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Antwort schreiben auf Übergang Modeschmuck - echter Schmuck

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Die letzten Beiträge in diesem Thema

PostRank 11 / 11
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Aus meiner Erfahrung als Goldschmiedegesellin möchte hier anbringen, dass händisch in Deutschland hergestellter Echtschmuck alles andere als fair, und nicht selten ausbeuterisch produziert - zu minderst zu dieser Zeit - wurde. Aber die Goldschmiede dürften sich in der Tat über die Einführung des Mindestlohnes gefreut haben. So dass es heute vielleicht nicht mehr zutrifft, immerhin wird man ja jetzt zumindest auf das Level von ungelernten Hilfskräften empor gehoben.
Prinzessin888
 
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Nun muss ich mich doch noch mal zu Wort melden, da ich glaube, dass manche hier etwas völlig falsch verstanden haben.
Es war nicht die Rede davon, dass all das auch MEINE eigenen Ansichten sind, es war lediglich die Rede davon, dass es wohl unterschiedliche Aspekte gebe kann und man nicht direkt über Menschen urteilen sollte, nur weil sie einen anderen Geschmack/ ein anderes Einkommen/ eine andere Einstellung ect. haben. Ich kann auch gerade überhaupt nicht verstehen, dass das manche jetzt unbedingt darauf beharren, anderen Ihre Meinung aufzuzwingen.
Wenn ihr Echtschmuck aus welchen Gründen auch immer mögt, kauft und tragt, dann ist das doch schön für euch, aber müssen deswegen alle anderen Menschen dieselbe Einstellung dazu haben?

Zum Thema, Echtschmuck gibt es auch schon günstig: Stimmt! Und wer sich das kaufen möchte, weil er zb weniger Geld zur Verfügung hat, aber dennoch Edelmetalle tragen möchte, der kann das doch tun. Aber genau dieser günstig hergestellte Echtschmuck wird meist unter schlechten Bedingungen produziert und ich respektiere, wenn Leute es ablehnen diesen Schmuck zu kaufen und beispielsweise nachhaltigen Modeschmuck kaufen.
Und da sind wir auch schon beim nächsten Thema, dass Modeschmuck angeblich immer billig ist und unter schlechten Bedingungen in China produziert wird: Das stimmt so nicht. Natürlich gibt es vieles an ultra billigem nicht fair produziertem Modeschmuck, vor allem bei bestimmten bekannten Billigmodeunternhemen. Aber es gibt auch nachhaltig und fair produzierten Modeschmuck, zb Holzketten von einer bestimmten Marke. Oder Schmuck aus Glaskristallen. Und das würde ich dennoch als Modeschmuck bezeichnen, da es nicht aus Edelmetallen besteht.

Was ich nochmal kurz anmerken muss, ich habe in meinem ersten Komentar lediglich unterschiedliche Gründe aufgelistet, weshalb ich es nicht so einfach finde, eine pauschale Antwort zu geben. Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn man sich Echtschmuck kauft und trägt, ich habe nie behauptet, dass ich das nicht auch tu und ich respektiere und verstehe die „Echtschmuck-Anhänger“ natürlich auch. Dennoch sollte man nicht voreilig über die Geschmäcker und Ansichten anderer urteilen, man kann anderen Menschen eben nicht die eigene Ansicht aufzwingen.
PostRank 11 / 11
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also ich für meinen Teil möchte auf so manches preisgünstiges Zukaufteil aus Fernost nicht mehr verzichten. Da hab ich richtige Lieblingsstücke dabei und die bereiten mir bereits jahrelang viel Freude. Ich beachte allerdings bei dem Umgang damit gegebenenfalls Materialunverträglichkeiten (... nur auf Stoff tragen usw. )

Ist doch schön, daß man da zugreifen kann.
PostRank 11 / 11
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Es ist ziemlich durcheinander.
In der Wire Wrapping Szene z.B. herrscht oft die Meinung, Kupfer, vollkommen OK, auch für Ohrhaken, keiner hat niemals nicht damit Probleme, dass es abfärbt, oder dass Beschichtungen abgehen. Gut, unbestritten sind das die Fachleute.
Wenn ich gegenüber Veranstaltern und Kursteilnehmern sage, die Ohrringe machen wir in Silber, denn keiner will sich unechtes Zeugs in die Ohren stecken, stimmen mir alle Laien und Unbeleckten von Herzen zu.
Wem soll man denn da glauben?
Guestuser
 
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ich verkaufe auf Märkten Silberschmuck und sehe, wie die meisten Omis/ältere Damen sich wie die Geier auf den scheusslichen China Müll stürzen. Die Pandora Fakes und all solch ein Müll, der sich nach 2 x tragen auflöst.

