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Vergoldung

 
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 ·  #1
Servus,

ich hätte mal eine Frage zu Vergoldung: ich habe im Internet Herrenarmbänder gefunden, die mir recht gut gefallen. Es gibt sie in Edelstahl (316L) und Edelstahl vergoldet. Die Armbänder sind am günstigeren Ende und ich bin mir bewußt, dass sich eine Vergoldung abnutzt, habe aber keine Lust, dass das schon nach 4 Wochen passiert. Ich habe den Verkäufer daher angeschrieben und man hat mir dies geantwortet:

"...handelt es sich immer um ionenplattierten Edelstahl. Bei diesem Verfahren werden höherwertige dünne Metallschichten auf 316L Edelstahl aufgetragen, wodurch die Farbgebung zustande kommt. "

Bzgl. der Dicke der Vergoldung konnte man mir noch nichts sagen, hat mir aber versprochen mir diese Information noch zu liefern.
Eine google-Suche zu ionenpalltieren hat mich schon schlauer gemacht, würde aber gerne wissen, ob hier jemand Erfahrungswerte hat, wie "haltbar" eine solche Vergoldung ist.
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 ·  #2
ich denke nicht, dass man eine allgemeingültige Aussage machen kann
die Stabilität der Beschichtungen wird unterschiedlich sein von hersteller zu hersteller

und dann hängt es noch an deiner konkreten Beanspruchung: ab und zu "für gut"
oder täglich Vollzeit auch auf der Baustelle oder auf dem Schreibtisch scheuernd
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 ·  #3
also ich weiß vom damaligen Vertreter, daß Tissot seine goldfarbenen Uhren PVD-beschichtet. Und diese Beschichtung entspricht einer 20 Mikron Vergoldung. Ist halt davon abhängig, wie stark die den Edelstahl beschichten. In niedrigeren Preislagen würde ich da auf nicht allzulange Haltbarkeit setzen. Ein Armband hat halt schon ne andere Belastung als ein Anhänger.
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 ·  #4
Anke, ist das auch wirklich ne Goldschicht oder eine goldfarbene Titanschicht? Denn per PVD, dachte ich bisher jedenfalls und lasse mich gern des Besseren belehren, ist eher Titan(nitrit?- muß ich auch erst nachlesen) gemeint.
Beim Vergolden gibts normal die dünnere Hartvergoldung und eine teurere Goldplattierung, die dickere Schichten zulässt.
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 ·  #5
Heraeus nennt in den Galvanotipps bei Hartvergoldung max. 0,1-0,2 my an Schichtdicke und Plattierung bis ca. 10 my. Ob mittlerweile Gold und PVD-Verfahren dickere Schichten ermöglicht, wäre mal interessant. MaJa, lass bitte mal wissen, was Dir geantwortet wird.
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 ·  #6
Da das schon über 10 Jahre her ist, kann ich nicht mehr sagen, ob das ne Goldschicht war. Der Vertreter meinte nur, ganz goldene Uhr PVD-beschichtet. Bicolore Uhr vergoldet oder Gold
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 ·  #7
Hmmm, da muß man wirklich aufpassen und genau nachfragen weil damit manchmal (eher meistens?) nur eine Farb,-und eben KEINE Materialbezeichnung gemeint ist. In MaJa´s Zitat des Händlers ist von Metallschicht die Rede, damit kann alles Mögliche gemeint sein. Ich gehe von Titan aus und nicht von Gold. Mal gespannt, was da rauskommt...
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 ·  #8
wenn du nach Ionenplattieren und nach PVD beschichtung googlest, dann findest du in allen Erklärungen den gemeinsamen Prozeß sputtern. Wird daher relativ gleich sein. Und ist wohl dann beides kein Gold, denn wenn ich nach ionenplattieren gold suche, dann findet sich die Titanbeschichtung wieder. Hier ganz gut erklärt:

https://schmuckerfuellt.de/ip-…und-uhren/

hier hatten wir das Thema tatsächlich schon mal im Forum. Patrik sprach da auch schon von PVD-Beschichtung:

ftopic18661.html
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 ·  #9
Oooh, da hab ich was durcheinandergebracht und statt IP dann PVD geschrieben, weil das in meinem Deetz wohl auf das Gleiche hinausläuft. Danke Anke für das Präzisieren. Aber damit verfestigen sich die Indizien auf Titan statt Gold als Beschichtung.
Titan ist härter, aber hält das auch besser? Vermutlich...
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 ·  #10
Diese Titanbeschichtung wird viel auf Hartmetallwerkzeug aufgebracht. Erhöht die Standzeit um ein vielfaches.
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 ·  #11
Muß ich nächstens beim Zahnarzt mal drauf achten, der hat diese tools.
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 ·  #12
ist selbst im Baumarkt zu sehn auf Schrauberbits
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 ·  #13
So, ich habe (endlich) eine Antwort bzgl. der Dicke der Vergoldung, ich gehe mal davon aus, dass "my" gemeint sind, nur mit den +/-20 kann ich nichts anfangen (Das Band selber/der Kern ist aus Edelstahl):

Zitat aus E-Mail: "...für die vergoldete Variante gibt es folgende Angabe der Dicke:
0,5micTin+0,06micAu (±20)."

d.h. erst wird der Stahl verzinnt und dann vergoldet?
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 ·  #14
ich gehe eher von Titannitrid TiN aus, als von Zinn, denn Zinn ist Sn. Ob das allerdings vergoldet werden kann und vor allen Dingen, was das für einen Sinn macht, gelb auf gelb aufzutragen, weiß ich nicht.
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 ·  #15
ja, das macht Sinn aus Sicht des herstellers
das TiN könnte doch etwas anders wirken als Gold und deshalb gibts als Alibi/Verkaufslackierung eine hauchdünne Goldschicht obendrauf, die im Gebrauch natürlich ruckzuck ab ist
Aus unserem Shop


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