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armreif/spange-rationelle fertigung für kleinserie

 
mataja
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mataja

 ·  #1
hallo,

ich bin auf der suche nach einer rationalen fertigungsmethode für armspangen aus silber. sollen verschiedene modelle werden, u.a. mit durchbrüchen = muster, aber auch mit flachen, runden vertiefungen, um später halbrundperlen anzubringen.
habe die muster vor einem jahr schon mal ausfräsen lassen und bei einem zweiten modell die vertiefungen für die perlen "von hand" gefräst und danach manuell gewölbt.
alles sehr zeitintensiv - noch in ordnung für die prototypen, aber nicht geeignet für eine serie.
stellt sich also die frage, ob man davon eine silikonform machen kann - bzw. ob man ein wachsmodell heil "auslösen" kann bei einer materialstärke von 1-1,5mm?
habe an rapid-prototyping gedacht falls es mit silikon abdruck nicht geht, da wurde mir leider gesagt, dass ein modell in dieser grösse recht kostspielig sei.

es muss doch eine möglichkeit geben, sowas als serie und ohne manuelle wölbung... herzustellen (nicht in asien ;))

habe 2 bilder drangehängt von Armreifen (modeschmuck-messing), sowas wird doch auch gegossen, oder?

würde mich sehr freuen über ratschläge, bin grade ein wenig aufgeschmissen....
Juwelfix
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Juwelfix

 ·  #2
Die Bilder sind, nicht deine, nehme ich an ?
Dann entferne sie bitte, Forenregeln beachten.



Die Reife auf den Bildern sind vermutlich gestanzt.
Der erste ist aus zwei Teilen und wohl vernietet
Der zweite dürfte auch aus mindestens zwei Teilen bestehen, die dann gelötet wurden.

Weshalb auch ausfräsen ?
Das ist doch schnell gesägt.

Das Abformen und mit Wachs ausspritzen dürfte noch recht unproblematisch sein.

Der Guß von so großen, relativ dünnen Teilen ist aber für viele Gießereien schon eine Herausforderung.

Das Prototyping per Wachsdruck ist dabei natürlich vollkommen unrentabel.
CNC-Fräsen könnte noch eine Alternative sein. Muss dann aber auch noch gegossen werden.
Ich sehe bei den alternativen noch keinen so großen Kostenvorteil gegenüber dem Sägen und biegen.

Stanzformen lohnen natürlich für Kleinserien nicht,
Wenn du dir das Sägen sparen willst, könnte man Laserschneiden oder Erodieren.
mataja
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mataja

 ·  #3
hi zirkonhead,

vielen dank für die schnelle antwort.
hab die bilder weggemacht, hier sind die links dazu:

http://www.becausemagazine.com/kara-by-kara-ross-cuff/
http://www.benna.co.uk/Product…-cuff.aspx.

die armreife auf den bildern sind nur beispiele (grösse, versch. aussparungen u. formen), weil die meiner meinung nach von der oberflächenbeschaffenheit innen gegossen aussehen. mein problem ist nicht die aussenkontur - die ist schnell gesägt, sondern muster, die erheblich länger dauern und mehrere versenkungen für perlen. hab da mehrere stunden drangesessen und es ist nicht für einen endkunden, sondern b2b. d.h. man müsste meine arbeit/produktion "eliminieren", bzw. so günstig wie möglich machen, weil dann noch 2x draufgeschlagen wird...

du meinst aber, dass es generell schon gehen würde, ein wachsmodell giessen zu lassen?
Juwelfix
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Juwelfix

 ·  #4
Tilo
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Tilo

 ·  #5
ist aber ne kostenfrage
und ich hab ja die bilder nicht gesehn, ist gegossenes silber überhaupt stabil bzw. federnd genug für das design?
Juwelfix
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Juwelfix

 ·  #6
Zumindest wäre eine Skizze von dem was entstehen soll sehr Hilfreich.
Wie soll ich mir das mit den Mustern denn vorstellen ?

