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Der nächste, der Platin Iridium will

 
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 ·  #1
Hallo zusammen,

Ich wollte mich eigentlich an den vorherigen Thread (https://www.goettgen.de/schmuck-foren/ftopic30105.html) hinten dran hängen, da es ja keine Antworten mehr gibt und ich vermute, dass das Thema nicht mehr aktuell ist?! Aber da das jetzt doch länger wurde und ich ja auch Interesse habe, erstelle ich lieber meinen eigenen Thread.

Ich habe mich jetzt registriert weil das (die Frage des vorherigen Threads) tatsächlich exakt ist was ich mich auch schon gefragt habe und - als absoluter Laie - auch vielleicht suche.

Ich bin Ingenieur von Beruf, mit Schmuck hab ich absolut nichts am Hut und den Sinn dahinter verstehe ich auch noch nicht ganz.
Aber jetzt muss eben ein Verlobungsring her sonst kommt man ja nicht weiter ;)

Was mich als Techniker durchaus anspricht sind spannende Materialien - Platin Iridium - Klasse. Wiederstandsfähig, hell, schwer - Materialeigenschaften bei denen ich verstehe, warum man das haben mag. Bei Gold und Silber verstehe ich das zum Beispiel nicht, ist doch viel zu weich um teure Steine zu halten, warum will man das?

Sicherlich bin ich die Ignoranz pur für jeden, der sich mit dem Thema beschäftigt und sicherlich wäre es auch ein einfaches, wenn ich persönliche Vorlieben da raus lasse und einfach einen tollen 0815 Verlobungsring mit Diamant besorge. "Ja" wird sie ohnehin sagen, da bin ich sicher, aber der Ring kommt ja von mir und er soll daher auch etwas von mir enthalten irgebdwo.

Mit Diamanten kann ich durchaus auch etwas anfangen, technisch sehr gut geeignet um Schleifarbeiten auszuführen - meine Pulverstahl Messer in der Küche werden z.B. nur mit Diamant geschärft, weil es herkömmliche Schleifsteine nicht schaffen die harten Carbide im stahl zu schleifen und diese nur heraus reisen.

Aber beim Schmuck muss ich sagen finde ich auch, dass ich doch das, auf das es ankommt, auch "einfacher" bekomme mit Moissanit.

Denke ich zumindest, auskennen tu ich mich nämlich nicht.
Neutrale Meinungen habe ich nicht wirklich gefunden, die einen sprechen sich dafür aus, total Klasse, viel Feuer (was auch immer das genau ist) und ein höherer Reflexionsindex als Diamant - natürlich kommt das von Firmen/Seiten, die mir gerne Schmuck mit Moissanit verkaufen wollen.
Auf der anderen Seite gibt's die Stimmen die sagen ist nicht das gleiche, Farbstich, erkennt man sofort, kein langanhaltender Wert, man wirft das Geld quasi weg wohingegen der Diamant seinen Wert erhält. Versteh ich auch die Argumente - kommen nur leider auch von Orten, an denen man mir Diamantschmuck andrehen mag.

Wo liegt nun die Wahrheit? Puh ich vermute mal wie meistens irgendwo dazwischen. Ich kann mir schon vorstellen, dass der Moissanit mehr funkelt wie der Diamant, dafür aber durch die viele bunte Lichtbrechung nicht so edel oder rein nenn ichs Mal glänzt wie der Diamant.

Wobei wenn's nur das ist, ich sag Mal auf ebenen wo man es "Geschmackssache" nennen kann, dann spricht das ja doch für den Moissanit.

Oder gar einen synthetischen Diamant? Von dem habe ich zwar gelesen aber real zum kaufen im Ring wird er eigentlich kaum wirklich angeboten. Wäre natürlich auch eine Option für mich, das natürliche hat für mich keinen Mehrwert.

So die wichtige frage. Preis.

Wo liegt man denn mit einer Platin/Iridium legierung?

~1500 bin ich gewillt auszugeben, dafür bekomme ich sicherlich einfache Platin Ringe mit 0,1-0,25 Diamant und bei Moissanit naja, da wäre der Stein dann größer als es alltagstauglich ist, da kann ich so viel auf den einschlägigen Seiten gar nicht ausgeben.
Da interessiert es mich dann natürlich schon, ob man da bei einem 0,25-0,5 Moissanit bleiben und das "freie" Budget eben mit einem noch edleren Metall auffüllen kann.

