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Trauringe aus "weißem" Metall gesucht

 
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 ·  #1
Hallo zusammen,

wir werden im Januar heiraten und sind nach diversen Beratungen bei Juwelieren und Goldschmieden sowie intensiver Internetrecherche beim Thema Trauringe extrem verunsichert.

Zunächst unsere Vorstellungen:
schlichte Ringe, innen leicht gewölbt, aussen mehr oder weniger gerade, Rand so dünn wie möglich (bzw. sinnvoll)
längsmatt (wir wissen, dass Mattierungen anfällig sind bzw. nicht ewig so bleiben, mit glänzenden Ringen konnten wir uns bisher aber trotzdem nicht anfreunden)

Damenring:
Weite: 51mm
Breite: 3mm (+/- 0,2mm, siehe Steinbesatz)
Stärke: ca. 1,3mm
Steinbesatz: Kanal quer, 2 mini-Steinchen, die genau die Breite des Rings ausfüllen

Herrenring:
Weite: 58mm
Breite: 5mm
Stärke: ca. 1,6mm

Wir wünschen uns "weiße" Ringe, gerne auch mit Tendenz ins Graue.
Es spielt keine Rolle, wie "wertvoll" das Material ist, oder ob der Materialwert in einem vernünftigen Verhältnis zum Kaufpreis der Ringe steht. (Wir planen die Ringe ein Leben lang zu tragen und nicht sie irgendwann einzuschmelzen und zu verkaufen.)
DIe Ringe sollen widerstandsfähig sein, da wir sie täglich tragen wollen. Wir arbeiten beide im Büro und werden die Ringe links tragen.
Aktuell kommen für uns folgende Optionen in Frage:
Palldium, Platin, (gute) Weißgoldlegierungen, Edelstahl, Titan

Welches Material ist für unsere Wunschringe am besten geeignet?
Was sind die Vor- und Nachteile der genannten Materialien?
Gibt es vielleicht noch Alternativen, die wir bisher nicht bedacht haben?

Vielen Dank und viele Grüße
Vera
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 ·  #2
Die Kombi 1,3mm hoch, Steinbesatz quer, schmale Kante und ein Leben lang ist heikel.
Eine Verstärkung des Materials im Bereich der Steine sollte in Betracht gezogen werden, würde aber vermutlich deiner Vorstellung nicht entsprechen.
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 ·  #3
Hallo Silberfrau,

Danke für deine schnelle Antwort :-)

Heikel in wie fern? Verlust der Steine? Instabilität des Rings? Probleme beim Anpassen der Größe?
Ich gehe davon aus, dass dieser Hinweis unabhängig vom gewählten Material ist?

Alternativ könnte ich mir auch einen einzelnen Stein vorstellen (Eingerieben oder Verschnitt), dann aber vermutlich bei noch geringerer Breite von ca. 2,5mm. Wäre das eher sinnvoll?

Danke & Gruß
Vera
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 ·  #4
Kanalfassung: nichts für ein Leben lang auf der Arbeitshand (steinchen fallen raus)
zudem ist der Ring extrem geschwächt durch die Querrille und ist eh schon grenzwertig zart geplant, selbst ohne Steine

bei den Dimensionen muß man ganz klar von Steinbesatz abraten
selbst wenn man mit Titan etwas findet, was evtl. dennoch haltbar ist, ist es mit dem Leben lang vorbei, wenn die Finger mal etwas dicker werden
dann macht diesen Ring niemand größer: erstens wäre Titan schweißen sehr sehr(!) speziell und selbst wenn es jemand machen würde: beim Aufbiegen kann der dünne Steg oben an den Steinen brechen

nein, das Problem Größe ändern ist nicht unabhängig vom Material!
manches geht gut
manches schlecht(teuer)
Titan nahezu nicht
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 ·  #5
Hallo Tilo,

Danke auch an dich für die schnelle Antwort.

Die Frage der Materialabhängigkeit bezog sich nicht auf die Größenänderung sondern auf den Hinweis, dass ein Kanal bei den Abmessungen heikel sei.

Wäre denn ein eingeriebener Stein eine Alternative oder muss man für einen Stein auf jeden Fall die Randstärke erhöhen?

Ich habe extrem schmale Finger / Hände und bin keine Schmuckträgerin. Daher soll der Ring so zart wie möglich sein. Was könnt ihr denn als sinnvolles Mittelmaß aus möglichst geringer Abmessung und Stabilität empfehlen?

Was gibt es zum Theme Material zu sagen?

Ist bei Platin eine Grössenänderung möglich?

Viele Grüsse
Vera
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 ·  #6
Darf ich mal fragen, wie hoch euer Budget für die Ringe ist?

Von Stahl und Titan hätte ich euch abgeraten, als Mindestmaterialstärke 1,5mm empfohlen. Schmäler als 3mm würde ich den Damenring trotzdem nicht machen.

Silberfrau sieht die Materialstärke incl. Steine im Alltag als Dauertragering skeptisch. Es bleibt ja nicht nur bei der Schreibtischarbeit, du hast ein Leben auch außerhalb des Büros und dein Haushalt mit waschen, kochen, putzen, einkaufen, gärtnern etc. macht sich ja sicherlich auch nicht von alleine. Trauringe sind einer täglichen Extrembelastung ausgesetzt, von daher braucht es schon ein bißchen Stabilität, die auch natürlichem Materialabrieb während des Tragens entgegensteht.

Ich hatte mal einen Trauring in Kommission, der in etwa deiner Vorstellung von heute entspricht. Ich persönlich hätte den nicht als Trauring gesehen, sondern als Schmuckring. Und der war mindestens 2mm stark in 750 Weißgold und Platin.
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Trauringe aus "weißem" Metall gesucht
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 ·  #7
Hallo tatze,
ein Budget haben wir nicht festgelegt.
ich kann mir eigentlich alles von 100-2000 EUR vorstellen. Bei vernünftigen Argumenten für eine bestimmte Legierung auch mehr.

