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Schickes aus Holz - Schmuck im Naturlook

Man kann davon ausgehen, dass Holzschmuck meistens in mühevoller Handarbeit, mit Liebe zu diesem wunderbaren Material gefertigt wird. Daher ist nicht nur die Holzmaserung ein Symbol der Individualität, sondern auch das fertige Schmuckstück an sich. Holzschmuck ist stilvoll, modern und elegant zugleich. Holzschmuckstücke sind wahre Multitalente - sie passen einfach zu allem und der Träger oder die Trägerin wird damit sicherlich alle Blicke auf sich ziehen.

Schmuckkünstler, Designer und alle anderen, die mit Holz arbeiten, lieben diesen lebendigen Werkstoff. Die Verarbeitungsmöglichkeiten dieses einzigartigen Werkstoffes sind äußerst vielfältig. Allerdings erschließt sich die volle Schönheit von Maserung und Färbung nur dem, der sich in seine Eigenart einfühlt. Der Eigenwert des Holzes wird bei den meisten Schmuckstücken aus Holz anhand der etwaigen Färbung des Materials, durch Beizen oder auch eine Hochglanzpolitur designtechnisch verändert. Jeder Künstler, der mit dem edlen Naturstoff Holz arbeitet, sollte daher auch mit den Eigenschaften der jeweiligen Holzart vertraut sein. Man kann sagen, dass Hölzer die schnell wachsen eher leicht und weich sind, wohingegen langsamer wachsende Holzarten härter und schwerer erscheinen.

Eine große Rolle bei der Verarbeitung schöner Hölzer spielt natürlich auch die Maserung, denn diese ist ja von Holz zu Holz verschieden. Man kann hier auch bei jedem einzelnen Stück mit Fug und Recht behaupten, dass die Maserung einzigartig ist. In der Natur gibt es langfaserige wie auch kurzfaserige Hölzer. Somit ist es bei der Gestaltung eines Schmuckstückes aus Holz oder einer Kombination aus Holz und Metall unsagbar wichtig, vor allem die geeignete Holzart zum Arbeiten auszuwählen.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der speziell die Optik des Holzschmuckstückes betrifft, ist natürlich die Farbe. In der Natur existiert eine geradezu gigantische Farbpalette verschiedenster Hölzer. Um einen kleinen Überblick über diese wunderschönen Naturfarben zu bieten, seien hier nur einige Farbeigenschaften unterschiedlicher Holzsorten genannt.

Ahorn ist zu Beginn der Bearbeitung beispielsweise reinweiß, dunkelt aber im Laufe der Zeit sehr stark nach. Strukturell ist Ahorn fein und dicht.

Lindenholz ist hell in der Farbe und sehr dichtporig. Hierbei handelt es sich um leichtes und extrem weiches Holz und dazu noch sehr elastisch, wodurch die Bearbeitung wunderbar gelingen sollte.

Das Holz des Nussbaums ist vor allem aufgrund seiner beeindruckend schönen Maserung sehr beliebt. Nussbaumholz lässt sich dabei aber auch sauber verarbeiten und gilt als sehr dauerhaft.

Birne ist rötlichbraun. Das gut zu bearbeitende Birnenholz wird neben den Schmuckzwecken auch besonders gerne zu Schnitz- und Einlegearbeiten verwendet.

Einer angenehmen Bearbeitung kann auch das gelb- bis rötlich, feinporig und daher weiche Holz der Birke zugeführt werden.

Die Pappel bietet hellfarbiges, leichtes wie auch weiches Holz, das jedoch leider nur eine geringe Beständigkeit aufweist.

Aber auch exotische Hölzer finden seit langem mehr und mehr Einzug in unsere Schmuckkästchen. In diesem Zusammenhang ist z.B. das aus Afrika stammende, sehr langlebige Mahagoniholz zu erwähnen. Dieser edle Werkstoff bietet neben seiner herausragenden Polierfähigkeit eine rotbraune, mit schönen breiten Streifen gemaserte Oberflächenstruktur.

Äußerst beliebt in der Schmuckbranche, gerade in der Kombination mit weißlichen Edelmetallen wie Silber oder Weissgold zeigt sich auch Ebenholz. Das sprichwörtliche tiefschwarze oder auch schwarz-gestreifte Holz zählt zu den weltweit wertvollsten Holzarten überhaupt. Ebenholz ist wie das bereits oben erläuterte Mahagoni, sehr gut polierbar und besitzt bemerkenswerter Weise so gut wie keine erkennbaren Poren.