So, nächster Punkt, da ich ein großer Freund von Alltagstauglichkeit bin - das gute Stück soll ja auch getragen werden - warum stehen die Steine bei Verlobungsringen eigentlich meist so weit raus? Meine Dame arbeitet im Labor und hat dort täglich Gummihandschuhe an, das kann man ja mit den meisten ringen gleich vergessen.
Von daher wäre ich bei der Form zwar ziemlich leidenschaftslos, aber umso "tiefer" der Stein sitzt umso besser. Außerdem weiß ich, dass sie schlichte, dünne Ringe mag. Heißt weniger Materialaufwand, find ich gut. Vielleicht sind ja auch 0,1 Karat echter Diamant, schön im edlen Platin/Iridium platziert eine Option.

Von daher gebt mir doch mal bitte schnell Rückmeldung, ist das überhaupt realistisch wenn ich von 1500 Euro und Platin Iridium rede, ungeachtet des Steins? Oder soll ich mir das Iridium aus dem Kopf schlagen wenn ich das Budget nicht erhöhen mag?
Ringform wie gesagt gerne so einfach und dünn wie möglich.

Gerne auch zum Rest eine Meinung, ist sicherlich nicht die übliche Meinung die ich habe und ein ernst gemeinte Entschuldigung, falls sich jemand von meine stümperhaften Ansichten angegriffen fühlt. Ich habe mir gedacht ich schreib einfach frei raus wie sich das in meinem Kopf darstellt, mir ist durchaus bewusst, dass es in jedem Bereich tiefen gibt die es braucht, um ein Thema überhaupt zu verstehen und sind wir mal ehrlich - der Mensch ist ein subjektives Wesen, kein objektives oft gibt's einfach kein richtig oder falsch.

Und falls sich hierraus ein ernsthaftes Angebot ergibt - ich meine es durchaus ernst, auch wenn der 0815 Ring aus dem Internet sicher auch eine Option bleibt auf die ich zurück gehen kann (oder muss....), dann ist für mich jedliche Konstellation vorstellbar, wer was besorgt. Am einfachsten ist natürlich wenn mein Schmied das komplett macht.
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 ·  #2
gibt doch etliche Verlobungsringdesigns , wo der Stein und seine Fassung eben nicht heraussteht
ist halt immer die Sache, was der konkrete angefragte Kollege für verarbeitungstechnologien hat und welche Designs er in PtIr fertigen kann
nicht jedes Design eignet sich für schmieden und fügen , manches ist mit CAD Cam viel effektiver herzustellen
und so gibts dann sicher auch unterschiedliche Empfehlungen
bloß das mit dem Moissanite find ich uncool, denn er ist weicher als Diamant
synth. Diamant finde ich spannender (hätte aber auch grad noch keine Bezugsquelle ausprobiert, weil noch keine Nachfrage danach)
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 ·  #3
mit einem Budget von 1500€ wird der Stein definitiv etwas kleiner ausfallen. Habe grade einen Halbkaräter (5mm) verarbeitet, der preislich die 2000€-Marke geknackt hat (nur der Stein).

PtIr ist schwer, wie du richtig festgestellt hast. Daher ist so ein Ring schon von Haus aus schwerer als ein Ring in Gold. Zudem kommt ein höherer Bearbeitungsaufwand dazu, weil Platin eine Diva ist, die besondere zeitintensivere Zuwendung braucht.

Warum die Solitärringe immer so hoch sein müssen, verstehe ich auch nicht. Genauso wenig, warum nur die Frau einen Verlobungsring tragen soll, der Mann aber nicht zeigt, daß er vergeben ist. Diese Zeit gab es nämlich auch mal. Da aber dieser Verlobungsringtrend mit dem 3-Monatsgehälter-Solitär aus Amiland rübergeschwappt ist, ist das nachvollziehbarer. Die Damen dort drüben mögen offenbar große Steine, die exponiert präsentiert werden sollen. Da die Steingröße ausschlaggebend ist, ist ein synthetischer Diamant dort akzeptierter als bei uns hier.

