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27.04.2021 - 10:31 Uhr  · 

#1

Zitat geschrieben von Silberfrau

Zum Anlöten der angefeilten Komplettrundschine kann man auch noch eine sog. Gravity Clamp verwenden https://www.jewelry-tutorials….clamp.html oder noch besser zwei.

Und das hier gefällt mir ja auch mal super gut. So simpel und ohne vorher viel einspannen zu müssen. Wie oft denke ich mir beim Löten, kann da mal bitte wer einfach nur kurz seinen Finger drauf halten? Geht halt schlecht...
27.04.2021 - 10:14 Uhr  · 

#2

Wow! Ihr wart ja fleißig, vielen lieben Dank! Jetzt habe ich erst einmal ein bisschen gebraucht, um mich durch alles durch zu arbeiten. Ich versuche mal meine Erkenntnisse und weiteren Fragen zusammen zu fassen:

1) Sägeblatt: Da habe ich Metallsägeblätter, Zahnung (oder wie das heißt) Größe 3. Die verwende ich eigentlich für alles. Bzw. ich versuche es, da sie mir ständig reißen.

2) Sichtbare Lötfugen: Ich sehe schon, da hilft wohl nur Übung und damit leben. Mal sehen, ob ich das mit dem Hinfeilen mit der Zeit besser hinbekomme.

3) Verbindung von Ringschiene und Platte: Also, ich werde in Zukunft die Rundung gerade anschleifen. Logisch, macht Sinn, habe ich bei der offenen Ringschiene ja auch gemacht, kein Plan, warum ich bei den anderen Ringen da nicht von selbst drauf gekommen bin. Das Lot kann ich also vorab schon mal auf die zu lötenden Fläche der Ringschiene aufbringen, also fließen lassen und dann auf die Platte setzen? Super, das ist ein guter Tipp, wenn so das nachträgliche Versäubern der Lötstelle weg fällt, dann erleichtert das einiges...

4) Lötstelle des Rings unter der Platte "verstecken": Das habe ich mich bisher nicht getraut, aus Stabilitätsgründen, dachte ich. Aber inwieweit das dann nachfließt mit meinen nicht gerade tollen Lötfähigkeiten, das kann ich ja nun doch mal mit Messing ausprobieren. Wenns klappt, fände ich das auf jeden Fall eine gute Lösung.

5) Das Beizen: Ich habe da ja so ein Bisschen das Gefühl, dass es da tausende Ansichten gibt... Ich persönlich komme mit dem Alaun für den Moment eigentlich ganz gut klar, dauert halt nur ein Bisschen und es muss warm sein. Vielleicht versuche ich doch irgendwann mal das Natriumgedöns, mit Gold arbeiten werde ich ohnehin nicht so schnell. Werde mich mit dem Thema sicherlich nochmals auseinander setzen. Aber das Matt-Anlaufen, das habe ich also unabhängig von der verwendeten Lösung, richtig?

6) Das schnelle Anlaufen: Zum Thema Weißsieden. Wenn ich also alles am Ende nochmals erhitze (bis es schwarz anläuft, richtig?), dann abbeize und schließlich mit einer Bürste abreibe, müsste das ein gutes Ergebnis liefern, oder? Bis auf an der Zarge wahrscheinlich. Denn die wird beim Einsetzen des Steines ja nochmals bearbeitet und da muss ich meist nachfeilen. Es sei denn natürlich, ich lerne das Ganze so sauber zu machen, dass Punze und Hammer keine Dellchen hinter lassen...

7) Was ich vergessen hatte zu fragen, bei dem Ring, bei dem um die Zarge noch ein Perlendraht als Rahmen gelegt ist, da wusste ich nicht so recht wie sauber auflöten, so dass es möglichst sauber aufliegt aber nicht zu viel Lot in die Rillen zwischen die Kügelchen fließt. Wie würdet ihr da vorgehen?

