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Verlobungsring weiten lassen - was ist da passiert?

 
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Hallo

Bin stinksauer. Habe aufgrund der geplanten Hochzeit den Ring weiten lassen und nach ein paar Tagen kam das zum Vorschein.
Dienstag abgeholt. Gestern hat es meine Frau festgestellt.
Vorher war davon nichts zu sehen. Im innen sah man nur die zwei Stellen, an denen erweitert wurde. Auch das sollte doch eigentlich nicht sein. Aber mit Maske in dem kleinen Geschäft ist es mir nicht sofort aufgefallen weil ich auch nicht wusste wo überhaupt geändert wurde.
Das habe ich bei einem Goldschmied machen lassen.

Die Oberfläche ist total rau, als wäre das Metall verkocht und überall Krater drin. Völlig vermackt. Meine Frau trug den damals täglich über Jahre und da sah er so nicht aus.
Das ist nur auf den hinteren Seite. Dort wo halt gearbeitet wurde? Möchte gerne vorbereitet den Herrn zur Rede stellen.
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 ·  #2
wenn man weniger Finger und mehr Ring sehen könnte, dann könnte man vielleicht was über die Außenseite des Rings sagen. Daher bitten wir hier immer um scharfe Fotos auf weißem unstrukturierten Druckerpapier. Ich gehe mal von den normalen Tragespuren aus, die vorher sicherlich nicht mehr bewußt wahrgenommen wurden.

Was die Innenseite betrifft. In den Ring ist ein Stück Gold eingesetzt worden und die Lotfugen sind nicht ordentlich durchgeflossen, bzw. haben sich beim polieren wieder Poren geöffnet. Das sind die zwei Pünktchen, die du als Krater bezeichnest. Ist nix ehrenrühriges und macht den Ring nicht instabiler. Kann passieren, ist blöd, aber deswegen muß man nicht zum Anwalt gehen (quasi). Es gibt Lötstellen, die wollen einfach nicht unsichtbar zufließen, das kommt auch mal vor. Ist ärgerlich, aber man steckt nicht drin. Betriebe, die ein Laser- oder Punktschweißgerät haben, schweißen solche Lunker zu, Betriebe, die sowas nicht haben, versuchen diese Poren so gut wie möglich wegzukriegen. Klappt halt, wie man hier sieht, nicht immer.

Es wäre noch interessant zu wissen, was für Steine in dem Ring sind.
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 ·  #3
Ich versuche mit dem anderen Handy einmal bessere Fotos von der Außenseite auf weißem Papier.
Es handelt sich um 750er Weissgold und der Hauptstein ist ein .41 Carat Diamant. Der Rest sind noch 14 Steinchen drum herum gefasst und einer im inneren.
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 ·  #4
ein bißchen besser, aber da ist noch Luft nach oben.

Ich gehe von Tragemacken aus, sofern ich das erkennen konnte, herbeigeführt durch Türklinken, Einkaufstaschen, Hausarbeit, Wasserkästen schleppen, Gartenarbeit etc.. Deine Frau weiß selber am besten, was sie seit Dienstag alles mit dem Ring am Finger tragend gemacht hat. Und evtl. eine Pore, die aufgegangen ist, wenn man den dunklen Punkt als Pore interpretieren darf.
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 ·  #5
Normal würde ich dir recht geben, aber sie trägt den Ring nicht auf der Arbeit. Darf sie sowieso nicht. Und sonst hat sie damit nichts angestellt, das diese Macken in der kurzen Zeit rechtfertigen würden.
Am Dienstag war der Ring komplett glatt bis auf die Innenseite wo du ja geschrieben hast wodurch das entstehen kann.
Binnen 2 Tagen kam dieser Zustand zum Vorschein. Jahre davor wo sie ihn noch tragen konnte, gab es diese oder ähnliche Macken überhaupt nicht. Er sah stets aus wie neu.
Kann hier etwas beim schleifen oder rohdinieren schiefgelaufen sein? In der Innenseite lässt sich jedenfalls kaum noch die Nummer vom Diamanten ablesen. Der Goldstempel ist ganz weg fällt mir jetzt auch auf.
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 ·  #6
ich bin von den Bildern irritiert und mir fehlt die Fantasie, die Oberfläche zu erklären
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 ·  #7
Das sind leider keine Reflektionen. Die Oberfläche ist porös, fleckig, rau und sieht einfach nur grauenhaft aus.
Man sieht es eindeutig im ersten Bild aus Post 3.
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 ·  #8
Ich wäre mit der Arbeit auch nicht zufrieden. War das ein Meisterbetrieb der die Änderung gemacht hat?
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 ·  #9
Das weiß ich nicht. Das ist ein Goldschmied. Werkstatt, Umarbeitungen usw. alles dabei.
Da ich den Laden schon 10 Jahre im Ort sehe, war ich der Meinung hier die Umarbeitung gut ausgeführt zu bekommen.
Ich habe nochmals Bilder versucht:
Der Ring war praktisch vor 2 Tagen und vor dem Umarbeiten in fast tadellosen Zustand.
Nun schaut er wirklich so aus als hätte man ihn auf der Baustelle getragen.
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 ·  #10
eben
ich sehe das und ich kann es beim besten Willen nicht erklären
auch nicht durch Fehler bei der Erweiterung
(die Poren würde ich nicht so rechtfertigen wollen wie Anke, aber ich hatte vor vielen jahren mal einen Weißgold-Trauring, der zu löten war, der in der ersten Palladiumhochpreisphase damals mit Kobalt oder so legiert war und sich ectremst schlecht löten ließ
sowas kann hier auch vorliegen
erklärt mir aber immer noch nicht die gruselige Oberfläche nach tagen, nachdem die jahrelang nicht so vermackt gewesen sein soll
ich kann es mir metallurgisch nicht herleiten, wie das löten (einsetzen des Stücks) solche Materialveränderungen zu: extrem empfindlich verursacht haben soll
davon abgesehn kann ich da beim jetzigen Kenntnisstand auch nicht ansatzweise eine Schuld sehen
ein Kollege erzählte mir mal, daß ein Ring nach geringfügiger Bearbeitung so porös war: der Hersteller also eine extrem poröse Legierung verwendete, die irgendwie geglättet hatte und bei neuerlicher Bearbeitung das ganze Elend zutage kam und wieder mühsamst zugerieben/zugeschmiedet und dann ganz vorsichtig poliert werden mußte