Wenn deine Freundin im Labor arbeitet, ist ja eh die Frage, ob sie Schmuck an den Händen tragen darf. Wenn ja, dann würde ich auf Krappenfassungen verzichten, denn die können im schlechtesten Fall den Einmalhandschuh kaputtmachen. Stattdessen würde ich eine Zargenfassung präferieren. Die geht rundum den Stein herum, mit der kann man nicht hängenbleiben.
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 ·  #4
Die Härte ist nicht alles. Denn mit zunehmender Härte geht auch Sprödigkeit einher und zudem benötigt Schmuck auch Verformbarkeit. Einmal bei der Herstellung auch der Fassung des Steines, denn das Metall der Krappen muss ja dicht an den Stein herangeschmiedet werden und da ist Härte und Elastizität hinderlich. Zum anderen beim Tragen. Schmiedbares und nicht allzu hartes Material fängt harte Stöße unter leichten Kratzern und Dellen ab und mildert die Stöße. Schont dadurch Finger und Stein. Zudem sollte ein Ring durch einen Goldschmied veränderbar sein, wenn die Finger größer werden und vom Notdienst entfernbar sein, wenn der Finger angeschwollen ist. Ich verwende Platin-Iridium 850, das ist fest und trotzdem schmiedbar und die Steine halten nach dem Fassen sehr gut.

Zum Stein. Ich kenne die Werbesprüche zu Diamantimitationen aber Moissanit ist einfach kein natürlicher Diamant. Als Imitation eines Diamanten spiegelt er etwas vor. Ein Freund sagte mal, das sei wie mit Radkappen. Entweder schöne Alufelgen oder wenn die zu teuer sind, dann eben nicht mit Zierkappen vorspiegeln, was nicht ist.
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 ·  #5
Sieh es so Moissanit und Synthesen können unbegrenzt produziert werden, die Menge der Diamanten auf dem Planeten ist natürlicherweise begrenzt.
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 ·  #6
Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten, damit hätte ich nicht gerechnet!

Zargenfassung ist notiert - auch wenn ich mir das bei hartem Platin schwierig vorstelle, den Stein da einzubringen.

Dass ich mir dem "Billigstein" hier auf wenig Gegenliebe treffe, hatte ich schon erwartet und natürlich war die Idee ja auch aufgrund des Budgets geboren. 1500€ für jemand, der mit Schmuck gar nichts am Hut hat ist schon ne Stange Geld, das muss ich ja vor mir selbst auch rechtfertigen können ;)


Die Frage, die im Raum steht ist ja, kann ich mit dem Budget - wenn ich auf die Kosten für einen teuren Diamant verzichte - einen möglichst hochwertigen Ring, was das Material angeht, bekommen. Einfach etwas, das nicht jeder hat, etwas individuelles, einen Diamantenring im Internet kann ja jeder bestellen, auch mit echtem Diamant.


Jetzt weiß ich nicht, ob ich hier links Posten darf zu anderen Seiten, Bilder sind verboten, ich hoffe Mal links zu Webseiten sind erlaubt.

Ein Ring ähnlich wie dieser hier -

https://www.verlobungsringe.de…-10ct.html

- würde alle Alltagsfragen beantworten. Der Stein ist klein, aber mit nach Internetpreisen 100-150€ für einen echten Diamant in dieser Größe, würde sich da auch die Frage nach der Art des Steins erübrigen.

Bleibt eben die Frage, ob so etwas grundsätzlich, also das teure Material und die Arbeitskraft, in meinem Budget möglich sind, wenn ich sage ich will einen sehr kleinen Diamant/ kleinen Moissanit für 100€.



Ich glaube langsam, um auf die Grundsatzdiskussion umzuschwenken, es etwas zu verstehen, warum ich mit meiner Vorstellung von Wertigkeit hier so schief angesehen werde.
Der Stein ist für euch quasi das Herzstück des Ringes und der Ring wird um den Stein herum gebaut um ihn zur Geltung kommen zu lassen. Der Ring ist somit "nur" die Hilfskonstruktion für das, auf was es eigentlich ankommt.
Ich bin an die Sache ganz anders heran gegangen und habe beide Teile des Rings bewertet und konnte viel mehr Wert im Ring selbst erkennen, der Stein ist für mich mehr so ein optischer Akzent des Rings.

