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Silberanhänger München um 1814

 
Neuling
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 ·  #1
Sehr geehrte Experten,

vorab: mit großem Interesse verfolge ich die fachkundigen Bemerkungen in diesem Forum bereits seit längerem und würde nun gerne selbst Auskunft zu einem Objekt erhalten.

Den auf dem Bild ersichtlichen Anhänger kauften wir vor einiger Zeit auf dem Flohmarkt. Vom ursprünglichen Verwendungszweck als Schlüsselanhänger sind wir nach kurzer Recherche der Punze im Internet jedoch schnell wieder abgewichen. Nach bisheriger Kenntnis soll es das damalige Stadtzeichen für München sein mit Hinweis auf das Jahr 1814. Nun zu meinen Fragen: wissen Sie, was dieser Gegenstand symbolisiert? Ist diese Art von Schmuck typisch für die entsprechende Epoche oder war er für einen speziellen Personenkreis gedacht (Kirche etc.)? Ich hoffe die Fotos sind qualitativ in Ordnung. Für Ihre Antworten bereits im Voraus herzlichen Dank!
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 ·  #2
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 ·  #3
Das ist ein sogenannter Miederstecker. Die gab es in sehr schlichten und auch in sehr prunkvollen Formen. Je nach sozialem Rang und Vermögen der Trägerin… auch das Alter spielte eine Rolle (die für junge Mädchen sind eher schlichter…), sowie die Form der Tracht (Ort, Alltagstracht/Dirndl vs. Sonntagstracht).

An der Öse war eine lange Erbskette befestigt. Mit dieser wurde vor der Brust das Mieder geschnürt, indem diese in die Miederhaken eingehakt wurde (ein bisschen so wie Schnürsenkel…). Der Miederstecker wurde dann von oben am Busen in das Mieder gesteckt. Je nach Ort/Trachtform waren wie gesagt die Miederstecker schlichter oder prunkvoller, und teilweise wurden an den Miederketten noch Münzen oder Anhänger befestigt.
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 ·  #4
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 ·  #5
Oder es hing auf Grund seiner Größe an einem Charivari.
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 ·  #6
...sooo klein finde ich das jetzt nicht. Die Dorne der Miederstecker, die ich habe, sind zwar etwas länger, aber nicht viel. Da es oben auch keinen riesig schweren Abschluss gibt, ist ein langer Dorn auch gar nicht nötig. Die Grösse des Miedersteckers sagt ja nix über die Grösse des Mieders aus- das wird über die Länge der Miederkette/des Miedergeschnürs bestimmt. Der Miederstecker hat nur die Kette am Ende festgesteckt, nicht das ganze Mieder gehalten.

Und damals wurden auch schon kleine Kinder in Trachten gesteckt- und Alltagstrachten waren wenig prunkvoll. Ich tippe also auf einen Miederstecker aus diesem Bereich. Eine ehemalige Funktion als Charivari sowie eine nachträgliche Kürzung sind natürlich auch nicht auszuschliessen.
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 ·  #7
Ich habe einfach mal bei der Google-Bildersuche nach Miederstecker gesucht (weil ich meine gerade nicht finden konnte um nachzumessen), Dornlängen um 2,5- 3,5 cm sind absolut üblich. Gibt auch längere, aber eben durchaus auch welche in diesem Bereich. Die Damen wollten sich auch nicht so ein langes Ding in den Busen pieken, oder in den Rocksaum (dort hatte der Dorn oft nur Gürtelbreite, damit man sich beim Sitzen nicht in den Bauch piekt...).

Je nach Tracht wurde das eben unterschiedlich getragen.
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