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Aus Uhus Werkstatt. Reparatur eines Citrines. Oktober 2022

 
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #1
Ein Goldschmied schickte mir einen beschädigten Citrin von goldgelber Farbe. Ein böser Chip an einer Ecke, der über die Rondiste bis an den Kiel reichte. Das Einfachste wäre gewesen, den Stein ganz neu zu schleifen. Ich wollte aber möglichst wenig Gewicht verlieren und habe mich daher entschlossen, nur die 4 Ecken nach zu schleifen. Zunächst hieß es, den Stein möglichst zentriert aufzukitten. Das geht recht gut, wenn man sich einen Dop in der Größe des Steines schleift. Der Stein war sehr gut geschliffen, aber doch nicht ganz symmetrisch und die Treppen stimmten nicht überall genau überein. Dazu gab die Form des Chips die Winkel der neuen Reihen vor.
Kurz gesagt: ich musste jede Reihe individuell facettieren und polieren. Da die Rundiste beschädigt war, mussten auch die Facetten der Oberseite zur Hälfte neu angelegt werden. Und da die Tafel ein paar Kratzer zeigte, habe ich die Tafel auch gleich neu poliert. Dabei zeigte sich, dass sie genau in einer Spaltebene lag und auf Zink nicht polieren wollte. Also legte ich meine Allzweckscheibe aus Feinzinn auf und das Problem wurde gelöst.
Ich hoffe, der Goldschmied ist mit dem Ergebnis zufrieden.
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tatze-1
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tatze-1

 ·  #2
Sauber!
Brettwerk
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Brettwerk

 ·  #3
Zitat geschrieben von stoanarrischer uhu

Ich hoffe, der Goldschmied ist mit dem Ergebnis zufrieden.


Wenn wider Erwarten nicht, ist dem Mann nicht zu helfen. ;-)
Toll geworden, und eine wunderbare Farbe!
Alyss
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Alyss

 ·  #4
Ich finde den absolut toll! So ein böser Abplatzer, wenn der Kunde mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, sollte er seinen Kopf untersuchen lassen 😉
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #5
Alyss
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Alyss

 ·  #6
😂😂😂
tatze-1
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tatze-1

 ·  #7
wenn die es nicht ist, dann ist der nicht zu helfen.
GemBen
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GemBen

 ·  #8
Hallo Uhu, es ist mir ein Rätsel wie Du den Stein einigermaßen zentriert wieder aufkittest. Ich habe bei mir jetzt auch so einen Fall, habe einen Stein in einem "Checker-Design" geschliffen. Alle Meetpoints stimmen gut, kein Versatz etc., war mächtig stolz. Und dann seh ich heute nochmal mit der 10fach Lupe drauf. Siehe da, eine einzige Facette ist nicht richtig durchpoliert. Stein war halt schon ab vom Dop, keine Chance das zu korrigieren.
Gruß Ben
Ingo Richter
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Ingo Richter

 ·  #9
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #10
Hallo GmBen,einen Hinweis zum zentrierten Aufkitten habe ich oben schon gegeben. Ich mache mir einen Dop in der genauen Größe des aufzukittenden Steines. Ich löte zB eine Münze auf einen kleineren Dop und schleife das Ding passend. Den Rest kannst du Dir zusammenreimen. Eine zweite Möglichkeit ist ein Dop, der wie eine Zielscheibe mit konzentrischen Kreisen versehen ist. Man muss dann halt umdoppen. Es soll auch selbst zentrierende Umkitteinrichtungen geben....Alle Hilfsmittel sind aber nur Hilfsmittel- 100% schafft man es nicht. Daher heißt es dann, die Facetten vorsichtig zu suchen. Eine polierte Facette male ich mit einem Edding an und probiere dann mit einem winzigen Moment und Druck die gesuchte Facette zu polieren. Wenn man nicht fürchterlich daneben liegt, sieht man, wo die Polierscheibe angreift und kann mit den Feinstellern die richtige Einstellung finden. So habe ich schon manchen ramponierten Stein gerettet. Ist mühsam - aber geht.
Ingo Richter
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Ingo Richter

 ·  #11
GemBen
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GemBen

 ·  #12
Zitat geschrieben von stoanarrischer uhu

Wenn man nicht fürchterlich daneben liegt, sieht man, wo die Polierscheibe angreift und kann mit den Feinstellern die richtige Einstellung finden. So habe ich schon manchen ramponierten Stein gerettet. Ist mühsam - aber geht.


Das ist der entscheidende Punkt. Man darf nicht allzu weit daneben liegen und der Aufwand ist beachtlich, Hochachtung!
Den Edding nutze ich auch des öfteren, beim Scheibenwechsel oder nach dem Umdoppen.
Meinen Stein werde ich so lassen, glaube nicht, dass ich es hinbekomme ohne Schaden anzurichten.
Der perfekte Stein ist halt ein Ideal, gut so. Danke & Gruß Ben
Ziselierhammer
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Ziselierhammer

 ·  #13
Das ist ja toll geworden! Das Nachschleifen hat sich wirklich gelohnt.
Um wieviel ist der Stein denn kleiner geworden in den Abmessungen? Sieht so aus, als ob er gar nicht so viel verloren hättte?
stoanarrischer uhu
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stoanarrischer uhu

 ·  #14
Länge und Breite sind gleich geblieben, die Ecken wurden etwas größer, da der Ausbruch über die Rondiste ging. Eine solche Reparatur kostet zwischen 20 und 100 Euro. Der Stein muss also schon einen materiellen oder ideellen Wert haben, damit der Aufwand sinnvoll ist. So kommt es, dass ich auch immer wieder Glassteine und Synthesen zur Reparatur oder zum Aufhübschen bekomme.
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