Eine weitere angesagte Holzart unter Schmuckkünstlern und Designern allgemein bildet sicherlich Palmhoz. Aufgrund seiner eindringlichen Faserstruktur zählt Palmholz aber zu den wohl eher schwierig zu bearbeitenden Werkstoffen. Doch auf der anderen Seite sind es gerade diese außergewöhnliche Strukturen bzw. die dunkelbraunen Faserbündel ,welche im eher hellen Kernholz eingebettet sind, die für eine ganz besondere, vitale Optik sorgen. Des Weiteren sollte man auch erwähnen, dass Palmhoz durch sein schnelles Wachstum als ressourcenschonend gilt.

Zu guter Letzt sollte in dieser Aufzählung auch das aus Indonesien stammende Swarlholz genannt werden, das sich phantastisch für Schnitzarbeiten im Schmuckbereich anbietet.

Blickt man nun von all diesen prächtigen Holzsorten hin zum fertigen Schmuckstück, so bietet sich allen Holzschmuck-Liebhabern ein reichhaltiges Spektrum. Das Angebot reicht über sogenannte Fake-Piercings in Form von Holzspiralen, Creolen aus Holz, Armbänder aus einzelnen Holzblättchen, hin zu Colliers aus Holzperlen und exotisch geschnitzten Mittelteilen sowie Armreifen, die durch ihre Holzstruktur bezaubern.

Weiterhin findet man Ringe, die komplett aus Holz gefertigt sind und deren Oberfläche meistens geölt wird, um einen schöneren Glanz und Schutz zu erzielen. So lassen sich auch die beliebten Charms und Beads u.a. aus lackiertem, schwarzbraunem Coracao de Negro Hartholz, eingefasst mit Silber , sowie trendige Armreifen aus Edelstahl, Holz und Leder entdecken.

Es finden sich auch interessante Ringkompositionen, wobei ein silberner Ring optisch von der dunklen Holzeinlegearbeit am Ringkopf profitiert.

Um lange Freude an einem Schmuckstück aus Holz zu haben, sollte man einige Pflegehinweise kennen. In erster Linie ist es wohl klar darauf zu achten, dass man gerade bei Ringen aus Holz darauf verzichtet, mit den Händen oft mit Wasser in Berührung zu kommen. Ansonsten kann das Holz wohl möglich aufquellen, faserig werden und schließlich sogar brechen. Einfache Anhänger wie z.B. runde Scheiben, unlackierte Ringe, Armreifen etc. kann man ziemlich gut selbst wieder aufpolieren. Natürlich muss man dabei beachten, keine filigran gearbeiteten Flächen oder gegebenenfalls den Edelmetallteil zu beschädigen. Vor dem Polieren wird ein pflegendes Öl aufgetragen. Doch welches Öl verwendet man am besten? In der Literatur wird meist empfohlen, kalt gepresstes Leinöl oder Siliconöl zur Pflege zu verwenden, aber natürlich ist es auch möglich Olivenöl zu benutzen. Selbstverständlich verfügt jedes einzelne der heutzutage erhältlichen Öle über seine ganz eigenen Besonderheiten wie Farbton, Struktur oder die Zeit der Trocknung. Öle zur Holzpflege erhält man entweder bei speziellen Holzschmuck-Herstellern und -Händlern, aber auch in Baumärkten und weiteren diesbezüglichen Fachgeschäften. Nachdem man sein Schmuckstück also mit dem Öl eingerieben hat, hierzu eignen sich ein weiches Baumwolltuch oder ein zarter Pinsel, lässt man es mindestens eine Stunde trocknen. Mit Krepppapier oder einem anderen weichen Tuch kann man anschließend eine hervorragende Hochglanzpolitur erzielen. Auch nach diesem Vorgang ist es ratsam, das Schmuckstück wieder einige Stunden gut trocknen zu lassen. Nach einer sorgfältigen Politur der Holzoberfläche wird jeder Schmuckliebhaber staunen, wie glanzvoll strapazierte, wie auch alte Stücke, wieder erstrahlen.

Archivbeitrag 18.09.2012
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