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14-K-Gold hartlöten, welches Flussmittel

 
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Beginner

 ·  #1
Guten Abend!

Ich habe diese 14-K-Schmucklot-Goldlotspule von Agosi mit der Aufschrift "585 L2 cdf", die optimal für mein Einsatzgebiet ist, weil ich nur ein ganz kleines Stück benötige. Link zu einem Bild aus Google: https://goetze-gold.de/out/pic…3002_1.jpg

Ich wollte kein Flüssiglot verwenden wegen der begrenzten Haltbarkeit.

Meine Fragen sind folgende:

a) Weiß jemand, ob diese Spule flussmittelummantelt ist? Oder ist das die reine Legierung zwecks Herabsetzung des Schmelzpunktes? Falls die ummantelt sein sollte, benötigt man trotzdem Flussmittel?
b) Welches frei verfügbare Flussmittel könnte ich hier verwenden? Leider finde ich nichts bzw. wird alles nur an Gewerbetreibende abgegeben.

Viele Grüße und danke für eure Zeit!
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 ·  #2
Du benötigst ein Flussmittel, z.B. Fluoron. Jedenfalls eines, das zur Arbeitstemperatur des Lotes passt.
Wenn du hier keines bekommst, sieh dich in Österreich um.
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 ·  #3
Danke für die Antwort!

Hierfür empfiehlt Agosi das Flussmittel "t", was auch immer das sein soll. Arbeitstemperatur für L2 (mittel) liegt hier bei 760 Grad: https://www.agosi.de/wp-conten…faktur.pdf (S. 9)

Passt hier dieses Fluoron?
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 ·  #4
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 ·  #5
diese Mittel hier sollten passen
https://www.zujeddeloh.de/prod…15310.html
https://www.zujeddeloh.de/prod…12512.html

das eine geht mehr obenraus für Goldlot
das andere beginnt niedriger und ist daher auch für Silber

wenn schon Silberflußmittel vorhanden ist, würde ich es einfach mal mit dem probieren
(oder wird die Lötkarriere echt mit Gold begonnen?)
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 ·  #6
@Tilo: Danke! Aber warum kann man diese Flussmittel benutzen, wenn die wohl nur für Stahl, Kupfer, Messing o. Ä. sind?

Ich habe hier auch eine Dose "FELDER, Flussmittel für Silberlote 'Cu-Fe Nr. 1', DIN EN 1045 - FH 10" stehen, ist aber sicher schon zwei Jahre alt. Würde auch das funktionieren?
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 ·  #7
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 ·  #8
Hartlötflußmittel der angegebenen Wirktemperaturrange, was mit Kupfer und Messing funktioniert, funktioniert auch mit Gold
das Wort >nur< steht ja nicht dabei!

aber dein https://www.werkstatt-king.de/…232_14923/
wird nach etwas Verdünnen mit Wasser auch gehn
etwas entnehmen und in schälchen/deckelchen verdünnen

besser wärs natürlich, wenn der Wirkbereich etwas höher wäre
versuchs halt
sonst das https://www.zujeddeloh.de/prod…12512.html
kaufen
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 ·  #9
Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

Zitat geschrieben von Guestuser

@Tilo: Danke! Aber warum kann man diese Flussmittel benutzen, wenn die wohl nur für Stahl, Kupfer, Messing o. Ä. sind?
....
Weil Tilo es so empfiehlt. Und er ist vom Fach.

Das stell ich gar nicht in Frage! :-) Ist nur mein technisches Interesse.

Zitat geschrieben von Tilo

aber dein https://www.werkstatt-king.de/…232_14923/
wird nach etwas Verdünnen mit Wasser auch gehn
etwas entnehmen und in schälchen/deckelchen verdünnen

Danke! Dann werde ich da mal einige Tests durchführen, viel üben, bevor es an das endgültige Werkstück geht.

Noch eine Frage wegen Oxidierung: Ist es sinnvoll, wenn ich das ganze Werkstück einpinsle, um Oxidation der unreinen Anteile in der 14-K-Legierung zu verhindern, oder droht dann, dass das Lot komisch verläuft?
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 ·  #10
Ja und ja. Lot läuft immer komisch, nämlich dahin, wo es am heißesten ist (und/oder Kapillarkräfte wirken), daher muss man löten lange üben, um mit der Flamme die Temperatur so zu steuern, dass das Lot dahinfließt wohin es soll und nicht dahin wohin es will.
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 ·  #11
bei Rotgold ist das sehr sinnvoll, weil sonst alles schwarz oxidiert, in der Beize (hast du? brauchst du!) wird das Kupferoxid gelöst und zurück bleibt eine gar nicht mehr rote Goldoberfläche, die dann geschliffen werden muß (und man kommt nicht überall hin)

bei gelbgold ist der Effekt deutlich weniger störend, aber das kompletteinpinseln dennoch empfehlenswert

daß das Lot manchmal nicht dorthinfließt, wo man es gerne hätte, passiert auch, wenn man nur das nahe Umfeld der Fuge mit Flußmittel benetzt
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 ·  #12
Sehr interessant! Ich habe mir soeben Fluoron, Alaun und Borsäure-Pulver bestellt und einen kurzen Test gemacht.

Bei dem Flussmittel, dass ich momentan habe, ist glaube ich das Problem, dass es so kristallin ist. Das Schmucklot-Band ist ja fast mikroskopisch klein, sodass man fast Angst haben muss, dass es von der Flamme weggeblasen wird. Mir ist es grade einfach daneben gefallen, aber ich habe denke ich eigentlich nicht zu wenig Wasser verwendet.
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 ·  #13
Versuch mal, dein Fitzelchen mit einem in Flussmittel angefeuchtetem Pinsel aufzunehmen und zu platzieren.
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 ·  #14
mit dem Rand der Flammme antrocknen, damit es mittels des Flußmittel klebt und dann mit der schärferen direkten Flamme löten
alaun ist zwar nicht grad das Mittel meiner Wahl zum beizen, aber notfalls gehts wohl (mit geduld und erwärmung)
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 ·  #15
Das Lot, das du hast, wird normalerweise auch Stupflot genannt. Dafür wird die Lotfuge heiß gemacht und bei der richtigen Temperatur das Lot drangestupft, was das sofortige zufließen der Lotfuge veranlaßt im Idealfall. Deswegen gibts auch für diese Rollen Lothalter, damit man sich nicht die Pfoten verbrennt.
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