Einerseits sind die Ringe für uns kein Statussymbol, noch interessiert uns wie eingang beschrieben der Wert des verwendeten Materials (daher gerne günstig). Andererseits ist es nicht so, dass wir eine existenzbedrohende Hochzeit planen ;-) (wir haben also durchaus Erspartes, das wir auch gerne in hochwertige Ringe investieren würden, wenn diese echte Vorteile gegenüber den günstigeren Alternativen bieten).

Viele Grüße
Vera
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 ·  #8
Es ist halt einfacher, in eine Richtung zu beraten, wenn man weiß, wieviel Geld für die Trauringe ungefähr geplant ist. Deswegen fragte ich.

Palladium, Platin und Weißgold lassen sich alle gut größenändern, Palladium und Platin fallbezogen z.T. mit einem etwas größeren Aufwand.
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 ·  #9
Bei dem von Tatze gezeigten Ring ist zumindest der Steinberech verstärkt, was auch nicht unbedingt über die Außenkante ragen muss, aber von der Seite sichtbar ist. Das meinte ich.
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 ·  #10
Interessant. Von Platin wurde uns bereits mehrfach abgeraten, weil angeblich keine Größenänderung möglich ist.
Im nächsten Satz hieß es dann allerdings, Palladium habe die gleichen Materialeigenschaften, nur sei es anpassbar. :o

Wir waren daher eigentlich bei Palladium gelandet. Das böse Internet sagt aber, dass Palladium nicht wirklich für Trauringe geeignet sei, weil zu weich.

Weißgold gefällt mir eigentlich gut. Mein Schatz möchte aber auf gar keinen Fall einen Ring, der irgendwie gelblich werden könnte.

Um auf die Geldfrage zurück zu kommen: Falls Platin tatsächlich anpassbar ist und trotzdem herausragende Eigenschaften hat, die zur Langlebigkeit beitragen, sind wir bereit das auch zu bezahhlen.
Unsere bisherige Auffassung zu diesem Thema war eher (überspitzt formuliert), dass Platin durch die fehlende Anpassbarkeit durch günstiges Titan bzw. Edelstahl ersetzt werden könnte, da diese beiden Materialien ja genau diesen Nachteil auch haben.

@Silberfrau: und du hattest Recht, dass genau das nicht meinen Vorstellungen entspricht ;-)
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 ·  #11
auch hier im Forum wird es keine einheitliche Meinung geben!
auch unter Fachleuten ist die Ansicht, was von den Eigenschaften vernünftig ist, verschieden!
und zusätzlich sind die technischen Möglichkeiten bzgl. Größenänderungen verschieden je nach Werkzeugausstattung
manche raten ab wegen Nichtänderbarkeit(wie du es bzgl. Platin erlebt hast), obwohl Platin ja problemlos änderbar ist: walzen oder schweißen
wenn man aber weder eine Ringwalze hat, noch eine sehr heiße Flamme und auch kein Schweißgerät, kommt es zu Aussagen, die ein anderer Kollege ganz anders sieht und es als ganz normales Tagewerk ansieht

insofern ist es zum Scheitern verurteilt, hier auch nur ansatzweise Konsens zu finden


einig sind sich lediglich alle Fachleute darin, daß die Steine (nicht nur, aber gerade bei solch dünnem Ring) weggelassen werden sollten, wenn das Ziel lebenslanges Tragen sein soll
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 ·  #12
PS
man kann den Steinbereich evtl nach innen zum Finger nahezu unsichtbar verstärken statt obendrauf
entweder nur wenige mm oder sanft verlaufend von beiden Seiten innen her
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 ·  #13
Alle Edelmetalle lassen sich ändern in der Ringgröße.
Sobald Steine in einem Ehering gefasst werden, ist die Änderung der Edelmetallringe schwieriger und teurer.
Für ausreichende Härte gibt es in jedem Edelmetall die passende Legierung. Das sind Dinge, über die sich der Kunde keine Gedanken machen muss.

Aber wenn die Ringe schmal und dünn (1,3 mm ist sehr dünn) sein sollen, sind Grenzwerte erreicht oder überschritten, die unabhängig von der Edelmetallegierung nicht mehr stabil genug sind. Gerade Büroarbeiter die nie etwas tun, ruinieren erfahrungsgemäß die neuen Ringe in kürzester Zeit und wissen gar nicht wo das her kommt.

Ich biete nur Ringe in Gold, Weissgold und Platinlegierungen an und Eheringe nicht unter 1,8 mm Stärke. Die gewünschte Querlinie mit Diamanten würde ich nur mit dem Hinweis anfertigen, dass sie bei täglichem Tragen eine zukünftige Sollbruchstelle darstellt. Die Materialbewegung bei jedem öffnen einer Türe oder tragen eines Aktenkoffers oder schieben eines Buggys ist an der Handinnenfläche am stärksten und die gegenüberliegende perforierte Stelle mit den gefassten Diamanten muss diese Pressungen und Zugbelastungen ohne Materialermüdung aushalten.
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 ·  #14
Eine eigentlich sinnvollere Alternative zum Stein im Ehering wäre ein schmaler Vorsteckring zum dann steinlosen Ehering, der nach verschiedenen Anlässen aufgefüllt werden kann mit Steinen und bei Bedarf auch mal abgelegt werden kann. Der sogenannte Memoryring.
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 ·  #15
bei dem Größenänderungsprobleme natürlich die gleichen sind
nur die Belastung der Fassungen ist nicht so krass, wenn er nicht jeden Tag getragen wird
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