Die Reife von den Fotos sind meiner Meinung nach jedenfalls in Kleinserie von Hand rationeller und stabiler herzustellen.

Der 2.Link funktioniert übrigens nicht.

http://www.benna.co.uk/Product…-cuff.aspx

Ich glaube da war ein Punkt zuviel 😉

Ach, soll das "Muster" so sein wie bei diesem hier ?
Das würde ich nicht fräsen, das kann man ähnlich z.B. auch durch Walzen oder Prägen erzeugen.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #7
Patrik hat schon recht das die Löcher schneller ausgesägt sind als in Kleinserie gestanzt.
Bei alle diesen Überlgegungen ist die bestellte Stückzahl pro Modell wichtig zu wissen. Sonst plant man mit Regiekosten ins Blaue hinein.

Bitte nicht die erhoffte Stückzahl sondern die wirklich vom B2B Kunden bestellte Stückzahl nennen. :-)
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #8
Was mich bei der Sache kirre macht, ist die Gestaltung der Oberfläche. Von daher sehen mir die Teile nach Guss aus (zweiter Link). Da hat man die Oberfläche mit irgend einem stark schrumpfenden Medium betragen, welches beim Abtrocknen das Muster hunterlassen hat. Etwa Seidenpapier auf einer pasteusen Farbe oder so was. Anschließend eine Kaltform, voila. Problem nur: Was war es? Da muss dann schon einer probieren bis er das Ergebnis hat. Kann eine langwierige Kiste werden.

Die ersten Bilder sind harmloser, da würde ich auch eine Säge bemühen. Vorher jedoch das Muser einbringen, jedenfalls dann, wenn es geschlagen wird. Wird es gefräst, dann kann zuerst gesägt werden. Womit sind die Löcher gefüllt? Die Flächen sind ja schwarz. Alles in allem e3benfalls ziemlich Arbeitsaufwändig, wenn ich mir das mal so betrachte.

Ich halte beide Teile eigentlich nur in größeren Serien für rentabel herstellbar. Aus welchem Material bestehen diese Stücke eigentlich? Ich habe keinen Hinweis entdecken können.
silverart
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silverart

 ·  #9
Ich denke auch das diese Arbeit viel Handarbeit erfordern wird. Dabei können wir dir gerne helfen, wir organisieren die Serienproduktion für viele Goldschmiede und Designer. Ich habe dir eine PN geschrieben.
mataja
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mataja

 ·  #10
hallo an alle,

erstmal entschuldigung für die späte antwort; habe letzte woche meinen computer regelrecht gemieden, weil soviel zu tun und ich dann doch immer hängenbleibe. vielen dank für eure antworten, bin wirklich froh, dass ich dieses forum gefunden habe.
also, @ zirkonhead & tilo, als anhang unten mal zwei beispiele 2d. beim oberen wie schon gesagt ein haufen vertiefungen für perlen und beim2ten ( nur ein 1ster entwurf, also nicht an den dünnen zwischenstegen stören, muss noch geändert werden) und 3ten aussparungen. das ist eine variante der "muster", von denen ich gesprochen habe.
bilder waren nur beispiele für armspangen, die meiner meinung nach gegossen aussehen und sowohl von der aussenkontur, als auch von den aussparungen her für mich ganz interessant wären.
@ heinrich,
gibt noch keine bestellung, b ist in verhandlung mit abnehmern, da kommt es auf den preis an und b ist kein großproduzent. prototypen wären wie gesagt kein problem, ich würde aber aufgrund der kalkulation und für eventuelle spätere fertigung einfach vorab gerne wissen, wie und für wieviel das am rationellsten machbar ist, damit man einen vkpreis bekommt, der nicht astronomisch ist, weil es ja nicht für einen endkunden wäre.
@ ulrich
armreif mit strukur ist aus messing rhodiniert.
finde auch das es gegossen aussieht und mir ging's ja darum, ob man in dieser stärke und mit aussparungen giessen kann.
a propos oberfläche, dachte an sowas wie irgendeine dünne metallische folie (alu), irgendwie gehärtet (lack) und dann abdruck
danke an alle und schöne grüße
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Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #11
Bin eigentlich der Ansicht, dass sich derartige Teile in dieser Preislage, nur in Ländern wirtschaftlich machen lassen wo es a) technisch top ausgerüstete Betriebe gibt und b) Heimarbeiter, die buchstäblich mit Kind und Kegel für Hungerlöhne die Handarbeit verrichten.

