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Das Ehering-Budget - Finanzielle Aspekte des Trauring-Kaufes

Langfristig angenehmes Tragegefühl durch pragmatische Planung

In Zusammenhang mit den Eheringen hat Geld sicherlich eine tragende Rolle. Die Aspekte Budget-Planung, Preis versus Wert sowie Schmuck als Wertanlage, wie teuer darf es sein und wer zahlt den Ring stehen im Zentrum dieses Abschnittes. Wir berücksichtigen nachfolgend viele Aspekte, die in Bezug auf den Preis eine Rolle spielen. Es geht uns darum, Ihnen zu exakt den Trauringen zu verhelfen, die Sie glücklich machen. Da wir in diesem Leitfaden keine Werbung für Traurring-Hersteller oder Marken betreiben, sondern unabhängig agieren, sind wir diesbezüglich niemandem verpflichtet. Daher dürfen Sie von einer umfassenden und neutralen Berichterstattung ausgehen.

Budget-Planung gegen unliebsame Überraschungen

Eine Hochzeit ist ein alles andere als billiges Vergnügen. Spontane Eheschließungen in Las Vegas oder Trauungen im engsten Kreis mögen diesbezüglich eine Ausnahme darstellen, doch je mehr Gäste geladen sind und je umfangreicher die Wunschliste des Paares in Bezug auf die Hochzeit ausfällt, desto teurer wird die Feier. Die verschiedenen Posten, die die Kosten in die Höhe treiben, summieren sich oft recht schnell. Es ist besser, wenn das Paar eine absolute Obergrenze für die Ringe festlegt und diese Grenze auch strikt einhält.

Günstig anfangen, später "aufrüsten" - der Tragekomfort entscheidet

Sich am Anfang einer Ehe bewusst für ein günstiges Modell zu entscheiden, um später dann aufzurüsten, z.B. einen kleinen Edelstein durch einen größeren zu ersetzen oder die günstigeren Trauringe durch etwas Wertigeres zu ersetzen, dagegen ist natürlich nichts einzuwenden. Ein für Sie wertvoller Ring muss nicht unbedingt das Teuerste vom Teuren sein. Ihre Zufriedenheit mit dem Ring sowie das, was Sie damit an Emotionen verbinden, das zählt. An den Aspekten zu sparen, die den Tragekomfort des Ringes direkt beeinflussen, das wäre jedoch eine wirklich unkluge Entscheidung. Der Ring muss also nicht unbedingt richtig teuer sein, solange er gut sitzt. Wissenswertes dazu lesen Sie in den folgenden Kapiteln, in denen es um Materialkunde und Oberflächenbehandlung geht.

Günstige Ringe finden

Sonderanfertigungen anhand von Kundenwünschen sind in den meisten Fällen nicht billig zu bekommen. Von der Stange zu kaufen, das ist in diesem Fall wesentlich besser. Es erspart Ihnen Kosten und dem Goldschmied, der zum Schleuderpreis arbeiten müsste, eine ganze Menge Frust.

Wer sehr aufs Geld achten muss, sollte zu Silberringen oder Edelstahlringen greifen. Beide sind zum Teil schon für unter 100 Euro zu bekommen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass Silber sehr anfällig ist für Kratzer, dieses Material ist einfach sehr weich. Bei Edelstahl- oder Titanringen kann es unter Umständen sehr schwierig werden, den Ring aufzuschneiden, falls Sie einmal in eine Not-Situation kommen sollten. Wer sich für Ringe aus Tungsten, bestehend aus Wolframcarbid, entscheidet, muss damit rechnen, dass das gute Stück beim Runterfallen zerstört werden kann.

(Keine) Zeit für Schnäppchen?

Wenn Sie sehr jung heiraten wollen oder Ihr Budget streng begrenzt ist, sind Schnäppchen, Restposten und Ringe aus älteren Kollektionen eventuell eine Möglichkeit, zu einem günstigen Preis an ein hübsches Ringpaar zu kommen. Auf diese Weise können Sie durchaus einen Glückstreffer landen und ein Ringpaar finden, das Ihnen gefällt, und sich über viele Jahre hinweg Schönheit und Tragekomfort erhält. Die Regel ist das aber nicht.

