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Suche Goldschmied, der historische Ringe bearteitet

 
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georg83
 
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georg83

 ·  #1
Hallo,

ich suche einen Goldschmied der ca. 1000 Jahre alte Ringe bearbeiten kann.

Viele Goldschmiede können die Ringe aufgrund der chemischen Zusammensetzung nicht bearbeiten.

Bei dem einen Silberring muss

- zum Vergrößern ein Stück eingesetzt werden
- evtl. etwas unterfüttern werden, damit der Ring massiver wird
- Auftrag einer Schutzschicht (Silber/Gold/...) da der Bleighalt des Ring ca. 0,5% ist

Der zweite Silberring muss

- mit Hand graviert werden
- Auftrag einer Schutzschicht (Silber/Gold/...) da der Bleighalt des Ring ca. 0,5% ist

War kann sowas???
Bin langsam am verzweifeln, da es niemand kann oder sich niemand ran traut!!!

Ich hoffe hier finde ich professionelle Hilfe für mein Problem...

Gruß Georg
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #2
Schutzschicht? Nagellack?
Galvanisieren?
Beides ist bei getragenen Ringen nicht von Dauer.
Aber hilft temporär.
Tilo
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Tilo

 ·  #3
möglicherweise gibt es noch weitere, nicht aufgeführte Gründe, die eine Bearbeitung erschweren?
empfindliche Steine drin?
sehr viel Erweiterung (zzgl. der Erweiterung für die Unterfütterung/Versärkung), wo das Risiko besteht, daß der Ring hoffnungslos zerbröselt beim Größerbiegen?

ohne Fotos wird wohl keiner "hier" schreien

wenn eine genaue Metallanalyse vorliegt, könnte man ja ein Stück Testlegierung herstellen,um die Duktilität und den Schmelztemperaturbereich im Vergleich zu Löten bzw. die Schweißbarkeit testen zu können bevor man an den historischen teilen hantiert

ist halt schon zeitaufwändig

und es besteht immer noch ein Restrisiko, daß im historischen Objekt Verunreinigungen sind, die das Zerbröseln mehr fördern als beim Teststück
tatze-1
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tatze-1

 ·  #4
Auch kein Restaurator im Goldschmiedehandwerk wagt sich da dran? Aber Tilo hat recht, erst mal aussagekräftige Fotos abwarten.
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Guestuser

 ·  #5
Im Anhang die Bilder und die Analyse
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Analyse
Titel: Analyse
Silberschweif
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Silberschweif

 ·  #6
Lass Dir doch einen Originalgetreuen Abguss der Ringe machen dann müssen 1000 Jahre alte Ringe nicht aus dem Originalzustand befördert werden und bleiben der Nachwelt erhalten wie sie sind. Außerdem hast du die Möglichkeit die Ringe in jedem beliebigen Material anfertigen zu lassen, und beliebig verkleinert oder vergrößern. Du musst dich also nicht mit Galvanikschichten oder sonst was rumärgern. In Silber ginge das bei etwa 200 oder 250 € pro Ring los. Je nach Formkosten etc.
Leider ist vor kurzem mein Brennofen kaputt gegangen aber es wird sich sicher jemand finden der das gern für Dich übernimmt.
Liebe Grüße
Chris
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #7
Georg, magst du uns etwas zur Herkunft, Kulturkreis und
Altersbestimmung der Ringe sagen? Wir lernen hier ja auch
gerne was dazu;-). Wie konnte so eine detaillierte Analyse
gemacht werden? Ich bedanke mich im vorraus für die
Löschung meines Wissensdurstes.
@ Tilo - Nein, das ist kein Voyeurísmus... :P
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #8
Ich stimme Silberschweif zu, da dann keine Kulturgüter verfälscht werden (und somit einen großen Teil ihres Wertes einbüßen würden), und der Tragekomfort, auch unter dem gesundheitlichen Arpekt auf heutigem Stand wäre.
Mit einen originalgetreuen Abguss trägst du zwar kein Otiginal mehr, mit einem weitengeänderten/ aufgedoppelten / galvanisiertem allerdings ja auch nicht.

Mich würde auch der historische Hintergrund interessieren, da die vorliegenden Stücke mich stark an asiatische Massenware erinnern. Sind wohl sehr zeitlose Modelle.
Tilo
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Tilo

 ·  #9
die Metallanalyse wird wohl mit einem guten Röntgenfluoreszensanalysegerät gemacht worden sein?
mich wundert der sehr dünne Ring, was ich bei Guß so nicht erwartet hätte
aber vielleicht ist der ja nicht gegossen, sondern aus Blech gebogen und gefeilt

da ich persönlich keinen Kontakt zu Handgraveur habe und auch keine Galvanik, die wirklich dicke Silberschicht abscheiden kann, ist das nichts für
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #10
Zumindest lässt sich erkennen, dass diese Ringe im Sandguss gegossen wurden. Der Bleigehalt lässt mich dritte Welt annehmen. Und seit der Herstellung sind sie kaum bis gar nicht getragen worden.

Alles das kann auch ein jüngeres Alter nicht ausschließen, eher nahe legen.
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Guestuser

 ·  #11
Hallo und danke für eure Antworten!

Das sind Ringe aus dem Oströmischen Reich auch Byzantinische Reich genammt ca. 400 - 1500 unserer Zeitrechnung.

Da wir so auf alte Dinge stehen, wollten wir die eigentlich wirklich als Original tragen! Aber wie schon oben geschrieben müssten die Schritte auf jeden Fall gemacht werden. Uns wäre es egal, dass die Ringe dann nicht mehr 100%ig original, wegen der Abänderung wären.

Die Analyse habe ich persönlich, wie es Tilo schon erraten hat, mit einer Röntgenpistole gemacht.

Ja, bei dem dünnen Ring vermute ich auch, dass er aus Blech hergestellt wurde.
Der andere ist definitiv gegossen.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #12
Die Originalpatina werden sie auf jeden Fall verlieren, sofern sie nicht künstlich wieder hingezaubert wird.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #13
Da solche Ringe auch heute in Massen hergestellt werden, bin ich neugierig was denn der Beweis für das Alter sein soll. Für mich spricht eher vieles an den Ringen dagegen.

Hier ein typische Auslage eines Juweliers in Afrika. Wenn man da mehr in solchen Läden sucht (rechts oben im Bild) findet man bestimt auch diese Muster.
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Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #14
Damals im alten Konstantinopel wohl nicht anders als vor 50 Jahren in Asien oder vielleicht Afrika, in die Schmelze kam, was nicht bei 3 auf dem Baum war und den Guss nicht zerstörte. Solange man es dann noch als Silber bezeichnen konnte.
Andererseits, Silber war Zahlungsmittel und wurde wohl für Gerät verwendet, Schmuck war zumindest im europäischen Mittelalter den Oberen vorbehalten, und die trugen lieber Gold. Mag aber in Byzanz auch anders gewesen sein, entzieht sich meiner Kenntniss. Im Nordafrikanischen Raum hat Silberschmuck lange Tradition.
georg83
 
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georg83

 ·  #15
Die Ringe sind echt!
Sie sind auch bei Gorny und Mosch in den Aktionsbücher gelistet.
Aber darum geht es hier ja eigentlich nicht.

Kennt keiner einen Goldschmied oder Restaurator der so was kann?

Es gibt doch auch Kunstschätze, die wieder in Ordnung gebracht werden müssen, wenn mal was anrichten. Da klebt man ja auch nix einfach wieder an. Solche Leute müssten mit den Ringen doch klarkommen..


Gruß georg83
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