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Wie wertvoll ist der Ring ?

 
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Tanja m
 
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Tanja m

 ·  #1
Wollte mal nach fragen ob ihr mir mehr sagen könnt? Ich versteh nicht was neu und alt Ware ist bei Ringen ihr seht es ja auf dem Bild auf den Zettel
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Wie wertvoll ist der Ring ?
Wie wertvoll ist der Ring ?
Tilo
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Tilo

 ·  #2
meiner Ansicht nach sollte man den Zettel so interpretieren: wenn die beiden Ringe dort neu verkauft würden, dann würden die zusammen die 4102,- kosten (relevant, wenn man die Ringe gegen Diebstahl bei der Hausratversicherung versichern will)

wenn denen die beiden Ringe als Gebrauchtschmuck angeboten würden, würden die als Altgold/Schmelzpreis 182,- bezahlen und für die Steine nichts

ein privater secondhand-Verkaufspreis liegt dann irgendwo dazwischen je nach Zeitdruck, Verhandlungsgeschick und Nachfrage
ClaudiaWnk
 
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ClaudiaWnk

 ·  #3
Wieso sind die Steine nichts mehr wert ?
Tilo
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Tilo

 ·  #4
es gibt keine wirtschaftliche verwertungskette für so kleine Diamanten
Gold ist klar: ab zu den anderen alten Schmuckstücken und dann zum recycling des Goldes
klare Sache
aber die kleinen Steine: jeder müßte einzeln auf Beschädigung sowie farbe und Reinheit geprüft werden (das ist nichts für einen Goldschmied, sondern für ausgebildete Diamantfachleute)
und dann müssten sie auch irgendwie verkauft werden vom Ankäufer
aber an wen?
die Schmuckindustrie kauft doch nicht gebrauchte Steine
Goldschmiede? 1. wollen die auch keine gebrauchten und 2. selbst wenn: wollen die nach Bedarf Steine kaufen und nicht die, die halt grad im Angebot sind
an den Diamantgrosshandel? der hat doch auch seine Quellen und die sind billiger als alles andere in der Folge
der würde, wenn überhaupt, nur sehr sehr billig kaufen wollen


solche Ringe sollte man privat komplett verkaufen
und da fällt es auch nicht auf, wenn der eine oder andere einen kleinen Abplatzer hat
kostet ja auch weniger als neu in einwandfrei
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #5
Zitat geschrieben von Tilo

es gibt keine wirtschaftliche verwertungskette für so kleine Diamanten
Gold ist klar: ab zu den anderen alten Schmuckstücken und dann zum recycling des Goldes
klare Sache
aber die kleinen Steine: jeder müßte einzeln auf Beschädigung sowie farbe und Reinheit geprüft werden (das ist nichts für einen Goldschmied, sondern für ausgebildete Diamantfachleute)
und dann müssten sie auch irgendwie verkauft werden vom Ankäufer
aber an wen?
die Schmuckindustrie kauft doch nicht gebrauchte Steine
Goldschmiede? 1. wollen die auch keine gebrauchten und 2. selbst wenn: wollen die nach Bedarf Steine kaufen und nicht die, die halt grad im Angebot sind
an den Diamantgrosshandel? der hat doch auch seine Quellen und die sind billiger als alles andere in der Folge
der würde, wenn überhaupt, nur sehr sehr billig kaufen wollen


solche Ringe sollte man privat komplett verkaufen
und da fällt es auch nicht auf, wenn der eine oder andere einen kleinen Abplatzer hat
kostet ja auch weniger als neu in einwandfrei


Griffig erklärt :-)
Mario Sarto
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Mario Sarto

 ·  #6
Die Auftragsbeschreibung ist schon witzig. Jede Woche kommen Menschen, die den Wert ihres Schmucks wissen wollen - oft passiert das mit den Worten "Da können Sie doch mal eben drauf schauen." Meistens ist die Intention dahinter die, dass diese Menschen für die Dienstleistung (Wertermittlung) kein oder nicht viel Geld ausgeben wollen. Wie sinnfrei das Ganze ist, ist jenen in der Regel nicht bewusst. Ebenso wenig wissen sie (die Schmuck-Eigentümer) und leider auch viele, die da "mal eben drauf schauen" nichts von den verschiedenen Wertarten (Wiederbeschaffungswert, Verkehrswert, Materialwert und Zeitwert), ganz zu schweigen von deren Definitionen. Schon die Nachfrage danach ruft Stirnrunzeln hervor. Fragt man anders herum, zu welchem Zweck der Wert ermittelt werden soll (z. B. Altgoldverkauf, Privatverkauf, Erbaufteilung oder "für die Versicherung"), dann wird es für einige einleuchtender.

Warum man etwas für die Wertermittlung bezahlen soll, erschließt sich dann für viele noch immer nicht. In diesem Fall (Bilder der Ringe) geht schon etwas an Zeit drauf, bis man alle benötigten Daten zusammen hat. Um an die Daten zu kommen, benötigt man neben dem zeitlichen Aufwand auch zahlreiche Gerätschaften. Diese mussten irgendwann mal für Geld angeschafft werden - logisch, dass man deren Verwendung bezahlen muss, oder? Im Sinn haben wir also den Zeitaufwand für die Generierung der Daten und die Benutzung der Gerätschaften. Was fehlt, ist die Ausbildung, die man benötigt, um die Daten überhaupt generieren zu können. Die ist bei Edelstein- bzw. Diamantgutachtern nicht unerheblich und kostet richtig viel Geld (Fortbildungen on top). Hat der, der prüft, keine entsprechende Ausbildung, ist die Wertermittlung eh für die Katz.
Sind dies dann alle Kosten? Nein, denn die Daten allein nutzen wenig. Es folgt der Aufwand der Recherche - was würden vergleichbare Steine heute kosten bzw. was haben sie vor 25 Jahren gekostet. Was würde die Arbeit für die Herstellung heute bzw. vor 25 Jahren kosten. Je nach dem, welche Wertart bestimmt werden soll, ist der Aufwand der Recherche kleiner oder größer. Abschließend kommen noch die Kosten für die eigentliche Erstellung des Gutachtens dazu. Hier werden die Daten aufbereitet und für den Laien verständlich formuliert.

