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Verfasst am: Do, 25. Feb. 2010 14:19 Titel: Problem beim Eingießen - Silber in die Kokille
Ich bin Goldschmiedin und habe schon xmal Silber oder Gold zusammengeschmolzen und in die Eisenkokille gegossen.
Seit gestern fließt das Silber jedoch nicht mehr gleichmäßig in die Kokille.
Es ist ganz unten ein bisschen Material in der Form, dann wirds ganz dünn und das Meiste bleibt oben am Gusskopf.
Ich wärme die Kokille vor dem Schmelzen immer mit dem Brenner ordentlich an und schmelze das Edelmetall dann davor - sodaß die Hitze auch noch an die dahinterstehende Kokille kommt.
Ich weiß nicht wo das Problem liegt, da alles bis jetzt immer bestens funktioniert hat???
Kann mir bitte jemand helfen?
der witz ist doch, daß du neuerdings was an dem prozedere geändert hast, sonst würde es ja nach wie vor funktionieren
und was das ist kannst, kannst eigentlich nur du wissen/erraten
neue legierungszusammensetzung (alsmaterial?)
kein/anderes trennmittel an der kokille
kokille weniger erwärmt
schmelzgut weniger erwärmt
zu zögerliches ausgießen(gabs einen unfall diesbezüglich in letzter zeit?)
Das ist es ja. . . ich habe NICHTS anders gemacht! Habe gerade ein Stecknadelkopf großes Loch beim Einguss in der Kokille entdeckt. Mit Staub oder irgendeinem Pulverchen drin. . Das war vorher definitiv nicht. Was soll denn das bitte?? Ein Loch im Eisen?
Werde mal zum Werkzeughändler meines Vertrauens schauen und eine neue Kokille beanstanden!
Könnte es das gewesen sein?
Das Loch geht nicht komplett durchs Eisen. Ist nur eine Höhle quasi. Sehr komisch. . . !
Vielleicht wurde die Legierung durch das (Eisen) Pulver in dem Löchlein verunreinigt und fließt deshalb nicht mehr schön bis unten??
Werde natürlich diese Kokille beanstanden und eine neue bestellen
? du hast schon etliche male in die eisenkokille gegossen und trotzdem ist sie praktisch noch neu und du kannst sie reklamieren?
oder ist es ne neu kokille, mit der du nicht zurechtkommst?
das wäre doch ne starke veränderung der parameter, wenns mit der neuen kokille eben nicht klappt
ich glaube, ich muß meine glaskugel mal zur durchsicht schicken, in letzter zeit ist sie arg störanfällig
Soderla! Habe soeben mit der neuen Kokille ein perfektes Gussergebnis erhalten!
Jetzt gehts mir wieder gut!!
Habe die ca 3 Jahre alte Kokille ins Geschäft zurückgebracht und sie versuchen es bei der Herstellerfirma als Materialfehler zu reklamieren.
Sowas darf ja nicht passieren oder?? Egal wie alt die Kokille bereits ist!
Auf jeden Fall war das das Problem!
Danke trotzdem für deine schnelle Antwort!!!
Reg.-Datum: 23.10.2006 Beiträge: 1654 Wohnort: Bad Salzuflen
Verfasst am: Do, 25. Feb. 2010 17:33 Titel:
Sara hat Folgendes geschrieben:
Habe gerade ein Stecknadelkopf großes Loch beim Einguss in der Kokille entdeckt. Mit Staub oder irgendeinem Pulverchen drin. . Das war vorher definitiv nicht. Was soll denn das bitte?? Ein Loch im Eisen?
Mit allem Respekt vor einer Kollegin - ein Löchlein wie dieses macht beim Einguß gar nichts.
Bitte beschreib doch einmal, wie Du die Kokille vorbehandelst (pur, mit Ruß, mit Öl...). _________________ Goldschmiedemeister Mario Sarto
Feine Goldschmiedearbeiten, Hand-Gravuren, Edelstein-Fassen, Unikate in Gold, Platin, Palladium und Silber
ich hätte einen so starken effekt eigentlich auch nicht für möglich gehalten, eher, daß da eine kugel/tropfen hängenbleibt oder so, aber nicht die hälfte des schmelzguts
aber wenn die neue jetzt geht(bösemoduson: solange das vom werk aufgebrachte trennmittel funktioniert"böseoff)
Mich wunderts ja auch! Ihr meint also, daß es doch das Trennmittel war? Ich weiß ja auch nicht was der Grund war - nur, daß es jetzt wieder funktioniert. Mit der Hitze kann es also nichts zu tun gehabt haben. Das hätte ich am Anfang vermutet und diebezüglich alles ausprobiert - aber eben ohne Erfolg.
Ich habe immer mit dem Feuerzeug die Fläche gerußt.
Funktioniert was Anderes besser?
in der Goldschmiedeschule und bei meinem alten Arbeitgeber haben wir die Kokille immer eingeölt (ein paar Tröpfchen mitm Pinsel aufgetragen - nicht triefnaß) _________________ Man schätzt den Staub, ein wenig übergoldet, weit mehr als Gold, ein wenig überstäubt.
(William Shakespeare)
Ok! Danke für den Tip.
Dann werd ichs in Zukunft mit Öl versuchen. Vielleicht war ich mit dem Ruß in letzter Zeit zu sparsam. . .
Klingt auf jeden Fall plausibel.
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