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Refraktometer Preis/Leistung/Qualität?

 
Caitiff
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Caitiff

 ·  #1
Nabend zusammen,

ich wollte einmal in die Runde der Fachleute fragen, wie sich die Preisunterschiede in der Qualität der angebotenen Refraktometer wiederspiegeln? Es gibt ja bereits Geräte für um die 100$ bis hin zu 1000$ aber wie steht es hier um die Qualität bzw. Preis/Leistungsverhältnis. Können die niedrigpreisigen überhaupt etwas oder ist das schlichtweg Schrott? Und, gibt es semiprofessionelle Geräte mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis?
tatze-1
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tatze-1

 ·  #2
Wieso Dollar? Es gibt auch einen Euro-Markt mit guten Qualitäten. Es ist halt die Frage, was du willst und wie professionell du damit arbeiten möchtest. Können tun sie alle das gleiche, nur die Ausstattung ist immer aweng anders. Bei Krüss gibts Refraktiometer bereits ab rd. 400€ brutto:

http://www.kruess.de/shop/Edelstein-Refraktometer:::11.html

Ich habe eines, das taugt mir für meine wenigen Prüfungen, die ich mache, gut. Hat damals, glaube ich, was um die 100€ gekostet.
Caitiff
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Caitiff

 ·  #3
Naja, ich muss jetzt keine Zertifikate ausstellen, aber ich möchte für mich selbst wissen, ob ich das vor mir habe, was mir verkauft wurde. Von daher eben die Frage, ob es ein Günstiges auch tut, oder ob da eventuell Abweichungen auftreten oder sie wesentlich ungenauer als teurere Geräte sind.
steinfroilein
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steinfroilein

 ·  #4
Mein früherer Ausbilder sagte stets: der Preis ist der Qualität entsprechend.
Den Spruch habe ich seit 40 Jahren stets im Hinterstüberl. ;-)

Krüss, Eickhorst und Schneider würde ich empfehlen.
Da Anke schon einen Link zu Krüss brachte, hier meiner zu Eickhorst.
http://www.eickhorst.com/gemmo…/merkmale/

Heinrich nutzt, soweit ich mich erinnere, Schneider
https://www.goettgen.de/schmuck-foren/ftopic18100.html

Das sind allgemein Geräte, die auch der Fachmann benutzt und auch sehr gute Wiederverkaufspreise haben, wenn man die gebraucht verkauft.

Sowas wie das hier siehe Link empfehle ich nur als Zweit- bzw. Zusatzgerät zum Bestimmen von Edelsteinen über RI 1,81 wie synthetisch Moissanit, Zirkonia und Diamant etc.

Für folgene Edelsteinarten sind nämlich die üblichen Refraktometer bis 1,81 bzw. 1,83 nicht anwendbar, da der RI über 1,83 bzw. gar bis zu 2,85 (!) liegt:
Zirkonia
YAG
Diamant
Moissanit
GGG
Bahianit
Topasolit
Uvarovit
Andradit
Anglesit
Demantoid
Spherocobaltit
Titanit / Sphen
Melanit
Scheelit
Powellit
Simpsonit
Kassiterit
Microlit
Fluornatromicrolit
Boleit
Pyromorphit
Phosgenit
Mimetit
Baddeleyit
Manganotantalit
Huebnerit
Mottramit
Stolzit
Wulfenit
Krokoit
Sphalerit
Stibiotantalit
Anatas
Bixbyit
Brookit
Rutil
Cuprit


Zitat
Naja, ich muss jetzt keine Zertifikate ausstellen, aber ich möchte für mich selbst wissen, ob ich das vor mir habe, was mir verkauft wurde.


Jetzt kommt es darauf an, was Du so alles kaufst und/oder untergemogelt bekommst. ;-)

Spätestens beim Kauf dieser oben genannten Edelsteine sollte man eh solch ein Zweitgerät wie Presidium haben und/oder genügend andere gemmologische Kenntnisse, diese von anderen farbändlichen Steinen unterscheiden zu können.

Wichtig ist dann noch die richtige Handhabung.
Tilo
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Tilo

 ·  #5
Zitat geschrieben von steinfroilein


das hier siehe Link empfehle ich nur als Zweit- bzw. Zusatzgerät zum Bestimmen von Edelsteinen über RI 1,81

Für folgene Edelsteinarten sind nämlich die üblichen Refraktometer bis 1,81 bzw. 1,83 nicht anwendbar, da

das ist jetzt ohne einen Hauch von Zusatzinfo unlogisch

du schreibst (mit anderen Worten):

das Gerät, das alle RI bestimmen kann, ist nur als Zusatzgerät geeignet, weil das andere nicht alles kann

Sinn würde ergeben: das analog/optische taugt nur als Zusatzgerät, weil es nur bis 1,81 kann

aber vielleicht hat das digitale Nachteile, die man im Bereich bis 1,81 nicht hinnehmen muß/sollte, weil es da die besseren analogen gibt?
diese Info fehlt noch
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #6
Zitat geschrieben von Tilo