Weil die Argumente für Diamant hab ich schon verstanden, aber gerade das aufkommen von synthetischen Diamant lässt es für mich so wirken als wäre Diamant eben auch nichts mehr so besonderes, weil es ist ja das gleiche quasi, nur halt aus der Natur.
Was mich halt schon interessieren würde - auch wenn das vielleicht völlig irrelevant ist, wenn ich auch mit einem 0,1 crt Stein zufrieden wäre - wie schaut es denn in der echten Welt aus? Jemand der täglich Diamanten und Moissanite in den Händen hält, sind beide optisch tatsächlich ähnlich hochwertig? Ganz neutral betrachtet? Also rein optisch.
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 ·  #7
Muss es denn ein Diamant/Diamant-Imitat/Diamant-Synthese sein?
Es gibt zig andere, auch "weiße" natürliche ("echte") Steine, die man nutzen könnte und die günstiger als ein Diamant sind.
Allerdings weicht man dann ggf. vom klassischen, amerikanischen Verlobungsring ab...
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 ·  #8
Der "englische" Verlobungsring hat eine blauen Saphir in der Mitte und kleine Brillanten aussen rum. Es gibt also viele Varianten.

Die Betrachtungsweise den Stein, der als zentraler Leuchtpunkt beim Solitär fungiert, als weniger wichtig wie die Ringfassung zu betrachten ist, naja, "neu"....

Nur eine Anmerkung zu dem Text oben noch, Platin ist nicht hart, sondern so weich, das man daraus keinen Schmuck macht. Das ist ähnlich weich wie geglühtes Feingold. Beide werden erst durch die Legierungszusätze härter. Feingold wird durch Kupfer zum Beispiel härter und Platin zum Beispiel auch durch Iridiumzusatz.

Seit über 130 Jahren gibt es ein billiges Verfahren, echte, aber nicht natürliche, synthetische Rubine und Saphire herzustellen. Das hat trotz ebenfalls ursprünglicher Befürchtungen bezüglich des Wertverfalls natürlich entstandener und natürlich belassener Rubine und Saphire deren Wert nicht geschadet. So gibt es auch unterschiedliche Preise und Wertzuschätzungen für natürliche Perlen und Zuchtperlen. Ich vermute, dass es bei Diamanten ähnlich laufen wird. Zumindest spricht einiges dafür.
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 ·  #9
Zitat geschrieben von Marco_K

Zargenfassung ist notiert - auch wenn ich mir das bei hartem Platin schwierig vorstelle, den Stein da einzubringen.

das Material ist zwar hart, aber nicht so buckelhart, daß man das nicht bewegt kriegt. Und daß so ein Stein gefaßt werden kann, dafür lernen Goldschmiede und Edelsteinfasser 3,5 Jahre. Sprich, sie können einschätzen, was möglich ist.

Zitat
Dass ich mir dem "Billigstein" hier auf wenig Gegenliebe treffe, hatte ich schon erwartet

jeder hat halt seine Ansichten. Es ist halt für den Goldschmied nicht nachvollziehbar, warum man mit dem Material klotzt und dann mit dem Stein kleckert. Das Material, das du haben möchtest, ist in meinen Augen eines echten Steins würdig, nicht unbedingt einer Synthese (Diamant) oder einer Imitation (Moissanit). Aber ok, es werden heutzutage auch schon Zirkonia in Platin gefaßt und Brillanten in Silber. Des Kunden Wunsch ist sein Himmelreich.

Zitat
Die Frage, die im Raum steht ist ja, kann ich mit dem Budget - wenn ich auf die Kosten für einen teuren Diamant verzichte - einen möglichst hochwertigen Ring, was das Material angeht, bekommen.

klar

Zitat
Einfach etwas, das nicht jeder hat, etwas individuelles, einen Diamantenring im Internet kann ja jeder bestellen, auch mit echtem Diamant.

logisch

Zitat
Jetzt weiß ich nicht, ob ich hier links Posten darf zu anderen Seiten, Bilder sind verboten, ich hoffe Mal links zu Webseiten sind erlaubt.

