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Blattfeder 925 Silber WIE?

 
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 ·  #1
hallo,
ich beschäftige mich seit dem lockdown mit dem gold/silber- schmieden und habe fragen mit denen ich wohl ein buch schreiben könnte...
als letztes habe ich eine fuchsschwanzkette mit kastenschloss gefertigt. (925 silber)
da silber/ legierung (925) ziemlich weich ist habe ich mir bei der blattfeder mit einer goldlegierung ausgeholfen. und jetzt frage ich mich wie stellt der profi eine blattfeder aus silber (925) fachgerecht her. denn selbst wenn ich sie durch mechanische verformung hart genug bekomme wird sie beim anlöten wieder weich.
giebt es möglichkeiten eine 925 feder hart zu bekommen? welche?
und kennt sich jemand mit argentium aus? reicht die härte die man damit erzielen kann für eine blattfeder aus?
ich hoffe mir kann hier jemand helfen und sag vorab schon mal danke....
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 ·  #2
Das, was du gebaut hast, ist keine Feder, sondern ein gebogenes Blech. Klar, daß du das nicht hart kriegst nach dem löten. Für den Schnepper eines Kastenschlosses wird ein Blechstreifen gefaltet und so vorsichtig durch die Walze geschoben. Dadurch entsteht die Federwirkung, die man nach dem löten durch leichtes schmieden des Falzes wiederherstellen kann.

Hier ist das ganz nett erklärt:

https://www.brittasschmiede.de/kastenschloss-von-miriam/

Ansonsten empfiehlt sich, wenn du wirklich intensiver das Goldschmieden betreiben willst, die Anschaddung des Brepohl. Nützlich sind auch die meisten Praktikum Goldschmieden Hefte.
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 ·  #3
Also ich habe in der Lehre einige funktionierenden Schnepper aus 925 gemacht. Das geht schon, auch ohne Tricks.
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 ·  #4
ja, wichtig ist schonmal Länge, je länger, umso federnder
nicht zu dick
und: dass die Feder nur soweit zusammengedrückt werden kann, dass sie grad durch die Öffnung passt
je höher die Öffnung, umso mehr Potential, die Feder unnötig weit zusammenzudrücken und damit plastisch zu verformen

nach dem letzten Löten noch etwas dünnerschmieden und damit zu härten, ist natürlich hilfreich

in der Industrie werden bei silbernen Bändern meist alle diese Punkte falschgemacht und die kurzen, dick gegossenen(!) "Federn" werden in zu große Öffnungen gesteckt, sodass schon nach dem ersten Öffnen keinerlei Federwirkung mehr vorhanden ist und nur noch die Sicherheitsacht hält
(Oft ist dann auch noch das Schließblech nicht wirklich vorhanden, sondern nur eine schiefe Verdickung, deren genaue Form im Vervielfältigungsprozeß Wachskopie und Guss auf der Strecke geblieben ist, sodass das nichtmal beim ersten Reinstecken jemals gehalten hat)

hier bei dem beispiel ist klar Länge verschenkt mit dem langen Stück an der feder
und die Öffnung für die Feder sehr hoch
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 ·  #5
PS: ansonsten ist die Ausführung des Kastenschloss nicht schlecht
mit dem Klotz an der feder wird verhindert, dass das Einsteckteil sich bewegen kann
mit dem niedrigen Drücker, der nicht übers Schloss hinaussteht, kann man gar nicht zu viel drücken und auch nicht hängenbleiben
Fehlauslösung ist da nahezu ausgeschlossen, sodass die Sicherheitsacht fast als überflüssig anzusehen ist (nach meiner Meinung)
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 ·  #6
danke für die antwort, wirklich, nur hilft die mir bei meinem problem nicht. ich hab mich ganz bewußt nicht für die konstruktion in dem link entschieden.
den brepohl hab ich, sehr lehrreich...

vielen vielen dank tilo die tipps sind die lösung meiner probleme,
alleine das begrenzen der feder dürfte schon viel bringen, denn einmal zu weit durchgebogen federt die feder ganz wo anders. die von tatze-1 verlinkte konstruktion hat ja von haus aus eine begrenzung.
danke, genau das hatte ich mir bei dem klotz/ niedriger drücker gedacht. ich habe varianten gesehen bei denen der drücker aus einem stück durchmesser 2mm ist, dachte mi zwei mal 1mm ist da besser.
wenn die feder begrenzt ware sollte die sicherheitsacht (jetzt weiß ich auch wie das heißt:) ) wirklich überflüssig sein :) :) :)
habe jetzt meine dritte Kette fertig, und werde morgen mit dem schloss anfangen und die ratschläge auf jeden fall umsetzten, vielen dank nochmal...
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 ·  #7
ich vermute, du musst bei deinem schloss schon beim Reinschieben etwas auf die feder drücken?
das sollte nicht sein
der Drücker solte dann vorne keilförmig sein, dass bloßes reinschieben reicht
oder ein Böckchen noch unter dem Federende gegen zu weit reinschieben

bei der Feder wäre der Weg gewesen: im langen geraden Zustand an-und Drückerdrauflöten, etwas härterhämmern, wieder parallel feilen, zur feder biegen
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 ·  #8
Mir hat man geraten den Schnepper aus 835 Silber zu machen - jetzt mal abgesehen von den anderen hier angeführten Tipps wie nach dem Löten nochmals zu härten - mit Messer eingelegt.
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 ·  #9
mit Messer eingelegt?
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 ·  #10
Wegen Winkel denke ich, beim Hämmern.
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 ·  #11
ja, stand auf dem Schlauch

ich meine ja, optimal ist eine möglichst flache Feder, wo nichtmal Messer zwischenpasst
Grund: bei der Öffnung fürs Schloß favorisiere ich eine, die nur so hoch ist wie die materialstärke der feder, was zu viel drücken beim Öffnen verunmöglicht
und dann muss die Feder natürlich vorne einen scharfen Knick machen: nix dazwischen
also hämmern aufliegend und danach wieder etwas aufbiegen
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 ·  #12
Silberfrau hat meine nicht sehr klare Beschreibung richtig interpretiert. Die dünne Schneide ganz in den Kniff geschoben, und dann die Kante nachgehämmert.

LG Sylvia
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 ·  #13
Zitat geschrieben von Freak
Die dünne Schneide ganz in den Kniff geschoben, und dann die Kante nachgehämmert.

Habbich auch so gelernt, allerdings nicht zwingend mit nem Messer, sondern auch gerne einfach ne (Steck)Nadel in den Spalt geschoben. Langt auch.
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 ·  #14
Bei Verschlüssen kann man sich die tollsten Sachen ausdenken. Wenn er auf der Wirkung einer Feder beruht, sollte der Federweg - wie Tilo ja schon ausführte - möglichst lang sein.
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 ·  #15
Mario, der Schnepper hat aber doch nicht auch so einen großen Bogen/U-Form wie der Schnepper vom Threadersteller, oder?
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