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Woher genau kommt mein (ein) Diamant? Der GIA ORIGIN REPORT

 
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 ·  #1
Das in den letzten Jahren weltweit gestiegene Interesse an nachhaltigen und ethisch einwandfreien Produkten macht auch vor der Diamantenwirtschaft nicht halt, was wir ausdrücklich gutheißen und voll unterstützen.

Für manche Kaufinteressenten ist es nicht nur wichtig, dass ihre zukünftigen Diamanten keine sog. „Konfliktdiamanten“ sind, sondern sie möchten darüberhinaus auch wissen, aus welchem Land oder Region der Welt, dieser Diamant ursprünglich stammt.

Das GIA bietet seit kurzem einen neuen Service an, welcher die normale Diamantengraduierung bzw. Zertifizierung um solche Informationen erweitert.

Der GIA ORIGIN REPORT
Im Origin Report/Zertifikat ist das Ursprungsland – z.B. Russland oder Kanada – angegeben. Zusätzlich stellt das GIA zwei Fotos des Diamanten in seiner ursprünglichen Form, als unbearbeiteter Rohdiamant und als fertig geschliffener Diamant auf seiner Website zum Download zur Verfügung.

Hier ein Beispiel für einen Rohdiamanten aus Kanada: Link zum Rohdiamanten aus Kanada

Und dies ist das Foto des fertig geschliffenen Brillanten: Link zum geschliffenen Diamanten

Zuerst muss der Rohdiamant amtlich versiegelt und zusammen mit einer Bestätigung des Heimatlandes (meistens vom Bergbauministerium) über dessen Herkunft und dem offiziellen Kimberley-Zertifikat, zum GIA geschickt werden. Dort wird der Rohdiamant intensiv untersucht und seine Untersuchungsergebnisse kommen in eine spezielle Datenbank.

Dann geht er zurück zum Einreicher, wo er geschliffen und poliert wird.

Als fertig geschliffener Diamant wird er dann noch einmal vom GIA untersucht und mit den Werten und Daten des Rohdiamanten aus der Datenbank verglichen.

Erst dann wird er abschließend graduiert und der Origin Report/das Zertifikat erstellt.

Neben dem Origin-Report und den Fotos des Diamanten als Rohdiamant und als fertig geschliffener Diamant stellt das GIA auf seiner Seite noch einige interessante Informationen zum Ursprungsland, der Region und den jeweiligen Diamantenminen zur Verfügung. Auch, mit welchen sozialen und ökologischen Projekten die jeweilige Minengesellschaft sich vor Ort engagiert. Eine unserere Meinung nach, sehr wichtige Sache.

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 ·  #3
Ja, das ist schon ein gewisser Aufwand, der natürlich auch (s)einen Preis hat.

Wobei wir bei uns schon seit einiger Zeit zunehmende Nachfrage nach Diamanten mit solchen "objektiv und neutral verbrieften" Herkunftsnachweisen und weitergehenden Informationen feststellen.

Aber es ist klar, dass alleine schon wegen des Aufwandes und der dadurch entstehenden Mehrkosten, nicht jeder zertifizerte Diamant solch einen Origin-Report bekommen kann/wird.
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 ·  #4
Wenn sich das allgemein durchsetzt, dann könnten die Preisaufschläge wieder sinken. Problematisch finde ich, dass man zwar Reinheit, Farbe, Schliff und Behandlungen feststellen kann aber die Herkunft nachträglich rückwirkend nicht mehr.
So lange das ein seriöses Institut allein macht, ist das noch gut. Aber wenn dann mehrere auf den Zug aufspringen und vielleicht nicht so seriös zertifizieren, ist das nie nachprüfbar.

Aber vielleicht geht die Mode mit den Herkunftsnachfragen auch wieder vorbei. Irgendwie erinnert mich das daran: https://www.youtube.com/watch?v=0-anv7wfLdU
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 ·  #5
Unter der Voraussetzung, dass von möglichen anderen Instituten der gleiche hohe Aufwand getrieben wird, wie vom GIA und dies ordentlich dokumentiert wird, die Abläufe transparent sind usw. , würde ich den gleichen Instituten vertrauen, denen ich auch eine ordentliche Graduierung/Zertifizierung zutraue.

Im Umkehrschluß gilt für mich hier natürlich auch, was für die vielen anderen "sog. Institute" bei der "normalen Graduierung" gilt, gilt dann natürlich auch für solch einem Herkunftsnachweis.

Nämlich Finger weg, bzw. äußerste Vorsicht!
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