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Ein Meisterwerk ägyptischer Goldschmiedekunst - die Goldmaske des Tutanchamun

Über ägyptischen Schmuck sind wir anhand der Art des Totenkultes, welcher eine äußerst sorgfältige Bestattung des Leichnams sowie ein Mindestmaß an Schmuckbeigaben vorschrieb, besonders gut informiert. Nicht nur der enorme Reichtum an kostbarsten Materialien, sondern auch die handwerklichen Fähigkeiten und Gewandtheit seiner Goldschmiedetechnik ist erstaunlich.

Hierbei unterliegt die Schmuckkunst strengen Gesetzen, welche sich zur Präzision strengster Geometrie entwickelt.

Kopf, Arme, Beine, Füße und Leib werden in Reliefkunst sowie in der Malerei stets im Profil gezeigt, Schultern, Augen, Hände und Schurz zeigen sich von vorne.

Die Ägypter beherrschten insbesondere die sogenannte Zellentechnik, die Kunst des Metalltreibens und auch das Nieten war schon bekannt. Das Wachsausschmelzverfahren ist etwa ab 200 v. Chr. nachweisbar.

Tutanchamun ist wohl zum bekanntesten Pharao der Geschichte geworden. Dies liegt u.a. daran, dass es sich bei der Auffindung seines Grabes um das einzige ägyptische Königsgrab handelt, welches die Jahrtausende seit der Beisetzung nahezu unberaubt überstanden hat.

Tutanchamun war der letzte Erbe der 18. Dynastie, aufgewachsen am Hofe Echnatons in Amarna. Nach Echnatons Tod wurde Tutanchamun zum König gekrönt und mit Echnatons dritter Tochter Anches-en-pa-aton vermählt. Neun Jahre hat Tutanchamun regiert und ist laut Untersuchungen im Alter von nur 19 Jahren gestorben.

Der Brite Howard Carter fand 1922 Tutanchamuns Schätze im östlichen Ausläufer des Tals der Könige, einer Felswüste nahe am Luxor gegenüberliegenden Nilufer.

Durch den Fund seines Grabes wurde besonders die Goldmaske des Tutanchamun weltweit bekannt und hat bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Besonders die phantastische Goldschmiedekunst der alten Ägypter ist mehr als bewundernswert.

Die Goldmaske wurde der Mumie über Kopf und Schulter gestülpt. Bei einem Gewicht von 11 kg betragen die Dimensionen 54cm in der Höhe und 39,3cm in der Breite. Gold galt im Alten Ägypten als das Fleisch der Götter. Es handelt sich hierbei um kein lebensnahes Portrait des verstorbenen Königs, sondern um eine Idealisierung. Die Maske zeigt in traditioneller Aufmachung das gefaltete Königskopftuch, welches mit blauem Glas als Lapislazuli-Imitation gefertigt ist, dessen Brustlappen Teile des Halskragens verdecken. Die Wappentiere von Ober- und Unterägypten, der Geier und die Kobra, befinden sich über der Stirn des Königs. Sie bestehen aus Karneol, Lapislazuli, Quarz, türkisfarbenem Glas und symbolisieren damit die königliche Abstammung.

Vervollständigt wird die offizielle Tracht aus den künstlichen, geflochtenen und an das Kinn gebundenen Zeremonialbart aus Glas und durch den vielgliedrigen aus Lapislazuli, Quarz, grünem Feldspat und Glas bestehenden Halskragen sowie als Verschlussstücke den Falkenköpfen aus Obsidian auf den Schultern.

Archivbeitrag 28.06.2011
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