Kaufen Sie preis-werte Ringe

Man sollte beachten, dass die Aussage "unsere Eheringe waren ein Schnäppchen im Winterschlussverkauf/im Sonderangebot/spottbillig" Ihnen lediglich unter Menschen, die ebenfalls sehr auf die Einhaltung Ihres Budgets achten müssen, oder unter Geizhälsen Anerkennung einbringt. Das gilt vor allem dann, wenn Ihre Ringe zwar billig waren, doch womöglich binnen drei Monaten unansehnlich sind, nicht geändert werden können und dergleichen mehr.

Wie am Anfang des Leitfadens notiert wurde, sind Ringe durchaus ein Statussymbol. Doch nicht der Preis, nicht der Status, nicht die Anerkennung der anderen ist das, was wirklich zählt. Versuchen Sie lieber damit zu punkten: "Unsere Ringe waren preis-wert, ihre Qualität entspricht den Anforderungen, die man anhand des Kaufpreises und des ausgewählten Herstellers/des Verkäufers/Händlers stellen kann oder liegt sogar darüber. Es war ein gutes Geschäft, ein fairer Deal für Käufer und Verkäufer, ein optimaler Kompromiss aus finanziellen Überlegungen und unseren Erwartungen an die Machart des Ringes. Sie tragen sich wirklich sehr angenehm - und das täglich - und sind von guter Qualität". So muss es sein. Mit weniger sollten Sie sich nicht zufriedengeben.

Plagiate und Nachbauten bekannter Marken meiden

Auch wenn die Versuchung noch so groß sein mag: Sie sollten auf jeden Fall die Finger von Plagiaten und Kopien der Produkte bekannter Marken lassen. Die Qualität dieser Ringpaare kann oftmals sehr zu wünschen übrig lassen. Zudem können Sie sich damit unter Umständen jede Menge rechtlichen Ärger einhandeln. Hersteller sind dieser Tage ausgesprochen allergisch gegenüber Nachahmern und Käufern sowie Verkäufern von Nachahmungen. Es gibt unendlich viele Trauring-Modelle für jedes Budget fertig zu kaufen und fachkundige Goldschmiede fertigen Ihnen gerne ein Ringpaar nach Ihren individuellen Wünschen an, mit dem Sie rundum zufrieden sein dürfen.

Ringe aus Fertigung in Deutschland bevorzugt behandeln

Urlaubsschnäppchen können durchaus über lange Jahre hinweg viel Freude bereiten, es kann aber genauso gut das Gegenteil eintreten. Wenn Sie im Urlaub Schmuck kaufen wollen, so achten Sie auf ein international anerkanntes Schmuck-Zertifikat, vor allem, wenn es um hochpreisigen Schmuck geht.

Die Punzierungen fehlen bei ausländischen Fertigungen gelegentlich oder entsprechen nicht denen in der Heimat. Ein gesundes Wissen über Schmuck oder ein Einkauf in Begleitung einer fachkundigen Person sind in diesem Zusammenhang überaus empfehlenswert. Sie sollten generell eher Ringe aus heimischer oder sogar regionaler Fertigung bevorzugen, um die Wirtschaft der Heimatregion zu stützen. Zudem erleichtern Sie sich damit spätere Rückfragen und Änderungen, da Sie den Hersteller leichter wieder aufsuchen können.

Einzelpreis oder Paarpreis - mit oder ohne Gravur

Beim Kauf von Freundschaftsringen, Partnerringen, Verlobungsringen, Trauringen und Eheringen sollten Sie darauf achten, ob sich die angegebene Summe auf einen Ring oder auf ein Ringpaar bezieht. Das erspart Ihnen gegebenenfalls unangenehme Überraschungen. Fragen Sie auch nach, ob die Gravur bereits im Kaufpreis enthalten ist oder ob diese extra bezahlt werden muss. Viele Hersteller gravieren Ringe, die bei ihnen gekauft wurden, kostenlos. Falls auf der Website des Händlers oder Herstellers keine diesbezüglichen Angaben zu finden sind oder der Verkäufer beim Beratungsgespräch sich zu diesem Thema nicht äußert, fragen Sie ruhig nach.