.....

aber vielleicht hat das digitale Nachteile, die man im Bereich bis 1,81 nicht hinnehmen muß/sollte, weil es da die besseren analogen gibt?
diese Info fehlt noch


Das digitale Gerät kann keine Doppelbrechung messen und macht Messfehler wenn die geprüfte Oberfläche nicht perfekt poliert ist. Die Ansprüche an "perfekt poliert" sind sehr hoch.
diamantenimport
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diamantenimport

 ·  #7
Naja, "perfekt poliert" muss sie m.E. nicht unbedingt sein, dafür aber (fast) perfekt gesäubert, so meine Erfahrung. ;)

EDIT: Wobei ich aber auch die sog. "Diamantenbrille" aufhabe, da sind die Oberflächen meistens/im Durchschnitt nie so schlecht, wie ich sie schon von Farbsteinen gesehen habe /EDIT

Aber vom Grundsatz her, kann ich zustimmen. Das genannte Gerät ist empfehlenswert - bei höheren RI sogar unabdingbar - aber anspruchsvoller, was die Oberfläche der Steine betrifft. Wir haben es selbst und vertreiben es ja auch.

Im Prinzip ist es ja erst einmal recht einfach, da Steinfroilein ja mit ihrer Auflistung einen sehr guten Hinweis gab.

Sind Steine aus dieser Liste jetzt oder in Zukunft dabei, kommt er nicht ohne das Presidium oder ein vergleichbares Gerät aus. Wobei hier, besonders für Hobbygemmologen, die PC-Software mit automatisierter Erkennung bzw. einer Auswahlliste mit weiteren Infos infrage kommender Steine, zu erwähnen wäre. Ob dies ähnliche elektronische Geräte anderer Hersteller auch haben, weiß ich leider nicht.
Heinrich Butschal
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Heinrich Butschal

 ·  #8
Da das Presidium nur den Reflexionsgrad misst und daraus auf den Brechungswinkel indirekt schließt, sind wellig polierte oder mit Schlieren polierte Oberflächen oft Ursache von zu gering angezeigten Brechungswinkeln.

Bei neuen Diamanten wirst Du diesen Effekt kaum bemerken, aber bei weicheren und exotischeren Steinen ist das schon öfters der Fall.
diamantenimport
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diamantenimport

 ·  #9
Zitat geschrieben von Heinrich Butschal

Da das Presidium nur den Reflexionsgrad misst und daraus auf den Brechungswinkel indirekt schließt, sind wellig polierte oder mit Schlieren polierte Oberflächen oft Ursache von zu gering angezeigten Brechungswinkeln.

Bei neuen Diamanten wirst Du diesen Effekt kaum bemerken, aber bei weicheren und exotischeren Steinen ist das schon öfters der Fall.


Dies ist bekannt, deswegen hatte ich meinen Beitrag ja auch zwischenzeitlich (Diamantenbrille) editiert/ ergänzt, was sich mit deiner Aussage deckt.
steinfrosch
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steinfrosch

 ·  #10
Hallo,
Da der Markt mittlerweile voll von Geräten ist, welche unter verschiedenen Namen zu ebenso verschiedenen Preisen angeboten werden, ist es schwer eine pauschale Antwort zu geben.
Ich habe lange ein ~100€ Refraktometer als Reisegerät benutzt,welches ich nach Prüfung mit Referenzsteinen gekauft hatte.Es gab bei den 5 verglichenen Geräten Abweichungen bis zu 10 % zwischen den Angezeigten Werten,mal bei niedrigen und Mal bei hohen RI-Werten. Am besten wäre es also wenn du Steine mit zum Einkaufen/Prüfen nimmst.Wichtig hierbei: Kauf "gute" Kontaktflüssigkeit,z.bsp von Schneider,fast alle "Billigversionen" die ich erlebt habe lassen Ablesungen über ca. 1,73 nicht zu.
Jetzt nutze ich allerdings nur noch mein "altes"Krüss Refraktometer, zum Arbeiten ist es angenehmer da die Ablesbarkeit erheblich besser/klarer ist als bei den mir bekannten billigeren Versionen.
Wichtiger jedoch: du schreibst "aber ich möchte für mich selbst wissen, ob ich das vor mir habe, was mir verkauft wurde. So ein Refraktometer gibt dir !einen! Wert, das reicht zum einen sehr oft nicht aus, dich dem gesuchten näher zu bringen,zum anderen hilft es dir nicht weiter, falls es sich um eine Synthese handelt. Wollte dies nur zu bedenken geben,da ich häufig nach dem einen Gerät gefragt werde welches einem sagt um welchen Stein es sich handelt.
Glückauf
Gerd
Aus unserem Shop


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