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Was ist eigentlich ein "gutes" Werk?

 
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Adrian Weber
 
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Adrian Weber

 ·  #1
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Beiträge: 25967
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 ·  #2
Wahnsinnig viele Fragen auf einmal. Ich will mal mit einem Thema beginnen das Du angeschnitten hast und gar nicht gefragt hast.

Was sind Sammler?

Immer wieder kommen hier im Forum und auch bei mir im täglichen Geschäft die Fragen auf, meist bei Objekten die hässlich sind und denen niemand zutraut das sie eine Frau oder ein Mann als Schmuck kaufen oder tragen will,ob man dies nicht einem Sammler verkaufen könne.

Sammler sind keine Staubsauger und Idioten. Sammler sind meist Leute, die mit angelernter Fachkenntis und hohem Interesse einige Objekte gekauft haben und durch positive Rückkopplung nach dem Kauf, mehr und mehr Spaß an der Sache bekommen haben.
So informieren sie sich immer weiter und kaufen je nach Budget immer wieder.
Die idealen Kunden auch für Juweliere. Denn nach dem ersten Kauf, kauft es sich leichter. Leute z.B., die Eheringe kaufen, wollen jedoch nur einmal kaufen.

Da gibt es Büchersammler, Immobiliensammler, Schmucksammler auch Schuhe und Uhren.

Ich bin, neben originalen Schmuck, auch von Barockmöbeln fasziniert und kenne Leute die alte Gemälde sammeln und dazu schon anbauen mussten.

Uhrensammler, sind also, um Zu Deinem Thema zurück zu kommen, nicht anderes als fachlich interessierte Käufer mit Erfahrung.
Also so etwas wie Du mit Tesoren.
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 ·  #3
Zitat geschrieben von Heinrich Butschal
Also so etwas wie Du mit Tesoren.

;-) Ich wünsche Adrian einen richtig fetten Lottogewinn - dann muss er hier immer berichten, wie viel Quadratmeter er wieder für den oder den Tresor hat anbauen müssen.
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 ·  #4
Ich vermute mal der Edelhersteller ist Chopard.
Aber sowas kann man nicht mehr wirklich als Uhr bezeichnen. Das ist halt ein Gesamtkunstwerk.

"Was ist ein gutes mechanisches Werk" ist verdammt schwer objektiv zu beurteilen.
Das ETA 2824 in besserer Ausfuehrung ist garantiert eins. Ob ein Werk der 10fachen Preisklasse (wegen geringerer Stueckzahl) wirklich besser ist? Zumindest hat ein Lange Werk mehr Flair.
Ein Ferrari ist vermutlich schlechter als ein Golf, aber er ist halt ne Legende.
Lange wird sich mehr Muehe geben (muessen) bessere Gangergebnisse zu bringen als ETA mit der Erfahrung von Millionen Werken.
Viele Herstelle geben ja nach Androhung koerperlicher Gewalt zu, dass ihre "Manufakturwerke" eigentlich von ETA kommen und nur noch ein bischen nachverziert (manchmal auch schon bei eta) werden.

@Adrian: Du bist mir nie unangenehm aufgefallen. :)

Karlo
Adrian Weber
 
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Adrian Weber

 ·  #5
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 ·  #6
Ich weiss jetzt nicht was im Chronomat tickt, aber Breitling verbaut gerne eta 775x.

Karlo
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Adrian Weber

 ·  #7
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 ·  #8
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Adrian Weber

 ·  #9
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 ·  #10
Das ETA 775x ist ein gutes Werk, aber ein Werk ohne das Flair des seltenen.
Mit einem Bewertungsmasstab sind grundsolide ETA Werke und edle Manufakturwerke nicht unter einen Hut zu bringen.

Karlo
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Adrian Weber

 ·  #11
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 ·  #12
Zitat geschrieben von dicey
Okay Karlo, jetzt hab ich es ;)



Ne, Du hast mich immer noch nicht ganz.

Von allen messbaren Werten wird ein gut einreguliertes ETA in chronometre Ausfuehrung sich nicht von einem Lange unterscheiden.

Aber das Lange auf dem Tisch oder am Arm zu haben, ist was anderes.
Eben was besonderes.