Links sind erlaubt, implementieren nicht.

Zitat
Bleibt eben die Frage, ob so etwas grundsätzlich, also das teure Material und die Arbeitskraft, in meinem Budget möglich sind, wenn ich sage ich will einen sehr kleinen Diamant/ kleinen Moissanit für 100€.

ich denke, in deinem Budget sollte auch ein etwas größerer Brillant bis ca. 0,16ct in ner ordentlichen Qualität drin sein. Spannringoptik wie in deinem Link ist jetzt nicht grade das ausgefallenste Design, das man als wirklich alltagstauglich bezeichnen könnte.

Zitat
Ich glaube langsam, um auf die Grundsatzdiskussion umzuschwenken, es etwas zu verstehen, warum ich mit meiner Vorstellung von Wertigkeit hier so schief angesehen werde.

du wirst gar nicht schief angesehen. Wie schon mal erwähnt, alles eine Frage der Perspektive und des persönlichen Schwerpunkts.

Zitat
Der Stein ist für euch quasi das Herzstück des Ringes und der Ring wird um den Stein herum gebaut um ihn zur Geltung kommen zu lassen. Der Ring ist somit "nur" die Hilfskonstruktion für das, auf was es eigentlich ankommt.
Ich bin an die Sache ganz anders heran gegangen und habe beide Teile des Rings bewertet und konnte viel mehr Wert im Ring selbst erkennen, der Stein ist für mich mehr so ein optischer Akzent des Rings.

Hier treffen eben die Aspekte von kreativ und nicht nur technisch arbeitenden Handwerkern, die nicht nur nach form follows function arbeiten, sondern auch was fürs Auge und Gefühl kreieren wollen, auf die Aspekte der (trocken) technisch denkenden Ingenieure aufeinander, deren Focus mehr auf wissenschaftlichen Daten basiert. Sorry, falls ich dir dabei auf den Schlips getreten sein sollte. War nicht meine Intention.

Bei vielen Menschen liegt bei Schmuck eben die Wertschätzung darauf, wieviel Geld man später noch mit dem Verkauf des Schmuckstücks machen kann. Daß ein ordentlich hergestelltes Schmuckstück im Idealfall ein menschliches Leben überdauert und ein Zeitzeuge ist, der Aspekt wird normal völlig außer Acht gelassen. Sowas bewundert man dann meistens erst wieder im Museum, wo man davor steht und sich fragt, wie die Menschen früher solche schönen Dinge herstellen konnten.

Zitat
Weil die Argumente für Diamant hab ich schon verstanden, aber gerade das aufkommen von synthetischen Diamant lässt es für mich so wirken als wäre Diamant eben auch nichts mehr so besonderes, weil es ist ja das gleiche quasi, nur halt aus der Natur.

und genau dieses "nur aus der Natur" ist eigentlich die geringschätzigste Aussage, die man leisten kann. Man muß sich mal bewußt machen, WAS die Natur alles ganz alleine, ohne menschliche Hilfe, über tausende und Millionen von Jahren produziert hat. Jeder Stein, jede Perle, jede Koralle ist für sich einzigartig, hat seinen persönlichen Fingerabdruck. Bei Edelsteinen und Diamanten sind das z.B. die Einschlüsse.

Zitat
Jemand der täglich Diamanten und Moissanite in den Händen hält, sind beide optisch tatsächlich ähnlich hochwertig? Ganz neutral betrachtet? Also rein optisch.

meinst du damit, ob man sie optisch unterscheiden kann? Unter optisch hochwertig kann ich mir grade nichts vorstellen, ehrlich gesagt.
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 ·  #10
ja, er hat ja PtIr gesetzt und meint damit wohl die 80/20-Version
ja, der Link zeigt eine der Möglichkeiten für schlichte unhakelige Verlobungsringe abseits von Zargen-oder Krappenfassung
die 2 Punkthalterung ist aber nur semihaltbar
ich würde favorisieren, glatter Ring, oben etwas höher und Stein bündig mit 4 Krappen, die nicht über das Schienenniveau hinausstehn
oder halt Schiene, die rechts und links am Stein vorbeigeht (auch dafür gibts Beispiele im verlinkten Laden, aber ich will da nicht noch mehr promotion machen für die)

