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Ringkopffassung hat teilweise dunkle Flecken

 
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 ·  #1
Guten Abend,
ich habe einen Spinell gefaßt, aber auf einer Längsseite sind dunkle Flecken; s. Foto.
Die anderen Seiten sind in Ordnung. So kann ich das nicht lassen.
Liegt es an schlechter Silberware, oder war ich zu nah mit der Lötflamme?
Der Ring ist zwar noch nicht fertig, aber ich weiß nicht, was zu tun ist, da ich das noch nie hatte.
Muß ich das betroffene Blech aussägen, Stein ausfassen und neues anlöten?
Direkt mit Stein einfach Silberlot drüberschmelzen lassen ist wohl keine Option. Das könnte dem
Spinell schaden.
Habt ihr bitte Lösungen für mich?
Das wäre klasse, da ich sehr verzweifelt bin.
Vielen Dank und liebe Grüße, euripide
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 ·  #2
die senkrechte Verfärbung ist deine Lotfuge. das ist nicht zu ändern
die anderen Flecken dürften Blausilber=Tiefenoxidation sein und die lassen sich wegschmirgeln
Blausilber läßt sich nur verhindern, indem die Silberteile bei jedem Glühen komplett mit Flußmittel bedeckt sind

Lot über die Flecken wäre kontraproduktiv, da das ja selbst Flecken verursacht
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 ·  #3
Das sieht sehr nach . bei Goldschmieden gefürchtetem -
Blausilber aus. Manchmal hat man "Glück" mit wegschleifen.
Aber manchmal sitzt's auch so tief, daß Du nich mehr ran
kommst. Der Stein sitzt ja eh noch nicht richtig drin.
Ich würd ihn ausfassen & das Stück kräftig weißsieden.
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 ·  #4
Vielen, herzlichen Dank für die Erklärungen und Tipps.
So kann ich morgen weiterarbeiten.
Blausilber/ Tiefenoxydation habe ich noch nicht gehört, aber bin auch noch nicht so lange aktiv.
Ich wünsche euch einen entspannten Abend und bleibt bitte gesund. LG, euripide
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 ·  #5
ausfassen ist in jetzigen Arbeitsfortschritt schon nicht mehr leicht und ungefährlich für den Stein
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 ·  #6
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 ·  #7
Zitat geschrieben von Tilo

ausfassen ist in jetzigen Arbeitsfortschritt schon nicht mehr leicht und(aber?) ungefährlich für den Stein

:-/ oder was oder wie?
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 ·  #8
ich denke: nicht mehr leicht und nicht mehr ungefährlich. Oder so...
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 ·  #9
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 ·  #10
Brettwerk und Mhorgaine habens richtig verstanden

und den Umformulierungsvorschlag mit aber finde ich sachlich falsch

und das empfohlene Weißsieden könnte das Problem noch verschärfen
abrasives Polieren wäre danach natürlich unmöglich und nur sowas wie Poliertrommel denkbar!

(den Hinweis hab ich jetzt erst gesehn)
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 ·  #11
Könnte man/frau nicht das ganze Teil versilbern oder vergolden?
Bei meinen vergoldeten (und auch mal platinierten) glattpolierten
Modellen war das Blausilber immer galvanisch dann zugedeckt
und ´´verschwunden´´.
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 ·  #12
das wäre so ungefähr wie bei einem Auto beginnenden Rost mit Innenraumfarbe für den verkauf aufzuhübschen
da ist der Rost dann auch "verschwunden"
angesichts der kurzen Halbwertszeit von normaler dünner versilberung wäre das Verkaufslackierung zu nennen noch euphemistisch
eine harte Rhodinierung würde ich als Verkaufslackierung bezeichnen

und davon abgesehn wird die Hobbyistin euripide eh nicht versilbern können
versilbern ist aber immerhin besser als mittels glühen noch mehr Blausilber zu produzieren, das von einer dabei entstehenden hauchdünnen Silberschicht nur notdürftig überdeckt wird
hält der SPinell das aus? evtl. schon. aber ich sehe so wirklich gar keine Notwendigkeit, das auszuprobieren, da starkes Schmirgeln eine bewährte Problemlösung an solch gut erreichbaren Stellen ist

wenn du von Modellen schreibst: das war dann keine verkaufsware, sondern Urmodelle für Silikonformen?
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 ·  #13
Zitat geschrieben von Tilo

wenn du von Modellen schreibst: das war dann keine verkaufsware, sondern Urmodelle für Silikonformen?

Nein, das ist ganz normale Verkaufsware die
(a) mit 3 o/oo roséegoldfarben vergoldet wird oder
(b) mit einem galvanischen Platinüberzug versehen wird.
Es sind allerdings alles Ohrringe oder Colliers, wo ich in vier
Jahren noch nicht eine Reklamation hatte. Aber ich gebe dir Recht,
bei einem RING trägt es sich irgendwann ab ....
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 ·  #14
Zitat geschrieben von Tilo

besser als mittels glühen noch mehr Blausilber zu produzieren, das von einer dabei entstehenden hauchdünnen Silberschicht nur notdürftig überdeckt wird

Ich muß Dir (ausnahmsweise;-) widersprechen. Ich sprach
von "kräftig weißsieden". Bei diesem Vorgang glühst du,
dann beizt du in heißer, verdünnter Schwefelsäure, dann
"kratzt" du mit Messing- oder Neusilber-Bürste, dann glühst
du, dann beizt ........................................................................
Das ganze wiederholst du mindestens 5 x. Danach hast du
eine gut belastbare Feinsilberschicht. Falls das leicht matte
Ergebnis einer gekratzten Oberfläche nicht gefällt, kannst
du auch polieren. Allerdings nicht mit abrasiven Methoden
(Poliermotor/Bürste/Schwabbel) sondern, schön klassisch
mit Polierstahl oder Polierachat.
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 ·  #15
ich halte es da mit Ulrich:
fpost61160.html#real61160

statt noch mehr Blausilber zu produzieren und die Lötfugen zu schwächen lieber versilbern

bzw ABSCHLEIFEN!
hier bei dem Ring spricht zudem der Stein gegen mehrfaches Glühen und die Werkstattausstattung gegen Glanzsilbergalvanik

also
ABSCHLEIFEN!
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