All diese Dinge kann ich auf dem Zettel nicht wieder finden - weder den Zweck der Wertermittlung (Wertarten), die (vollständigen) Qualität(en) der Steine, die Geräte, die zur Prüfung verwendet wurden oder das Datum, welches für die Wertermittlung des Materials (Goldkurs) maßgebend war. Ebenfalls fehlt der wichtige Hinweis, dass die tatsächliche Qualität der Steine im gefassten Zustand nicht ermittelt werden kann und es sich darum um eine Schätzung handelt.

Welchen Nutzen ein solches Papier nun hat, muss ein jeder für sich abwägen...
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #7
Zitat geschrieben von Tilo

es gibt keine wirtschaftliche verwertungskette für so kleine Diamanten
Ja, oder nur in größeren Mengen und für sehr kleines Geld. Die gehen dann nach Indien, werden neu geschliffen, weil meist die heutigen Anforderungen höher sind und werden danach neu graduiert und gehen dann wieder in den Großhandel.
Zitat geschrieben von Tilo

Gold ist klar: ab zu den anderen alten Schmuckstücken und dann zum recycling des Goldes
klare Sache
aber die kleinen Steine: jeder müßte einzeln auf Beschädigung sowie farbe und Reinheit geprüft werden (das ist nichts für einen Goldschmied, sondern für ausgebildete Diamantfachleute)
und dann müssten sie auch irgendwie verkauft werden vom Ankäufer
aber an wen?
Höchstens für Reparaturen zu nutzen wenn man selbst Diamantgutachter ist und die Zeit hat. Da ist der Markt klein bis winzig.
Zitat geschrieben von Tilo

.....

solche Ringe sollte man privat komplett verkaufen
und da fällt es auch nicht auf, wenn der eine oder andere einen kleinen Abplatzer hat
kostet ja auch weniger als neu in einwandfrei

Ja, das ist noch die beste Möglichkeit. Entweder mit Gutachten selbst oder über meine www.schmuck-boerse.com als fachlichen Dienstleister.
Wenn die Steine gut sind, würde ich pro Ring ca. 500 bis unter 1000 Euro ansetzen.
Tilo
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Tilo

 ·  #8
Zitat geschrieben von Mario Sarto

kann ich auf dem Zettel nicht wieder finden - weder den Zweck der Wertermittlung (Wertarten), die (vollständigen) Qualität(en) der Steine, die Geräte, die zur Prüfung verwendet wurden


die haben die Steine genau gar nicht wirklich angeschaut, sondern einfach ihre gewohnte und selbst verwendete Standardqualität angesetzt für die "Wertermittlung"
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #9
Mag mich jemand schlau machen: Verkehrswert <--> Zeitwert?
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #10
Mario Sarto
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Mario Sarto

 ·  #11
Zitat geschrieben von Silberfrau

Mag mich jemand schlau machen: Verkehrswert <--> Zeitwert?

Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

Mir sind beide Begriffe zu unbestimmt.

Der Verkehrswert ist der Wert im Umlauf der Wirtschaft. Er entspricht dem Wert, der durch den Preis bestimmt wird, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach Beschaffenheit der Sache bei einer (kurzfristigen) Veräußerung zu erzielen wäre (siehe auch §9 Abs. 2 BewG). Händler-Ankaufswert, als Erbschaftssteuerwert oder auch Realisationswert.

Der Zeitwert ist der Wert, den ein Vermögensgegenstand zum Bewertungszeitpunkt hat. Dieser stellt Material plus Zustand, Bedeutung und Nutzen dar, wobei keine Verkaufsabsicht besteht. Der Zeitwert kommt zum Tragen als Erbteilungswert oder als Zollein- oder -ausfuhrwert.

Bei Schmuck werden die ermittelten Werte naturgemäß große Unterschiede aufweisen.
Silberfrau
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Silberfrau

 ·  #12
Zitat geschrieben von Mario Sarto



Bei Schmuck werden die ermittelten Werte naturgemäß große Unterschiede aufweisen.
Meinst? Große?
Tilo
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Tilo

 ·  #13
ich weiß nichtmal, ob Mario zwischen den beiden genannten Wertansätzen meint (denke ich, oder zwischen verschieden Gutachtern)
und ich weiß nicht, was Reni denkt, wo die großen Unterschiede gemeint sind, da sie sich wohl darüber wundert
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #14
pontikaki2310
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pontikaki2310

 ·  #15
Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

Das ist der Vorteil kurzer und unvollständiger Sätze. ;-)


Hhm - "Bei Schmuck werden die ermittelten Werte naturgemäß
große Unterschiede aufweisen." iss doch ein vollständiger Satz:
Subjekt, Prädikat, Objekt - alles da. Neh?
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