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Diamanten aus Urnenstaub?

 

Umfrage

Würdet Ihr z.B. Eure Oma in dieser Form am Finger tragen wollen?
Ja, ich finde nichts schlimmes dabei!
 
250 (77.16%)
Nein, das ist nichts für mich!
 
74 (22.84%)
 
0 (0%)
Stimmen insgesamt:324
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 ·  #16
danke heinrich :)
aufschluss in perfektion wie immer :super:

nun wir machen in unserem journal ja keine werbung für diesen bestatter, wollten das thema hier nur mal durchleuchten. nennen wir dieses ding einfach mal erinnerungsstein.

und das war ja auch die fragestellung - fazit der noch kleinen diskussionrunde zu dritt: eher nicht so doll die idee einen verstorbenen in form eines geschaffenen gegenstands mitsich zutragen :idea:
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 ·  #17
In dem journalistischen (nicht wissentschaftlichen) Artikel habe ich einmal folgendes herausgenommen:

Zitat
........(mittlerweile ist man bei solchen Mengenangaben vorsichtiger; da der Kohlenstoffgehalt "konventioneller" Krematoriumsasche gering ist und zusätzlicher Kohlenstoff hinzu gegeben werden muss).


Das erklärt natürlich alles. :-) wenn man 99,999 % als zusätzlichen Kohlenstoff hinzugibt und die Urne höchstens danebenstellt.
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 ·  #18
na dann ist der wissenschaftliche teil jetzt überstanden und die eigentliche frage wieder eröffnet :D

Zitat

Würdet Ihr z.B. Eure Oma in dieser Form am Finger tragen wollen?


lg
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 ·  #19
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 ·  #20
@ Tanja

Ich persönlich finde die Idee schön, dass aus der Asche eines mir lieben Menschen ein Schmuckstein, bzw. "Erinnerungsdiamant" gefertigt werden kann, den ich dann immer tragen und mich daran erfreuen kann. Das ist für mich wesentlich tröstlicher, als vor einem unpersönlichen Urnengrab zu stehen oder mir die "Vase" ins Wohnzimmer zu stellen


wenn mir die Oma ein Schmuckstück hinterlässt, dann habe ich eine wahre Erinnerung - mit Geschichte

ein künstlich erzeigtes Stück Funkel aus der Asche der Oma?- wo ist da die Erinnerung-

mit meinem Glauben geht das wenig konform

wie gesagt- der Aufwand ist- egal was rauskommt, ob Stein oder Glas;-) sehr gross

irgendwann würde das passieren, was ich oben beschrieb-

Steine lagern bereits fertig und werden als Omas Aschestein verkauft-nee nee-


"materialistische Reinkarnation :mrgreen: "


Die Verstorbenen sollten einem schon ein wenig heiliger sein 😉
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 ·  #21
Hallo Butschal,
uns interessiert ja nun bei unserer Diskussion, wie ihr generell zu diesem Thema steht und nicht, ob ihr glaubt, dass die Methode funktioniert oder nicht. In meinem Forumbeitrag erkläre ich außerdem recht genau, wie echte Diamanten entstehen und wie es in den fünfziger Jahren gelang, synthetische Diamanten herzustellen, danke auch hier nochmal an den Heise-Verweis von Emerald. Der Erinnerungsdiamant wird nach dem gleichen Verfahren hergestellt. Bei der Verbrenung eines Leichnams ensteht nun mal Kohlenstoff, der aber in jedem Krematorium aus Umweltgründen sowieso gefiltert wird, weil Menschen nun einmal voller Schwermetalle usw. sind, die sowieso nicht nach draußen geblasen werden dürfen. Klar presst man nicht so lange auf der Asche rum, bis daraus ein Diamant ensteht, das ist auch im Artikel so nicht gemeint. Da es hier eher um ein ethisches Thema geht, habe ich auch nicht jeden Arbeitsschritt en detail beschrieben. Das Verfahren ist aber genau das gleiche wie bei der Herstellung von Industriediamanten. Wen die Technik nun absolut interessiert, kann sich ja auch mit dem Bestattungsunternehmer direkt in Verbindung setzen. Aber bitte nicht auf ihm rumhacken - die Sache hat Hand und Fuß, er bietet diesen Service seit zwei Jahren an und jeder hat schließlich die Wahl, ob er so etwas machen möchte oder nicht. Nochmal - es geht hier in erster Linie um eine ethische Diskussion!