Schmuck ist keine Wertanlage

Wenn Sie zum Wohle Ihrer finanziellen Absicherung investieren wollen, so suchen Sie das Gespräch mit einem seriösen Finanzberater. Verlobungsringe, Trauringe und Eheringe sowie alle anderen Schmuckstücke eignen sich definitiv nicht als Wertanlage. Es mag durchaus sein, dass in früheren Tagen die Schmuckgeschenke des Mannes an die Frau ausdrücklich dazu gedacht waren, die Dame im Falle einer Trennung oder Witwenschaft zumindest für einige Monate finanziell zu versorgen. Daher waren die Konventionen, nach denen der Verlobungsring oder der Ehering mindestens ein bzw. zwei bis drei Monatsgehälter des Mannes kosten sollte, praktisch. Der Versorgungsaspekt durch den Ehe-Schmuck steht heute nicht mehr so sehr im Vordergrund, auch die Preis-Konventionen haben ein wenig von ihrer Bedeutung verloren. Es ist heutzutage durchaus üblich, dass die Kosten für die Ringe gemeinschaftlich aufgebracht werden oder sich die Frau, die oft das Auswählen entscheidend beeinflusst, zunehmend auch an den Kosten beteiligt. Die Rolle des Mannes als "Ernährer" der Familie hat ein wenig an Bedeutung verloren. Zudem sind die Preise für Gold und Edelmetalle derzeitig recht hoch, sodass auch die Preise für Schmuckstücke angezogen haben.

Symbole der Liebe nach dem Kauf unabhängig vom Kaufpreis betrachten

Wie bereits oben erwähnt, sollte neben der Schönheit der Ringe vor allem der Tragekomfort sowie eine mögliche Anpassung der Ringe im Falle von Weitenänderungen der Finger im Vordergrund stehen. Wer heiratet, denkt im Normalfall nicht darüber nach, wie sich der Ehering später so gewinnbringend wie möglich verkaufen lässt. Wer Altgold verkaufen will - und nichts anderes sind gebrauchte und überflüssig gewordene Verlobungsringe oder Eheringe - wird oftmals erstaunt sein, wie wenig man dafür noch bekommt. Der volle Kaufpreis kann nicht wieder hereingeholt werden. Der Materialwert des Ringes hängt vom Edelmetall-Preis ab. Dieser Wertigkeitsposten ist von den aktuellen Kursen abhängig, verschwindet aber nicht einfach so. Was dagegen bei einem Verkauf keine Rolle mehr spielt, ist der Posten der Entlohnung für gute Arbeit des Herstellers und auch der Posten Preisaufschlag für einen Markennamen sowie für die Gewinnmarge des Juweliers oder Händlers und auch die Mehrwertsteuer. Diese Punkte spielen eine erhebliche Rolle beim Einkauf, sind für den Verkauf allerdings irrelevant. Beim Verkauf muss natürlich auch berücksichtigt werden, dass der Verkäufer durchaus auch leben möchte und daher seine Prozente berechnen wird.

Die Emotionen und Erinnerungen stehen im Vordergrund

Am besten ist es, wenn Sie nach dem Erwerb den Kaufpreis einfach "vergessen", zwischen Preis und Wert differenzieren und die Schönheit, den Tragekomfort sowie die emotionalen Aspekte in den Vordergrund stellen. Wenn langverheiratete Ehepaare ihren Ehering betrachten, so ist es sicher nicht der Preis, der ihnen als Erstes in den Sinn kommt. Es sind eher die Erinnerungen an wichtige Stationen der Ehe, zum Teil auch symbolisiert durch Extra-Steine als Aufmerksamkeit zu Ehejubiläen oder zur Geburt der Kinder sowie die Kratzer, die unabhängig vom verwendeten Material nie vollständig zu vermeiden sind. Der ideelle Wert Ihres Ringes ist unabhängig vom Kaufpreis und in Geld wohl nicht aufzuwiegen.


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Archivbeitrag 18.05.2012

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