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Welches Lötgerät

 
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 ·  #1
Hallo liebe Goldschmiede.
Ich möchte mir ein Lötgerät kaufen, nur ich weiß nicht welches.
Ich benötige es zum Löten von Ringen und Ketten. Fein sowie Grobe arbeiten. Am besten verschiedene Düsen zum Wechseln je nach Arbeiten. Ich hatte hatte bisschen gelesen und bin auf Hydrozon Geräte gekommen. Es gibt aber viele. Welche genau würdet Ihr mir emphfelen. Ich bitte euch die Modelle zu nennen. Danke für eure Zeit.

;-)
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 ·  #2
Ich würde einen Propangasbrenner mit verschiedenen Düsen nehmen. Für grobe Sachen wie Schmelzen, ausglühen, eher geeignet, allerdings zum Kettchen löten wieder nicht so, da nehme ich ein feineres Mikrotorch ab 10,- im Baumarkt.
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 ·  #3
mit was lötest du denn bisher? (ich erinnere an das Ketten-verfärb-thema)
sollen damit eher Reparaturlötungen an Ringen oder Neuanfertigungen gemacht werden?
bei Rep. ist wegen der bereits enthaltenen Steine eine schärfere Flamme notwendig als bei Neuanfertigungen
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 ·  #4
Danke Tilo, ich hatte ein Mikrobrenner benutz vom Baumarkt. Reparaturen sollten gemacht werden hauptsächlich. Sind Hydrozon Geräte nicht sinnvoll wegen der Präzisen Flamme? Danke deiner Mühe.
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 ·  #5
doch, gerade für Rep. sollten sie sinnvoll sein
man kann mit der scharfen Flamme aber auch größeren Schaden anrichten, wenn man zu lange erwärmt
ich kann kein Gerät nennnen, weil ich für den Zweck entweder Mundlötrohr an Erdgas oder Propan/Sauerstoff benutze
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 ·  #6
Tilo, danke dener Antworten, ich frage mal weiter um ein passendes Modell zu finden. :D
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 ·  #7
Hydrozongeräte sind schon praktisch für Reparaturen, allerdings sollte man auch ein paar Dinge darüber wissen.
- Bei größeren Silbersachen (große, massive Ringe) kann es bei kleineren Hydrozongeräten sein, dass das Wärmevolumen nicht ausreicht. Da muss man schon ein Gerät mit anständig Leistung haben (so ab ca. 170 Liter/Stunde aufwärts).
- Hydrozongeräte müssen regelmäßig gewartet werden. Ein Punkt, der bei vielen Anwendern gern vergessen oder bis zum sprichwörtlichen "gehtnichtmehr" hinausgezögert wird.
- Bei der Wartung hantiert man mit giftiger und stark ätzender Kalilauge, da sollte man schon wissen was man tut. Oder man gibt das Gerät zu uns, wir warten und reparieren Geräte aller Hersteller.
- Hydrozongeräte sind praktisch, da man nur destilliertes Wasser als Betriebsmittel braucht.
- Wenn man das Gerät abschaltet, befindet sich kein Gas mehr in der Werkstatt -> Sicherheitsgewinn
- Bei der Wahl des richtigen Gerätes sollte man sich gut informieren, es gibt nämlich bessere und schlechtere Geräte. Das gilt erst recht beim Gebrauchtkauf.
- Für den Goldschmied sollte es ein Gerät mit mindestens 140 Liter/Stunde Gasleistung sein, wenn man öfter größere Silberlötungen macht, braucht man mehr Leistung (s.o.).
- Ich rate von der Verwendung Flussmittelhaltiger Verdampfermittel (sog. "Flux") ab, da man das Flussmittel erstens nicht wirklich braucht, zweitens die meisten Mittel methanolhaltig und damit giftig sind und drittens der Flussmittelanteil gerne mal in Schlauchleitungen und Ventilen auskristallisiert und diese verstopft. Stattdessen empfehlen wir die isopropanolbasierte Verdampferflüssigkeit "BLQ-1800". Diese ist ohne Flussmittel und ungiftig.
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 ·  #8
Hallo Herr Schula,
mit welchen Kosten müsste man den bei so einer Wartung in Etwa rechnen?
Ich hab im Keller noch ein altes Aquarius 80 (wahrscheinlich seit min. 10 Jahren inaktiv und trocken), welches auf Wiederbelebung wartet. (aus Uhrmachernachlass)

Für größere (Silber-Sachen) hab ich ja Propan... aber wenn man mal Kettchen oder nah am Stein etc. löten will... wär Wasserstoff nützlich.

Ist so ein 80er Hydrozon eigentlich für "normalen" Platin/Palladium-schmuck zu schwachbrüstig?
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 ·  #9
für Kettchen nehme ich Mundlötrohr, was es ja auch in Propanausführung gibt
und nahe am Stein geht mit Mikrobrennerdüsen Propan/Sauerstoff (letzterer fehlt?)
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 ·  #10
Für Normalanwender ist ein Hydrozon schon mal nicht schlecht. Wer mit unterschiedlichen Anforderungen zu kämpfen hat, der braucht ein Gas-Sauerstoffgerät, sprich Mikrobrenner oder Torch. Die sind wegen der Flaschen allerdings umständlicher und auch teurer. Ich selbst verwende diese seit 1965. Der Nachteil bei den Knallgasentwicklern ist in erster Linie der, dass man die Flammen nur großoder klein stellen kann. Die Zusammensetzung der Brenngase kann nicht verändert werden.
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