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Golding mit Diamant. Goldschmiede meisterstück?

 
WilliamRB
 
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WilliamRB

 ·  #1
Guten Tag.
Vielleicht könnte mir hier jemand fachkundiges mit einer zweiten Meinung helfen. Ich habe für meine Frau zum Hochzeitstag einen Ring mit diamant in Auftrag gegeben bei einer örtlichen Goldschmiede. Als der Ring nach 4 Wochen fertig war, habe ich ihn im Geschäft begutachtet und bin frohen Mutes nachhause, wo ich das gute Stück verpackt habe. Ich muss dazu sagen dass die Begutachtung unter Korona Maßnahmen stattfand, also durch eine hängende Glasscheibe hinweg in nicht so arg optimalem Licht, mit leicht beschlagener Brille dank schwitzigem mundschutz. Als ich den Ring dan eine Woche später meiner Frau überreichte freute diese sich wie bolle, aber natürlich spähte das feine Auge meiner Dame nach einiger Zeit ein paar Makel, die wenn man sie einmal sah, einfach nicht mehr weg gehen.... Als ich die Meisterin per Email darauf ansprach, reagierte diese arg sehr erbost über meine Nachfrage zu dieser einfallstelle am Ring und wollte den Ring sogar direkt gegen Geld zurück nehmen. Das der Ring außerdem zu gross ist spielte dabei mal noch garkeine Rolle... Anbei ein paar Bilder. Die Aussage der Chefin war, daß ihrer Werkstatt Arbeit echte Handarbeit sei, und man dies auch gewollt sehen solle!
Verstehe ich ja auch, sieht man ja auch, aber eben auch ohne diese einfallstelle....
Sieht übrigens im echten Leben noch dünner aus an dieser Stelle...
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 ·  #2
was war denn ausgemacht bei der bestellung?
einfache Ringschiene mit stein mittendrin?leicht asymmetrisch hingeschludert?
oder gleichseitig nach oben dünner werdend?
Zeichnung?
anderes Original ohne solch Eigenart zum Anfassen?
wie wurde die Fingergröße festgelegt? (ist ja wohl zu groß)

für gewollt asymmetrisch ist es zu wenig und für normal schlicht etwas zu sehr ungleich
finde ich

wenn auf (aus meiner Sicht berechtigte) Kundeneinwände so unwirsch reagiert wird, wird es wohl schwierig mit einer Lösung
und die angebotene Rückgabe bietet sich als Lösung tatsächlich an, denn einen schlichten Ring mit gerader Fassung sollte jeder Lehrling gleichmäßiger hinbekommen
solch störende Unregelmäßigkeit ist doch kein sichtbarer Vorzug von Handarbeit
würde bei einer lehrlingsabschlußprüfung nach meiner Ansicht zum Durchfallen führen (wenn das nicht ganz genau so geplant wäre, aber warum sollte es?)

die gestalterische Idee war wohl, oben was wegzufeilen/zu verjüngen bis knapp vor der fassung
kann man machen,aber dann bitte auf beiden Seiten gleichmäßig
das wäre die Option statt Rückgabe: die andere Seite auch noch abzufeilen, bis gleich
wenn das mit der beidseitigen Einschnürung gefällt......
und die Kollegin einsieht, daß es vielleicht doch meisterhafter ist, wenn man nicht sieht, daß da jemand nicht so genau hingeschaut hat beim handarbeiten
WilliamRB
 
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WilliamRB

 ·  #3
Geplant war das der Ring im oberen Bereich zur Fassung des Steines hin sehr deutlich verjüngt wird, so daß der Stein im Mittelpunkt steht. Hatte dort ein dutzend Ringen in Händen zur Begutachtung, da der Ring so noch nicht existierte bei der Goldschmiede. Habe alles mit der Dame im Laden geklärt, diese hat auch alles notiert, aber funktioniert hat die ausarbeitung nicht so. Und keiner der Ringe auf der Homepage oder der Ringe im laden die ich tatsächlich in Händen hielt hatte so eine einseitige einfallstelle oder andere Asymmetrie...
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 ·  #4
daß die einseitig deutlicher Einschnürung in echt noch deutlicher wirkt, hängt damit zusammen, daß der Bereich wohl nicht nur meßbar schmaler, sondern auch noch etwas stärker gewölbt gefeilt ist (sieht man an der dünneren Seitenkante)
und stärker gewölbt wirkt schmaler selbst bei effektiv gleicher Breite

ich denke, das Hauptproblem begann damit, daß die Fassung eingearbeitet wurde bevor die Verschmälerung gefeilt wurde
und daß zusätzlich die Ringschiene nicht nur schmaler, sondern auch noch dünner gefeilt wurde

normal: erst Schiene nach oben verjüngen/schmalermachen
früher wurde der obere bereich dabei schmaler, aber höher (klassische Zungenschiene)
das ist nicht mehr so üblich

und dann die fassung einsetzen, denn dann stört sie nicht bei dem Herstellen der Verjüngung
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 ·  #5
Jou, gut erklärt. Ist Murks, die Goldschmiedin hat allerdings ein Recht auf Nachbesserung, wenn sie allerdings gleich Rücknahme anbietet, vermeidet man damit vielleicht weiteren Ärger.
Bei der Reklamation per Email hast du das schöne Foto wohl mitgeschickt, sonst redet man aneinander vorbei.
Zum Thema "zu groß" ist allerdings anzumerken, der Ring mag auf dem Ringmaß durchaus die vereinbarte Größe aufweisen, solche fast runden oder oval stark gewölbten Formen neigen dazu, dann auf dem Finger als zu groß empfunden zu werden. 1 bis 1,5 Nr. kleiner werden dann als passend empfunden. Kann, muss nicht.
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 ·  #6
Ich würde mit dem Ring zur Goldschmiedin gehen und ihr zeigen, was genau gemeint ist.
Vielleicht kam das Problem in der Mail nicht rüber.
Sicherlich wird sich eine Lösung finden.

Im Notfall würde ich auf das Angebot "Geld zurück" eingehen und ihr anbieten, daß man sich zwecks einer Neuanfertigung trotzdem an sie wendet. So sieht sie auch den good will Deiner/Eurerseits.

Dann könnt ihr auch auf das Thema Ringweite nochmals eingehen.
WilliamRB
 
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WilliamRB

 ·  #7
Vielen Dank für die vielen schnellen Antworten.
Rein generell ging es mir wirklich einfach darum, ob meine Frau und ich zu penibel sind, oder ob es tatsächlich, wie es einem eben direkt erscheint, ein klein wenig schluderig oder ungenau gearbeitet wurde.
Die Aussage das dies gewollt so sei und wirklich willentlich, ist ein wenig leer dann doch...

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