kann sein, daß der Kollege ganz ohne Schuld eine Alptraumsache auf dem Tisch hatte und die nur mühsamst retten konnte und aus seiner Sicht das Ergebnis bestmöglich war
ERgänzung:
hier sind die puntuellen Macken ja gleichmäßig auch auf dem eingesetzten Stück
das ist mysteriös
und deutet genaugenommen für jeden Betrachter darauf, daß das nach dem Abholen passiert ist
warum auch immer
ja, wir alle im Kundenbetrieb kennen den Spruch: ich habe gar nichts damit gemacht
und nur manchmal läßt sich klären,was wirklich damit geschehenist
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 ·  #11
Würde sich das denn unabhängig davon wie es nun passiert ist, wieder in einen schönen Ring verwandeln lassen? Wie ist da deine Einschätzung?
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 ·  #12
Habe mit ihr nochmal gesprochen und wir haben überlegt. Dein Satz hat dazu natürlich angeregt.
Es könnte durchaus sein, das es dabei passiert ist, als sie an einer Mauerwand stand und sich fest gehalten hat. Mit Nachbarn quatschen halt.
Soweit dann alles gut. Eigenverschulden ist bei dieser Sache was anderes.
Trotzdem möchte ich die Lötstellen ordentlich haben. Das sind im Grunde die tiefsten Krater im ganzen Ring. Innen wie außen.
Sonst bleibt meine Frage bestehen.
Lässt sich das nochmal retten und besser löten/bearbeiten?
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 ·  #13
mit den Lötstellen-Poren ist das so eine Sache
normal kann man sowas nachlöten
und ehrlich gesagt: sollte man das auch, wenn man es nach dem Befeilen des Lotes merkt
außer: es ist eine solche Mistlegierung, wo man froh ist, daß sie endlich irgendwie halbwegs zusammenge"klebt" ist (hatte ich etwa 2x in meinen 30 Jahren im Beruf und das war halt 333er Sparweißgoldmist und irgendwelcher türkischer 14k Spezialmist)
normal würde ich das halt nachlöten
notfalls mit einem leichter fließenden Lot, weil notfalls(ich betone notfalls) 2 winzige leicht gelblichere Punkte innen für Optik und Haltbarkeit allemal besser sind als die schwarz erscheinenden Löcher
nun kommt ein aber: falls der Ring nach dem Löten noch gerichtet wurde trotz der schon sichtbaren Poren, also von eirig zu rund oder noch ein klein wenig nachgeschmiedet eine halbe Nr. (oder gewalzt), ist nur Spannung auf der Sache und beim neuerlichen Erhitzen kann das zusammen-oder auseinanderfedern
das weiß der Kollege, der es gemacht hat, aber am besten
das will man nicht, dann dann darf man von vorne anfangen: schiefes, nur noch an einer Seite (schief) hängendes Stück absägen, neues Stück herrichten, einlöten usw. das ganze Programm
hilfsweise wäre natürlich zuschweißen eine Idee, weil damit nicht die kompletten Fugen weich würden
dafür habe ich PUK, aber das hinterläßt seinerseits manchmal feine nervige Poren (kleiner als die in deinem Ring), die man dann wirklich erst beim Polieren und nicht schon beim befeilen/beschmrigeln aufreißt

lasern würde besser auffüllen, ist aber in nur sehr wenigen überwiegend eher größeren Dienstleistungsbetrieben vertreten
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 ·  #14
Danke für die Erklärung.
Dann wird mein erster Gang zu dem Goldschmied sein. Kann ich da auf Nachbesserung bestehen oder ist das sinnlos? Es geht mir nur um die Lötstellen.
Wobei ich mal davon ausgehe, das er es so gut wie er kann gefertigt haben wird. Könnte mir also vorstellen, das es beim nächsten mal auch nicht besser wird.
Dann müsste ich also einen Großbetrieb finden, welcher sowas Lasern kann. Wie findet man das denn heraus?
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 ·  #15
mal interessehalber: wie viel hat diese erweiterung gekostet?

ich als Handwerker hätte das so nicht rausgegeben, aber wenns nun einmal so ist: die Poren innen sind eh im Gebrauch nicht zusehn
und die eine außen genaugenommen ja auch nicht an der Stelle
nicht schön, klar
aber dafür jetzt den Aufwand treiben, für jeweils alleine hinwärts wertversand 25,- zzgl. Arbeitskosten für lasern, polieren und rhodinieren irgendwohin schicken? (per normalem Paket ist der Ring ja nicht zu verschicken bzw. komplett unversichert)
manchmal arbeiten diese Großbetriebe nicht direkt für Endkunden, sondern nur über Juweliersannahmestellen
einer von solchen Dienstleistern, die auch direkt mit Endkunden arbeiten, ist die Firma Ulrich Wehpke, der hier nur noch extrem selten zugange ist
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