Da kaufen sie 5 Stück für 25 Euro vom Wühltisch und behängen sich damit. Nach ein paarmal tragen, ist die Pracht dahin und es wird entsorgt.

Eine Verschwendung ohnegleichen

Wenn ich 5 Euro für einen 925 Silberanhänger oder 7 Euro für ein hübsches 925 Silberarmband verlangen, verdrehen sie die Augen und halten mir einen Vortrag, wie teuer ich bin.

Die Masse hat nicht zu wenig Geld, die Masse hat einfach keinen Geschmack und kein Gefühl für Stil.
Ich kaufe mir lieber ein gutes Schmuckstück für 100 Euro als 10 Schrottsachen a 10 Euro.
Klasse statt Masse, das würde auch der Umwelt gut tun
PostRank 11 / 11
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Die ethische Diskussion, ja, teils teils.
Zum Einen anerkenne ich das ehrliche Bemühen doch so einiger Menschen, anderen nicht zu schaden.
Zum anderen wird leider gerade mit diesem Bemühen recht oft Schindluder getrieben, mal offensichtlich, mal eher unauffällig.
Der gute Wille ist anerkenneswert, alles zu glauben, was einem in dieser Richtung erzählt wird, Dummheit.

Jetzt nicht nur bei Schmuck, aber da auch.
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sag ich ja.
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Zitat geschrieben von Guestuser

Erstmal kommt es vermutlich ja auch auf das zur Verfügung stehende Geld an, manche Jugendliche bekommen einfach wenig Taschengeld und können sich deshalb keinen teuren Schmuck leisten, (.....) Auch im höheren Alter steht nicht jedem gleich viel Geld zur Verfügung,(..... )

Echt-Schmuck gibt es in unterschiedlichen Preislagen... es muss ja nicht gleich am Anfang ein 10-Karäter sein; die klassische (Zucht-)Perlenkette kriegt man für kleines Geld überall nachgeworfen.
Und "vernünftiger", qualitätvoller, langlebiger Modeschmuck (Zeug, das nicht sofort abfärbt bzw. die "Steine" nach 2x tragen rausfallen) ist auch recht teuer. Mir zieht es regelmäßig die Socken aus, wenn ich sehe, was dafür bezahlt wird (neu wie auch gebraucht).

Zitat geschrieben von Guestuser

Noch dazu kommt, dass es sicher auch Menschen gibt, die aus ethischen Gründen keinen Echtschmuck kaufen möchten, für Gold und Diamanten werden in anderen Ländern Menschen ausgebeutet, für Perlen werden Tiere ausgebeutet.

Ich finde die "ethische" Diskussion total verlogen; es ist interessant, dass diese Argumentation immer dort angebracht wird, wo es sich um (Status-)Symbole handelt, die am sich selbst (noch) nicht leisten kann. Selbst greift man dann auf Billigprodukte (seien es Modeschmuck oder Klamotten oder andere Dinge) aus der 3. Welt zurück, die unter ausbeuterischen Methoden hergestellt werden, es werden technische Geräte genutzt, bei deren Herstellung in China bzw. beim notwendigen Rohstoffabbau in Afrika weder Umwelt, Ressourcen noch die Menschen geschont werden.
Auch beim Abbau der Rohstoffe für Modeschmuck (Metalle, Erdöl) geht es rau zu.
[/quote]
PostRank 11 / 11
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Das Gold vom Goldschmied ist meistens aus der Scheideanstalt, d.h. recyceltes Golkd, d.h. nachhaltig.
Wertiger Schmuck ist langlebig, d.h. muss nur 1x gekauft werden, d.h. nachhaltig.

Das Gold aus den Minen, die sich inzwischen auch meist an Standarts halten geht in die Industrie und Barrenwirtschaft.

Bei Steinen kann ich durchaus auch Synthesen vertreten.

Bei Perlen ist der tierische Aspekt schon richtig, aber die meisten essen auch Fleisch und tragen Lederschuhe.
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Moinmoin,
Zitat vonPrinzessin888: Noch dazu kommt, dass es sicher auch Menschen gibt, die aus ethischen Gründen keinen Echtschmuck kaufen möchten, für Gold und Diamanten werden in anderen Ländern Menschen ausgebeutet, für Perlen werden Tiere ausgebeutet. Dennoch wollen sich Leute mit einer bestimmten ethischen Einstellung auch mal aufhübschen und Schmuck tragen. 

