Goldschmiede-Übung #19 - Carreaufassung

Zuerst wird ein Loch (abhängig von der Größe des Steines / in unseren Fall ein Zirkonia mit einen Durchmesser von 3 mm) in ein Blech gebohrt. Danach wird mit einem Kugelfräser oder Steinruhfräser, der die selbe Größe wie der Zirkonia besitzt, eine Auflage für den Stein gefräßt. Jetzt wird das Blech aufgekittet. Bevor man den Stein einsetzt, wird mit einen Spitzstichel in einem gleichmäßigen Abstand vier Striche hin zum Loch graviert. Nun wird der Stein eingesetzt. Mit einem Bollstichel, der jetzt steiler angesetzt wird, schiebt man etwas Material vor sich her und leicht über den Zirkonia darüber. Dadurch hält der Stein.

Mit einem Spitzstichel kann man nun noch die Bollstichel Vertiefungen etwas verschönern, in dem man die Seiten etwas gerader nachzieht (wirkt dann in unserem Beispiel etwa wie ein Stern). Mit einem Korneisen werden abschließend aus den Häufchen kleine Kugeln geformt.

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Mehr Infos und thematisch verwandtes Video

Wer über diese groben Übungsvorschläge hinaus mehr und detailliertere Infos sucht, der sollte sich einmal in unserem Bereich für Schmuck- & Goldschmiede- Videos umsehen. Passend zur Carreaufassung wäre zum Beispiel auch das Video Verschnitt Fassung. Fragen können in unserem Forum für Schmuck und Goldschmiede-Arbeiten gestellt werden.

Kommentare

Hallo Freak! Zu 1: Die Auflage des Steines muß immer so tief

Hallo Freak!

Zu 1: Die Auflage des Steines muß immer so tief gesetzt werden, dass die
Rondiste knapp unterhalb des Bleches sitzt. Ist die Rondiste zu hoch, kann
man keine Körner darüber schieben. Sitzt der Stein zu tief, kann es
passieren, dass man den Stein nicht richtig fest kriegt und er wackelt.

Zu 2: Diese 4 Striche sind die Linien, die man am Bild sieht. Sie sind eine
rein optische Sache. Man könnte sie genauso gut weglassen. In unseren Fall
sollten die Fassungen wie kleine Sterne wirken, deswegen habe ich die Linien
gemacht. Sie müßten so ca 5 mm lang gewesen sein und waren durchgehend. Mit
den Kügelchen haben sie nichts zu tun.

Zu 3: Auf einen genauen Winkel will ich mich lieber nicht festlegen. Das
sinnvollste ist, ein Stück Blech auf zu kitten, den Bollstichel zu nehmen
und eine Reihe von Übungskörnern zu machen. Wenn man den Stichel zu wenig
steil ansetzt, kann es passieren, dass man abrutschst und über den Stein
hinaus schießt (Achtung auf die Finger!). Setzt man Ihn zu steil an, kann er
verkeilen. Das hat dann zur Folge, dass man kein Material vor sich her
schieben kann und dementsprechend entsteht dann auch kein Korn.

Zum zweiten 3: Den Bollstichel setzt man genau mittig zwischen den Linien an
und schiebt Ihn zum Stein hin. Wenn man genügend Druck ausübt stellt sich
automatisch das Material vor den Stichel auf. Dieses Material sollte man
dann bis zu den Stein vor sich herschieben. Die Aufhäufung nennt man dann
ein Korn.

Zu 4: Die Einkerbung, die der Bollstichel hinterlassen hat, sollte man im
Anschluß nochmal mit einem Stichel nachziehen. Dadurch entsteht ein
schönerer Glanz und die Kanten werden gerade nach geschnitten.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Antworten geben.

Liebe Grüße

Und hier die Fragen eines Laien, der sowas noch nie gemacht

Und hier die Fragen eines Laien, der sowas noch nie gemacht hat, aber es gerne mal versuchen würde:

1. 'eine Auflage für den Stein gefräßt' - wie tief?
2. 'vier Striche hin zum Loch graviert' - sind das die am Foto sichtbaren Linien? Wie lang sollen die denn sein? Durchgehend? Muss man da nicht das Metall am Ende stehen lassen für die Kügelchen?
3. 'Bollstichel, der jetzt steiler angesetzt wird' - wie steil? Ungefähre Grad?
3. 'schiebt man etwas Material vor sich her ' - welches? woher nehmen? Doch nicht von Punkt 2? Zwischen den Linien in der Mitte? Oder auf den Linien?
4. 'Seiten etwas gerader nachzieht' - welche Seiten?

beim Sternchenstechen nach dem Stechen immer noch mal mit dem

beim Sternchenstechen nach dem Stechen immer noch mal mit dem Kugelfräser ins Loch, weil durch das Stechen Grate entstehen, die den Stein beschädigen können

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