tatze-1

Ich weiß allerdings nicht genau, ob Schmuck, der von Touristen gekauft und dadurch exportiert wird, auch zwingend gestempelt sein muß.


Wenn ein Tourist privat im Ausland ein landesüblich
gestempeltes oder ungestempeltes Schmuckstück
kauft und damit wieder nach Hause reist, dann muß
er das Schmuckstück nicht an der Grenze um-/nachstempeln
lassen.

Hier Mal ein Bild von meinem guten Stück, bei dem ich komischerweise keinen Stempel gefunden habe. Wurde vielleicht auch einfach nur vergessen. Schaut Mal selber. Deshalb fragte ich auch, ob es auch Goldschmuck ohne Stempel gibt. Ich habe bis jetzt nur ein Zeichen am Verschluss gefunden, aber das erscheint zu klein geraten, um es als Bild hochzuladen.
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 ·  #8
Weils halt Modeschmuck ist.
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 ·  #9
richtich
mindestens bei dem Verlängerungskettchen würde ich reaktion auf Magnet erwarten, da das oft aus Eisen ist
beim rest des bandes könnte ein starker magnet auf Nickel reagieren, aber das ist nur optional
gibt ja auch Modeschmuck, der nicht vernickelt ist
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 ·  #10
Spannend (oder auch nicht ...) ist es doch erst dann, wenn ein Urlauber den eingeführten Klumpatsch in der Bucht verhökern will (weil er nicht mehr gefällt oder weil man den "großen Gewinn" erhofft). Wenn dort dann der "falsche" Stempel drin ist (oder schlimmer, der Feingehalt nicht passt), greifen die Paragraphen 6 und 7.

Wie Anke es schon anderswo bemerkte - ich bin wirklich überrascht, wie wichtig einigen Menschen die Stempel sind und welchen Wert sie jenen beimessen.
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 ·  #11
Zitat geschrieben von Mario Sarto

Wie Anke es schon anderswo bemerkte - ich bin wirklich überrascht, wie wichtig einigen Menschen die Stempel sind und welchen Wert sie jenen beimessen.
Das eine, der Feingehalt, ist zwar heutzutage auch nicht mehr 100% verlässlich, aber doch immer noch etwas, wonach man sich richten können sollte.
Was einfach nur NERRRRVT sind die zig Herstellerstempel unbedeutender Schmuckfabriken, Massenware, die hier ständig präsentiert werden, und nach deren Bedeutung gefragt wird. Mir völlig schleierhaft, wozu das nachher gut sein soll. Das ist wohl auch der Punkt, auf den du dich beziehst?
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 ·  #12
Zitat geschrieben von Silberfrau

...Mir völlig schleierhaft, wozu das nachher gut sein soll. Das ist wohl auch der Punkt, auf den du dich beziehst?

Der Punkt ist einer, den ich ein Stück weit nachvollziehen kann. Wenn jemand, der mit Schmuck beruflich nichts zu tun hat, nach dem Herstellerstempel fragt, wird wahrscheinlich die Hoffnung dahinter stehen, dass es sich um ein Stück von einer ganz berühmten Goldschmiedin / einem ganz berühmten Goldschmied oder einer unfassbar renommierten Firma handelt - was dann ja den Wert wahrscheinlich noch einmal in die Höhe treibt und/oder das Stück noch viel interessanter erscheinen lässt.

Auch glaube ich, dass man von Nichtfachleuten nicht erwarten kann, dass sie sich mit geltendem Recht bezüglich der Angabe von Feingehalten in Schmuckstücken auskennen. Bei allen, die beruflich damit befasst sind, darf ich aber davon ausgehen. Sowohl im der Verordnung über die Berufsausbildung zum Goldschmied/zur
Goldschmiedin (hier sogar explizit benannt) als auch in der Verordnung über das Meisterprüfungsberufsbild und über die Prüfungsanforderungen in den Teilen I und II der Meisterprüfung im Gold- und Silberschmiede-Handwerk ist die Kenntnis und praktische Anwendung des Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren Bestandteil der Ausbildung und Prüfung.