Nochmals vielen Dank für eure Hilfe! Und ja ich weiß, ich hätte vorher vielleicht erst mal mehr mit Messing üben können, aber so sehe ich wenigstens direkt, wo meine Probleme so liegen ;)
26.04.2021 - 10:06 Uhr  · 

#3

Hallo zusammen! Nachdem ich das Rätsel um die klappernde Fassung mit eurer Hilfe Lösen konnte, brauche ich nun wieder Rat. Es fehlt mir einfach jemand, der mir auf die Finger schaut und sagt, ob meine Arbeitsweise passt oder nicht bzw. was man besser/anders machen kann oder sollte. Würde ja liebend gerne endlich mal einen Kurs machen, aber schwierig halt zurzeit.

Deshalb, das heutige Thema Ringe. Dazu angehängt auch einige Fotos meiner letzten Arbeitsstücke.

Wie ich vorgehe:

A) Ringe bestehen aus 1mm dicken Silberblechstreifen, die ich zusammenlöte (Hartes Lot) und dann die Kanten Rund schleife.

B) Die Fassungen bestehen aus 0,3 oder 0,5 mm dicken Blechstreifen (gelötet, hartes Lot), der auf eine 0,5 mm dicke Platte gelötet (mittelhartes Lot) ist.

C) Ring und Fassung werden mit weichen Lot zusammen gelötet

D) Der Stein wird gefasst, mit Punze und Hammer.

5) Versäubert wird zwischendurch und am Ende. Händisch. Mit Feile und auf Halbrundstäbe aufgezogenem Schleifpapier (320, 600, 1000, 3000, 5000, 7000), poliert wird mit Dremel und einem kleinen Polierschwabbel.

Nun meine Fragen, die in dem ganzen Prozess auftreten:

1) Ganz simpel: woran kann es liegen, dass mein Sägeblatt schon nach ein paar Millimetern immer wieder reißt?

2) Ringgrösse. Gibt es hier eine Faustregel wie lang mein Silberstreifen sein muss im Verhältnis zur Materialdicke? Wenn ich etwa Größe 54 will und eine Materialdicke von 1mm hab, dann ist ein 54mm langer Streifen ja erst mal zu kurz...

3) Lötstellen von Fassung und Ring. Ich weiß, da muss ich sauber arbeiten, aber egal wie sehr ich mich bemühe, eine feine Linie läuft nachher immer an. Kann das daran liegen, dass mir beim Absägen der Schnitt nie ganz gerade gelingt und ich nachfeilen muss und somit die Kanten leicht rund werden? Gibt es hier Abhilfe? Und ich weiß, bei dem Ring ohne Stein sind bei der Lotstelle noch zwei kleine Seen. Gibt es eine Möglichkeit schon beim Säubern zu sehen, ob man alles überschüssiges Lot erwischt hat?

3) Lotstelle zwischen Fassung und Ring. Leider sieht man auf Fotos immer nur die Vorderseite von Ringen. Keine Ahnung ob ich das so richtig mach, hab eher das Gefühl, ich batz da mit etwas zu viel Lot rum. Anregungen dazu?

4) Das Feilen und Polieren. Es treibt mich in den Wahnsinn. Erstens ist es so händisch wie ich es mach brutal langwierig und es bleiben immer Feine Kratzer zurück. Vor allem etwa die Rückplatte von dem Ring mit der großen, weißen Muschel habe ich so nicht mehr glatt gekriegt. Vor allem nach dem Oxidieren-lassen schaut das jetzt eher so naja aus. Außerdem, mir läuft alles super schnell wieder an, wobei ich alles in so kleinen Plastikbeuteln aufbewahre. In denselben, in denen auch meine Silberstreifen liegen hab und da passiert nix! Gibt es hier Werkzeug/Techniken, die mir das Erleichtern könnten?