Ob man so was will, ist eine andere Angelegenheit. Jedenfalls kannst Du diese Dinge nicht auf der sprichwörtlichen Fensterbank erledigen. Und sie erfordern ein kaufmännisch nicht vertretbares Maß an händischer Nacharbeit. Es sei denn, dass Du Dich selbst ausbeuten willst. Allerdings wirst Du dann mit den Herstellungskosten ins Gedränge kommen, denn einen guten Teil musst Du wahrscheinlich woanders machen lassen und da beginnt das Dilemma schon.
Tilo
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Tilo

 ·  #12
genau, b kann sich auf den wahrscheinlich von den chinaimporten beherrschten markt mit deutschen anfertigungspreisen nur durchsetzen, wenn vorher ein markenimage aufgebaut wird, was höhere preise zuließe (frey willez.b., PierreLang)
als noname und ohne ahnung von fertigungstechnologie kann ich mir das nicht vorstellen
ich selbst könnte es mir als ausgebildeter goldschmied auch nicht vorstellen, wenn ich so die preise in den modeschmuck-bestellkatalogen sehe
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #13
Wenn man sich zu einem ovalen Armreifriegel eine passende Stauchform baut, könnte man das Ganze in planen Blechen ausführen und danach mit wenigen Handgriffen als Armspangen umformen.

So wird unabhängig davon das Ulrich und Tilo recht haben mit Ihren Zweifeln bezüglich der Kalkulation, das ganze kostengünstiger, weil man in planen Blechen viel schneller arbeiten kann, egal ob in Asien oder in Deutschland.

Die Bleche könnten strukturgewalzt werden und dann händisch ausgesägt. Bei Großserien würde ich auch die Arbeiten aufteilen. In der eigenen Werkstatt Bleche beziehen, sturkturwalzen, Schnittmuster auf Klebefolie ausdrucken und aufkleben. Dann per Heimarbeit in geeigenten Gebieten (Pfalz/Bayerischer Wald/Polen) aussägen lassen und dann wieder in der eigenen Werkstatt oval als Spange umformen, Mabéperlen einsetzen und Finssieren.
Ulrich Wehpke
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Ulrich Wehpke

 ·  #14
Genau so sehe ich das auch. Die einzig erfolgversprechende Herstellungsart läuft über Planblech, vorher strukturieren lassen und dann ausschneiden. Allerdings würde ich das bei einem Laserschneider machen lassen. Sauber und billiger als von Hand. Was den Rest angeht, müsste man dann halt sehen. Was mir dabei Sorgen macht, sind das Strukturieren und die Gesamtkosten. Immerhin kostet eine Prägewalze mehr als nur ein Taschengeld.

Die erste Frage muss also lauten: Wer prägt mir die gewünschten Strukturen in mein Messingblech, bzw. wer hat geeignete Einrichtungen in Betrieb und macht damit Dienstleistungen.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #15
Laserschneiden ist auch eine gute Möglichkeit, die Preise dafür sind mir allerdings nicht geläufig.

Mit dem Strukturprägen habe ich an zwei weich geglühte Silberbleche gedacht mit einer Zwischenlage aus Drahtgitter, das verkraftet jede normale Walze ohne Schäden. Ich denke da an Drahtsiebe, Fliegengitter und und Lochbleche.
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