Anke, dein Zitat und Antwort ist etwas missverständlich:
du hast 100,- zitiert und von -,16ct mit diesem Budget möglich geschrieben

gemeint war: -,16ct im Gesamtbudget von 1.500,-
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 ·  #11
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 ·  #12
Zitat geschrieben von Marco_K


Ich glaube langsam, um auf die Grundsatzdiskussion umzuschwenken, es etwas zu verstehen, warum ich mit meiner Vorstellung von Wertigkeit hier so schief angesehen werde.
Der Stein ist für euch quasi das Herzstück des Ringes und der Ring wird um den Stein herum gebaut um ihn zur Geltung kommen zu lassen. Der Ring ist somit "nur" die Hilfskonstruktion für das, auf was es eigentlich ankommt.
Ich bin an die Sache ganz anders heran gegangen und habe beide Teile des Rings bewertet und konnte viel mehr Wert im Ring selbst erkennen, der Stein ist für mich mehr so ein optischer Akzent des Rings.



Ach nee, hier wird niemand schief angeguckt, weil er sich Gedanken macht und nach einem individuellen Stück sucht. Die Profis hier beraten halt, und das auf der Grundlage von viel Wissen und Können. Wenn Du Dich für ein Material entschieden hast, weil es für Dich interessant ist, ist es doch gut. Andere Menschen legen vielleicht Wert darauf, bereits vorhandenes Material neu zu verarbeiten, weil sie aus der Familie etwas geerbt haben. So hat eben jeder seine persönlichen Gesichtspunkte und Vorlieben. Heinrich hat ja auch schon geschrieben, dass PtIr gut bearbeitbar ist für Menschen, die über Erfahrung mit dieser Legierung verfügen.
Unter Berücksichtigung der anderen Aspekte wie Tragbarkeit, Vorliebe für schlanke Designs und Preisrahmen würde ich mich, wenn das Material gesetzt ist, dann auch immer für einen gut geschliffenen kleinen Brillanten entscheiden. Man muss daraus ja keine Frage der Weltanschauung machen, aber jeder Brillant ist ein natürlich entstandenes Einzelstück, und so passt das in meinen Augen auch gut zusammen.
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 ·  #13
Meiner Meinung gib für einen Verlobungsring keine Alternative zu Diamant.
Solch ein "Versprechen" ist doch pure Emotion (sollte es zumindest sein) und genau das verkörpert auch der Diamant und dies traditionell schon über einen langen Zeitraum. Er ist ein Symbol für Leidenschaft und Beständigkeit.
Es gibt keinen Diamanten der jünger als 900 Millionen Jahre ist. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Das kann durch nichts ersetzt werden. Es ist wie bei einem natürlichen Blumenstrauß und einem Strauß Kunstblumen - dann lieber gar keine (oder selber pflücken, was bei einem Diamanten natürlich schwierig ist).
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 ·  #14
Eine Frage, die ich mir hier stelle: was hat eigentlich die Herzensdame so an Vorstellungen von ihrem Verlobungsring, der ja im Idealfall genau so lange halten soll wie der Ehering? Mag sie auch lieber den ganzen Wert in der Fassung sehen - so nach dem Motto "Zu wissen, es ist Platin" - und gibt sich dafür mit einem kleinen Glitzerkrümel zufrieden, der notfalls nicht einmal ein echter Diamant ist?

Für ein Budget von 1500 € gibt es im übrigen auch bezaubernde und hochwertige Vintage-Solitäre mit Herz und Romantik. Diamonds are forever - Imitationen sind es nicht.
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 ·  #15
Zitat geschrieben von Marco_K

...
So die wichtige frage. Preis.

Wo liegt man denn mit einer Platin/Iridium legierung?

~1500 bin ich gewillt auszugeben, ...

Ich kann das machen - aber die 1.500,- max. Budget sind mir hier zu wenig, das Material ist momentan einfach zu teuer. Ab 1.900,- kann man über einen Ring reden, der nicht in Richtung "pille palle" geht. Bei Fragen: PN oder E-Mail.
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