5) Das Beizen. Ich arbeite mit einer Alaun-Lösung, die in einem Marmeladenglas in einem Babyflaschenwärmer auf Arbeitstemperatur gebracht wird. Das dauert zwar bissl länger, ist mir aber von der geringen Gefährlichkeit her sehr sympathisch. Allerdings, das Silber ist danach immer so matt. Ist das immer so oder ist es vermeidbar?

6) Die Silber-Reste. Da ich viel nach dem Try-and-Error-Prinzip arbeite, habe ich doch durchaus etwas unnötigen Materialverschleiss. Was mache ich damit? Kann ich das selbst irgendwie einschmelzen? Und was mit dem ganzen Lot, dass ja mit dranhängt?

Würde mich freuen, wenn ihr mir hier und da auf die Sprünge helfen könntet.

Und ganz allgemein, in Ermangelung von Kursmöglichkeiten, gibt es irgendwelche Bücher zum Silberschmieden, die empfehlenswert wären?

Danke euch schon mal im Voraus!!! :)
21.04.2021 - 11:56 Uhr  · 

#4

Es hat geklappt!!!! Danke Tilo für den Link zu der alten Diskussion, der hat mir geholfen. Was ich gemacht habe:

Den Stein erst mal flacher geschliffen, damit ich eine dünnere Kante habe. Dann noch einen dünneren Streifen genommen (3mm hoch, 0,5 Blech) und tadaaaaa, es hält.

Ich schätze, es war einfach zu viel Material und beim fassen wurde die Zarge sonst immer weiter.

Jucheee, ich freu mich so :D

Zwei Fotos des Endergebnisses habe ich auch. Da hängen noch paar Thermoplastik-Fussel am Stein, aber das ist jetzt noch das geringste Problem.

Achja, @capcuadrate: das mit dem Kitt ins Gefrierfach klappt super, nur bei dem Lavastein halt nicht, wegen der vielen Poren. Wird mir aber trotzdem in Zukunft helfen.
13.04.2021 - 17:24 Uhr  · 

#5

Achja, noch ein Nachtrag: momentan verwende ich Gorilla Plastic (ähnlich wie Thermoloc), was ich eigentlich in der Handhabung super angenehm finde.
13.04.2021 - 16:28 Uhr  · 

#6

Sekundenkleber wäre jetzt sicher erst mal eine Lösung, aber will ja auf Dauer lernen, das vernünftig zu machen...

Achja, ich hab hier noch nen Kitt, den ich fürs Schleifen der Steine verwende. Allerdings ist das mit Lavastein eher ungünstig, weil sich das Zeug richtig schön in den Poren fest setzt. Hab ohnehin mit dem das Problem, dass ich ihn oft nicht mehr von den Steinen weg bekomm. Aber das ist wieder ein anderes Thema...

Wie ihr seht, ich will viel und hab wenig Ahnung :)
13.04.2021 - 15:40 Uhr  · 

#7

So, ich gebe vorerst auf und habe beschlossen, es muss an meinem Kitt liegen... Immer besser es auf das Material als auf einen selbst zu schieben ;)

Irgendwelche Empfehlungen plus Bezugsquelle? Daaaaaanke :)
12.04.2021 - 18:36 Uhr  · 

#8

@ Tilo/Brettwerk: Die Zarge saß anfangs tatsächlich super eng, musste den Stein sogar ein bisschen reinklopfen.
@ Silberfrau: genauso habe ich das gemacht mit Thermoloc (bzw. in meinem Fall heißt das Zeug Gorilla Plastic) aufgekittet und dann jeweils mit der Punze+Hammer bearbeitet. Sieht dann immer hübsch anliegend aus, doch wenn ich das Plastik ablöse, wackelt es wieder...
@ Heinrich Butschal: mit der Flachzange versucht, leider erfolglos.
12.04.2021 - 15:33 Uhr  · 

