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Brillant 1.17ct, Vvs1, H

 
diamond_2019
 
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diamond_2019

 ·  #1
Liebes Forum,

zunächst schon mal vielen Dank für den wahnsinnig hilfreichen Beitrag, den ihr hier leistet. Ganz toll!

Ich habe einen Brillant-Ring in 750er Gelbgold. Der Stein war ein Erbe und den Ring habe ich vor ein paar Jahren machen lassen. Nun kann ich das Geld aktuell gut gebrauchen und möchte mich schweren Herzens von dem Stück verabschieden.

Laut einem DPL-Zertifikat (natürlich muss der Stein nochmal geprüft werden und ich weiß, dass das DPL nicht überall anerkannt ist) hat der Stein folgende Eigenschaften:

> 1.17 Karat
> Brillant Cut
> Farbe Weiß (H)
> Keine Fluoreszenz

Der Wiederbeschaffungswert wurde für eine Versicherung mal mit etwa 12.500 Euro beziffert.

Dass der reale Handels-/ Ankaufspreis darunter liegt ist mir bewusst, jedoch liegt das aktuelle Angebot eines professionellen Ankäufers bei 2.700 - 3.500 Euro + Goldwert. Das erscheint mir doch wenig, wenn ich als Laie den Wiederbeschaffungswert sehe. Zu diesem Preis würde ich ihn eher behalten.

Kann mir jemand helfen, hier eine sinnvolle Einschätzung zu finden? Ich bin etwas ratlos.

Vielen Dank.
diamond_2019
 
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diamond_2019

 ·  #2
Nur der Vollständigkeit halber, habe es im Text vergessen aber in der Überschrift genannt: der Stein ist laut DPL mit VVS1 zu bewerten.
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 ·  #3
Für einen Ankauf ist das schon ok. Bei meiner Schmuckbörse könnte mehr rauskommen ist aber ein Kommissionsverkauf und kann dauern. DPL ist ein renommiertes Zertifikat ohne Fehl und Tadel. Die Amis sind halt nur weltweit bekannter. Das sollte aber in Deutschland egal sein.
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 ·  #4
Du möchtest es dir ja auch einfach machen und alle Arbeit dem Ankäufer überlassen.

Wenn du möglichst viel Geld haben möchtest mußt du Dir einen "Normalen Kunden" (Endkunde) suchen und dem den Stein schmackhaft machen und natürlich auch verkaufen.
Den Aufwand und das Risiko würdest du ja sonst dem "Zwischenhändler" überlassen. Daß der sich das auch bezahlen läßt muß man ja gar nicht dazu erklären.

Also Werbetrommel rühren und viel Glück.
diamond_2019
 
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diamond_2019

 ·  #5
Es geht mir hier doch gar nicht darum, es mir einfach zu machen. Die Anfrage bei einem Ankäufer diente ja zunächst mal einer ersten Abschätzung und meine Frage hier im Forum, als absoluter Laie, der bessern Einordnung.

Natürlich ist es mein Ziel, wenn ich das Stück verkaufe, auch einen guten Preis zu erzielen.

Niemand hat gesagt, dass ich da nicht auch Zeit und Einsatz investieren möchte.

Dennoch vielen Dank für die sicherlich gut gemeinten Hinweise :-)
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 ·  #6
Zitat geschrieben von Guestuser

Nun kann ich das Geld aktuell gut gebrauchen und möchte mich schweren Herzens von dem Stück verabschieden.
-------
Niemand hat gesagt, dass ich da nicht auch Zeit und Einsatz investieren möchte.



Zwischen diesen beiden deiner Aussagen, sehe ich einen
Widerspruch. Und ich denke, darauf hat sich Raustland auch
bezogen.
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 ·  #7
Zitat geschrieben von Guestuser


Laut einem DPL-Zertifikat (natürlich muss der Stein nochmal geprüft werden und ich weiß, dass das DPL nicht überall anerkannt ist) hat der Stein folgende Eigenschaften:

> 1.17 Karat
> Brillant Cut
> Farbe Weiß (H)
> Keine Fluoreszenz


Auch mit deinem Nachtrag, dass es sich um die Reinheitsstufe VVS1 handelt, sind es zu wenig Informationen, um den Stein ohne ihn selbst untersucht zu haben, grob bewerten zu können. Dafür fehlen die Schliffbewertungen (Proportionen, Symmetrie und Politur) nebst ihren Detailangaben und auch das Alter des Zertifikats.

Zitat

Der Wiederbeschaffungswert wurde für eine Versicherung mal mit etwa 12.500 Euro beziffert.


Der wird nicht selten zu (unrealistisch) hoch angesetzt und verändert sich im Laufe der Zeit auch noch. Oft stammen solche Angaben auch vom Verkäufer (bspw. Juwelier) selbst und sind dann mit besonderer Vorsicht zu behandeln.

Ein Beispiel: Einen vergleichbaren Stein gibt es bei uns für Endkunden (mit ganz neuem Zertifikat des GIA) und exzellenter Schliffbewertung bereits für ca. 7.000 Euro (inkl. Mwst.)!

Zitat

Kann mir jemand helfen, hier eine sinnvolle Einschätzung zu finden? Ich bin etwas ratlos.

Vielen Dank.


Ich hoffe, dies konnte dir etwas helfen.
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 ·  #8
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 ·  #9
Es ist nicht einfach, Gebrauchtschmuck in dieser Preiskategorie privat zu verkaufen. Das ist ein Betrag, den viele Leute nicht „in der Portokasse“ haben, sprich, der Kundenkreis ist relativ klein. Und der, den Geld „nicht juckt“, greift gleich zu neuem Schmuck. Oder er kauft zumindest beim „offiziellen“ Händler, mit Garantien, Rückgaberecht und der Sicherheit, dass Zertifikate und Schmuck zusamnengehören und beides aus vertrauenswürdigen Quellen stammt.

Getragener Schmuck hat leider für viele Leute ein bisschen den Nimbus getragener Klamotten. Und da hast Du mit höheren Preisvorstellungen einfach schlechte Karten.

Auch ein Händler wird in dieser Preisklasse nicht täglich was los- sprich, er geht in Vorleistung, und trägt das Risiko eines langen Nichtverkaufs. Das ist dann totes Kapital, welches er für Sachen, die gefragter sind und mit denen er dank höheren „Durchlaufs“ mehr Gewinn machen kann, nicht zur Verfügung steht.

Alles das muss kalkuliert werden.

Und ja, der Wiederbeschaffungswert ist meist deutlich zu hoch angesetzt.
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