Was ist an Languste besser als an Schnitzel?
Nix, es gibt sie seltener. :-)

Karlo
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 ·  #13
ich hätte jetzt gedacht, daß der Vergleich eher lauten würde:
Rindersteak vom guten Fleischer gegen Steak vom mit Bier verwöhnten Kobe-Rind
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 ·  #14
Zitat
Aber auf der anderen Seite sind diese nicht zu vergleichen mit Einzeln gefertigten Manufaktur Werken wie von A. Lange zum Beispiel. Welche einzigartige Unikate darstellen

Hallo Adrian,
es gibt bei Lange genau so wenig wie bei irgend einem anderen Uhrenhersteller diese Kategorie. Keines dieser Werke wird in Handarbeit gefertigt. Keines von ihnen dürfte bei Licht betrachtet, die Bezeichnung Unikat führen. Die erforderliche Genauigkeit und Zuverlässigkeit setzt in jedem Fall CNC-Maschinen und Großserienfertigung aber keine Unikate voraus. Dass das Ganze dann auch noch als "Manufaktur" an das ehrfürchtige, aber offensichtlich naive Publikum verkauft werden kann, ist eine Erscheinung unseres gedankenlosen Zeitalters. Immerhin kommt der Begriff Manufaktur ja einerseits von dem lateinischen Wort manus, was so viel wie Hand heißt und von facere, was mit machen oder herstellen übersetzt werden kann.

Die Luxuszwiebeln aus den absolut händefreien Manufakturen unserer Tage als Manufakturerzeugnisse zu bezeichnen, erfüllt also streng genommen nicht nur den Tatbestand der arglistigen Täuschung! Andererseits muss natürlich auch gefragt werden, was sich ändern würde, wenn die Uhren wieder mit manus hergestellt würden.

Dazu kann mit Fug und Recht gesagt werden, dass dann zumindest die Quote der Reklamationen wieder satten Zuwachs bekäme.

Also mal Klartext: Mir erscheint eine Uhr aus einer vernünftigen, neuzeitlichen und qualitativ einwandfreien Goßserienproduktion, um ein Vielfaches vertrauenswürdiger und damit auch zuverlässiger, als sie es aus einer noch so guten und vornehmen Manufaktur jemals sein könnte. Vorausgesetzt natürlich, dass deren Betreiber nicht nur Schindluder mit der wohlklingenden Bezeichnung treiben und hinter den Kulissen in Wirklichkeit neuzeitliche Technik werkelt! Bleibt die Frage nach dem Sinn der so genannten Manufakturen. Ich erkläre mir das folgendermaßen:

Irgendwo muss die überflüssige Kohle ja hin! Auch der Kaiser in dem besagten Märchen war maßlos stolz auf seine neuen Kleider. Über ihn lachen die Kinder noch heute. Aber Kinder verstehen nun mal nichts von Uhren.
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 ·  #15
Hallo Ulrich,

in den meisten Punkten hast du sicher recht, doch es gibt sie noch, die wirklich handgefertigten Einzelstücke von Uhrmachern. Allerdings kommen die nur in den seltensten Fällen ans Licht der Öffentlichkeit, es sei denn, du schaust mal in Dubai auf die Handgelenke der Scheichs.

Über die Qualität solcher Uhren vermag ich nichts zu sagen, es sind halt meist Kunstwerke an sich, nach Kundenwunsch gefertigt.

Bei neuzeitlicher Fertigung gibt es sicher auch den ein oder anderen Unterschied in puncto Präzision, Material, Sauberkeit bei der Verarbeitung etc.
Zusammensetzen muss ein solides mechanisches Uhrwerk immer noch meist eine menschliche Hand, bei den relativ geringen Auflagen wäre ein spezieller Roboter zu teuer. Den Vergleich ziehe ich jetzt mal aus der Kenntnis der Fertigung von mechanischen Präzisionsinstrumenten (Auflagen um 50 - 500 Stück), die sich durchaus mit Uhrwerken vergleichen lassen.

Für den täglichen Gebrauch ziehe ich immer noch eine Billig-Quarzuhr vor, wo es mir nicht weh tut, wenn sie mal nen Kratzer abkriegt.
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