Und da das so ist, weiß jeder Fachkundige, dass Schmuck von "Hans und Franz" (also auch von Laien) gestempelt werden darf - was wiederum den "Wert" einer solchen Stempelung nicht gerade vertrauenswürdiger macht. Hinzu kommt, dass sich immer weniger kleine und große Hersteller darum scheren und nach "Lust und Laune" Feingehalte in ihren Stücken angeben, die einer Prüfung nicht standhalten würden. Diese Punkte zusammen mindern den "Wert" der Stempel und letztlich das Vertrauen in sie erheblich. Unabhängig davon/dennoch empfinde ich die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland als sehr angenehm.
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 ·  #13
Zitat geschrieben von Mario Sarto


Der Punkt ist einer, den ich ein Stück weit nachvollziehen kann. Wenn jemand, der mit Schmuck beruflich nichts zu tun hat, nach dem Herstellerstempel fragt, wird wahrscheinlich die Hoffnung dahinter stehen, dass es sich um ein Stück von einer ganz berühmten Goldschmiedin / einem ganz berühmten Goldschmied oder einer unfassbar renommierten Firma handelt - was dann ja den Wert wahrscheinlich noch einmal in die Höhe treibt und/oder das Stück noch viel interessanter erscheinen lässt.

Das Traurige daran ist, und das siehst du daran, dass häufig zunächst nur der Stempel und nichtmal das ganze Stück fotografiert werden, dass Stempel förmlich angebetet werden, während die Gestaltung, prominent oder nicht, keine Rolle spielt. Natürlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Aber sie scheint dem Besitzer wumpe zu sein, so lange er nur hoffen kann, dass der Stempel das Stück aufwertet.


Zitat geschrieben von Mario Sarto

Und da das so ist, weiß jeder Fachkundige, dass Schmuck von "Hans und Franz" (also auch von Laien) gestempelt werden darf - was wiederum den "Wert" einer solchen Stempelung nicht gerade vertrauenswürdiger macht. Hinzu kommt, dass sich immer weniger kleine und große Hersteller darum scheren und nach "Lust und Laune" Feingehalte in ihren Stücken angeben, die einer Prüfung nicht standhalten würden. Diese Punkte zusammen mindern den "Wert" der Stempel und letztlich das Vertrauen in sie erheblich. Unabhängig davon/dennoch empfinde ich die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland als sehr angenehm.
Empfinde ich auch angenehm.
Über Stempel im Materialkombis (Mokume z.B.) kann man geteilter Meinung sein. Sie entsprechen zwar nicht den Gesetzten, werden aber in guter Absicht gesetzt.
Falsche Feingehaltstempel in Unedelmetallen werden dagegen in betrügerischer Absicht gesetzt.
Ich gehe allerdings schon davon aus, dass es bei den allermeisten Stücken stimmt. Was das Vertrauen in den Wert der Stempel relativiert ist Autobahngold und Wish (und Konsorten). Weniger der Umstand, dass Hans und Franz darf.
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 ·  #14
Zitat geschrieben von Silberfrau
...
Falsche Feingehaltstempel in Unedelmetallen werden dagegen in betrügerischer Absicht gesetzt.
Ich gehe allerdings schon davon aus, dass es bei den allermeisten Stücken stimmt. Was das Vertrauen in den Wert der Stempel relativiert ist Autobahngold und Wish (und Konsorten). Weniger der Umstand, dass Hans und Franz darf.


"Falsche Feingehaltstempel", da werden nun einige glauben, es gäbe "offizielle", von "zertifizierten/öffentlichen Stellen" herausgegebene - was nicht der Fall ist. Fälschliche Angaben hat es seit der Zeit gegeben, wo man beschlossen hat, eine Kennzeichnung einzuführen. Bei Deiner Sichtweise dürfte man allgemein auch kein Vertrauen mehr in das Geld an sich haben - wurde und wird auch immer wieder erfolgreich "gefälscht".
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 ·  #15
Ach was.
Du weißt genau was mit "falsche Feingehaltsstempel" gemeint ist.

Du versuchst mal wieder, einem das Wort im Mund zu verdrehen.
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