#9

Hab jetzt nochmals Fotos gemacht von beiden Seiten. Rein von der Optik bin ich diesmal ja sehr zufrieden, aber es wackelt halt noch minimal. Wenn man den Anhänger in die Hand nimmt und gegen den Stein drückt, dann sieht man, dass da noch etwas Spiel ist. Weiß nicht, ob man das auf dem Foto erkennt.
12.04.2021 - 11:33 Uhr  · 

#10

Also, das Ergebnis ist jetzt wesentlich besser, mit 0,5mm Blech und weniger Höhe. Aber ein bisschen Spiel hat der Stein immer noch. Rausfallen wird er sicher nicht, aber von der Haptik her merkt man es halt. Da jetzt mit Kleber zu arbeiten will ich eigentlich nicht, aber ich krieg den Rahmen einfach nicht zu 100% an den Stein gedrückt/gehämmert.
Anbei noch mal ein neues Foto (da ist jetzt noch nichts gesäubert)
08.04.2021 - 14:05 Uhr  · 

#11

Also, ich werde wohl leider erst Sonntags wieder dazu kommen, es nochmals zu probieren, dann aber direkt vom Ergebnis berichten.

@Silberfrau: Feinsilber habe ich leider nicht da, dickeres Blech schon, also versuch ich’s erst mal damit

@capcuadrate: Ja, für mich war eben die Schleifmaschine das absolute Must Have, das mein Budget aufgebraucht hat.
07.04.2021 - 09:56 Uhr  · 

#12

Also könnte es eventuell helfen dickeres Blech (0,5mm?) zu nehmen und den Rahmen nicht so hoch zu machen?
07.04.2021 - 09:09 Uhr  · 

#13

Guten Morgen! Schon einmal Danke für die Antworten. Ich sehe ein, ein paar mehr Infos meinerseits wären vielleicht doch sinnvoll, deshalb mit Foto, auch wenn ich dieses Prachtstück nicht so gerne zeige...

Der Stein in diesem Fall ist ein Lava-Stein, den ich auf beiden Seiten leicht gewölbt und mit runder Kante geschliffen habe. Zum einfassen habe ich dann 935er-Silberblech in der Stärke 0,3mm verwendet. Also weich genug eigentlich. Das ganze habe ich dann erst mal mit Thermoplastik auf ein Holz gekittet und den Rand umgebogen, gelöst und dann das gleiche auf der anderen Seite.

Das ging auch ganz gut, aber egal wie sehr ich drücke und/oder rumhämmere, das Blech liegt nicht überall direkt am Stein, somit wackelt dieser hin und her. Und durch meine diversen Rettungsversuche ist nun auch alles ziemlich krumm geworden.

Ich würde es eben gerne ohne Rückenplatte haben, zum einen, um bei großen Steinen Material zu sparen und zum anderen einfach aus optischen Gründen.

@capcuadrate: VHS-Kurs, ja, das würde ich sehr gerne machen, aber eben nicht möglich derzeit. Schleifen, angefangen hab ich mit nem Dremel und inzwischen habe ich dafür eine richtige, ausgewachsene Schleifmaschine mit Diamantschleifrädern. Man gönnt sich ja sonst nichts...
06.04.2021 - 22:39 Uhr  · 

#14

Hallo zusammen! Ich bin ziemlicher Anfänger und man möge mir verzeihen, wenn ich mein Anliegen mit dem absolut falschen Vokabular beschreibe...

Also, ich schleife Steine, die ich auf Reisen gesammelt habe und versuche daraus Schmuck zu machen. Unter anderem fasse ich sie eben mit Silber ein. Ganz simpel, Silberstreifen auf Rückenplatte und dann andrücken. So, und jetzt versuche ich das gerade auch ohne Rückenplatte hinzubekommen, also nur mit einem Blechstreifen. Aber am Ende sitzt der Stein einfach nur locker in seinem Rahmen.

Hilfe? Ideen? Oder geht das einfach gar nicht?

Danke schon mal im Voraus!