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Beurteilung Schliff Rosenquarz

 
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 ·  #1
Moin in die Runde!

Im Moment experimentiere ich ein wenig mit Tropfenformen und habe mir dazu aus Indien ein paar facettierte Rosenquarze schicken lassen, die mir in natura auch gut gefallen. Meine Bitte an die Steinexperten hier: Könntet Ihr vielleicht etwas zu der Qualität des Schliffs sagen? Die vier größeren Tropfen sind 12 x 8 mm groß, die 12 kleineren und an der Basis gebohrten haben 10 x 7 mm.
Ich hänge zwei Fotos an, obwohl ich nach der Diskussion in dem Thread über Fotos von Edel- und Schmucksteinen etwas Hemmungen habe...
Danke und freundliche Grüße aus Bremen!
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 ·  #2
Typisch asiatischer Schliff.
Pampeln.

Die meeting points lassen zu wünschen übrig, was aber bei asiatischer Massenherstellung fast schon normal ist.
10x7mm und 12x8mm ist eine typische Pampelgröße. Ich seh da nichts Besonderes.

Pampeln kann man von oben anbohren und auch mit Spitze seitlich durchbohren, je nachdem wie sie verarbeitet werden sollen.

Ich mag mittlerweile mehr die etwas Länglicheren. Ist aber Geschmacksache.
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 ·  #3
Danke für die Antwort! Dass das nichts Besonderes ist, finde ich auch, und das mit der Geschmackssache stimmt natürlich. Meinen Geschmack jedenfalls trifft es.
Wird solche Ware eigentlich maschinell nach Vorlagen geschliffen, vielleicht gar CNC oder so ähnlich? Generell finde ich das Thema immer etwas heikel, weil ich über die Produktionsbedingungen nur spekulieren kann und mir gar nicht vorstellen mag, was angesichts der Preise bei denjenigen ankommt, die so etwas herstellen.
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 ·  #4
Pampeln mit CNC in Indien schon gar nicht. Die haben die Schliffbilder / Schliffdiagramme und schleifen händisch. Da hab ich schon Bilder gesehen, wo an der Wand die Wasserleitungen rausgucken, und die Daumen nicht mal mit Lederfingerschutz geschützt sind ...

Du kannst ja eines mal bei Deinem Lieferant probieren: Ein neues Schliffdiagramm erstellen bzw. die Vorgaben (Zeichnung) dazu geben und die schleifen dann - auch das ca. Maß - nach Vorlage. Haben wir öfters gemacht. Dann hast Du nicht eine 08/15 Größe, sondern kannst Dich abheben von der Masse.

Experimentieren ist also erlaubt.

Die Standardschliffe, die Du gezeigt hast, gibt es übrigens schon ab 6x4mm, soweit ich es noch in Erinnerung habe. Hat auch Goldschmiedebedarfshandlung Fischer Pforzheim im Programm und man muß keine Mengen abnehmen, wenn man nur mal ein Paar benötigt. Sendungen aus Asien bedürfen ja meist eine Mindestmenge und/oder einen Mindestbetrag, damit sich der Versand lohnt. Trick 7 ist erstmals eine Mustersendung anzufordern, so kommt man auch mal auf eine kleine Sendung, was nicht sehr viel kostet. Nur so eine Möglichkeit hat man pro Lieferant meist nur einmal.


Von Pampelschliffen kann ich Beispiele zeigen, wobei das Material mal nebensächlich ist.
Charms kann man natürlich auch als Pampeln nehmen/verarbeiten. Oder man nimmt die Verarbeitung der Charms schon als Vorlage für Ohrgehänge (mal ein anderes Wort für Pampeln).

So, nun aber Beispiele:

Pampel rundum gleich facettiert bauchig
Pampel rundum double Cut Schachbrett oder Rautenschliff
Pampel Briolette
Pampel diverse Fantasieformen
Pampeln poliert

Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
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 ·  #5
Ich kann dir Pampeln in jeder gewünschten Größe in verschiedenen Designs in fast jedem Material schleifen. Wird aber "etwas" teurer als bei den Indern...
uhu
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 ·  #6
Toll, Volker, bei Dir sind die meeting points der Facetten top! Auch das hebt sich natürlich von der Massenschleifindustrie ab.

Wie sagte mein einstiger Ausbildungschef? Der Preis ist der Qualität entsprechend. Muß immer dran denken, wenn es um Unterschiede asiatisch und Made in Germany geht.

So und nicht anders.
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 ·  #7
Danke für Eure Antworten!

Ich bin immer ganz ehrfürchtig, wenn ich solche Schliffe wie die von Volker sehe. Bei professionellen Goldschmieden mag es anders sein, aber für mich als Hobbyisten ist es manchmal ein Stein, von dem ich begeistert bin und der mich zu einem neuen Stück anregt. Da muss ich nur entscheiden, ob ich diesem Stein auch gerecht werden kann und, na ja, ob er für mich bezahlbar ist.

Oder ich habe eine bestimmte Vorstellung von einem Stück, das ich gerne herstellen möchte. Dann suche ich nach einer entsprechenden Form und Farbe, die sich darin einfügt - in dem Fall ist mir der "Wert" des Materials meist nicht so wichtig (schlagt mich nicht, aber es gibt wunderbare Designs mit Kieselsteinen, allerdings leider nicht von mir).

Bei den Rosenquarzen waren meine Experimente mit der Tropfenform der Ausgangspunkt. Für die Steine habe ich lächerlich wenig bezahlt, insgesamt 35 Euro. Natürlich ist das Massenware. Von den Qualitätsunterschieden mal ganz abgesehen, komme ich bei solchen Preisen langsam ins Grübeln, ob es überhaupt vertretbar ist, so etwas zu verarbeiten. Aber das ist wohl ein weites Feld...

Freundliche Grüße aus Bremen!
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 ·  #8
Zitat geschrieben von Brettwerk

Bei professionellen Goldschmieden mag es anders sein, aber für mich als Hobbyisten ist es manchmal ein Stein, von dem ich begeistert bin und der mich zu einem neuen Stück anregt.

nö, ist beim gelernten Goldschmied nicht anders

Zitat
komme ich bei solchen Preisen langsam ins Grübeln, ob es überhaupt vertretbar ist, so etwas zu verarbeiten.

darüber darf man eigentlich nicht nachdenken, wenn man beim Steinkauf auf den Preis/das Kundenbudget achten muß. Wenn du sowas umgehen willst, dann mußt du in Deutschland geschliffene Steine kaufen und die sind üblicherweise mehr als doppelt so teuer wie die in Asien geschliffenen. Nur erkläre dann mal einem Kunden, wieso der vorliegende Stein dann nicht mehr z.B. 10€ kostet, sondern 100€, ums mal überspitzt zu sagen. Spätestens in dem Moment überwiegt bei den meisten bei der Kaufentscheidung der Geldbeutel und nicht der Gedanke, lokale Schleifereien zu unterstützen.
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