Liebe Grüße

Tanja :)
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 ·  #22
Hallo Butschal,
ich beziehe mich nochmal kurz auf deinen Einwurf nebst Zitat:

........(mittlerweile ist man bei solchen Mengenangaben vorsichtiger; da der Kohlenstoffgehalt "konventioneller" Krematoriumsasche gering ist und zusätzlicher Kohlenstoff hinzu gegeben werden muss).
Das erklärt natürlich alles. wenn man 99,999 % als zusätzlichen Kohlenstoff hinzugibt und die Urne höchstens danebenstellt.

Ich habe mich länger mit dem Bestattungsunternehmer am Telefon unterhalten und ganau darauf hat er auch hingewiesen. Allerdings verwenden die ein Verfahren, bei dem der Stein aus 100% Kohlenstoff aus dem Verbrenungsvorgang des jeweiligen "Kandidaten" gewonnen wird. Das kannst Du nun glauben oder nicht, schön ist jedenfalls, dass jeder dazu eine eigene Meinung hat - wir sind hier ja auch nicht bei WISO.... :D

Viele Grüße
Tanja
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 ·  #23
Hallo Tanja,

Du kennst "Kathinkas law", je mehr Du eine bestimmte Antwort bekommen willst desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit das Du sie bekommst.

Zur Chemie:
Bei der Verbrennung ensteht nicht Kohlenstoff.
Der Mensch besteht aus Kohlenstoffverbindungen und bei der Verbrennung wird unter anderem der Kohlenstoff oxydiert, sprich verbrannt zu Kohlendioxyd. Das ist ein Gas und dieses Gas wird nicht aus Umweltgründen gefiltert sondern ist neben Wasserdampf der sauberste Anteil dessen, was in die Luft abgegeben wird.
Wenn die Verbrennung abgeschlossen ist, enthält die Asche kein Milligramm Kohlenstoff mehr.
Und wenn der Anbieter das seit hundert Jahren anbieten würde spielt das keine Rolle, die Chemie ist älter.

Die ganze Sache ist ein großer Bluff.

Warum willt Du hier eine ethische Diskussion um einen Bluff?
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 ·  #24
Zitat geschrieben von Tanja, Redaktion
Hallo Butschal,
ich beziehe mich nochmal kurz auf deinen Einwurf nebst Zitat:

........(mittlerweile ist man bei solchen Mengenangaben vorsichtiger; da der Kohlenstoffgehalt "konventioneller" Krematoriumsasche gering ist und zusätzlicher Kohlenstoff hinzu gegeben werden muss).
Das erklärt natürlich alles. wenn man 99,999 % als zusätzlichen Kohlenstoff hinzugibt und die Urne höchstens danebenstellt.

Ich habe mich länger mit dem Bestattungsunternehmer am Telefon unterhalten und ganau darauf hat er auch hingewiesen. Allerdings verwenden die ein Verfahren, bei dem der Stein aus 100% Kohlenstoff aus dem Verbrenungsvorgang des jeweiligen "Kandidaten" gewonnen wird. Das kannst Du nun glauben oder nicht, schön ist jedenfalls, dass jeder dazu eine eigene Meinung hat - wir sind hier ja auch nicht bei WISO.... :D

