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Hallo Schleifer! Wie macht Ihr das....

 
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 ·  #1
Heute habe ich eine Kopie eines beim Fassen beschädigten Steines gemacht. Das ist normalerweise ja kein so großes Problem, wenn man etwas Spiel mit der Höhe des Steines hat. In diesem Fall durfte aber der Stein nicht unten aus der Fassung überstehen. Die Winkel waren nicht nach den Gesetzen der Optik gewählt, denn der Stein hat ein "Loch".
Ich kittete zunächst den beschädigten Stein auf der Tafel auf und beschmierte die Unterseite mit wasserfestem, schwarzen "Edding". Dann setzte ich den Stein in die Schleifmaschine und versuchte, die Farbe weg zu polieren. Wenn das plan über die ganze Facette gelang, hatte ich den richtigen Winkel und die richtige Teilung gefunden. Diese Werte wurden notiert und der neue Stein mit diesen Werten geschliffen. So etwqs dauert natürlich und verlängert die Arbeitszeit sehr deutlich.
Daher meine Frage, ob es eine preiswerte optische Methode gibt, um die Facettenwinkel eines Edelsteines zu messen. Bei mir kommen Reparaturen dieser Art ziemlich häufig vor und die umständliche Sucherei nervt. Hat jemand einen besseren Tip?
uhu
Ich hab gerade gesehen, dass noch Kittreste und Fingerprints auf dem neuen Stein sind. Entschuldigung- musste mal wieder schnell gehen...
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Hallo Schleifer! Wie macht Ihr das....
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 ·  #2
Für die Winkel habe ich schon einmal einen kleinen Winkelmesser ( gute Qualität, aus Edelstahl ) benutzt - normalerweise gehört der zur Holzverarbeitung, glaube ich ...
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 ·  #3
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 ·  #4
Lieber Heinrich,
Danke für Deine Bemühung. Wenn ich mich nicht täusche, kann man mit dem ProportionScope keine direkten Winkel ablesen, sondern die Proportionen eines Steines mit denen eines Mustersteines vergleichen und die Abweichungen in Prozent ablesen. Dieses Gerät ist -so weit ich weiß- nur für Brillantschliffe vorgesehen. Ich brauche eher einen Winkelmesser wie ihn manam erwähnte. Nur sind die Dinger bei den kleinen Steinen nicht gerade bequem zu handhaben. Über die Ablesegenauigkeit kann man auch streiten. Ein optisches Goniometer scheidet aus Preisgründen leider aus.
Ich stehe also immer noch dumm da...
uhu
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 ·  #5
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 ·  #6
So ein Proportionscope-Ding mit ner entsprechend anderen Scala und Winkelmesser haben wir in der Diamantwerkzeugeindustrie auch gehabt, um die Schneidenwinkel zu checken. Per Anschlagwinkel kannste das zu vermessende Objekt dann auch immer in der selben Position gegenchecken.

Zusätzlich dazu hatten wir noch so ein Ding, das über den PC ging. Damit konnte man die Winkel auch rundrum über eine Spindel messen. Das hat unser Schleifer für die Bohrer- und Fräserspitzen genommen.
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 ·  #7
Ich glaube, ich bleibe bei meiner alten Methode. Zur Orientierung werde ich einen einfachen Winkelmesser aus Plastik benutzen - der geht auf 1° genau und macht mir keine Kratzer in den Stein- die Feinheiten mach ich mit der Poliermethode. Wenn man mit den gefundenen Werten noch eine GEMCAD-Zeichnung macht, sollte man auf der sicheren Seite sein. Leider wird die Kopie teurer als das Original - ist ja auch viel mehr Aufwand.
uhu
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 ·  #8
Hallo Volker,
ja, schöne "Spielerei" so ein ProportionScope, habe auch mal eine Weile damit herumprobiert, es dann aber wieder verkauft. Wenn mir so ein Fall unterkommt, schleife ich den neuen Stein so genau wie möglich vor, um die Unterteilhöhe festzulegen,schleife dann von der Rondiste her mit Winkeln die es ermöglichen eine Brillanz/Reflektion soweit wie möglich in die Mitte des Steines zu bekommen.Die Facetten, welche dann die Spitze bzw.in deinem Fall den Kiel bilden, bekommen dann halt einen Winkel den das übriggebliebene Material erlaubt, um den "Fensterbau" fertig zu stellen. So kann man immerhin so viel Farbe wie möglich in den Stein bringen um ihn so attraktiv wie möglich zu machen.
Am besten allerdings vermeidet man solche Aufträge 8-) (wegduck!)
Glückauf
Gerd
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 ·  #9
Hallo Gerd,
das ist eine schöne, einfache Methode, die nur den Nachteil hat, dass der neue Stein etwas anders aussieht im Reflexbild als der alte. Und das wäre in diesem Fall nicht so toll, weil es ein Pärchen geben sollte für Ohrhänger.
(Auch wenn ein Kopf dazwischen ist...)
Frohes Schaffen!
Volker
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 ·  #10
Ja,wenn es eine möglichst exakte Kopie werden soll, hilft tatsächlich dein beschriebener Weg am besten.Eine Möglichkeit zum messen bietet ein Winkelmesser wie abgebildet.Hiermit kannst du auch auf kleinen Facetten gut sehen ob der Messschenkel gut anliegt und Winkel auf wenige Gradminuten ablesen.
Dann hast du schon Mal die Winkel und musst "nur" noch die Proportionen/Breiten der Facetten nach Augenmaß schleifen.Auf jeden Fall eine undankbare Arbeit bzgl. Zeitaufwand.
Glückauf
Gerd
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