???, und das für wenige Cent zusammengebaute Zeug ist ethisch wertvoll ?, ja nee,is klar.
Davon abgesehen könnte man sich ersatzweise mal für Fairtrade-Gold interressieren, z.bsp. aus Argentinien.
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Ganz einfach: mit dem Alter steigt die Lebenserfahrung. Deshalb.
Prinzessin888
 
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Also erstmal würde ich behaupten, dass „geschmackvoll“ und „geschmacklos„ einfach im Auge des Betrachters liegt und ich find es fast schon ein bisschen unfair, über die Äußerlichkeiten anderer zu urteilen.

Aber nun zu deiner eigentlichen Frage, die, wie ich finde, nicht so einfach zu beantworten ist. Erstmal kommt es vermutlich ja auch auf das zur Verfügung stehende Geld an, manche Jugendliche bekommen einfach wenig Taschengeld und können sich deshalb keinen teuren Schmuck leisten, andere hingegen bekommen genug Taschengeld, kaufen davon aber einfach gern anderes Zeug, was einem als Teenie vielleicht wichtig ist, wieder andere bekommen von ihren Eltern zu bestimmten Anlässen teuren Echtschmuck geschenkt. Auch im höheren Alter steht nicht jedem gleich viel Geld zur Verfügung, Menschen gehören unterschiedlichen sozialen Schichten an und Menschen setzen sich unterschiedliche Prioritäten. Es gibt mit Sicherheit auch einige, die sich zwar teuren Schmuck leisten können, es aber nicht einsehen, so viel Geld für eine Kette auszugeben und trotzdem wollen sie vielleicht zu bestimmten Outfits mal ein Schmuckstück tragen, da liegt es doch Nahe, günstigen Modeschmuck zu kaufen. Was spricht denn deiner Meinung nach gegen Modeschmuck, außer dass du es nicht stilvoll findest? Noch dazu kommt, dass es sicher auch Menschen gibt, die aus ethischen Gründen keinen Echtschmuck kaufen möchten, für Gold und Diamanten werden in anderen Ländern Menschen ausgebeutet, für Perlen werden Tiere ausgebeutet. Dennoch wollen sich Leute mit einer bestimmten ethischen Einstellung auch mal aufhübschen und Schmuck tragen.

Meine Antwort auf deine Frage ist also, dass ich bezweifle, dass es zwingend am Alter liegt, wann Menschen von Modeschmuck zu Echtschmuck übergehen. Warum soll es denn nicht auch andersrum sein, es gibt sicher auch Menschen, die früher vielleicht gern mal Echtschmuck getragen haben und jetzt aus bestimmten Gründen auf Modeschmuck umgestiegen sind. Und Geschmack und Stil hat meiner Meinung nach auch nichts mit dem eigenen Alter oder dem Wert der Schmuckstücke oder der Kleidung, die man trägt, zu tun.
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Was die "Steine" betrifft:

Nun so manche Glaskunst stellt viele "echte" Steine, auch was den schnöden Wert betrifft locker in den Schatten.

Auch manche Synthesen sind richtig teuer - und nachhaltig sowieso.

Nie wurde der Kreativität so viel Auswahl was stabile Materialien betrifft geboten, wie heutzutage.

Auch was die formgebende Technologie betrifft (CAD + 3D Druck.. ) hat sich sehr viel getan.
PostRank 11 / 11
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klar, trendfolgende Massenware ist oft aus sogenannten "Unedelmetallen" mit Kunststeinen, wobei ich persönlich Bronze und insbesondere Kupfer nicht als Unedelmetalle einstufe. Klar beide laufen schnell an, sind aber dennoch nachhaltig, wie ja bronzezeitliche Funde immer wieder bestätigen.

Überhaupt mag ich es nicht sonderlich bei so etwas potentiell emotionalem wie Schmuck immer den Wert in den Vordergrund zu rücken.

Keiner würde auch bei einem Bild von Picasso nach dem reinen Materialwert fragen - OK, ist ein anderes Thema, aber bisweilen ist auch so mancher Schmuck ein ernstzunehmendes Kunstwerk, obwohl aus "einfachem" aber nachhaltigen Material, z.Bsp.: 925 er Silber gefertigt. Das musste ich kürzlich auch lernen...
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Haut hin.
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Bei Wikipedia steht als Definition preiswert in der Herstellung mit preiswerten Materialien und als Massenprodukt hergestellt.
Das wäre ja bei individuell in Handarbeit angefertigtem nicht der Fall.
Passt dann ganz gut zu dem was Silberfrau schreibt 😁
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