Viele Grüße
Tanja


Hallo Tanja,

wir können aber trotzdem versuchen offensichtliche Unwahrheiten als solche aufzudecken. :-)
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 ·  #25
Lieber Butschal,

ich sehe es nach wie vor als ethische Diskussion, oder einfach auch, was man von der Idee allgemein hält. Krematorien unterliegen tatsächlich strengen Filtervorschriften, weil das, was da ohne Filter aus den Kaminen kommt tatsächlich recht giftig wäre. Also nochmal - technisch ist das Ganze machbar, ob das etwas für dich wäre oder nicht, möchten wir in der Diskussion ja anregen. Für alle weitere Fragen verweise ich an den Bestatter oder ein mineralogisches Institut, die können das sicherlich ganz genau erklären. Ich möchte auch keine bestimmte Antwort erzeugen, sondern habe sachlich ein bestimmtes Geschäftsmodell und die dahinter stehende Idee vorgestellt und dann mit Martin eine Diskussion angeregt.
In diesem Sinne noch einen schönen Abend, ich muss jetzt erst mal Abendessen für meine Töchter machen. :bounce:

LG, Tanja
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 ·  #26
Hallo Tanja,

Co2 wird nicht gefiltert und der Kohlenstoff des Co2 wird auch nicht aus dem Filter gekratzt zumindest ist dies auch nicht vom Anbieter so behauptet worden. Co2 ist auch nicht giftig. Man könnte das Co2 natürlich in Wasser speichern in Form von Kohlensäure.
Wenn denn der Anbieter eine Flasche Kohlensäure haben will, könnte man zumindest technisch darüber nachdenken.

Schönen Abend noch, ich werde jetzt auch aufbrechen. :-)
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 ·  #27
Hallo Forumaner,
Ihr könnt Eure Oma, Vater, Mutter, Bruder und was es noch gibt - von mir aus als Ohrring oder Ring oder was weis ich tragen.
Meine bleiben am Bergfriedhof und damit basta. :twisted:
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 ·  #28
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 ·  #29
Hallo,

also ich würde mir schon vorstellen können, meine Oma am Finger zu tragen. So hätte ich sie immer bei mir. Es kommt natürlich auch darauf an wie man zu der verstorbenen Person stand.
Aber jeder denkt anders und das ist gut so.
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 ·  #30
Guten Abend aus Wien,

dieses Thema scheint wirklich zu polarisieren - ethisch/moralisch und fachlich.

Leider kann ich zur Zeit auch nur eher einen kommerziellen Effekt an dieser Sache wittern. Vielleicht mag es für einen Augenblick verlockend klingen, wenn man die Asche des Menschen, mit dem man sehr verbunden war, als Schmuckstück bei sich tragen kann. Doch bei näherer Betrachtung spricht für mich viel zu viel dagegen.
Wer sollte das Anrecht auf dieses Schmuckstück haben? Sehr oft gibt es mehrere Hinterbliebene, die gleiche Rechte beanspruchen. Oder wie schlimm wäre es, so ein Schmuckstück einmal zu verlieren! Außerdem finde ich den Gedanken auch sehr richtig, dass funkelnde Steine mehr zu Freude passen und nicht so sehr zu Trauer.
Und letztlich hänge ich an Traditionen. Da meine Familie in einer sehr ländlichen Gegend zuhause ist, ist es bei uns wirklich noch so, dass der 1. November sehr traditionell begangen wird. Viele Angehörige treffen sich zur selben Stunde am Grab und dies kann auch etwas sehr Schönes und Verbindendes sein. Wo sollte man den lieben Verstorbenen "besuchen" wollen, wenn es keine letzte Ruhestätte mehr gibt. Obwohl mir natürlich klar ist, dass dies bei anderen Bestattungsarten (Asche über dem Meer verstreuen) auch oft nicht mehr der Fall ist.
Bei uns in Wien wurde der riesige Zentralfriedhof mittlerweile zu einem Ort für meditative Spaziergänge und schließlich ist er sogar mitten in der Stadt zu einem eigenen Biotop für Pflanzen und Tiere geworden. Doch das führt jetzt wohl zu weit weg vom Thema.

Ein letzter Gedanke: Ich selbst möchte ehrlich gesagt nicht, als Diamantring herumgetragen werden und ich hoffe, man fragt mich vorher!

Liebe Grüße Andi
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