Goldschmiedeforum
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Beschädigungen beim Ausfassen eines Brillianten

 
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Guestuser
 
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Guestuser

 ·  #1
Guten Abend,
Wir wollen einen Diamanten (ca 1ct) aus einer Zargenfassung (Kettenanhänger) ausfassen und in eine Krappenfassung eines Ringes setzen lassen.
Vorhin erhielten wir das Angebot darüber von unserem Goldschmied.
Dort ist angemerkt, dass beim Ausfassen Beschädigungen am Diamanten entstehen können oder dieser womöglich durchbrechen kann und dass dafür keine Haftung übernommen wird.
Da der Diamant emotional eine sehr große Bedeutung hat, ist nun unsere Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass der Diamant tatsächlich beschädigt werden kann. Oder ob es sich hier nur um eine Vorsichtsmaßnahme seitens des Goldschmiedes handelt, aber sowas nur sehr selten geschieht.
Vielen Dank schonmal vorab!
tatze-1
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tatze-1

 ·  #2
Die Chance, daß ein Stein beim ausfassen beschädigt wird, steht immer fifty-fifty. Man steckt nicht drin, egal wie vorsichtig man arbeitet. Der Goldschmied muß darauf hinweisen, was er ja getan hat.

Warum wird die Fassung vom Anhänger nicht in den Ring übernommen? Wäre das möglich? Dann müßte der Stein wahrscheinlich gar nicht ausgefaßt werden. Zeig mal.
Tilo
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Tilo

 ·  #3
beim Ausfassen kann man ja mit Vorsicht Druck auf den Stein vermeiden, indem man so oft sägt, bis die Fassung auseinanderfällt
wenn die bis dato unsichtbare Rondiste allerdings extrem dünn ist, ist sie selbst dabei ein wenig gefährdet
würde das aber nicht bei fitftyftivty sehn, dass die Hälfte der Steine beim Ausfassen zerstört oder wenigstens beschädigt werden

beim Fassen sehe ich die größere (theoretische) gefahr, denn da muss schon ein gewisser Druck ausgeübt werden
praktisch gehn Diamanten selten kaputt, aber mit Pech eben doch selbst bei fachgerechter Arbeit
und dieses kleine Risiko kann bzw. wird kein Auftragnehmer übernehmen
aber was hilfts? der Stein soll in ein neues Stück und da muss er durch

1cter ins feuer zu nehmen, ist möglich, würde ich allerdings keinesfalls favorisieren, weil auch nicht risikofrei
diamantenimport
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diamantenimport

 ·  #4
50/50 ist unrealistisch hoch angesetzt, da stimme ich Tilo zu.

Durch sachkundige Untersuchung des Diamanten (auf Einschlüsse, insbesondere Federn, speziell wenn sie am Rand liegen), kann man ein theoretisches Risiko des Bruchs auf ein absolutes Minimum reduzieren.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #5
nichts ist risikofrei. Und vielleicht kann die Fassung nicht aufgesägt werden, weil vielleicht wieder ein neuer anderer Stein rein soll. Ma waas es ja ned. Dann muß der Zargenrand aufgebogen werden. Das geht oftmals nur mit zielgerichtetem Schmackes.

entweder der Stein bleibt ganz oder er kriegt was ab, das ist in meinen Augen fifty-fifty. Wie häufig das tatsächlich knack macht, das steht auf nem anderen Blatt und in einer anderen Statistik.
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Guestuser

 ·  #6
Eine Umarbeitung wäre wohl auch möglich, jedoch ist die momentane Fassung nicht die favorisierte. Zudem ist der Anhänger aus Gelbgold, gewünscht wird jedoch Weißgold.
Das Bild habe ich jetzt schnell gemacht, ich hoffe, das ist ausreichend.
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Beschädigungen beim Ausfassen eines Brillianten
tatze-1
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tatze-1

 ·  #7
laß mich raten, der Stein soll in ne Krappenfassung, die bei einem Ring nicht unbedingt die sicherste Faßart sein kann? Ok, bei so ner Zarge ist dann aufsägen das Mittel der Wahl - mit dem erwähnten Restrisiko für die Rondiste.
diamantenimport
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diamantenimport

 ·  #8
Zitat geschrieben von Guestuser

Das Bild habe ich jetzt schnell gemacht, ich hoffe, das ist ausreichend.


Wenn Du meinst zur Beurteilung wie hoch das Risiko des Bruchs beim sachgerechten Ausfassen ist? Leider nein, am besten lässt du einen Diamantenfachmann vor Ort draufschauen.
tatze-1
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tatze-1

 ·  #9
Was soll deiner Ansicht nach der Diamantfachmann zur Arbeit des Goldschmieds beurteilen? Der hat genausowenig Röntgenaugen, wie dick oder dünn die Rundiste ist.
diamantenimport
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diamantenimport

 ·  #10
Zitat geschrieben von diamantenimport

Durch sachkundige Untersuchung des Diamanten (auf Einschlüsse, insbesondere Federn, speziell wenn sie am Rand liegen), kann man ein theoretisches Risiko des Bruchs auf ein absolutes Minimum reduzieren.


Am besten mal lesen, dann beantwortet sich deine Frage von alleine.
Kornelia Sch
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Kornelia Sch

 ·  #11
Da mag schon stimmen, aber der Diamantfachmann fasst den Stein ja dann auch nicht aus. Sein Risiko liegt bei 0, da kann er erzählen oder schreiben, was er will.
diamantenimport
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diamantenimport

 ·  #12
Offensichtlich weisst Du nicht, was "der/ein Diamantenfachmann" macht und was nicht!

Wir fassen regelmäßig Steine aus. Sei es nur zur Graduierung, damit der Goldschmied/Fasser sie danach wieder einfasst oder zum Ankauf.

Bei Krappenfassungen gab es noch nie ein Problem. Innerhalb weniger Minuten ist der Stein raus und zu 100% unbeschädigt. Bei Zargen machen wir es nur selbst, wenn das Schmuckstück nicht mehr verwendet werden soll. Dann sägen und biegen wir die Fassung auf. Das dauert natürlich etwas länger. Aber auch hier hatten wir noch nie einen Schaden am Stein!
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #13
diamantenimport
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diamantenimport

 ·  #14
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #15
Ja, so. Bei Rissen unter der Zarge bist du aber auch nicht vor Überraschungen sicher.
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